Osho: … dann musst du total sein


Wenn du etwas intellektuell verstehst, verstehst du nur die Logik, das, was die Worte bedeuten und ob es einen Sinn ergibt. Das ist wie eine logische Schlussfolgerung. Aber das Leben ist nicht logisch. Es ist unendlich mehr. Es ist nicht nur nicht logisch, sondern sehr unlogisch, denn in der Logik, gibt es nur entweder/oder – aber das Leben ist paradox. Das Leben ist absurd. Es ist viel eher ein Chaos, als ein logisches System … eher Poesie als Mathematik.

Eines der Hauptprobleme des modernen Bewusstseins ist, dass es zu sehr im Kopf festhängt. Du hast den Kontakt mit deinem Körper, deinem Herzen, mit deinem wirklichen, eigentlichen Wesen verloren. Du musst also etwas tun, nicht nur Bücher lesen. Du kannst meditieren, schwimmen, laufen, tanzen, singen, weinen und lachen, und das könnte dir sehr helfen – denken allein nützt dir gar nichts. Du kannst auch Bücher lesen, daran ist nichts verkehrt, aber es darf nicht das Einzige sein.

Durch das Lesen kann sich eine Tür öffnen, aber bleib nicht an der Tür stehen. Wenn du da bleibst, und dich an der Tür festhältst, kommst du nie in den Palast. Aber die wirklichen Schätze sind nicht an der Tür, da bewahrt niemand Schätze auf, sondern sind tief im Inneren, im innersten Schrein deines Wesens verborgen. Meditiere mehr, liebe mehr, halte nach Gelegenheiten Ausschau, in denen du im Körper sein kannst und nicht im Kopf. Wenn du zum Beispiel tanzt, dann musst du total sein.

aus: Osho, „Und vor allem nicht wackeln“

Wir sind ja gestern bei diesem Thema gelandet und just am gleichen Tag fiel mir dieser Osho-Text zu. Fredoo hatte für mafa folgenden Rat:

Also ist eine Steigerung der Verzweiflung, eine Kulmination der Verwirrung, keinesfalls bedrohliches Warnsignal fürs eigene Überleben, kein Zeichen einer Überforderung, sondern hoffnungsvolles Anzeichen, einer bereits bestens stattfindenden Umpolung des „inneren standings“ … nur so, mit dieser sich steigernden Wahrnehmung eigener Unfähigkeit und Inkompetenz, kann diese Umpolung überhaupt stattfinden … ja , genau das (!) ist ihre „Methode“ … Wenn man so will, kann gesagt sein „der Weg ist die permanente Steigerung der Verwirrung“ – und „das Ziel ist erreicht, in dem der Weg verschwindet, und die Verwirrung (und ein Ziel) in tuto zum Witz wird .

Als ich das las, werter Fredoo, war bei allem Respekt meine erste Reaktion: So ein Bullshit! Ich war ganz überrascht, weil ich das so von dir nicht kannte, dass du da einen Kausalzusammenhang herstellt und das auch noch mit einem „nur so“ und „genau das (!)“ dekorierst. Bei mir war es beispielsweise nicht so, also ist zumindest in meinem Fall dein „nur so“ nicht zutreffend. Ich halte diese Aussage außerdem für höchst gefährlich, da die Anwendung der vorgeschlagenen „Methode“ durchaus auch in den totalen Wahnsinn führen kann. Leider lebt heute kein Meher Baba mehr, der im Land herumreist und versucht,  die Leute wieder aus ihrem Wahnsinn herauszuholen. Zwar ist auch ein Lieblingsspruch von Osho „Ich bin hier, um euch zu verwirren“, aber er hat in Poona massenweise körperorientierte Therapiegruppen angeboten, die die Leute wieder aus dem Kopf auf den Boden bringen sollten.

Und hier nochmal der ganze Durchlauf. Wer es so machen will, wie die Herrschaften im Hintergrund, braucht gar nicht damit anzufangen. ,,… dann musst du total sein!“

Ich habe oben das Video mit einem Derwisch-Tänzer reingestellt. Die Sufis waren/sind total körper- und gefühlsorientiert. Oshos berühmt-berüchtigste Meditation war/ist die Dynamische Meditation. Auch hier geht es durch das totale Hineingehen in die körperliche Bewegung darum, endlich aus dem Kopf mit seinen ganzen Vorstellungen und Programmen heraus zu kommen. Wichtig ist hierbei die Totalität; mit einem Spaziergang ist es nicht getan. Jnana-Yoga ist ganz sicher nicht für jeden geeignet. Und viele merken erst nach einem heftigen Schicksalsschlag, dass sie sich die ganze Zeit mächtig was vorgemacht haben und sich über Jahre hinweg in die Tasche gelogen haben. Man kann sich alles einbilden, natürlich auch das Erwachen und die Erleuchtung. Das Erwachen aus diesem Traum ist dann allerdings ziemlich fatal und kann einen Menschen für den Rest seines Lebens völlig traumatisieren.

„Wenn man so will, kann gesagt sein ‚der Weg ist die permanente Steigerung der Verwirrung'“, sagst du. Ich sage: Es gibt keinen Weg. Wer seinem Körper und seiner Intuition (nicht seinem Kopf) folgt, wird ganz von allein dahin geführt, wo es für ihn stimmig ist. „Ich bin hier, um euch zu verwirren.“ – das ist gut für Menschen, die bereits gut geerdet sind. Ich habe da als Psychotherapeut genug Erfahrungen gemacht, um zu wissen, wo zu viel Verwirrung hinführen kann. Hast du schon mal einen Menschen in seiner Angst-Psychose versinken gesehen? – Das nackte Grauen.

