Fredoo: Aha!

 

Oder: Wie gewonnen, so zerronnen? Oder: Wie lang dauert ein Blitz?

Osho hat mal die Geschichte von zwei Männern erzählt, die in der Wildnis nachts in ein Unwetter geraten waren. Ein heftiger Blitz erleuchtete plötzlich die ganze Gegend. Hinterher war alles noch viel dunkler. Der eine der Männer war ein Philosoph. Als der Blitz aufleuchtete, war er völlig geblendet und sah hinterher überhaupt nichts mehr. Der andere war ein Mystiker. Im Schein des Blitzes sah er den ganzen Weg, den sie gehen mussten und so konnten die beiden wieder aus der Wildnis herausfinden. Der Philosoph wird wahrscheinlich hinterher eine Abhandlung über die Natur des Blitzes schreiben, der Mystiker wird einfach seinen Weg gehen.

Wen es mit dem Blitz erwischt, der hat nicht unbedingt das große Los gezogen. Wie in Oshos Geschichte kommt es ganz darauf an, wie es dann weitergeht, und das liegt beileibe nicht in den Händen des „Geblitzten“. Ich könnte es auch so sagen: Vor dem Blitz ist nach dem Blitz. Der einzige Unterschied ist dieser flüchtige Blick auf das Wirkliche.

Und danach?

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Mal wie Gott mitsamt seinen himmlischen Heerscharen, mal wie ein Häufchen Asche. Die Welt verschwindet nicht, wenn der Blitz die Gegend erhellt. Sie wird nur absolut klar in ihrem Sosein. Der Mensch, zu dem wir immer Ich gesagt haben, bleibt vollständig erhalten, auch die Definitionen mit ihm können immer wieder auftauchen. Ganz besonders die Definition mit auftauchenden Gefühlen. Und nichts ist daran verkehrt. So läuft das göttliche Spiel nun einmal. Und Shiva Nataraja, der das Gift der Welt Halahala bis zum letzten Tropfen ausgetrunken hat, tanzt seinen kosmischen Tanz, tanzt auch auf dem Dämon Apasmara, der Personifizierung von Ignoranz, Verblendung, geistiger Trägheit, Dummheit ….

Ich bin euch sicher oft genug mit ihm auf den Geist gegangen: Mein Meister war/ist Heinz Butz. Heute ein Neunziger, den ich bald 55 Jahre nicht mehr gesehen habe. Warum ich ihn nie vergessen habe? Weiß ich doch nicht. Warum ich ihn liebe wie am ersten Tag? Keine Ahnung. Vermutlich weil ich mit seiner Person unauslöschlich verbinde, was Fredoo das „Aha“-Erleben nennt. Es gab viele Meister nach ihm, Osho von mir aus, den Meister aller Meister, wie ihn seine Schüler nannten. Für mich war/ist das Heinz Butz. War er überhaupt ein Meister? Weiß ich doch nicht und ist mir so was von schnurzegal. Für mich war er es und nur darum geht es für mich. Es ist, als ob da eine ganz tiefe Prägung stattgefunden hätte. Also nicht, dass mir jetzt jemand spirituell daher kommt: Klar hab ich Prägungen. Als Jüngster von drei Brüdern musste ich immer ihre ollen Klamotten auftragen, wenn ich hineingewachsen war. Meint ihr, ich würde heute in einen Secondhand laden gehen? Nur über meine Leiche! Also, ein Meister muss absolut nichts Besonderes sein. Er könnte auch die Bananenschale sein, auf der ich ausrutsche und mit der Nase in Hundescheiße lande. Zumindest unvergesslich wären mir alle beide, aber wer weiß, vielleicht würde ich sie auch lebenslang lieben. Man kann sich das ja nicht aussuchen.

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23 Antworten zu Fredoo: Aha!

