Osho: Wenn es eine Fiktion ist, ist es eine Fiktion


Napoleon wurde in seinen letzten Tagen zum Gefangenen. Er wurde auf einer kleinen Insel, St. Helena, gefangen gehalten. Nun war er nichts mehr – niemand ist je etwas! – Aber jetzt war es sehr schwer, auch nur die Fiktion aufrechtzuerhalten. Er war ein Kaiser, einer der größten Feldherren: „Was jetzt? Wie diese Tatsache zulassen, dass ich nichts mehr bin, nur ein Gefangener, ein gewöhnlicher Gefangener?“ Aber er weigerte sich, der Tatsache ins Auge zu sehen. Er machte mit der alten Fiktion weiter. Sechs Jahre lang wechselte er seine Kleidung nicht, weil das Gefängnis ihm einfach kein Kleid gab, das einem Kaiser angemessen war. […]

Bei Napoleon ist die Sache deswegen so klar, weil er ein Kaiser gewesen war. Auch das war eine Fiktion – aber unterstützt durch die Gesellschaft. Nichts hatte sich geändert, Napoleon war der gleiche, nur die Unterstützung war verschwunden. Es ist schwer zu verstehen: Es gibt Fiktionen, bei denen die Gesellschaft dich unterstützt. Das ist der Unterschied zwischen einem Normalen und einem Wahnsinnigen: Der Normale ist jemand, dessen Fiktion durch die Gesellschaft unterstützt wird, er hat die Gesellschaft manipuliert, seine Fiktion zu unterstützen. Ein Wahnsinniger ist jemand, dessen Fiktion niemand stützt; er ist allein, also müsst ihr ihn ins Irrenhaus sperren.

Aber eure Unterstützung macht die Sache nicht wirklich – wenn es eine Fiktion ist, ist es eine Fiktion. Wenn du dich selbst anschaust, wirst du augenblicklich spüren, dass du niemand bist, nichts Bedeutendes bist. Aber dann wird dir der ganze Boden, die Basis unter den Füßen weggezogen; du bist in einem Abgrund. Besser nicht hinschauen – mach einfach weiter mit deinen Träumen. Es mögen Träume sein, aber sie helfen dir, geistig normal zu leben.

aus: Osho, „Die verbotene Wahrheit“

Gestern sagte Linji: „Die Essenz des Geistes und die Aktivität des Geistes sind getrennt.“ Jede Fiktion ist eine Aktivität des Geistes. Die Essenz bleibt davon völlig unberührt. Ob Napoleon sich für einen Kaiser hält oder auch nur für Napoleon oder du für erleuchtet oder für einen Vollidioten, spielt nicht die geringste Rolle. Das hat alles nichts mit der „Essenz des Geistes“ zu tun, die du in Wirklichkeit bist.

Aber was ist eine Fiktion? Osho hat sich immer wieder mit Begeisterung verkleidet. Auf dem Bild oben etwa als feuriger Araber. Wiki: „lat. fictio, ‚Gestaltung‘, ‚Personifikation‘, ‚Erdichtung‘ von fingere ‚gestalten‘, ‚formen‘, ’sich ausdenken‘.“ Also bitte, nix gegen Fiktionen. Osho war kein Araber, wissen wir ja. Aber er spielt für ein paar Minuten und die Kamera den Araber. Hat jemand was daran zu meckern? Kinder spielen ständig irgendwas. „Erwachsene“ zum Beispiel. Wir wissen, sie wissen, dass sie spielen, und Osho wusste vermutlich auch, dass er kein Araber war. Frauen spielen Männer, Männer spielen Frauen und Charlie Chaplin den „Heil Hinkel“.

Glaubt ein Hirschhornkäfer
ein Hirschhornkäfer zu sein,
um handeln zu können?