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29 Antworten zu Osho: … dann musst du total sein

  1. Angela schreibt:

    Ja, im „Kopf festhängen“, das war auch mein Problem. Alles sonnenklar, wundervoll erkannt nach jedem Buch! Und doch im Alltag zu wenig davon umgesetzt.
    Da musste erst eine ernste Krankheit kommen, dann plötzlich machte es klick und das Wissen wurde nun auch praktikabel. Osho und Eckhart Tolle , – beide weisen sie auf das Körperbewusstsein ,- auf die Erdung hin und nun leuchtet mir diese Dringlichkeit endlich ein und ich mache die ersten Schritte…..

    LG von Angela

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    • Nitya schreibt:

      Das kann man in dem letzten Video schön sehen, die beiden Jungs sind voll dabei, während der Rest mehr daran interessiert zu sein scheint, so ein bisschen zu tun als ob, und mehr mit den Taschentüchern beschäftigt ist als damit, endlich in seinen Körper zu kommen. Sie hängen felsenfest in ihrem Kopf fest, falls sie nicht gerade Kniearthrose oder einen Bandscheibenvorfall oer etwas in der Art haben sollten. Aber wieso gehen siedann überhaupt zur Dynamischen Meditatation. Für Kopfmenschen ist die Dynamische eine echte Zumutung..

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  2. Nitya schreibt:

    Thomas Fischer hat wieder zugeschlagen zum Thema „me too“. Sehr empfehlenswert! So weit sind wir schon gekommen in unserer verkopften Gesellschaft.
    http://www.zeit.de/gesellschaft/2017-11/sexismus-debatte-kevin-spacey-metoo-gesetze

    Die einen nur Körper und im Kopf nur Ruhm und Geld, die anderen nur im Kopf und vollkommen ihren Vorstellungen ausgeliefert. Krank ist das eine wie das andere.

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  3. fredoo schreibt:

    Jaja … als ich es schrieb , dachte ich mir schon . . . . .
    zu erst sei bemerkt , es war eine antwort auf ein posting , in dem von einer zunehmenden verwirrtheit der intellektuellen sphäre die rede war … aber ! …. halt nicht von einer verwirrtheit in den körper-seele-geist-systemen ….
    sondern , recht eindeutig (zumindest für mich ) eine verwirrtheit bezüglich von wissensinhalten , die aus der suche nach wahrheit entstanden sind … in ihrer widersprüchlichkeit und unzulänglichkeit …
    also verwirrtheit / irritation bezüglich von konzepten !
    dies erinnerte mich an mein „davor“ … in dem ich ähnlich „verwirrt“ war … ich hatte soviel erkundet und erforscht … soviel probiert … und soviel verworfen … dass ich an eine punkt gelang , den ich wie folgt bezeichnen würde “ ich kapiere gar nix mehr , ich werde auch nix mehr kapieren ( hier das „mehr“ durchaus quantitativ als auch qualitativ gemeint ) …. und ( ! ) dann folgte ein mich bis heute mit einem schmunzeln reagierendes „scheiss drauf !“ auf diese kulmination der intellektuellen suche …
    ich habe in den späten 80 jahren einmal bei einer „primär therapie“ gruppe mit henning von der osten teilgenommen ( den ich später dann bei ramesh wiedertraf )… nicht weil ich mich therapiebedürftig für rebirthing oder ähnliches gefunden hätte , sondern einfach weil ich es auch mal probieren wollte … zumal damals all meine freunde mit diesen lächerlichen orangen kittelchen und dieser alberne samenkette mit billigsbildchen rumliefen … so fand ich mich dann in hennings gruppe zwischen all den aufjaulenden traumatisierten , die im hyperventilieren endlich „lassen“ konnten und mama und papa ordentlich die meinung geigten , mit dem zufriedenen satten grinsen eines fetten babys … ich war in der ganzen gruppe der einzige , der da einfach nur zufrieden im heftigen atem mitschwamm … dies war so irritierend und irgendwie frustrierend für mich , dass ich zu hennig ging und ihn echt beunruhigt fragte “ was mach ich blos falsch ?“ … seine antwort war jedenfalls so beruhigend , dass ich alles weitere mit freude und neugier erleben konnte … es aber auch bei dieser einmaligen eigenen erfahrung mit „therapie“ belassen konnte
    mag sein , dass mir diese „körperlichen“ varianten der „findung“ nicht vergönnt sind … ich habe auch nix von den zellulären vertiefungen oder schwarzer seelentrips vor/nach einem erwachen zu vermelden … ich habe in all meinen eskapaden der suche , selbst unter teilweise recht heftigen drogen , eine seltsam unhinterfragte körperliche ( und seelische) stabilität zur verfügung gehabt , dass mich das bemerken , das es anderen da durchaus anders erging , anfangs geradezu erstaunt hat .
    gerade dies völlig unspektakuläre , unbeleitet von irgendwelchen körperlichen auswirkungen „meines“ mir zugemuteten AHA hat mich auch lange schweigen lassen … da es mir anfangs auch seltsam unzulänglich erschien … hatte ich doch da allenthalben von „heftigen begleitungsdekorationen“ gelesen … ich kam mir da sogar ein wenig abgespeist von einem AHA-light vor … es dauerte einige jahre und diverser kontakte mit „komplizen“ , bis ich auch diese variante „körperliche-ignoranz“ sehen konnte …
    ich wäre bestimmt auch kein guter begleiter oder gar ratgeber für jemanden , der diesen „körperlich aufgeregten“ weg zu gehen hat … einige meiner paarbeziehungen sind genau daran ins komplizierte geraten … dass mir , obwohl sogar in dieser „pflegerrolle“ geprägt , dann aber doch irgendwann mal ( ums mal deutlich zu sagen ) diese ewiggleichen jammereien gehörig auf den nerv gegangen sind … jammereien , die ja nicht impuls zur „bearbeitung“ waren , sondern letztlich nur , eigenes „leid“ damit „füttern“ , das gegenüber (also mich) auszubeuten versuchten , als ein zwangstherapeut , bzw. noch nicht mal therapeut , sondern viel eher als einen komplizen des im konflikt insgeheim verbleiben wollens … das war für mich und ist es heute noch – schlicht missbrauch von beziehung … ja ausbeutung ( übrigens , wer hätte das gedacht 😉 , gerade wieder im letzten jahr erlebt 😉 , der blues hört wohl nie auf 😀 ) …
    das AHA ändert ja nix an unseren eigenarten … unseren neurosen … unserem geschick in leid und glück … es gibt letztlich nur das angebot einer vergewisserung des „EIGENTLICHEN“ – mitten in diesem ganzen personadrama … das rad dreht sich … die nabe lässt das drehen nicht verschwinden … gibt dem erlebten nur (zusätzlich !) eine ruhige mitte …