  1. ananda75 schreibt:

    Ich glaub, ich bin ein Mystiker 🙂

    … und einen Gruß von Herzen ❤ an Kerstin

    Einen wunder-baren Tag euch allen ❤

  2. fredoo schreibt:

    Es ist ein merkwürdiges Phänomen …
    und vielleicht bin ich da etwas bevorzugt , weil ich das Privileg hatte , dass das AHA , das mir zugemutet wurde , in einen extrem banalen , völlig unspektakulären , Kontext stattfand . Ich saß im April 2008 auf einem reichlich in die Jahre gekommenen Teppich in meiner Kellerwohnung in Kassel , die ich mehr oder weniger als Lager benutzte , da ich damals überwiegend in Asien meinem Job nachging , blätterte ein wenig in einem Buch von Karlchen , um nebenbei irgendwas Stupides im Fernseher zu verfolgen … als … plötzlich … völlig unvorhergesehen … und unveranlasst … meine Wahrnehmung in sich selbst ( und darüber hinaus ) kollabierte … und das bei völlig klarem … tja was nun ? … jedenfalls klar … 😉 …

    womöglich , weil dies so … banal … geschah … und wohl auch , weil ich nicht zu „Emotionellem“ neige , hielt sich die „Verliebtheitsphase“ danach bei mir in Grenzen … Andere haben da viel extremeres zu berichten … Mich begleitete da eine gewisse nüchterne Skepsiz , die , zwar im (erstaunlicherweise) völlig zweifellosen Wissen um das „Eigentliche“ des AHA davon überzeugt war , das es nicht allzulange dauern würde , bis es meinem Verstand gelungen sein würde , dieses AHA „verstandkompatibel einzupacken“ ….
    Doch … erstaunlicherweise … hat das nicht geklappt …
    Diese erstmalige >Staunen ob der friedvollen Klarheit in diesem AHA , ist genau so , völlig unverändert , und halt nicht be“zwei“felbar bis zum heutigen Tage erhalten geblieben …

    Und das auch , nach all den Phasen , die dem AHA-Ereignis folgten …
    wie diese spezielle „Verliebtheit“ und ihr Ende …
    das Auftauchen der „grauen Schleier“ …
    die Konfrontation mit der existenziellen EIN-samkeit …
    und . und .
    Wer da glaubt , dass dieses AHA dann nur noch Friede , Freude, Eierkuchen zur Folge hat , der irrt gewaltig …
    Danach fängt eine neue Art von „Begreifen“ statt , neben all dem gewohnten Pflichten des Alltäglichen …
    Dies „Begreifen“ kann ( dies ist nahezu ein Taboo im spirituellen Zirkus ) durchaus auch , bei entsprechender „Eigen-Art“ zu extremen Befindlichkeits-Verwerfungen führen … ( bis zum Suizid … tja ) … Denn dieses „Grund-lose“ der eigenen Existenz will erstmal integriert werden … und dies gelingt nicht immer …
    Das „Fredoo-Ich“ musste erstmal versöhnt werden , mit seiner eigenen Scheinbarkeit , und … für „Fredoo-Ich“ besonders schwierig … mit seiner unabstreitbaren Beschränktheit und Unzulänglichkeit … Und es musste sich darein finden , weiterhin nur noch in einem seltsamen „so als ob“ stattzufinden … Die Nomenklatur des Ungefähren … Und das braucht Zeit , viel Gelassenheit und vor allem viel Humor mit sich selbst ( als Fredoo-Ich ) …

    Nicht umsonst hatten die ollen Channies , und die ihnen folgenden Zennies , die (höchst kluge) Regel , bei den Neu-Betroffenen > „halts Maul ! und warte erstmal 10 Jahre ab , bis du darüber berichten kannst“ . Dies dient sowohl dem Schutz des ja zutiefst erschütterten Betroffenen , als auch denen , die meinen , unbedingt auch noch diesem AHA hinterher hecheln zu müssen … ( wenn die wissen würden , was ihnen da zugemutet wird ;-( ) …

    Desderwegen weiß ich immer nicht so recht , ob ich die , wo es gerade „geclickt“ hat ( was zwar selten , aber halt doch mal geschieht ) , beglückwünschen oder doch besser bedauern soll …

    Jedenfalls gilt der Satz vom ollen Ramesh bis heute im vollen Umfang ( und ist alles andere als ein Witz ) : „wenn du die Wahl hättest , einerseits Erwachen , und andererseits 1 Million Dollar … nimm um Gottes Willen die Million !“

    • Nitya schreibt:

      Werter Herr Fredoo,

      den Satz vom werten Herrn Ramesh mag ich ohne Zusatz nicht so ohne weiteres unterschreiben. Ich würde ihn also ergänzen wollen: „Wenn du die Wahl hättest , einerseits Erwachen , und andererseits 1 Million Dollar … nimm um Gottes Willen die Million, wenn du glaubst, durch ein Erwachen irgendetwas gewinnen zu können.“ Ramesh macht ja schon die Einschränkung: „Wenn du die Wahl hättest.“ Wer hat die schon! Ansonsten könntest du dir deinen Million an den Hut stecken, wenn du mich fragen würdest. Aber ich kann ja leicht reden …

      • Alexandra schreibt:

        „Wenn du die Wahl hättest…aber wer hat die schon!“ So ist es, keine Wahl, eine Sehn-Sucht, muss wohl wie bei der Motte sein… nur mt den menschlich-gedanklichen Ängsten gespickt, verrückt das alles … und unumkehrbar auch das warten auf irgendetwas kann nicht einfach abgestellt werden, Vorstellungen etc. können nicht nicht sein, die Idee, dsss alle Vorstellungen falsch sind auch nicht, das schwerste ist das annehmen all dieser Dinge. Der verstand ist so trickreich, aber na und? Habe gestern den ganzen Nachmittag mit Gartenarbeit verbracht, Wiese mit einer alten Sense gemäht. Was für ein Geschenk ist so eine Arbeit! Ruhe kehrt ein trotz und mit Gedanken… staunen über die Fülle der Natur, das verschenken das aus sich selbst heraus wachsende was Menschen dann verächtlich als Unkraut benennen. Ach so widersprüchlich.. kein Wunder, dass man sich nach tiefem Frieden sehnt, nach dem was immer still ist und dem doch -anscheinend- immer wieder ausweicht…

      • Nitya schreibt:

        Liebe Alexandra,

        „das schwerste ist das annehmen all dieser Dinge“, schreibst du. Wo hast du denn das her, dass du all diese Dinge annehmen sollst? 😉

        Wie wär’s denn damit: Nimm einfach an, dass du die Dinge nicht immer annehmen kannst. Ist doch völlig okay. Findste nich?

    • ananda75 schreibt:

      Hi Freedo 🙂

      So, wie du die Situtation beschreibst
      …blätterte ein wenig in einem Buch von Karlchen , um nebenbei irgendwas Stupides im Fernseher zu verfolgen …
      Da warst du einfach DA , einfach so – eben nix Extra-Vagantes, nix „im Kopp“ 😉
      und das sind doch genau die Zustände, in denen uns diese Dinge passieren, gell 😉

      Mich hat’s mal weggehauen, als ich einfach da so rum saß und in’s Kamin-Feuer guckte´.
      Das war ein – mag ich nich so in Einzelheiten beschreiben – derartiges Erlebnis … das hat mich für ein paar Tage echt aus den Socken gehauen – und das kam auch einfach so – nix mit Meditation, nix mit extravagent , ganz banal 😉

      Das ist jetzt ca. 30 Jahre her… und ich red über so Sachen wenn überhaupt immer noch nur sehr ungefähr… weil es einfach jenseits der Worte ist, die ein „normaler Mensch versteht“ und mir schon meine Mama beigebracht hat „Red nicht drüber, sie zerreden es dir“

      Alles Liebe ❤

      • fredoo schreibt:

        dies stimmt schon ananda … dies „zerreden“ ….
        doch erstaunlicherweise ist es auch so , dass gerade dabei eine art subtile bestärkung stattfindet …
        indem beim „zerreden“ erkannt werden kann , dass zwar das möglichwerweise überzeugen wollen , im „darüber reden“ , geschwächt werden kann , dass aber das eigentliche im „erlebten“ davon völlig unberührt bleibt …
        lediglich der wunsch zur kommunikation mag tangiert werden ,
        die authentizität des „vorgefundenen“ im nicht-erlebten bleibt wie sie ist , im IST …
        das war mir manchmal stille freude in konfrontation mit „ignoranten“ …
        wobei … (und da brauchte ich auch einige zeit dazu , um dies zu bemerken ) … ja gerade diese demonstrativ ignorante haltung im gegenüber , gerade oft ein beleg dafür ist , das dort bereits auch „die mühlen der unterminierung“ ihr stilles werk begonnen haben … die da am lautesten lamentieren und bezweifeln sind oft die , die bereits am labilsten in ihrer hypnose des „eigenen“ geworden sind ….