Es gibt ja Leute, die spielen Bundeskanzlerin, Verteidigungsministerin, Justizminister und was weiß ich noch alles. Und jetzt wird’s richtig happig: Die glauben tatsächlich, das zu sein, was sie uns zu sein vorspielen. Kinder vergessen ja auch manchmal im Eifer des Gefechts, dass sie gerade nur spielen, aber die sind so schlau, dass es ihnen bald wieder einfällt. Bei unseren Politikern hab ich da ernste Zweifel – und beileibe nicht nur bei den Politikern. Die Gleichsetzung von Beruf, Amt und Titel mit der Person ist allgemein üblich. Ich musste mal zum Schulleiter. Der war aber gerade in seiner Klasse im Unterricht. Als ich das Klassenzimmer betrat, ließ er die Schüler aufstehen und sie zu meiner Begrüßung meine sämtlichen Berufsbezeichnungen und den Namen sagen. Gott, war mir das gruselig. Aber für so einen Scheiß kriegst du die gesellschaftliche Unterstützung und darfst dich zu den Normalen zählen. Aber wer hat schon Lust auf diese abartige Ehre, sich zu den Normalen zählen zu dürfen?!

Jetzt wird’s aber noch happiger. Es gibt ja so kluge Leute, die das alles durchschaut haben. Die halten sich nicht mehr für die Rolle, die sie gerade spielen. Die halten sich nicht einmal mehr für eine Person oder einen Jemand oder irgendetwas in der Preislage. Die sind einfach nur noch Nichtse und Niemande. Wow! Das ist richtig geil. Aber anstatt dass sich die Niemande nun einfach ganz sang und klanglos ins Nichts verabschieden, posaunen sie ihre Nichtsheit mit Begeisterung in der Gegend herum. Was kann einem noch dazu einfallen als „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Ein Nichts zu sein, ist genauso eine Fiktion wie Napoleons Fiktion, der Kaiser zu sein.

Noch einmal Linji: „Die Essenz des Geistes und die Aktivität des Geistes sind getrennt.“ Jede Fiktion ist eine Aktivität des Geistes. „Du bist die Essenz des Geistes und die hält einfach ihr Maul“, murmelt der komische Blogbetreiber so vor sich hin. Was der halt alles so vor sich hinmurmelt, wenn der Tag lang ist. Aber wenn jemand sagt: „Ich bin die Essenz“, ist er nicht die Essenz. Capisce?

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14 Antworten zu Osho: Wenn es eine Fiktion ist, ist es eine Fiktion

  1. Alexandra schreibt:

    Mein erster Gedanke war: bei oshos Definition von normal war auch hitler normal. Das ist echt gruselig. Aber was wäre ein hitler und all die anderen größenwahnsinnigen Idioten ohne das volk, das sie, wenigstens für eine gewissen Zeit, anhimmelt ( oder wählt) ? Auch Napoleon wurde ja als großer Held gefeiert bevor es nach Elba ging…
    In mir auch immer die sich streitenden stimmen: die eine will mich zum besonderen machen, die andere bringt mich wieder auf den Boden zurück.. ich finds eigentlich erleichternd, nichts besonderes sein zu müssen. Aber , wie gesagt, ich bin ja nicht allein mit mir….
    „Das hat alles nichts mit der „Essenz des Geistes“ zu tun, die du in Wirklichkeit bist“ schreibst du, lieber Nitya. Aber das kann ich bisher nur glauben (oder nicht glauben) solange ich es nicht „weiß“. Da kannst du mir ja viel erzählen! Ich weiß eigentlich gar nicht wer ich bin!
    Liebe Grüße

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    • Nitya schreibt:

      Na ja, liebe Alexandra, das ist ja nicht Oshos Definition, sondern die der kranken Gesellschaft. Nach deren Definition ist auch Ajatollah Chomeini normal, falls es sich um eine schiitische Gesellschaft handelt.

      Übrigens, dein Hund weiß auch nicht, wer er ist. Nur du glaubst wenigstens hin und wieder zu wissen, dass du die Alexandra bist.

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  2. fredoo schreibt:

    „“Ich weiß eigentlich gar nicht wer ich bin!““
    Was gäbe es mehr zu wissen ?