    wenn ich da nun zum beitrag ein „nur so“ oder ein „genau das“ formuliert habe , so ist das keine behauptung von allgemeiner vorbedingung ( dem ich ja stets wiedersprochen habe ) sondern ein simpler „vorwärts“- impuls in richtung eines menschen , den ich in einer verwirrung ob seiner denkerischen verwirrung sah ( die mich an die meine erinnerte ) , und dem ich einfach mut zu sprechen wollte … trau dich , da durch zu gehen , bzw. dich da hindurchgetrieben zu erleben …

    😉

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    • Nitya schreibt:

      Lieber fredoo,

      wenn du jetzt da wärest, kämst du nicht um ein Umarmung meinerseits herum.

      Mein „AHA“ war ja noch viel früher und viel unspektakulärer, und es gab nicht einmal ein „AHA“ weil ich es gar nicht hätte benennen können, nicht einmal „AHA“, denn mit dem Verstand kapiert hatte ich damit gar nichts. Und meine Macken waren danach allesamt noch prächtig vorhanden. Das brachte mich nach dem Scheitern meiner zweiten Ehe auf die hehre Idee, mich mal um diese meine Macken zu kümmern. Und da leuchtete mir die Primärtherapie mehr als alle anderen Therapieformen ein. In den späten 80eren war der Henning übrigens längst „vom rechten Glauben“ abgefallen. In den frühen 80ern war ich mal Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Primärtheapie und ich lud ihn zu einer Zusammenkunft ein, was er dankend ablehnte und andeutete, er hätte längst was Besseres (bei Ramesh) gefunden. Was er da mit euch gemacht hat, war übrigens keine Primärtherapie, sondern Rebirthing, und das hat herzlich wenig mit Primärtherapie zu tun. Leute durch Hyperventilieren in irgendwelche Gefühle zu puschen, ist kein Ansatz der Primärtherapie. Bei Arthur Janov, bei dem er ja war, hat er das sicher nicht gelernt. Aber Henning war ja auch ein ziemlicher Kopftyp und deshalb war Ramesh für ihn auch sicher viel anziehender als Janov.

      Dass diese ewige Jammerei und das Mamigeschrei nur ein Weglaufen und keine Primärtherapie ist, ebensowenig wie diese „lächerlichen orangen Kittelchen und dieser alberne Samenkette mit Billigsbildchen“ etwas mit dem zu tun haben, worum es Osho letztlich ging, muss ich das wirklich sagen? Das ist jetzt ein bisschen billig von dir, gelle, und da musst du scheinbar noch einigen alten Frust abarbeiten. Kann das sein? Ich weiß noch, wie ich das erste Mal nach meiner Intensivphase in einer Primärgruppe war und dieses Mamigeschrei hörte. Es kam mir alles seltsam fühllos und brav nach Vorschrift gemacht vor. Ich lachte mich jedenfalls schlapp und wurde beinahe gelyncht dafür. Doofe Therapeuten gibt es wie Sand am Meer und doofe Oarange-Bekittelte und und und. Keine Ahnung, warum du das erzählst.

      Ich war es halt nicht von dir gewohnt und deshalb ziemlich erstaunt und ich würde ein „nur so“ oder ein „genau das“ auch dann nicht formulieren, um jemandem Mut zuzusprechen. Denn das, genau das „nur so“ oder ein „genau das“ könnte ihn auf die falsche Fährte führen. Du hast keine Ahnung, ich hab keine Ahnung. Bei dir hat die totale Denkerei zum Zusammenbruch des Denkens und zu deinem“AHA“ geführt. Scheint so. Aber wie du selbst immer wieder richtig bemerkt hast, gibt es keine Kausalität. Das „AHA“ tauchte auf und du hast keine Ahnung warum. Punkt.

      Habe die Ehre.

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    • Nitya schreibt:

      Übrigens dein Henning van der Osten ist als Swami Deva Bhakt auch eine ganze Weile mit diesem „lächerlichen orangen Kittelchen und dieser albernen Samenkette mit Billigsbildchen“ durch die Gengend gelaufen.

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      • fredoo schreibt:

        ich weiß … und da hat er auch nie ein Geheimnis raus gemacht … so weit ich es erinnere , hat Ramesh selbst da gegenüber Osho auch eher Respekt und Anerkennung gezeigt …
        Beide teilen ja ein Faible fürs Taoistische …

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    • Ingeborg schreibt:

      Danke Fredoo!

