Der Herr fredoo: ne menge Worte … wieder mal …

 

f


Diese „kurzen Momente“ kennen wir alle … Sie konfigurieren sogar unser „normales (Er)Leben“ … sie sind nix besonderes , sondern sogar das normalste vom Normalen …


dieser immer wieder auftauchende Moment , wo das MOMENT hinter dem Moment erscheint …


Das Problem damit ist jedoch , dass dieser MOMENT absolut (im wahrsten Sinne des Wortes) leer ist , die weiße Leinwand hinter der Filmprojektion , also völlig ohne jegliches Atttribut …


„Wissen“ können wir jedoch nur über Erinnerung.


Jedoch ist die Erinnerung abhängig von Attributen … Nur Formen (=Attribut) , aneinandergereit zur Geschichte , macht Erinnerung möglich …


Doch dieser immer wieder auftauchende MOMENT hinter den Momenten taugt nicht zur Erinnerung , da , wie gesagt , völlig attributlos .


Daher wird er üblicherweise schlicht übersehen , nur als kurzes „Stolpern“ , „Tagträumen“ , „Absens“ , DejaVu“ oder „Verwirrung“ eingeordnet … Wobei damit eigentlich eher eine Art „Hilfsverbuchung“ einer plötzlich aufgetauchten unwörterbaren Leere stattfindet .


Betont werden sollte noch dieses „Auftauchen“ … Es ist kein Auftauchen , wo etwas neues plötzlich herbeikommt , sondern ein „Auftauchen“ das induirekt geschieht , in dem das chronisch verdeckende kurz verschwindet . DA ist der MOMENT immer , war es immer , wird es immer sein …


Was geschieht nun in diesem ominösen „Erwachen“ , das der Spirizirkus wie eine Art Monstranz feiert ?


Letztlich überhaupt nix neues . Lediglich wird jetzt plötzlich das „Stolpern“ , die „Lücke“ , die „Leere“ bemerkt …. ( „bemerkt“ hier als halbwegs passende Vokabel , denn eine „richtige“ Vokabel gibt es nicht ) …


Wahrscheinlich ist dieser Moment des MOMENTES einfach plötzlich einmal so lang , dass die „Hilfskonstruktion Stolpern“ nicht mehr glaubhaft ist … Aus dem mehr oder weniger gewohnten Ignorieren wird diesmal ein Bemerken …
Wobei … dies „Bemerken“ bedarf einer Erleuterung …


Denn das Attributlose dieses MOMENTES verhindert ja ein konkretes Etwas-Bemerken .


Was wird da also bemerkt und statt des „eigentlichen“ erinnert ?
Das ist nun tatsächlich etwas einzigartiges .


Denn dieser erstmals „bemerkte“ MOMENT hinter den Momenten ist fürderhin unvergessbar und noch erstaunlicher unbezweifelbar !!!
Ich habe lange gebraucht um dafür sowas wie einer verständliche Erklärung zu finden .


Denn wie kann in einer bisdahin vollständig wandelbaren Welt plötzlich etwas unbezweifelbar sein ? … Diese Unbezweifelbarkeit ( man beachte die zwei =dual in der Vokabel ) ist das eigentliche Phänomen des „Erwachens“ , letztlich ist Erwachen = Unbezweifelbarkeit des einzig Vorhandenseins von Leere .


Diese Unbezweifelbarkeit ( manche sagen auch Klarheit dazu ) lässt eine klare Hierarchie der „Wirklichkeit“ entstehen . DA ( und damit wirklich = wirkend ) ist (nur) dieses (leere) DA . Das „verdeckende“ ist Erscheinung , vergänglich wie Nebelschwaden . Ich nannte es damals ( und heute noch gerne ) das Gewusel … Teil dieses Gewusels ist auch fredoo , genau so empfunden … Er ist … auch … da , jedoch nur erscheinend , letztlich bedeutungslos … Dies ist die gravierende Verschiebung der inneren Bewertung , die dieser seltsame auftauchende MOMENT hinter allen Momenten auslöst … Vorher gab es nur die „Wirklichkeit“ des fredoo , der die „Wirklichkeit“ der Welt erfährt (+erinnert) … jetzt wurde unbezweifelbar DA ist dieses DA , und (zusätzlich) der Herr fredoo , der im Gewusel der Erscheinungen rumwuselt …