        😉

      • ananda75 schreibt:

        stimmt 🙂 – es wird nicht tangiert – und … könnte es tangiert werden, dann wär es ja nich das 🙂

        aber da sind ja auch noch die Perlen und die Schweine, gell…
        die man abwägen kann gegen das „Zeugnis ablegen“
        bzw…. intuitiv/ impulsiv gucken, wo man was erzählt… oder wo lieber nich 🙂

      • Nitya schreibt:

        und … könnte es tangiert werden, dann wär es ja nich das 🙂

        gibt es irgendetwas, das nicht DAS wäre?

      • ananda75 schreibt:

        wenn ich mich tangieren lass, bin ich Ich
        wenn ich mich nich tangieren lass, bin ich Das
        🙂
        oder auch anders… jeder nutzt seine eigenen Worte und alle Worte sind sowohl wahr wie auch nicht wahr und auch das ist sowohl wahr wie auch nicht wahr
        🙂

      • Nitya schreibt:

        Nagarjuna sagte, eine Aussage kann beispielsweise:

        wahr (und nur wahr) sein
        falsch (und nur falsch) sein
        sowohl wahr als auch falsch sein
        weder wahr noch falsch sein

        „Kann sein“ hat nichts mit Beliebigkeit zu tun.
        Im Augenblick habe ich einen heftigen grippalem infekt.
        Das ist wahr und nur wahr und den Rest kannste vergessen.

      • ananda75 schreibt:

        das war jetztn kein Zitat und bezog sich einfach auf Worte – die im Endeffekt nix sind als das – Worte 🙂

        Ansonsten: Gute Genesung ❤

  3. Kerstin P. schreibt:

    Hallo in die Runde 😀

    Fredo schrieb:
    „„halts Maul ! und warte erstmal 10 Jahre ab , bis du darüber berichten kannst“ .“

    mhm………..mein Video da oben wurde still und leise auf meinem Profil platziert, nur um die erschreckten Leser meines Blogs wissen zu lassen, dass alles in Butter ist.

    Nitya hat es nun hier veröffentlicht und es ist mir weder recht, noch unrecht.

    Wenn das Programm, das hier läuft in Aktion tritt und über das, was der Fernseher zu sehen bekam labern möchte, dann wird er es tun oder nicht.
    Wer will denn behaupten, dass er das in der Hand hätte?
    Kann sein, dass das Theaterstück, welches wir mit Erwachen bezeichnen öffentlich aufgeführt werden wird oder es läuft im stillen Kämmerlein.
    Dem Fernseher iss ditt völlig latte.
    Auch falls es zerredet werden sollte, dann wird es eben zerredet.
    Wen sollte das kümmern?

    liebe Grüße und einen schönen Vatertag mit verlängertem Feierwochenende ❤

  4. fredoo schreibt:

    ach kerstin … nimms doch nicht immer so persönlich-ernst , was da der herr Fredoo labert … der hat sich doch auch nicht an die Schweigeempfehlung gehalten ( siehe ab 2009 im Weltinnenraum und anderswo ) … und du warst auch gar nicht gemeint …(sondern eher „getröstet“ mit dem Hinweis , dass es nach der „Zumutung“ durchaus „ordentlich abgehen“ kann )
    wem das Herz übergeht ….. der muss halt manchmal … auch … darüber reden …
    und dass kannst du ja , gar vortrefflich … wie deine Geschichten zeigen …

    es ist doch alles fein , was da aus berlin ins virtuelle schwingt … bestens !
    nur kenne ich dich halt auch schon seit jahren … und du kannst die kerstin-persona nie verleugnen ( gelingt mir bei dem fredoo-sack ja auch nicht ) … da kommt es halt selbst in der verblüffungszeit zu … bewegungen der gefühle … manchmal sogar „mehr losgelassen“ wie zuvor …
    da erzeugt eine „plötzliche Löschung“ eines doch recht feinen Blogs der Frau Kerstin bei mir zwar ein gewisses Bedauern , wie gesagt , war ja fein … aber halt auch ein „altvertrautes Schmunzeln“ ob der von mir sehr gemochten Kerstine …
    🙂
    ? as

    • Nitya schreibt:

      „ob der von mir sehr gemochten Kerstine …“

      Wow, das ist ja eine richtige Liebeserklärung – und das aus dem Mund eines alten Emotionenfressers! Jetzt bin ich richtig gerührt. (als olle Rührschüssel darf ich das.)