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  4. fredoo schreibt:

    zu henning … den ich übrigens sehr mochte … und seiner frau elke , die ich übrigens sehr sehr mag … und die ich beide ja in den folgenden jahren des öfteren bei ramesh traf .
    ( das folgende passt witzigerweise irgendwie sogar in den momentanen „metoo“hype )
    henning ist mit gerade deshalb ans herz gewachsen , weil er halt keine „reine lehre“ verkündete und praktizierte … und weil er mir einfach als „ehrenhafter charakter“ erschien …
    ich traf ihn … muss nachrechnen … irgendwann in den späten 80ern in zist … dort fand besagte gruppe statt … aber auch gleichzeitig eine gestalttherapeutenausbildungsgruppe … und für uns anwesende mehr als deutlich , hatte deren ausbilder nix eiligeres zu tun , als sich die jüngste und hübscheste seiner auszubildenden schnellstmöglich ins private bett zu holen … herr hennig kommentierte diese aktion seines kollegen sichtlich … indigniert … mit eiskalter reaktion auf diesen „kollegen“ … da „knisterte“ die luft wenn sich beide herren trafen … da war jemand sichtlich „not amused“ …
    was ihm im gegensatz zu seinem notgeilen kollegen in meinen augen hoch anzurechnen war , ist eine gutdosierte distanz die er stets beherrschte … gegenüber jedermann und jederfrau … und er war ein sehr attraktiver mann … und durchaus „erreichbar“ – aber – halt mit professionellen grenzen …
    wobei … so spielen die götter halt mit uns … er die liebe seines lebens , besagte elke , dann doch in seiner besucherschaft fand 😉 … und sie ihn …

    P.S. meine lästereien bezüglich herrn oshos „truppe“ sind keinesfalls bösartig , sondern die art hochnehmerei , die man gegenüber freunden praktiziert , die man in ihrem tun zwar nicht versteht , aber dennoch liebt … 😉 … womöglich hab ich mich damals einfach auch nur ein wenig alleingelassen gefühlt … war ich doch der einzige einer großen freundesgruppe in , nach wie vor , dunkelblau bis schwarz … 🙂 ..

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    • Nitya schreibt:

      Ich weiß nicht genau, was ein „ehrenhafter Charakter“ ist. Ich bin schon zu vielen davon begegnet. Ein Mensch mit festen moralischen Prinzipien? Hätte er dann nicht die Finger von seiner Elke lassen müssen? Wasser predigen und Wein saufen? Also Osho war jedenfalls für mich kein „ehrenhafter Charakter“, sondern ein ausgemachter Schweinehund und dafür hab ich ihn geliebt. Na ja, ich sag mal lieber, bevor das jemand in den falschen Hals kriegt: Er war völlig amoralisch – was man vom Henning offensichtlich nicht sagen könnte.

      Ich würde es gerne ein bisschen tiefer hängen und von so was wie einem bisschen Anstand sprechen, von Freundlichkeit und einem anderen nicht schaden wollen. „Ehrenhafter Charakter“ dazu fallen mir gleich die Ehrenmorde ein. Und wenn der Herr van der Osten sich über seinen notgeilen Kollegen beschwerte, kann ich nur fragen: Hat dieser die „Jüngste und Hübscheste seiner Auszubildenden“ vergewaltigt, war sie minderjährig? Wenn nicht, dann hat sich der Herr van der Osten in etwas eingemischt, was ihn überhaupt nichts anging und was ihn tatsächlich den „me too“-Sympathisanten zugesellt. Ich hab’s nicht so mit Moral. Sie hat mir als Kind immer nur Angst gemacht und ich hätte keine Therapie bei einem Therapeuten machen wollen, bei dem ich mich vor seiner moralischen Verurteilung hätte fürchten müssen.

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      • Ingeborg schreibt:

        Danke Wilhelm.

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      • fredoo schreibt:

        oh … da war das misverständliche wort gewählt … ich hatte „ehrenhaft“ ja auch in tüdelchen gesetzt … mit moral und ehre hatte das nix zu tun … ich werde es wohl im zweiten versuch „integer“ nennen …
        natürlich war besagte dame geschätzte 18 … und wusste sich bestimmt zu behaupten … und doch gibt es immer wieder diese „ausnutzung“ von gefälle … bei allen die davorne sitzen und denen die es „davor“ tun …
        ich habe da auch nix zu verdammen ( und wie ich es einschätze henning auch nicht ) … der der verführt hat seine gründe und bedürfnisse … und der der sich benutzen lässt die seinen , ist sogar oft der raffiniertere „missbraucher“ …
        da gibt es kein richtig oder falsch …
        es ist mir trotzdem unangenehm und auch unangebracht , wenn in einer situation des „gefälles“ , der da oben , den da unten , zu seiner persönlichen lustbefriedigung benutzt …
        sei es im familiären , oder im therapeutischen , politischen oder sozialen interagierens …
        da empfinde ich in konfrontation mit dieser … ja … doch ausbeutung zu nennenden situation etwas von einer mir durchaus natürlich erscheinenden aversion … irgendwie besteht da doch ein empfinden von „richtig“ oder „falsch“ in uns homo sapiensen … und zwar nicht durch moralische oder gar religiöse kategorien veranlasst … sondern einfach aus dem kontext eines zusammenlebens mit anderen … eine art „natürliche“ moral … was halt nicht nur durchsetzung eigener interessen ermöglicht , sondern immer auch rücksichtnahme und toleranz …
        ( will ich doch hoffen 😉 )

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      • Nitya schreibt:

        Jedes Gefälle ist reine Einbildung, wenn ich das mal sagen darf, lieber fredoo. Das ist ja genau das, was diese „mee too-Damen und -Herren auszeichnet: Zuerst konstruieren sie ein Gefälle und dann erweisen sich die vermeinlichen Opfer als Täter, die keinen Deut besser sind als ihre angeblichlichen Vergewaltiger, Verführer, Ausbeuter. Mir geht dieses ganze Opfer-Gejaule so was von auf den Senkel. Soll doch mal bitteschön jeder vor seiner eigenen Tür kehren, bevor er mit Steinen um sich schmeißt. In dem Punkt gefällt mir Byron Katie, die hat die Sache immer sauber auf den Punkt gebracht.

