nitya


Zwei Begriffe aus dem Sanskrit:

satyam – das was ist, Wirklichkeit
nitya – das was nicht stirbt, das Ewige

Auf der nicht ganz leichten Suche nach einem Namen für diesen Blog fielen mir wieder diese beiden Begriffe ein, die man auch im begrifflichen Zusammenhang mit der philosophia perennis sehen kann. Ganz abgesehen davon ist das der Name, den mir Osho mal verpasst hat.

Während ich das schreibe, erschrecke ich ein wenig über den Anspruch, der diesen Begrifflichkeiten innezuwohnen scheint. Eigentlich möchte ich ja nichts anderes, als gelegentlich ein paar völlig unnütze Gedanken niederschreiben.

Ich werde hier also nicht über die „ewige Wahrheit“ schreiben, über das, was „nicht von der Welt“ ist, schon allein deshalb weil darüber gar nichts gesagt werden kann. Mir bleibt nur der „schäbige Rest“, die Welt, was aber nicht heißt, dass ich jetzt nur über Fußball, Politik oder Automarken schreibe. Vermutlich schreibe ich mehr über das, was verhindert, dass die „ewige Wahrheit“ im Bewusstsein aufleuchten kann. Aber was weiß denn ich; ich werde sehen, was meine Finger in die Tasten hämmern werden.

Hinter meinen Beiträgen steht aber sicher ausgesprochen oder unausgesprochen das Einzige, das kein Objekt ist: Das, was sich aller „Dinge“ gewahr ist, das, was im Gegensatz zur Welt der Dinge nicht beschrieben werden kann. Es ist kein Ding (no-thing) und doch die Quelle von allen Dingen. Und mit Dingen meine ich hier nicht nur Taschenmesser, Atomkraftwerke, Fußbälle usw., sondern auch und vor allem „body and mind“, also das Physische und das Psychische mit seinen Gefühlen und Gedanken und da wiederum vor allem den sog. spirituellen Gefühlen und Gedanken. Alle diese sind für mich Dinge, die im Gewahrsein erscheinen. Wer dabei den Hintergrund des Gewahrseins übersieht bzw. nicht weiß, dass ER nicht nur der Vordergrund, sondern auch dieser Hintergrund IST, wird fast zwangsläufig alles, was ich schreibe, missverstehen. …..
Aber das macht eigentlich fast gar nichts.

höre die grausame Nicht-Antwort
bis Blut tropft,
schlage deinen Kopf gegen ihre Mauer

(Ikkyû Sôjun)

13 Antworten zu nitya

  1. nidra schreibt:

    Ikkyû Sôjun – DAS musste ich mal nachschauen.

    höre die grausame Nicht-Antwort
    bis Blut tropft,
    schlage deinen Kopf gegen ihre Mauer

    Yes!
    Das ist mal eine Ansage.

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  2. Wolfgang schreibt:

    Da steht durch Satyamnitya getippt:
    „Vermutlich schreibe ich mehr über das, was verhindert, dass die “ewige Wahrheit” im Bewusstsein aufleuchten kann.“

    Ist es nicht vielmehr umgekehrt …. smile … das mit „Bewusstsein“ Benannte leuchtet flüchtig im UNSAGBAREN, WAS nicht nicht „sein kann“, auf …

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  3. Stefan Schnepf schreibt:

    …das macht konzeptlos…
    ich will nicht ohne
    ich will mit Zepter…
    das scheint besser und größer und deutlicher… oder?

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  4. Brigitte schreibt:

    schau mal, was ich eben entdeckt habe🙂
    http://somnios.de/traumdeutung/?p=7974

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    • Nitya schreibt:

      Ich hab ein bisschen Mühe, mir vorzustellen,
      dass ich ein Schild mit der Aufschrift „Anschnallen“
      am Halse baumeln haben wollte.😉

      Aber pass mal auf, dass ich dir nicht auch im Traum erscheine
      und auf den Füßen rumlatsche!🙂

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  5. Pingback: Heraklit: die verborgene Harmonie | satyamnitya

  6. ELO schreibt:

    Also Ewiger, dein Blog der gfollt mir Zenzationell guat!
    I bin a Nebadonia Flüchtling, und durt gibts nur Channel,
    von de Astralsackln und Egobeutln. Durt drahn sich alle im Kreis,
    von Höll und Himmel, Engel und wer weiss.
    I bin jo sowiso Nihilist oder Buddhist, was ja fast dessölbe is.
    Achjo, das Du existiert ja nicht, is nur a Egotrick,
    Also red Gott mit sich selber und ich mit Dir, schick!
    Zeit is a Illusion, damit i Dir des auch schreibn kaun.
    Ist alles schon aufgezeichnet und abgedreht,
    wie`s in jeden seinem Karma steht!
    Würd mi freun, wenn i „net“ da sein darf, so fluktuativ!😉
    Griasdi! Ꙭ

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  7. kerstin-anuk schreibt:

    Na da , schau ich jetzt hier auch mal ab und an rein.