    Mit diesem „Nicht“Wissen lässt es sich gar fein leben .
    Es ist genau das „Wissen“ was das Leben eines Babys und Kleinkinds bis etwa 3 Jahre füllt.
    Erst die sukkzessive Gewöhnung an ein von den Erwachsenen permanent „angebotenes“ Ich entwickelte die hypnotische Fixierung auf dieses Ich , die die meisten Erwachsenen in diese Fiktion eines „eigenen“ Lebens hält … und manche darunter leiden lässt .

    Es wäre ja interessant , warum da manche leiden ( und sowas wie eine Suche starten ) und wiederum viele höchst kommod in dieser Fiktion leben ( können ).
    Aber , wenn ich es näher bedenke … Wer hat da eine Wahl , und was würde eine irgendwie andere überhaupt ändern ? … so kann man es wohl nur konstatieren …

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  3. punitozen schreibt:

    Napoleon über sich :

    «Ich selbst aber sterbe vor der Zeit, und mein Leib wird der Erde wiedergegeben, damit ihn die Würmer fressen. Das ist das Ende des grossen Napoleons. Welch ein mächtiger Abstand zwischen meinem tiefen Elend und dem ewigen Reich Christi, welches gepredigt, geliebt, gepriesen und über die ganze Erde ausgebreitet wird.»
    ( Napoleon Bonaparte I., Conversations avec General Bertrand à St. Helena )

    Glaubt ein Hirschhornkäfer
    ein Hirschhornkäfer zu sein,
    um handeln zu können?
    Antwortet EINER darauf , holt Punito den Knüppel raus ! 🙂

    P.S. Hat ein Hund Buddhanatur ?
    Einen schönen Sonntag
    Punito

    http://www.songtexte.com/uebersetzung/coldplay/viva-la-vida-deutsch-2bd6bc76.html

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  4. Alexandra schreibt:

    „Würden die Pforten der Wahrnehmung gereinigt, erschiene den Menschen alles, wie es ist: unendlich. Denn der Mensch hat sich selbst eingesperrt, sodass er alle Dinge nur durch die engen Ritzen seiner Höhle sieht. -William Blake
    “ Blakes Pforten der Wahrnehmung können am besten als die verzerrten Schichten des Egos verstanden werden. Der einzige Weg, um klar zu sehen, ist nicht sie zu reinigen, sondern sie zu entfernen. Dann, sobald sie weg sind, kann man das Unendliche erblicken, aber: Na und? Toll, es ist unendlich. Sag bloß! Also drehen Sie sich um, um in die unterhaltsame, wenn auch unwirkliche Wirklichkeit zurückzukehren, die Sie verlassen hatten, damit Sie die unendlich langweilige Unendlichkeit erblicken können und: Überraschung! Sie können nicht wieder nach Hause gehen. Sie haben den Traum von etwas gegen die Wahrheit von nichts getauscht und nun wollen Sie Ihr etwas zurück. Aber Sie können es nicht bekommen. Es ist nicht so, dass Sie unbedingt wieder in einen Bann gezogen werden wollen, Sie wollen nur einfach nicht gelangweilt sein. Vielleicht können Sie wieder in die Matrix eingesetzt und Ihr Gedächtnis kann von der Wahrheit leer gefegt werden, aber ohne eine ernsthafte Kopfverletzung ist so etwas hier nicht möglich. Sie sind aus dem Theater, dem Vergnügungspark, dem Traum, dem Videospiel herausgetreten und haben entdeckt, dass es da draußen langweilig ist und dass die Langeweile der einzig wahre Feind ist. Daher schleichen Sie sich wieder hinein und versuchen, die Traumwelt, die Sie einmal Wirklichkeit nannten, wieder zu bewohnen. Das ist nicht leicht, aber wenn Sie sich selbst auch nur ein bisschen hinters Licht führen und mit Doppeldenken Ihren Weg in ein leichtes Dösen zurückfinden können, dann können Sie etwas weniger gelangweilt sein. Sie können zu einem gewissen geringen Grad teilhaben, bis zu einem gewissen geringen Grad haben Sie einen Sinn, bis zu einem gewissen geringen Grad fühlen Sie sich unterhalten. Sie müssen allerdings immer in Bewegung bleiben oder zumindest die Illusion von Bewegung aufrecht erhalten, denn sobald Sie langsamer werden und Ihren Augen erlauben, sich auf irgendeinen Punkt für eine bestimmte Zeit zu fokussieren, fängt das ganze Ding an, sich aufzulösen. Fokussieren Sie sich auf nichts, das ist der Schlüssel. Machen Sie Ihren Blick geschmeidig und lassen Sie die Traumwelt sich zurück an ihren Platz schimmern. Ironischerweise ist die Illusion, der Sie vorher entkommen wollten, nun etwas, das Sie pflegen und kultivieren müssen. Das ist außerordentlich heikel, wie schlafen wenn man nicht müde ist. Sie liegen da und schließen Ihre Augen und versuchen, die Träume kommen zu lassen, aber Sie können nicht wieder einschlafen. Der kleinste Gedanke, das kleinste Geräusch, die kleinste Störung und Sie werden sofort in helle Wachsamkeit zurück gerissen und die zerbrechliche Traumwelt verschwindet als wäre sie niemals da gewesen.“ Jed Mc Kenna