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      • Nitya schreibt:

        Übrigens, mein sehr verehrter fredoo, was mir noch am frühen Sonntagmorgen einfiel: Was hätte wohl der prinzipientreue Henning zu der Ungeheuerlichkeit gesagt, dass der greise „Davornesitzer“ Ramesh das Angebot von äußerst spärlich bekleideten, hintensitzenden jungen Damen, ihn zu massieren, angenommen hat? Und nicht genug damit, dass er es auch nicht unterlasssen konnte, als sie mitten bei der Arbeit waren und ihre Brüste direkt vor seinen Augen hin- und herschwingen ließen, seine Finger bei sich zu behalten, sondern sie lüstern ausstreckte und die Brüste der hilfeichen Damen begrapschte. So in etwa war es jedenfalls nach Augenzeugenberichten in der Connection zu lesen. Die begrapschten Damen sollen ja nach dieser Schweinerei ihres Meisters nichts Eiligeres zu tun gehabt haben, als sich empört der „me too“-Front anzuschließen und sich öffentlichkeitswirksam zu Wort gemeldet haben. Ja, was hätte der Henning wohl davon gehalten, und was hält der werte Herr fredoo davon, der ja die Entrüstung des Herrn van der Osten über „unprofessionelles Verhalten“ durchaus zu teilen scheint?

        Unprofessionell ist überhaupt ein feines Wort. Wenn ich zu dir komme und dich bitte, mir einen Ring mit einem tollen Diamanten anzufertigen, und dieser Diamant nach dem Kauf am nächsten Tag aus dem Ring fällt, würde ich sagen, dass du nicht sonderlich professionell gearbeitet hast. Wenn ein Soldat am Tag 100 Feinden das Lebenslicht ausgeblasen hat, war das eine sehr professionelle Arbeit und er kriegt einen Orden dafür. Professionalität ist also bestenfalls eine Sekundärtugend und ist im Bereich menschlicher Beziehungen ein höchst fragwürdiges Bewertungskriterium.

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  5. Nitya schreibt:

    Lieber fredoo,

    ich hab mich ja gefragt, warum ich mich so in deine Aussagen verbissen habe wie ein tollwütiger Hund und hab noch mal gelesen. Da schreibst du beispielsweise:

    ich wäre bestimmt auch kein guter begleiter oder gar ratgeber für jemanden , der diesen „körperlich aufgeregten“ weg zu gehen hat … einige meiner paarbeziehungen sind genau daran ins komplizierte geraten … dass mir , obwohl sogar in dieser „pflegerrolle“ geprägt , dann aber doch irgendwann mal ( ums mal deutlich zu sagen ) diese ewiggleichen jammereien gehörig auf den nerv gegangen sind … jammereien , die ja nicht impuls zur „bearbeitung“ waren , sondern letztlich nur , eigenes „leid“ damit „füttern“ , das gegenüber (also mich) auszubeuten versuchten , als ein zwangstherapeut , bzw. noch nicht mal therapeut , sondern viel eher als einen komplizen des im konflikt insgeheim verbleiben wollens … das war für mich und ist es heute noch – schlicht missbrauch von beziehung … ja ausbeutung ( übrigens , wer hätte das gedacht 😉 , gerade wieder im letzten jahr erlebt 😉 , der blues hört wohl nie auf 😀 ) …

    Und nachdem du deinen Widerwillen gegen diesen Missbrauch von Beziehung deutlich zum Ausdruck gebracht hast, erteilst du diesen eben noch des Missbrauchs Beschuldigten großzügig einen Opfer-Schein. Da gibt es die Davornesitzer und die Dahintensitzer und Letztere sind gewissermaßen von Haus aus Opfer. Brauchst du das, um deiner „aufgeprägten Pflegerrolle“ immer wieder neue Pflegebedürftige zuführen zu können (über die du dann im Nachhinein wieder deine Anklagen wegen ihres ausbeuterischen Verhaltens führen kannst)? Da passt irgendwas nicht zusammen und ich hab meinen Job lange genug gemacht, um das zu bemerken. Zu bemerken, dass es da einen ungelösten Konflikt zu geben scheint, der dich immer wieder aufs Neue in dieselbe Falle tappen lässt: „( übrigens , wer hätte das gedacht 😉 , gerade wieder im letzten jahr erlebt 😉 , der blues hört wohl nie auf 😀 ) …“ Natürlich hört er nicht auf, solange du dir diesen verrückten Konflikt nicht genau angeschaut hast.

    Ich denke, wir solltem jedem die volle Verantwortung für sich zubilligen und aus ihm keine pflegebdürftige Person machen. Auch damit schaffe ich Hierarchien.

    Ich hab mir ja einmal vor vielen Jahren den Samarpan angetan. Bevor er den Raum betrat,wurde den Zuhörern eingeschärft, den Kopf gesenkt zu halten und ihn nicht anzuschauen, bis er seinen Platz „da vorne“ erreicht hat. Ich dachte, mich tritt ein Pferd. Und alle taten, wie ihnen geheißen wurde. Wie auf dem evangelischen Kirchentag saßen sie da, hielten den Kopf gesenkt und die Hände zum Namaste zusammengepresst. Ja, so schafft man Hierarchien. Heute las ich bei Birgitt auf fb u.a. folgende wundervollen Zeilen (sie war in einem Satsang bei Gaia): „Und in mir war nur verbissene Sturheit und Unverständnis, diese gleichzeitig gewahre Metaebene dessen das Gewahr IST… als „ mein“ wahres ICH anzuerkennen…und Klein ich zu verleugnen und für immer abzuschwören. Mir kam in den Sinn…“ nur über meine Leiche „….( was zutiefst wahr ist).“ Klasse, kann ich nur sagen. Sie lässt sich nicht zum Opfer von irgendeinem Satsang-Heini machen.

    Du wunderst dich, lieber fredoo, warum in Deutschland sich niemand gegen den Ansturm muslimischer „Eroberer“ erhebt. Nun, wenn hier nur noch lauter Wasserleichen und Opfer hausen, brauchst du dich nicht wundern. Und dann guck mal, ob du dazu nicht deinen eigenen Beitrag leistest. Gib den angeblichen Opfern die Verantwortung für sich selbst zurück – ungeachtet dessen, dass niemand für sich verantwortlich sein kann. Hier kann sich das ganze Advaita-Konzept geradezu verheerend auswirken!