Übrigens ( ich hab dazu dutzende von ebenfalls „Betroffenen“ befragt ) ist diese Verschiebung unisono … Mag dann als Dekoration zusätzlich noch die ein oder andere Bewertungsvariante dazu kommen … Dies ist jedoch immer aus dem individuellen kommendes Resumieren (!) und kein echter Hinweis auf diese aufgetauchte LEERE … letztlich kann niemand „etwas“ sagen über dieses mit „MOMENT hinter den Momenten“ nur hilfweise ausgedrückte „Nicht-Etwas“ … das der Mensch nur „bemerken“ kann , in dem da „etwas-Nicht-Etwas“ plötzlich unbeweifelbar wurde …

ne menge Worte … wieder mal … über etwas was nur dem Staunen zugänglich ist …

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Der Herr fredoo: ne menge Worte … wieder mal …

  1. ananda75 schreibt:

    Lieber Herr Freedo,

    Sorry, wenn ich schon wieder widerspreche – is mir auch unangenehm, aber wie ich so bin, tu ich das trotzdem 😉
    Ich glaub nicht an den „Moment“, wo soll der sein?
    Guck ihn an und schon isser wieder weg
    Benenne ihn und schon isser wieder weg
    Und das ist gut so, denn wenn alles weg ist, kommt man da an, wo man eh schon ist.
    Dann kann dieses Empfinden dauerhaft werden – Ich sag nicht, dass es das bei mir ist, aber es mehrt sich langsam und – nee, ehrlich, mit Moment hat das für mein Empfinden nix zu tun, obwohl ich das Gefühl hab, dass wir letztlich das Gleiche meinen…
    Oder nicht?
    hmmmm…. Keine Ahnung … vielleicht auch nicht ?

    Alles Liebe ❤

    Gefällt mir

  2. fredoo schreibt:

    nun ja … liebe ananda … letztlich ist es auch nur einne vokabel … in versalien geschrieben , um ahnung beim leser zu stimulieren , die als einzige da ( bereits ) „weiß“ ..
    letztlich hat jeder Moment das Potential für einen MOMENT …
    ich benutze da immer wieder , je nach jahreszeit und laune , unterschiedliche vokabeln …
    „Moment“ meint ja üblicherweise eine kurze Zeitspanne , doch besser ist es verstanden als ZeitPUNKT ( PUNKT ist auch eine Vokabel , die mir ab und zu gefällt ) …
    dazu meint Moment auch „Momentum“ im Sinne von bewegt / begründet werden …
    Nun ja genug der semantischen Spielereien …
    Ich meinte eigentlich dass was sich zu jedem Zeitpunkt als innewohnende Tiefe eröffnen kann … das was die Altvorderen des Advaita viel poetischer mit der Seinenschnur einer Perlenkette umschrieben …
    und was es noch all der unzähligen Versuche mehr gibt , aus das Unwörterbare , und doch so unmittelbare , zumindest doch ein wenig hinzuweisen …
    Mir ging es bei dem Text eigentlich eher um eine Gelegenheit des Hinweises , dass wir alle diesen MOMENT schon kennen , nix anderes ist uns aus den ersten Jahren unseres Lebens vertraut , und das uns alle höchst alltäglich dieser MIOMENT besucht … wir ihn nur nicht bemerken …
    wir sind durch Gewohnheit ( seit etwa unserem 3. Lebensjahr beginnend ) so von Objekten ( = Formen ) fasziniert , dass sich diese Faszination zu einer Hypnose ausgewachsen hat .
    Ramesh Baösekar nannte es die „devine hypnosis“ …
    Viele , die dieses „geblendet sein“ intuitiv spüren , gehen dann auf die Suche ( ich auch für fast 4 Jahrzente ) … suchen , erforschen , erwarten neues , fremdes , höheres , feinsinnigeres , hochbewussteres … und sehen dabei die Brille auf der eigenen Nase nicht …
    tja … bis sich „die Götter“ den Spass machen , warum auch immer , dem ein oder anderen ein Bein zu stellen , er/sie dann gepflegt „uff de Schnutte knallt“ ( wie wir es in Kassel sagen ) und plötzlich die schon immer vorhandene Brille auf der Nase bemerkt wird …
    😉