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  5. Eno Silla schreibt:

    Ich halte einfach mein Maul, und doch sappelt es ununterbrochen. Was bin ich nur für ein Versager! Und doch diese Begeisterung an all dem abgefahrenen Zeug, das mir so zufällt:

    Hier der Text, damit ist dieser geniale Song besser zu verstehen:

    Kreislabor, Ladies und Gentlemen
    Folgendermaßen:

    [Part 1]
    In mir lebt ein Meister, er hat das Licht gesehen
    Er kann über Wasser und durch Wände gehen
    Er spricht mit Katzen und mit Krähen
    Fast ist er perfekt und kann sogar den Mensch verstehen
    Er ist per Du mit den fünf Elementen
    Kann Gefühle fließen lassen und sogar Gedanken lenken
    Doch heimlich führt er einen Dialog
    Mit sich selbst, denn in ihm lebt ein Vollidiot

    [Part 2]
    Der Idiot und der Meister streiten schon seit Jugendjahren
    Der Meister will Magie, der Idiot will Tretboot fahren
    Sie sind sich gegenseitig ewiges Martyrium
    Werfen Stühle um, streiten sich ins Delirium
    Denn keiner der beiden hat den anderen gecheckt
    Und beide glauben immer noch der andere wär‘ der Depp
    Und so jagen sie sich rasend durch den Garten meines Ichs
    Und spielen mit rosa Partyhüten Wahrheit oder Pflicht
    Beide denken sie gewinnen, weil jeder sich für heller hält
    Bis einer von den beiden in den dunklen Keller fällt
    Meines Unterbewusstseins und dort verschwindet
    Für Jahre, weil er den Ausgang nicht mehr findet

    (Treppentext, das ist quasi eine Art Refrainersatz)

    [Part 3]
    Doch nach ein paar Jahren hör ich eine Stimme rufen
    Und wag mich zu dem Keller an den Rand der dunklen Stufen
    Und höre: „Bitte rette mich, ich finde die Treppe nicht“
    Du stehst auf ihr, entspann dich, sonst verletzt du dich
    Treppen sind sehr kompliziert, du könntest dich noch verlaufen
    „In welche Richtung soll ich gehen, kann man für Treppen Karten kaufen?“
    Klar, es geht nach oben und nach unten
    Und diese beiden Pole sind mit Stufen verbunden
    Die du mittels eines Schrittes, den du ballistisch ermittelst
    Über deinen Nervensträngen deinen Beinen vermittelst
    Um die dann vertikal entgegen jener Schwerkraft zu erheben
    Die dich ursprünglich gehindert hat, von A nach B zu schweben
    „Hey, alles klar, das heißt, ich soll in die Stufen beißen?“
    Ne, du sollst mit den Beinen über Stufen steigen
    „Versteh ich nicht“ – Mann! Folg der geraden Spur
    „Machst du dich lustig über mich?“ – Ne, ich verarsch dich nur

