Gaia: Nichts, was außerhalb von Hier & Jetzt stattfindet


Mein Erwachen oder meine Erleuchtung ist eine Illusion, da es niemanden gibt und kein „ich“ gibt, dem das geschehen könnte. Es gab und gibt bisher immer wieder ein Erkennen, dass es keinen gibt, der handelt. Hier ist nur DAS. Und DAS ist eigentlich nicht beschreibbar. Mit diesem Erkennen herrscht hier Frieden, Liebe, Freiheit, Glückseligkeit. Hier herrscht die Freiheit des Seins und die Freiheit sich so auszudrücken. Egal wie das ist. Nimm dich in Acht vor Gurus, Meistern oder Lehrern, die in ihrem spirituellen Ego verhaftet sind und behaupten, dass sie erwacht seien. Lass sie ihren Traum des Erwachens träumen. Es ist gut Menschen oder Umstände zu finden, die dir gut tun und dich dabei unterstützen, einfach so zu sein, wie du bist; Menschen oder Umstände, die dich nähren und dir Frieden zeigen. Ich würde Menschen meiden, die mir erzählen wollen, dass ich etwas tun oder lassen sollte, um zu erwachen, denn jegliche Bemühung oder Vermeidung ist unnütz.

Quelle: Gaia in einer Rund-Mail von Ludmilla und Roland. Die beiden schreiben: „Wir möchten dir in den nächsten Wochen alle Lehrer, die bei unserem ERLEUCHTUNGSKONGRESS 2017 in BERLIN dabei sind, einzeln etwas näher vorstellen.“ Und dann kommt: „Was kann Gaia dir geben.“ Anschließend folgt der Text oben.
Scheiße, Scheiße, Scheiße, dachte ich, da hab ich ja gar nix zum Rumlästern! Ich kann bloß sagen: Der Kerl hat ja so was von Recht! – Verdammt, da muss doch wohl noch irgendein Haar in der Suppe zu finden sein! Na, ich wäre ja nicht der Nitya, wenn ich da nichts finden würde. Also das Haar, das ich mit Argusaugen entdeckt habe, ist: „Was macht so’n Typ wie der Gaia auf einem Erleuchtungs-Kongress? Schon das Wort jagt mir kalte Schauer den Rücken rauf und runter. Da sagt der Gaia: „Nimm dich in Acht vor Gurus, Meistern oder Lehrern, die in ihrem spirituellen Ego verhaftet sind und behaupten, dass sie erwacht seien. Lass sie ihren Traum des Erwachens träumen.“ Wohl gesprochen, Meister Gaia. Und das sagen die Veranstalter in ihrer vorletzten Rundmail über sich selbst:

„Wir sind zwei Menschen, die völlig gegensätzliche Wege gegangen sind und deshalb erst durch das Erwachen aufeinander treffen konnten. Während Roland den Weg der kleinen Schritte zur Erleuchtung gewählt hatte, traf Ludmilla das Erwachen mehr oder weniger unvorbereitet und plötzlich. Der dadurch möglich gewordene Austausch hat uns gezeigt, dass die große Bandbreite unserer Erfahrungen und Erkenntnisse, all die anderen spirituellen Wege versteh- und erklärbar machte. In der Zusammenschau unserer beider Leben und Lehren konnten wir über unseren eigenen Tellerrand schauen und erkennen, wie Erwachen und Erleuchtung als Realität für jeden Menschen möglich erscheint, egal welchen Weg er eingeschlagen hat. Diese Weisheit bildet die Grundlage für unsere gemeinsame Lehrtätigkeit.“

Ich lass das jetzt mal unkommentiert stehen, was mir zugegebenermaßen reichlich schwer fällt. Dem Detektiv Argus fällt halt nur auf, dass sich die Aussagen von Gaia und die der Veranstalter gewaltig beißen. Um das sagen zu können, muss ich weder erleuchtet noch erwacht sein, dafür genügt locker mein kümmerlicher Menschenverstand.  „Lass sie ihren Traum des Erwachens träumen“, sagt Gaia und gibt dann solche schlafstörenden Äußerungen von sich. Ich habe seit fast einer Woche massive Schlafstörungen und weiß nicht warum. Wenn jetzt noch jemand käme, um mich am Schlafen zu hindern, ich glaube, ich würde ihn kaltherzig erwürgen. Hoffentlich kommt Gaia ungeschoren davon und die Veranstalter hören einfach nicht so genau hin, was der Typ da sabbelt. Aber so wie ich das sehe, muss ich mir da keine allzu großen Sorgen machen. Sie schlafen anscheinend fest den Schlaf der Gerechten.

