Karl Renz: Das kleine Ich ist wie ein Furz

 

 rWozu ist diese zusammengetragene Kollektion kostbaren Verstehens und tiefer Einsichten gut? Für das, was-du-bist, ist sie nicht mehr wert als ein Furz im Wind. Er stinkt für eine Weile, dann ist es damit vorbei. Das kleine Ich ist wie ein Furz, der dem Absoluten entweicht. Und der Furz stinkt eine Zeit lang, vielleicht 50 oder 80 Jahre, aber der Stinker, der nur so etwas wie ein flüchtiger Geruch ist, wird eines Tages verschwunden sein. Aber die Geschmacklosigkeit, die Geruchlosigkeit deiner Natur, die den Ausgangspunkt aller flüchtigen Gerüche und damit von allen stinkenden Stinkern bildet, diese Geschmacklosigkeit kann darin niemals geschmeckt werden. Und du bist diese Geschmacklosigkeit. Und alles, was du schmeckst, den Schmeckenden – das ist bereits Geschmack. Alles, was der Schmeckende schmeckt, schmeckt verglichen mit dem, was-du-bist, bitter.

Aus diesem Grund wird gesagt, dass du die Süße selbst bist. Alles, was der Schmeckende schmeckt, ist im Vergleich mit der Geschmacklosigkeit, die du bist, bitter. Sie kann niemals von sich selbst gekostet werden. Also ist die absolute Geschmacklosigkeit, der absolute Geschmack der Abwesenheit von irgendjemandem, der etwas oder nichts schmeckt, die Süße deiner Natur. Das ist die Süße selbst. Doch du wirst sie niemals erfahren, weil alles, was du erfährst, aus zweiter Hand ist. Es ist nur Bitterkeit. Im Vergleich zu dem, was du bist, ist es bitter. Weil das alles ein Bitterfeld ist, die ganze Verwirklichung ist bitter im Vergleich zur Süße, die du bist. Jeder Augenblick der Erfahrung, wie z.B. ein Schluck Kaffee, egal was, ein Sonnenuntergang, das alles ist nicht Schönheit, sondern eine Reflexion der Schönheit. Die Reflexion unterscheidet sich nicht davon, aber die Schönheit, die du bist, kann Gott sei Dank durch keine ihrer Reflexionen erfahren werden. Also genieß es. Genieße, dass du dich selbst in und durch nichts genießen kannst oder musst. Und die Freude, die du bist, kann durch keine Erfahrung gefunden oder verloren werden.

aus: Karl Renz, „May It Be As It Is“

fNa, sag das mal jemand von mir aus auf Facebook, dass er nichts als ein Stinker ist, ein Furz. Er ist natürlich kein Stinker und kein Furz, er ist –der Karl sagt das sehr schön so: „Also ist die absolute Geschmacklosigkeit, der absolute Geschmack der Abwesenheit von irgendjemandem, der etwas oder nichts schmeckt, die Süße deiner Natur.“ Davon weiß der Stinker, der Furz, leider nichts und bläht sich mächtig auf, wenn ihn jemand – du musst ihn nicht einmal Stinker oder Furz nennen – also das würde ich ja gar nie nicht machen – es genügt schon das harmloseste Infrage-Stellen der Identifikation mit dem, was nicht der absolute Geschmack der Abwesenheit von irgendjemandem ist. Und schon krieg ich zu hören, ob mir bewusst sei, wie verletzend ich manchmal sei.

v1Der Karl kommt, wenn ich das richtig erinnere, von einem Bauernhof. Ich vermute mal, dass Bauern eine sehr realistische Haltung gegenüber den Forderungen des Lebens haben und eine unverblümte Sprache sprechen. Auf einem Diplomatenball würden sie sich wahrscheinlich sehr unwohl fühlen. Wenn sie „Scheiße“ meinen, schreiben sie auch „Scheiße“ und nicht „Sch…e“. Wenn das so weitergeht, haben wir demnächst wieder Röckchen an den Tischbeinen. Dieser ganze sog. Political Correctness-Scheiß ist nichts anderes als ein Denk- und Sprachverbot, ist nichts anderes als das Bestreben, den Schläfer noch tiefer schlafen zu lassen. Na dann gute Nacht!

Die absolute Geschmacklosigkeit, der absolute Geschmack der Abwesenheit von irgendjemandem, der etwas oder nichts schmeckt, die Süße deiner Natur, … nimmt durch diesen Schwachsinn Gott sei Dank keinerlei Schaden. Sie verschwindet nicht deswegen, bloß weil irgendso’n Stinker mal wieder vor sich hin stinkt. Wüsste der Stinker, wer er tatsächlich ist, hätte er nicht das geringste Problem damit, dass er nur ein stinkender Furz ist. Der Karl kann darüber vermutlich nur dreckig grinsen.

pWas der Schimpanse da treibt, ist natürlich absolut inkorrekt. Aber wir sind bereit, ihm zu verzeihen. Er ist ja nur ein Tier. Was die Lady da macht, ist auch inkorrekt. Erstens lässt sie es zu und zweitens hat sie ihren Spaß daran. Natürlich kriegt sie einen Balken vor die Augen (stammt nicht von mir), weil ihr oder dem Fotografen die sog. Inkorrektheit sehr wohl bewusst ist. Der Schimpanse hat deshalb auch keinen Balken vor die Augen gekriegt, weil er keine Ahnung von Korrektheit hat. Ich glaub, ich bin doch lieber ein Affe und verspeise jetzt einen inkorrekten Negerkuss. Und ihr dürft mich jetzt ruhig einen stinkenden Furz nennen.

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3 Antworten zu Karl Renz: Das kleine Ich ist wie ein Furz

  1. Nane schreibt:

    Letzendlich spricht Renz doch die Astral – und Mental- Ebene an und will Re-Akt-ionen sehen.
    Pfeil und Bogen. Unterhaltung. Da war ihm wohl lang-weil-ig.

    🙂

  2. punitozen schreibt:

    … Alle Wesen sind leer und stehen miteinander in Verbindung !
    Helau !

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