    [Part 4]
    Also konzentriere dich, glaube mir, ich liebe dich
    Greif an das Geländer, schau nach oben und ich schiebe dich
    „Ich geniere mich, ich erkenne dein Gesicht
    Bist du nicht dieser Rapper, der mit Bäumen und mit Tieren spricht?“
    Gut erkannt, ich bin der K.Ä.P.T.N
    „Ich hab dich noch nie gesehen“ – Na, dann lern‘ mich kennen
    Ich bin ein Mensch und du ein Teil meines Ichs
    Und während du auf den Stufen sitzt, formulier ich dich
    Und extrahiere somit meine inneren Bewegungen
    In sprachliche Metaphern einer erfundenen Begegnung
    „Ähm, warte kurz, das heißt, du hast mich nur erfunden?“
    Korrekt. – „Als ein Bild für all die ungeheilten Wunden
    Die im dunklen Keller deiner Psyche nach den Stufen suchen?“
    Du hast mich gerufen, hör besser auf mich zu verfluchen
    „Dieses Verhalten ist doch gespalten!“ – Ich will mich nur unterhalten
    Denn im Formulieren des Problems ist die Lösung schon enthalten
    „Ich versteh dich nicht“ – Doch, tust du und du weißt es
    „Ich begreife einfach nicht, wie der Kram gemeint ist“
    Es ist nur ein Gleichnis. „Ein Gleichnis? Beweis es!“
    Ein Gleichnis ist nicht zu beweisen „Aber was heißt es?“
    Mann, es ist wie ein Blinder, der zeichnet
    „Das ist doch paradox!“ – Aber ein Gleichnis beschreibt es
    „Ah, toll, und was soll die Sache bringen?“
    Es soll das kalte Herz, das in uns schlägt zum Lachen zwingen
    „Krasses Ding, so wie als Buddha über’s Wasser ging?“
    Es ist der Grund, warum Menschen über Drachen singen
    Ein Feuerholz mit Worten, während wir mit Schatten ringen
    Wie Motten suchen wir den Mond, während wir in die Fackel springen
    „Das hat ja alles überhaupt keinen Zusammenhang!“
    Doch hat es und jetzt fass an dem Geländer an
    Wir folgen jetzt den Schritten, die zu gehen sind
    Um allen unsern Fehlern zu befehlen, dass sie Wege sind

    [Part 5]
    Doch plötzlich mischt sich eine Stimme ein in unsere Diskussion
    Und behauptet ich und der Idiot wären ihre Kreation
    Die mentale Projektion einer genialen Illusion
    Aus der kristallenen Pyramide einer getarnten Dimension
    Ich sage „fresh“, sie sagt „ihr braucht euch nicht bedanken
    Wir sind alle nur Gedanken des ewigen Gesamten“
    „Wow!“ Sie ist der Garten, wir die Pflanzen
    Und produziert den Beat, zu dem wir alle tanzen
    „Damn!“ Ihr seid auf das Ganze reingefallen
    „Hast du dir das ausgedacht?“ – Nein, es ist mir eingefallen
    Wir sind die Idee einer Idee einer Idee
    Die solange denkt, bis sie sich selber versteht
    Somit wird die Frage nach der Wahrheit obsolet
    Denn die Illusion ist die Realität
    Doch wie der Samen, der zur Sonne will, weil er ihr Erbe trägt
    Findet sie nur zum Licht, wenn man sie vorher in die Erde gräbt
    Also umarmen wir die Schatten, die uns umnachten
    Bis die Samen erwachen, die in unserem Herzen wachsen
    Bis sie platzen und zur Sonne streben wie jedes Leben
    Sehnen sich unsere Wesen nach der Kraft, die sie gebären
    Und dem Ursprung ihres Entstehens und werden ihn finden
    Wenn sie sich mit dem, was sie entbunden hat, wieder verbinden
    Denn die Wahrheit ist ein ernster Clown, sie lacht sich selber aus
    „Ist dir das eingefallen?“ – Nein, ich dachte es mir aus

    Gefällt 4 Personen

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