Liebe Kinder aufgepasst, fredoo erzählt jetzt eine feine Geschichte


Ach ja … zur Aversion des Hirarchiegehabes derer „davorne“ …

Dass ich da in einem Chor mit Nitya singe, sollte schon aufgefallen sein …
genau diese Aversion hat mich von Herrn Bhagwan ferngehalten und all den vielfältigen Gurus …

Weiterausführend dazu meine Geschichte des ersten Treffens mit Ramesh …
Mai 1992 … gerade frisch geschieden von der Mutter meiner Kinder … mein 40. Geburtstag … ich hasse es „befeiert“ zu werden … Sternzeichen Stier, also nur ungern am Wegfahren, aber wenn dann doch, dann alles paletti … also begann ich schon Monate zuvor allen Freunden von einer USA-Reise zu erzählen … die ich aber noch gar nicht geplant hatte … als der Mai dann nahte, geriet ich in Erfüllungszwang … also buchte ich last-minute nach LA, verabredete mich kurzfristig mit einer Freundin , die in Esalen lebte oder arbeitete und nahm als Reiselektüre ein Buch mit ( ICH BIN, von Nisargadatta aus dem Kontext-Verlag ) … darin lag, während des Fluges bemerkt, eine Einladung für ein treffen auf Maui, Hawaii mit einem Herrn Ramesh … Hawaii , geil! … Also nach der Landung angerufen, zum Veranstelter in USA durchgereicht, hatte dort 5 Minuten vorher jemand storniert, und ich war der Ersatzmann … Hawaii ich komme! … Den Guru hab ich damals als Nebeneffekt akzeptiert, hatte ich doch Unterkunft in einem abgefahrenen Zen-Kloster mitten im hawaiianischen Blütendjungel … und das bisschen Guru war ja freiwillig und lies sich bestimmt ertragen …

Dann erschien da ein kleiner, höchst bescheiden auftretender indischer Mann, mit perfektem Oxford-Englisch in diesem niedlichen indischen Akzent begann er zu reden … kein einziges Zitat … wenn dann Formulierungen von Terence Gray (den ich damals noch gar nicht kannte) und wenn Geschichten, dann (like Nitya) die der Chan-Leute oder die des Taoismus …

Tja … was soll ich sagen … so spielen die Götter halt mit uns… ich freundete mich ein wenig mit einem Ami an … Gerry … der mir eine Geschichte erzählte: …

Vorm ersten Eintreffen von Ramesh in den USA … organisiert von Whayne war ein Raum mitten in der Wüste nahe LA gemietet … Ramesh saß vorne, auf einem schlichten Stuhl und war durchaus nervös, hatte er doch noch nie selber coram publikum gesprochen, sondern nur den Übersetzer für Nisar gegeben … da trafen zwei orange gekleidete junge Damen ein, gingen nach vorne, warfen sich zu Boden, um diesem offensichtlich neuem Guru ihre Devotion zu beweisen … Ramesh stand spontan auf und warf sich ebenfalls zu Boden … die Damen erhoben sich, recht irritiert und betrachteten den lächelnden Ramesh (damals ja noch beweglicher), um sich dann erneut flach wie ne Flunder auf dem Boden zu platzieren … was wiederum Ramesh zu einer Wiederholung seines Niederwurfs inspirierte … jetzt erhoben sich die Damen, mehr als irritiert, setzen sich ins Publikum (wohl gerade mal ein gutes Dutzend Interesierter) … und Ramesh … sagte auf dem Rückweg zu seinem Stuhl : „Oh … I like gymnastik !“ (dazu sei erwähnt, dass dieser recht kurz und schmal geratene Inder in seinen Jugendjahren begeisterter Bodybuilder war, und er immer wieder mal mit spitzbübischer Freude an uns seine ehemaligen „posing“-Krten verteilte … ich hab heute noch eine an meinem Kühlschrank hängen, mein einzige „Devonionalenstelle“ für diesen merkwürdigen „Guru“)

Ich zumindest hatte jemanden getroffen, der es mir mit meiner Aversion recht leicht machen konnte … trotzdem hab ich auch ihm niemals offiziell zu „meinem“ Guru erklärt … das war schlicht auch nicht nötig …

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