Osho: Es war einmal …


Lao Tse sagt: „Die Alten berichten, dass es einmal eine Zeit gab, in der die Menschen noch natürlich waren und es keine Religion gab. Als die Menschen noch natürlich waren, dachten sie weder an Himmel noch Hölle. Als die Menschen noch natürlich waren, dachten sie an keine moralischen Vorschriften. Als die Menschen noch natürlich waren, gab es weder Gesetz noch Sittenkodex.“ Und Lao Tse sagt weiter, dass es an den Gesetzen liegt, wenn Menschen zu Verbrechern werden, und dass es an der Moral liegt, wenn die Menschen unmoralisch sind – und an der Kultur, die überhandgenommen hat …

aus: Osho, „Tantra – Die höchste Einsicht“

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http://www.cecinestpasunviol.com/

https://www.welt.de/vermischtes/article142208729/Angebliches-Vergewaltigungsopfer-dreht-Sex-Video.html

Als die Menschen noch natürlich waren … „Lao Tse sagt, dass es an den Gesetzen  liegt, wenn Menschen zu Verbrechern werden, und dass es an der Moral liegt, wenn die Menschen unmoralisch sind – und an der Kultur, die überhandgenommen hat …“ Liegt es wirklich an den Gesetzen, an der Moral, an der Kultur?“ So eine einseitige Schuldzuweisung entspricht nicht unbedingt dem chinesischen Geist, würde ich sagen. Ist die Polizei schuld, dass es Räuber und Mörder gibt? Oder sind all die Räuber und Mörder daran schuld, dass es so viel Polizei gibt? Was war zuerst da: Ei oder Huhn? Es gibt noch oder gab zumindest einmal natürliche Gesellschaften ganz ohne Diebe, Mörder und Polizei. Irgendwann entwickelten sie sich dann von natürlichen zu zivilisierten Gesellschaften und je weiter sie sich entwickelten, desto mehr entwickelten sich in ihnen moralische Vorschriften, Gesetz und Sittenkodex und Institutionen, die dafür zu sorgen hatten, dass all die zahlreichen Regelungen auch Beachtung fanden.

Ist das „Matratzen-Mädchen“ nun eine Künstlerin oder eine  Hohepriesterin, die wie weiland Jesus sein Kreuz ihre Matratze trägt, oder eine politische Aktivistin, die die Gewalt anprangert,  oder ein Fall für die Justizbehörden oder einer für die Psychiatrie? Nun, ich würde mal ganz einfach sagen: Sie ist Ausdruck der amerikanisch-imperialistischen Gesellschaft, die mit großer Wahrscheinlichkeit den Höhepunkt ihrer Machtentfaltung überschritten hat. In der Geschichte sind solche Phänomene durchaus altbekannt.
Nun gibt es seit langem in allen diesen Gesellschaften Bestrebungen, das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Jean-Jacques Rousseaus „Retour à la nature!“ ist ein gutes Beispiel hierfür. Es hat meines Wissens noch nie funktioniert. Das Rad in der Geschichte dreht sich immer nur in eine Richtung. Und so sind wir alle Mitgefangene und ggf. Mitgehangene dieser Entwicklung. Anstatt nun den sog. guten alten Zeiten nachzutrauern, könnten wir uns sinnvollerweise darüber verständigen, wie wir mit den stets neuen Gegebenheiten umgehen wollen. Allgemein bekannt geworden ist die 1972 vom Club of Rome herausgebrachte Studie „Die Grenzen des Wachstums“. Es war so ein lautes Signal dafür, dass wir wie so wie bisher nicht weitermachen können. Allzu viel bewirkt hat dieses Signal bisher nicht. Nur ein kleines Beispiel: Letztes Jahr war überall zu lesen und zu hören, dass es in Deutschland nur noch 20 % der Insekten gibt. Und die Politik streitet weiter über die Zulassung oder Nicht-Zulassung der Produkte von Monsanto & Co.
Es ist so klar wie Kloßbrühe, dass das auf grenzenloser Gier und Gewalt  beruhende grenzenlose Wachstum nur in einem totalen Kollaps enden kann. Wird die Menschheit weiter an dem Ast sägen, auf dem sie sitzt oder … ja, oder was? Wird sie den dringend erforderlichen, absolut notwendigen Bewusstseinssprung hinbekommen oder nicht? Osho hatte diesbezüglich nicht die geringste Hoffnung. Nun, ich wage keine Prognose. Wir werden sehen. Bis dahin kann ich nur stur Gandhis Empfehlung wiederholen: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt!“ Auch wenn du der Einzige sein solltest, der dies hinbekommt. Luther: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

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