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  6. fredoo schreibt:

    hee … da ist dem werten herrn nitya mal so richtig die zunge bzw. der finger rot geworden …
    das verlockt natürlich zur antwort …die keinesfalls verteidigung sein soll … denn dieses thema aus paar-beziehung ist dem herrn fredoo durchaus bewusst … bewusst reicht aber wohl nicht … und auch das mit dem ändern oder bearbeiten ist so eine diffiziele sache in betrachtung ! …
    es braucht noch etwas an zeit bei mir … bin etwas busy … aber ich melde mich …
    nur so viel vorab … in deinem vorletzten satz zeigt sich das dilemma deiner argumentation …

    wohl genau so wie sich derartiges in jeder argumentation zeigen wird .,..

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    • Nitya schreibt:

      Na ja, zu meinem vorletzten Satz ist natürlich zu sagen, dass man niemandem seine Verantwortung für sich zurückgeben kann, weil man sie ihm nie nehmen konnte. Es ist ja alles ein „als ob“, allerdings mit (scheinbar) ziemlich üblen Folgen.

      Lieber fredoo, ich finde einfach, du wirkst gerade irgendwie etwas unterfordert und ich hatte das komische Bedürfnis, dich ein bisschen zu kitzeln. 🙂

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      • fredoo schreibt:

        ich nehme derartiges (fast) immer als zeichen von freundschaft … was macht einen freund denn aus ? … nun ja ich denke das der mut zur kritik unbedingt dazu gehört …
        jedoch … das sei vermerkt … dies ist eine strasse mit gegenverkehr …. 😉 😉

        aber es ist mir ein wichtiges thema … dieses thema missbrauch … darüber möcht ich gern noch was sagen … später dann … jetzt hab ich gleich blonden besuch …. ( 3 jährig 😀 )

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      • Nitya schreibt:

        Ich kritisier ja gar nicht. Ich stelle in Frage. Und ich hoffe von den Antworten meines Gegenübers mindestens so viel profitieren zu können wie mein Gegenüber vielleicht von meinen Fragen. Natürlich ist „Missbrauch“ ein Thema von uns allen. Wir alle wurden von klein auf mehr oder weniger missbraucht und wir haben ganz sicher in unserem Leben andere missbraucht, oft ohne es auch nur zu bemerken. Was mich immer ganz unruhig macht, ist die Einengung des Themas auf den sexuellen Missbrauch. Und deshalb hat mir auch der Artikel vom Thomas Fischer so gut gefallen, weil er genau auf diesen Punkt aufmerksam zu machen versucht. Auch auf die Verlogenheit, die dieses Thema umgibt. Ich meine das jetzt nicht mit moralisch erhobenen Zeigefinger. Aber ich denke, es wäre gut, das Raubtier Mensch erst einmal als Raubtier Mensch anzuerkennen. Dann bräuchten wir uns nicht jedesmal so verlogen echauffieren, wenn sich ein Raubtier wie ein Raubtier verhält. Aber auch Raubtiere können sich liebevoll zu ihrem Nachwuchs verhalten und zu anderen Mitgliedern ihres Rudels und bisweilen sogar zu Lebewesen, die nicht einmal der eigenen Art angehören.

        Viel Vergnügen noch mit deiner dreijährigen Blondine! 🙂

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  7. fredoo schreibt:

    nachdem ich nun meine enkelin einige stunden bespasst habe … und sie mich … ich mein mit defekter baterie liegengebliebenes auto zum schrauber geschleppt habe … ich meiner 92jährigen mutter beim einweckglas entsorgen geholfen habe und ich meinen wäschetrockner repariert habe , fange ich an , diesen außergewöhnlich ruhigen tag zu genießen und mich jetzt doch noch mal gen nityas blog zu bewegen … 😉

    also einmal … ich halte nix von der „raubtier“theorie … sogar im gegenteil …
    bestärkt durch herrn mausfeld und andere wissenschaftler aber auch durch eigene langjährige beobachtungen , behaupte ich , dass der homosapiens sehr wohl , weitestgehend in tuto , eine art instinktives gefühl für „richtig oder falsch“ im sozialen zur verfügung hat …
    das dies als überlebensvorteil erworben wurde im gruppenzusammenleben in höhlen und auf der savanne und transportiert bis heute durch die epigenetik kann ich nur als these behaupten … finde mich dabei aber doch häufig bestätigt …
    demzufolge spürt ein herr rockefeller und ein herr greenspan sehr wohl das „falsch“ seiner ausbeutungsaktionen …
    und ein vergewaltiger muss sich sogar eine art perverse lust der frau vorstellen , a la „sie will es doch genau so“ , ansonsten würde ihm schlicht die erektion abgehen …
    und und …
    das es dann immer wieder trotzdem zu handlungen gegen diese „richtig“intuition gibt steht auf einem anderen blatt … die „interne“ wahrnehmung „falsch“ behaupte ich jedoch , bis auf wenige fäller völlig verdrehter wahrnehmungen , die aber als extrem patologisch gesehen werden müssen und die keinesfalls die regel sind …
    ich behaupte nur diese (soziale) „richtig/falsch“-intuition als normalerweise vorhanden und wirksam …
    und genau diese intuition liess das „frostige“ klima damals in zist entstehen …

    dies hat mit moral uns ethik vordergründig erstmal wenig zu tun … diese verschaffen dieser „richtig-falsch“-intuition häufig erst eine art ideologischen überbau , der , und da stimme ich nitya vollständig zu , oft mehr schadet als das er stützend wäre …

    so … und jetzt les ich nochmal etwas „zurück“ … vielleicht will ja da noch was bemerkt werden …
    😉