    Gefällt 3 Personen

    • ananda75 schreibt:

      verstehe 😉 ja – ich grinse weil ich meistens grinse, aber ich verstehe schon 😉

      es ist ja auch wirklich nicht leicht zu beschreiben … man muss es irgendwie machen…

      heute in der U-Bahn – ab einer Haltestelle schlagartig überfüllt mit diesen Studenten zur Uni und ich weiß ja, wie die sich „in der Regel“ so verhalten…. nu war ich aber gerade voll vertieft in dieses wunderbare Buch… mitten drin im Sein … an der nächsten musste ich aussteigen – und die machten mir ganz von alleine Platz, einer fragte noch „Aussteigen?“ – „Ja bitte“ – „Bitte schön“ –
      Das war so anders… das ist für mich schon eine „andere Realität“ – und ich schätze, das hatte was damit zu tun, dass ich indem Moment 🙂 eben keine Brille auf der Nase hatte – also schon, die Lesebrille 😆 – aber keine Brille, die mir irgendetwas sagte über die Situation, in der ich mich befand – ich war einfach und so ging es dann auch alles ganz einfach… soft, fließend, freundlich…

      Da geht’s eben nicht um die große Erleuchtung, sondern einfach darum, dass sich das Leben im täglichen und normalen in etwas Schönes verwandelt
      Die Aufhebung des Objekts im praktischen Sinne
      Ich fühlte mich sehr Eins mit der Straßenbahn und allen, die da drin waren 🙂

      ich denke aber auch, dass das mit dem Suchen der natürliche Ablauf ist –
      mit suchen wird man nix finden, aber wer nie gesucht hat wird auch nix finden –
      will sagen – das ca. 5 Jahrzehnte währende Suchen is nich verkehrt, da muss man wohl durch…
      und dann
      https://ananda75.wordpress.com/2016/11/16/das-jetzt-kann-nur-finden/
      🙂

      Gefällt mir

      • Alexandra schreibt:

        „…. aber wer nie gesucht hat wird auch nix finden“ – das scheint auch nicht immer so zu sein. Jolande hat nix gesucht und es ist einfach passiert. Und ich möcht nicht wissen, wieviele in der Psychiatrie landen, weil sie plötzlich merken, dass sie nicht sind, was sie immer dachten zu sein, sich aber psychisch krank glauben, bzw, auch von Psychologen und Mitmenschen dazu abgestempelt werden.

        Gefällt mir

      • ananda75 schreibt:

        vielleicht hat Jolande ja schon in früheren Leben genug vorgearbeitet 😉

        denk ich grad so, aber wer weiß? alles ist möglich 🙂

        Alles Liebe ❤

        Gefällt mir

    • punitozen schreibt:

      … bis sich „die Götter“ den Spass machen , warum auch immer , dem ein oder anderen ein Bein zu stellen , er/sie dann gepflegt „uff de Schnutte knallt“ ( wie wir es in Kassel sagen ) und plötzlich die schon immer vorhandene Brille auf der Nase bemerkt wird …

      Da geht`s Emme so – wie Emme , liewa fredoo . 🙂

      Punito

      Gefällt 1 Person

  3. Michael schreibt:

    Schläft ein Lied in allen Dingen,
    Die da träumen fort und fort,
    Und die Welt hebt an zu singen,
    Triffst du nur das Zauberwort.

    ES ist IN allen Dingen und nicht nur jenseits oder davor oder außerhalb. Ich bin nicht Gott sondern „Gott“ ist ist in mir und ich bin in „Gott“ – So eine abendliche Hypothese von mir.

    Aber ob der noch mal irgendein Zauberwort treffen wird, wage ich immer mehr zu bezweifeln. Jetzt wird wieder Iran und sogar Australien gedroht….

    http://trumpdonald.org

    dauert ein paar Sekunden…. viel Spaß

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s