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9 Antworten zu Gaia: Nichts, was außerhalb von Hier & Jetzt stattfindet

  1. fredoo schreibt:

    Ich kenne den Herrn Gaia nicht persönlich , hab nur ein paar virtuelle Infos … da erscheint er mir gar nicht so übel …
    jedoch … teile ich des Herrn Nityas bemerkten Anachronismus …
    Diese Kongresse sind schon recht merkwürdig …
    Eigentlich kann man derartiges nur mit süffisantem Humor ertragen .
    Außerdem ist zu beobachten , dass sich die Protagonisten der „ich bin nicht erwacht-auch niemand sonst- ich weiß aber Bescheid“-Masche auch nur eines Geschäftsmodells bedienen , dass auf diese Tour halt , den Rattenfänger zelibriert .
    Nun ja , wenns hilft … 😉

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  2. Alexandra schreibt:

    Ich hab die Rundmail neulich abbestellt. Das war mir denn doch ein bisschen – wie soll ich sagen – also noch mehr Erleuchtete anhören bringt jetzt auch nicht mehr.. Erleuchtung…außer den Veranstaltern Geld… aber das geb ich lieber woanders aus.

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    • fredoo schreibt:

      Ich hatte das schon bei den ersten „Seminaren“ als Eindruck … als sie da alle „aufgereiht“ saßen …
      Ich musste da an die Pillenparade meines Vaters denken … 15 verschiedene Pillen .. die Hälfte zur Linderung der Nebenwirkung der ersten Hälfte …
      Wenn einer nicht hilft , muss es halt die Masse bringen …

      Als Betriebsausflug der Erleuchter mit kurzem Rundgang im alten Berliner E-Werk und anschließender Verköstigung , natürlich vegan , und mit im Jetzt gepflückten Gemüse und Obst , lass ich mir derartiges durchaus gefallen …
      son Erfahrungsaustausch „hat die Tusse dich mit ihrem Befindlichkeitsblues auch so genervt ?“ oder „wieviel Möchtegernerleuchtete hast du vorige Woche wieder auf den Boden zurückgeholt ?“ kann sicher sehr wohltuend sein , und son „Davornesitzer“ hat echt keinen einfachen Job.

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  3. Nitya schreibt:

    Erleuchtetes Leben

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  4. Alexandra schreibt:

    Ick weeß nich, aber ick jeh da so janz nach Sympathie, war die sojenannten Erleuchteten anjeht. Wenn ich se mag, schau ich mir gern mal an was sie so von sich geben, also janz persönlich, völlig unerleuchtet oder so… damit fühl ick mir jedenfalls jut…😜
    So haben diese komischen Kongresse manchmal ihr gutes. Und wenn man sich nur bei Facebook darüber auslässt. Sonst hätte ich deine Seite ja nicht kennengelernt, Nitya! Und nabala habe ich auch durch den online-Kram kennengelernt. Man kann sich ja raussuchen, was einem passt.

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    • Nitya schreibt:

      Liebe Alexandra, nach Sympathie gehen, find ich auch gut. Der Gaja sieht z.B. richtig herzerwärmend gaga aus und hat eine ganz süße Zahnlücke. Ob der erleuchtet ist oder glaubt, erleuchtet zu sein, ist mir dabei so was von wurscht.

      Na ja und dann, was hat nicht sein Gutes? Liegt ja eh im Auge des Betrachters. Was ist gut, was schlecht? Weiß ich doch nicht. Nur wenn ich was beschissen finde, dann find ich’s halt beschissen. So wie ich was sympathisch finde, wenn ich was sympathisch finde. C’est la vie!

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  5. Alexandra schreibt:

    Kleiner Filmtipp: Lautrec-der Maler vom Mont Martre; echt sehenswert. Habe ich bei Netz-TV gesehen.

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