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  8. fredoo schreibt:

    ach … zu der busen-grapsch-story mit ramesh …
    aus diesem beim zwangsläufigen umdrehen bei einer massage wohl ungewollt ( oder halt – nicht vermiedenen) kontakt eines primären geschlechtsorgans einer massierenden dame , die zuvor reichlich hysterisch auf der suche nach darshan war , und wohl ihre hoffnungen auf mit der massage „erquankelter“ erleuchtung enttäuscht sah , und ihren frust in einen missbrauchsvorwurf per internet kanalisierte , sagte herr ramesh etwas , wie ich finde , wunderbares .
    er sagte , mit dem missbrauchsvorwurf konfrontiert : „ich bin jetzt über 90 . ich fühle mich doch sehr geschmeichelt !“

    ich möchte hinzufügen , aus persönlichem erfahren … ich bin immer noch recht begeisterter (vor allem funk) tänzer … dies geschieht in recht vollen diskos … wenn sich da die oft recht aufgebrezelten damen an mir vorbeidrücken , und ihre oft erstaunlich widerstandsfähigen oberen geschlechtsorgane in meine brust drücken , findet das eine gewisse freude bei mir , aber auch eine gewisse irritation … „wie bekommen die blos diese zellhaufen zur babyversorgung so erstaunlich fest und spitz ?“ … ein echtes wunder der dessoustechnologie … 😉

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  9. fredoo schreibt:

    ach ja … zur aversion des hirarchiegehabes derer „davorne“ …

    das ich da in einem chor mit nitya singe , sollte schon aufgefallen sein …
    genau diese aversion hat mich von herrn bagwan ferngehalten und all den vielfältigen gurus …
    weiterausführend dazu meine geschichte des ersten treffens mit ramesh …
    mai 1992 … gerade frisch geschieden von der mutter meiner kinder … mein 40.geburtstag … ich hasse es „befeiert“ zu werden … sternzeichen stier , also nur ungern am wegfahren , aber wenn dann doch , dann alles paletti … also begann ich schon monate zuvor allen freunden von einer usa-reise zu erzählen … die ich aber noch gar nicht geplant hatte … als der mai dann nahte , geriet ich in erfüllungszwang … also buchte ich last.minute nach LA , verabredete mich kurzfristig mit einer freundin , die in esalen lebte oder arbeitete und nahm als reiselektüre ein buch mit ( Ich bin , von nisargadatta aus dem kontext-verlag ) … darin lag , während des fluges bemerkt , eine einladung für ein treffen auf maui, hawaii mit einem herrn ramesh … hawaii , geil ! … also nach der landung angerufen , zum veranstelter in usa durchgereicht , hatte dort 5 minuten vorher jemand storniert , und ich war der ersatzmann … hawaii ich komme ! … den guru hab ich damals als nebeneffekt akzeptiert , hatte ich doch unterkunft in einem abgefahrenen zen-kloster mitten im hawaiianischen blütendjungel … und das buischen guru war ja freiwillig und lies sich bestimmt ertragen …
    dann erschien da ein kleiner , höchst bescheiden auftretender indischer mann , mit perfektem oxford-englisch in diesem niedlichen indischen akzent begann er zu reden … kein einziges zitat … wenn dann formulierungen von terence gray ( den ich damals noch gar nicht kannte ) und wenn geschichten , dann ( like nitya ) die der chan-leute oder die des taoismus …
    tja … was soll ich sagen … so spielen die götter halt mit uns
    ich freundete mich ein wenig mit einem ami an … gerry … der mir eine geschichte erzählte …
    vom ersten eintreffen von ramesh in den usa … organisiert von whayne war ein raum mitten in der wüste nahe LA gemietet … ramesh saß vorne , auf einem schlichte stuhl und war durchaus nervös , hatte er doch noch nie selber coram publikum gesprochen , sondern nur den übersetzer für nisar gegeben … da trafen zwei orange gekleidete junge damen ein , gingen nach vorne , warfen sich zu boden , um diesem offensichtlich neuem guru ihre devotion zu beweisen … ramesh stand spontan auf , und warf sich ebenfalls zu boden … die damen erhoben sich , recht irritiert und betrachteten den lächelnden ramesh ( damals ja noch beweglicher) , um sich dann erneut flach wie ne flunder auf dem boden zu platzieren … was wiederum ramesh zu einer widerholung seines niederwurfs inspirierte … jetzt erhoben sich die damen , mehr als irritiert , setzen sich ins publikum ( wohl gerade mal ein gutes dutzend interesierter ) … und ramesh … sagte auf dem rückweg zu seinem stuhl : „oh … I like gymnastik !“ ( dazu sei erwähnt , dass dieser recht kurz und schmal geratene inder in seinen jugendjahren begeisterter bodybuilder war , und er immer wieder mal mit spitzbübiger freude an uns seine ehemaligen „posing“karten verteilte … ich hab heute noch eine an meinem kühlschrank hängen , mein einzige „devonionalenstelle“ für diesen merkwürdigen „guru“ )
    ich zumindest hatte jemanden getroffen , der es mir mit meiner aversion recht leicht machen konnte … trotzdem hab ich auch ihm niemals offiziel zu „meinem“ guru erklärt … das war schlicht auch nicht nötig …

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  10. fredoo schreibt:

