Osho: Satchitananda

 

osho

Der vierte Zustand, auf den Tilopa hinweist – das, was nicht gesagt werden kann, und was er dennoch zu sagen versucht, weil er für Naropa ist, um seines Vertrauens und seiner Liebe und seiner Zuversicht willen – ist ein seliger Zustand, still und selig, er ist erfüllt von Positivität. Es ist nicht einfach nur Stille. Es ist kein Produkt der Gleichgültigkeit dem Leben gegenüber, im Gegenteil, es kommt aus der tiefsten Erfahrung deines eigenen Selbst. Es ist nicht durch Entsagung erzwungen worden, es ist die Blüte deines gelösten und natürlichen Daseins. Der Unterschied ist äußerst fein. Aber wenn ihr versucht, diese Unterschiede zu verstehen, wenn ihr über sie meditiert, wird euer ganzer Lebensweg klar vor euch liegen und ihr werdet leicht vorwärtskommen.

Gebt euch niemals vor dieser vierten Dimension zufrieden; denn selbst, wenn ihr euch vorher zufriedengebt, so kommt doch früher oder später die Unzufriedenheit hoch. Solange du noch nicht Satchitananda erreicht hast – die absolute Wahrheit, die absolute Bewusstheit, die absolute Glückseligkeit – solange bist du noch nicht zu Hause angekommen, solange bist du noch unterwegs. Okay, manchmal ruhst du dich am Wegrand aus, aber richte dich dort nicht wie zu Hause ein. Die Reise muss weitergehen; du musst dich wieder von neuem aufraffen und weiterziehen. Geh vom ersten Zustand des Geistes zum zweiten, vom zweiten zum dritten, und vom dritten aus geh weiter – zum Jenseits.

aus: Osho, „Tantra – die höchste Einsicht“

kMorgen wird dieser Bankei sagen: „Es besteht für dich keine Notwendigkeit, zum Ungeborenen zu werden.“ und der Leo Hartong: „Der einzige *Shift‘, der nötig ist, ist einzusehen, dass nichts geschehen muss, damit DAS ist, wie es ist.“ Und heute meint dieser Osho: „Die Reise muss weitergehen; du musst dich wieder von neuem aufraffen und weiterziehen.“ Viele hassten Osho für seine Sklaventreiberei. Dabei hat er natürlich auch gerne das Gegenteil gesagt und hätte nicht das Geringste gegen Bankeis Aussage einzuwenden gehabt.

Wenn ihr euch so in der Szene umschaut, dann ist eine der häufigsten Aussagen, die ihr überall lesen könnt: „Es ist, wie es ist.“ oder gut schwäbisch:

iNix gegen „Es ist wie es ist.“ Aber mal ganz ehrlich, es ist so ungefähr das Platteste, was man von sich geben kann. Wie ihr ja vielleicht schon mitbekommen habt, geht’s mir hier nicht darum, Wahrheiten zu verkünden, sondern eher darum, möglichst unbeantwortbare Fragen ins All zu schleudern. „Es ist, wie es ist“ kann natürlich zum sanften Ruhekissen werden  und auf diese Weise könnte dann jeder Bierdimpfl hoffen, doch noch am Petrus vorbei in den Himmel zu gelangen.
d1Osho sagt: „Es ist nicht einfach nur Stille. Es ist kein Produkt der Gleichgültigkeit dem Leben gegenüber.“ Na ja, aber wenn der Fuß nicht juckt? Was sagt ihr jetzt dazu? Aus der Traum vom seligen Nichtstun und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen? Oder was oder wie?

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4 Antworten zu Osho: Satchitananda

  1. Georg Alois schreibt:

    Jetzt würde ich am liebsten sagen: siehste, auch OSHO spricht davon, von dieser Glückseligkeit.
    Das ist schon verrückt, lieber Nitya, wie Du immer wieder „Sachen aufs Tablett“ bringst, die (ich weiß jetzt gar nicht, wie ich das ausdrücken kann) so eine logische Konsequenz, so eine Entwicklung oder so…….., halt einfach immer überraschend schön sind.

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  2. teggytiggs schreibt:

    …hat man es einmal gefunden, dann ist es, wie es ist…dann muss man nicht einmal mehr suchen…das Komische ist nur, das Gefundene war schon immer da, schon vor dem Suchen…zugleich war es da auch schon so, wie es war…

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  3. Pieter schreibt:

    erst kommtes wie es kommt, dann ist es wie es ist und endlich nichts ist wirklich wichtig 🙂

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