  5. Brigitte schreibt:

    „Denn dieses „Grund-lose“ der eigenen Existenz will erstmal integriert werden …“

    Aus meiner Sicht ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Das ist wie der Versuch, die Wellen ins Meer zu gießen (oder sie davon zu trennen). Irgendwie sind das alles schöne Ideen, die wie Sand durch die Finger rinnen. In dieser Grundlosigkeit versteht sich alles von selbst, mit und ohne Worte.

    Je heller und stärker der Blitz, um so gewaltiger der Donnerschlag. Keiner wird umhin können diese überfließende Fülle auszuschütten und dem Ausdruck zu geben. Das ist ganz natürlich und niemand hat da die Finger im Spiel.

  6. Gabi schreibt:

    So, wo anfangen? Heinz Butz und seine Frage „Spüren Sie’s“ Da habe ich sofort Bilder, wie er da steht, auf irgendwas zeigt und wie die verzückten Kunststudenten versuchen atemlos in diese ozeanische Frage einzutauchen. Herrlich, mir mit solchen Bildern die Zeit zu vertreiben. Ansonsten kann ich nicht mitreden bei AHA und dem unvorstellbaren „DAS“. Obwohl es mich beschäftigt und ich mich durch sämtliche gegensätzlichen Aussagen und Lehren und was weiss ich lese und spreche. War jetzt mal zwei Wochen per youtube mit Paramahamsa Nithyananda beschäftigt, der aus allen Supermenschen machen will – dann einmal Karl Renz dazwischen und der Goldlack vom Guruthron fällt ab … tja. What to do…. Auf meiner Trommel rumhauen und den Schülern das Gefühl geben, sie könnten die Größten werden, wenn sie noch ein bißchen üben… was anderes macht der Guru auch nicht, ausser noch dazu erleuchtet sein. Da freue ich mich über den Blog hier, Kerstins Videos waren so klasse, danke Kerstin und die ganzen Kommentare von all den Menschen, macht Spaß. Grüsse euch alle aus Berlin und verabschiede mich mit den Worten von Farudin Attar: Das Meer bleibt immer das Meer, egal welcher Philosophie der Tropfen folgt.

    • Nitya schreibt:

      Liebe Gabi,

      ich habe keine Ahnung, was Heinz Butz mit seiner Frage gemeint hat. Möglicherweise nur die bildnerische Spannung in dem, was da zu sehen war? Ich weiß es nicht. Wenn ja, dann kam seine Frage bei mir eben ganz woanders an. Heinz Butz hatte uns zwar viel über die Zen-Künste erzählt, aber ich hatte nie den Eindruck dass er sich selbst als Zen-Meister sah. Und mein eigener sog. spirtueller Weg, zeichnete sich bis dahin durch äußerste Dürftigkeit aus. Ich war ja erst ca. 20 Jahre alt. Ein Buch von Meister Eckhart, das Tao Te King und ein paar kümmerliche Yoga- und Meditationsversuche und das war’s auch schon. Und nein, ich bildete mir weder ein, „Erleuchtung erlangen zu können“ noch hatte ich das überahaupt vor. Ich wollte Bilder malen und sonst nix. Dass dann auf die „Spüren Sie’s-Frage?“ etwas völlig Unerwartetes passierte – keine Ahnung warum und wieso. Bei Kerstin war es das Wort „Bewusstheit“, das der Auslöser war. Und sie wird dir das Warum oder Wieso so wenig beschreiben können wie ich. Und plötzlich war da etwas da, was ich nur als einen ganz unverkennbaren Duft bezeichnen kann. Meine Güte, wir haben uns vorher oft wie die Jochgeier gestritten und uns nichts geschenkt und dann mit einem Schlag – ist das alles Schnee von gestern.

      Ach ja Farudin Attar, wie schön er es wieder gesagt hat.

      Herzlichen Dank und einen lieben Gruß
      Nitya

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