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  8. Blümchen schreibt:

    Weil ich so eben gesehen habe, dass „eine fröhliche Konversation“ auf der Impressum Seite weiter nicht auf der „Vorderseite“ sichtbar ist, kopiere ich es hier rein, dann können andere auch „mitgenießen“:
    Auf die Gefahr, dass ich jetzt das ganze BLOG System durch einander bringe….
    Habe weiter keine Angst, Nitya, ich will dich nicht heiraten, werde nicht anrufen, und werde keine Briefe schicken…..
    *lache*

    Blümchen schreib (auf der „Über mich, Impressium Seite):
    14. August 2014 um 09:36

    Selten so gelacht wegen eine Impressum Seite, einfach köstlich:

    Nitya sagte:
    “PS: Ich bitte freundlichst darum,
    von ernst gemeinten Freundschafts-, Heirats- oder sonstigen unsittlichen Anträgen
    Abstand zu nehmen.
    Danke.
    Aus gegebenem Anlass möchte ich meine Bitte noch etwas erweitern: Ich habe vor einiger Zeit zähneknirschend oben ein Impressum reingestellt. Ich wollte mich damit vor möglichen Abmahnungen durch all die Haie schützen, die im www herumschwimmen. Die Preisgabe von Name und Adresse sollte nun allerdings niemanden dazu verführen, mir mit der Post Briefe zu schicken, mich anzurufen oder gar mit einem leibhaftigen Besuch zu drohen. Ich halte es da ganz mit dem wundervollen Ikkyû Sôjun:

    “am liebsten ist mir, wenn keiner kommt
    fallende Blätter und herumwirbelnde Blüten
    ziehe ich als Weggefährten vor”

    Ich bitte also darum, mir keine Post zuzuschicken, mich nicht anzurufen und ansonsten mich mit den fallende Blättern und herumwirbelnde Blüten allein zu lassen.”

    Und auch sagte Nitya:

    “Über mich
    gibt ‘s nichts zu sagen
    außer
    dass ich jeden Augenblick
    darüber staune,
    wer ich jetzt schon wieder
    zu sein schein.”

    Und auch (weiß nicht ob das auch Nitya’s Worte sind):
    “Ich bin und weiß nicht wer
    ich komm – und weiß nicht woher
    ich geh – weiß nicht wohin
    was wunder, dass ich fröhlich bin”

    Das Ganze erinnert mich an Blümchens Weisheit (haha) die hin und wieder auftaucht.
    Worte von ewig lange her:
    “Ik begrijp er niets meer van,
    wat overblijft is het wonder”
    (übersetzt ungefähr: “Ich verstehe nichts mehr, was übrig bleibt ist das Wunder”)

    Nitya schreibt:
    14. August 2014 um 09:41

    Magister Martinus von Biberach († angeblich 1498 in Biberach (Heilbronn)) wird ein Spruch in einem Deckel eines handschriftlichen Buches zugeschrieben (“haec magister Martinus in Bibrach. 1498″), der aber weitaus älter als die beigegebene Jahreszahl ist. Über das Leben dieses Magisters Martinus in (!) Bibrach ist nichts bekannt (außer seinem Vornamen). Was J. Radowitz 1850 irrig als “Grabschrift” des Martinus deutete, ist ein Priamel-Vierzeiler, der in der christlichen Frömmigkeit populär wurde und auch in der Literatur bis heute (vgl. Bertolt Brecht, “Der Radwechsel”) seinen Niederschlag findet:
    Ich leb und waiß nit wie lang, ich stirb und waiß nit wann, ich far und waiß nit wahin, mich wundert das ich [so] frölich bin.
    Quelle: Wikwpedia

    Liebes Blümchen,
    aber deine Version ist auch ganz wunder-voll.🙂

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  9. Blümchen schreibt:

    Haha…..dies ist auch nicht auf der Vorderseite zu sehen. Keine Ahnung wie so ein BLOG funktioniert. Ich bin wahrscheinlich noch etwas zu viel „Weltinnenraumforum“ programmiert, wo immer alles was jemand geschrieben hatte, auf der Vorderseite zu sehen war, wie hier rechts oben bei „letzte Kommentare“.

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    • Nitya schreibt:

      Bei WordPress wird unterschieden zwischen Kommentaren auf die sichtbaren Beiträge und Kommentaren auf Beiträge auf den Extraseiten, die oben in der Querleiste dauerhaft verankert sind. Erstere erscheinen in der Kommentarleiste rechts, die anderen erscheinen dort nicht. Man muss also immer nachschauen, ob es da eine Antwort gegeben hat.

      Das mit dem Nicht-Heiraten – hast du dir das auch gründlich überlegt?

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      • Blümchen schreibt:

        Das mit dem nicht-Heiraten habe ich mir nicht gründlich überlegt. Smile. Ich wars noch nie, also wird es vielleicht höchste Zeit. Für so lange es dauert…haha, das hat in meinem Fall eine doppelte Bedeutung …… *Lache*

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