    tja … natürlich muss die „paar-nummer“ des herrn fredoo auch noch erwähnung finden …
    zweierlei sei dazu gesagt …
    einmal ( wer sich mit astrologie auskennt , die ich selber jahrelang betrieben habe , und dir mir sogar mein studium mitfinanziert hatte , ist da im vorteil ) : mein mond im geburtshoroskop befindet sich auf dem 10.oktober waage … eine der versionen mann/frau-findung findet über sonne/mond bzw mond/sonne statt … bedarf es noch der erwähnung , dass meine 3 frauen ( jeweils 10 jahre ) alle drei am gleichen tag geburtstag haben ? … und ahnt ihr welcher tag das ist ? … genau , eine wahrscheinlichkeit im millionenbereich … und doch … bei mir wirksam …
    soviel erstmal zur „karmischen“ konstellation des herr fredoo …
    desweiteren … folgendes … ein jeder geht fehl , der vermuten würde , dass unser jeweiliges karma-spiel , mit allen gewohnten freuden und frustrationen , mit einem zugemutetet „AHA“ beendet wäre … keinesfalls … das spiel bedarf der dekoration … und warum sollte es diese ändern , wenn es doch damit bisher so erfolgreich „spielen“ konnte ?
    sicherlich schafft das „AHA“ (im resumee) eine deutlich gelassenere betrachtungsebene … das bedeutet aber keinesfalls ein änderung der (gewohnten) dramatiken … diese dramatiken haben nur erheblich an drama eingebüsst , da das festhalten an ihnen ( ja erst das eigentliche drama ) deutlich nachlässt … „der kleber pappt nicht mehr“ habe ich es mal genannt … drame findet mit schmerz und freude weiter statt … jedoch betroffenheit oder gar schuld haben sich erheblich abgeschwächt … stattdessen hat sich ein gewisse schmunzelnder kommentar ob der eigenen unverbesserlichen dämlichkeit eingeschlichen … mehr als willkommen 🙂

    noch desweiterer … bereits früher habe ich da so meine „bemerkungen“ gemacht bezüglich „aufzuarbeitender“ dramen … war ich doch umgeben von therapeuten , quer durch der provinienz , freunde , liebste , geschäftspartner … ( ja auch die besagte freundin in esalen – der hochburg des therapeutentums ) … immer wieder – diese therapeuten …
    und ich ? … tja … ich hatte da so meine zweifel … und die rühren sich immer noch in mir …
    diese formuliert und öfters auch geäußert , mit der einschränkung , das sie selbstverständlich nicht die heftigen fälle betreffen , die , die eine „normale“ lebensführung unmöglich machen …
    doch , und da trifft meine kritik ( übrigens auch an dieser immer wieder postulierten „notwendigen schattenbearbeitung“ ) hin , ich behaupte eine notwendigkeit für diese drama ! … gerade für das , was wir ein „normales“ leben nennen … die prozesse der (lebens)geschichte beobachtend , erschienen mir gerade diese dramen oft wie eine art katalysator , an dem sich die „weiterungen“ dieser geschichte erst „auskristallisieren“ können …
    also – ohne drama – auch keine weiterungen … ( ich schreibe hier bewusst nicht von verbesserungen oder gar steigerungen ) …
    wenn damals und heute jemand in meinem umfeld so richtig am leiden war / ist ,ob seines ach so dramatischen dramas , und er / sie um hilfe schrie , dieses doch endlich loszuwerden , habe ich geantwortet : „ok , mit professioneller hilfe , lässt sich (fast) jedes drama entfernen … jedoch … ohne drama geht es auch nicht … du wirst also , bestenfalls , ein drama gegen ein anderes , dann alsbald auftauchendes , austauschen … und , dies sei mir erlaubt zu bemerken , wer weiß , ob du dabei ein gutes geschäft machst ? … das drama jetzt , ist dir bestens vertraut , du hast in all den jahren gelernt , dich damit zu arrangieren , und das leid war ja , bisher erträglich , zumindest bist du ja noch am leben , oder ? … und wer weiß , ob dir das dann mit der neuen version drama auch so gut gelingen wird ? …
    klar … küchenpsychologie muss da wohl jeder profi sagen … aber … genau dies lies mich zumindest recht kommod meine komischen pfleger(pflegling)nummer in mann-frau-beziehung ertragen … und daran jetzt noch etwas mit gewalt , also therapeutischem einsatz , zu ändern kommt mir püberhaupt nicht in mein faules gemüt …
    immerhin hat mir der periodische wechsel meiner weiblichen bezugspersonen , ob des immer gleichen „drama-themas“ , doch eine menge quantitätsgenuss bereitet … wirklich ne menge …

    und jetzt , in einem alter der langsam beginnenden 3 Is ( inkontinenz , impotenz und impertinenz ) ist diese ganze „drama“nummer ohnhin nur noch dekoration einer weitestgehend mit freude erlebten vergangenheit …
    😉

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  11. Nitya schreibt:

    Lieber fredoo, jetzt sag ich mal danke für alle deine Kommentare. 🙂

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  12. Gabi schreibt:

    Danke für diesen herrlichen Dialog. Männer haben echt eine andere Art drauf. Wunderbar- und so tröstlich, dass alle Intelligenz und Schlauheit letztendlich auch nicht sooooviel nützt gegen die „Wechselfälle des Lebens“ und die Macken und komischen Neurosen, die vielleicht gar keine sind. Versuche es ab und zu mit “ Spüren Sie’s?“ , klappt selten, bin eben eine Kopf und Lesetante, und euer Altherrengespräch hat richtig Laune gemacht. Grüsse auch an den Herrn Freedo, unbekannterweise von der ebenfalls nicht taufrischen Gabi

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    • Nitya schreibt:

      animiertes-alter-bild-0059 animiertes-alter-bild-0083 animiertes-alter-bild-0112

      Mummelgreise aller Länder vereinigt euch! 🙂

      Danke, liebe Gabi, für deine freundlichen Worte, die uns kurz vor unserem Ableben noch einmal neuen Lebensmut geben!

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      • Gabi schreibt:

        Lieber Nitya, bitte das Ableben noch bis auf Weiteres zu verschieben- alte Herren, die als Sean Connery durchgehen haben mehr charismatischen Charme als so manch Mittvierziger. Es grüsst die Mummelgreisin 😉

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      • Nitya schreibt:

        Na, da hättste mich mal als nen Mittvierziger erleben sollen. Da wäste jetzt bestimmt schon auf so’ner „me-too“-Liste unterwegs -oder auch nicht, weil du gar niemals nicht so’ne „me-too“-Typin bist, sondern lieber in deinem Lieblings-Mummelgreisinnen-Schaukelstuhl an die schönen Zeiten zurückdenken täterätätest.

        Aber dir zu Liebe verschieb ich noch ’n bissken.

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