Ronny: Bleib einfach still mit dem, was ist

 

ronny
„Die Welt“ will dir Vorstellungen verkaufen…

Greif nicht zu, bleib einfach still.

„Die Welt“ ist am Rennen, du bleibst einfach still, mit dem was ist.

In dir rennt es …damit bleib still…

Du meinst du kannst nicht still sein, damit sei still,

und es kommt von selbst zu Ruhe. Darin erfasst sich die Stille selbst.

Du bist am Rennen, du bist in Vorstellungen…

Ja so mag es sein.

Es kommt aus sich heraus zu Ruhe, die Stille erfasst sich von selbst,

bleib einfach still mit dem was ist.

aus: Ronny, „Bleib einfach still

sMeine Kleptomanie hat wieder mal voll zugeschlagen, als ich das las. Das musste ich einfach dem Ronny klauen. Wenn Ronny sagt: „Sei einfach still“, meint er damit nicht „Halt einfach dein Maul!“ Ich mein, Letzteres wäre ja durchaus verzeihlich und nachvollziehbar, wenn jemand nur noch Stammtischgequatsche vom Stapel lässt. Nein, Ronny meint etwas ganz anderes. Wenn ihr auf das Bild schaut, das er aus Indien mitgebracht hat, könnt ihr vielleicht ganz ohne Worte verstehen, was er sagt. Da steht der Ochse ruhig und gelassen auf der Straße und dass da hinter ihm vermutlich eine Motorrikscha vorbeirast, geht ihm glatt am Arsch vorbei. „‚Die Welt‘ ist am Rennen, du bleibst einfach still, mit dem was ist.“ „Draußen“ oder „drinnen“ – es ist alles „Welt“. „Greif nicht zu, sei einfach still.“ Wer nicht zugreift, kommt gar nicht erst auf die Idee anzuhaften. Aber wenn da schon ein Zugreifen geschieht, dann sei mit dem still und das Anhaften verschwindet ganz von allein wieder. Wenn du mit dem still bist, was immer gerade ist, kommt alles zur Ruhe. Ich finde, Ronny hat das  ganz wundervoll ausgedrückt. Jedes hinzugefügte Wort ist eigentlich ein Wort zu viel. Deshalb halt ich alter Sabbelkopp jetzt auch mein Maul.

Lieber Ronny, danke!

b

So und jetzt hört ihr noch ein paar Worte von Ronny für die, denen der Ochse nicht genügt. Aber eigentlich ist da nur der Ochse, der still ist.

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7 Antworten zu Ronny: Bleib einfach still mit dem, was ist

  1. Nitya schreibt:

    Bleib einfach still mit dem, was ist.

    Gefällt 3 Personen

  2. Georg Alois schreibt:

    Was mir unheimlich auf den Sack geht, das ist die Behauptung, dass es heutzutage so schlimm geworden ist. So dämlich kann doch keiner sein, zu glauben, dass es früher besser war!? Die Willkür in all den Jahrtausenden der Feudalherrschaft, die erst einen Wimpernschlag vorbei ist…..Ich selber habe noch mit Menschen gesprochen die aus eigener Erfahrung mir berichtet haben, wie der örtliche Schlossbesitzer ihren Vater eingekerkert hat….. Hallo, Leute, so blind könnt ihr doch nicht sein! Das einzige was anders ist, es gibt viel mehr Menschen auf diesem Planeten. Aber das Spiel war noch nie anders.

    Gefällt 2 Personen

  3. Nane schreibt:

    Die Unbewußtheit ist schlimmer geworden.
    Und das „sich einfügen in die Routine“. So ist jeder kontrollierbar. Da werden die Vorstellungen als Glaubensgebäude vorgeschrieben, im Angebot Schule z.b. .
    Diejenigen, die andere kontrollieren können es nur, weil sie sich des Ablaufs bewußter sind. Sie planen das Fundament für unbewußte Menschen.

    Gefällt 2 Personen

  4. Nitya schreibt:

    Als ich in meinem letzten Leben in den Schul-Dienst kam, hospitierte ich auf Anordnung beim Schulleiter höchstselbst. Gleich in der ersten Stunde erwischte er einen Schüler bei einer Unbotmäßigkeit. Er schlug ihm ins Genick, sodass der Schüler mit der Stirn auf die Tischkante knallte. Hinterher erzählte er mir stolz, wie er sich diese Technik selbst ausgedacht hatte und empfahl sie mir für mein weiteres Leben als Staatsbüttel. Nein, die Zeit war nicht besser, sie war anders. Anfang der siebziger Jahre kamen die neuen Curricula. Das didaktische Prinzip der Kindgemäßheit war verschwunden und nannte sich jetzt „Optimale Passung“ (!). Eingeführt wurde auch der „sozialintegrative Führungsstil“. Dieselben Lehrer, die früher rumgeprügelt hatten, sollten nun ab sofort einen demokratischen Führungsstil pflegen. Innerhalb der Führungsebene änderte sich nichts. Da war nichts mit Demokratie.

    Insofern stimme ich Nane völlig zu. Die Unbewusstheit ist schlimmer geworden. Der örtliche Schlossbesitzer, der beispielsweise Väter eingekerkert hat, hat damit Bewusstheit erzeugt: „Ich bin der Mächtige und du bist der Dreck unter meinen Füßen.“ So was hat auch mal ein Studienrat (Griechisch, Latein, Deutsch, Geschichte) zu uns gesagt. Klasse, das hat meine revolutionäre Haltung sehr befördert.

    Also ja, früher war nicht alles besser, um Gottes willen. Heute hat man jedoch Methoden, von denen die früheren Herrscher nur hätten träumen können.

    Gefällt 2 Personen

  5. punitozen schreibt:

    Gott und die Menschheit haben ihre Sache auf Nichts gestellt, auf nichts als auf Sich. Stelle Ich denn meine Sache
    gleichfalls auf Mich, der Ich so gut wie Gott das Nichts von allem Andern, der Ich mein Alles, der Ich der Einzige bin.
    Hat Gott, hat die Menschheit, wie Ihr versichert, Gehalt genug in sich, um sich Alles in Allem zu sein: so spüre Ich,
    daß es Mir noch weit weniger daran fehlen wird, und daß Ich über meine »Leerheit« keine Klage zu führen haben werde.
    Ich bin [nicht] Nichts im Sinne der Leerheit, sondern das schöpferische Nichts, das Nichts, aus welchem Ich selbst als
    Schöpfer Alles schaffe.
    Fort denn mit jeder Sache, die nicht ganz und gar Meine Sache ist! Ihr meint, Meine Sache müsse wenigstens die »gute
    Sache« sein? Was gut, was böse! Ich bin ja selber Meine Sache, und Ich bin weder gut noch böse. Beides hat für Mich
    keinen Sinn.
    Das Göttliche ist Gottes Sache, das Menschliche Sache »des Menschen«. Meine Sache ist weder das Göttliche noch das
    Menschliche, ist nicht das Wahre, Gute, Rechte, Freie usw., sondern allein das Meinige, und sie ist keine allgemeine,
    sondern ist – einzig, wie Ich einzig bin.
    Mir geht nichts über Mich!
    ( Max Stirner )

    Gefällt 2 Personen

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