WeiWuWei: Gott suchen, ohne Gott zu sein

 

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„Freundliche Wesen, diese gläubigen Tiere; mit ihnen ist es ganz einfach“, bemerkte das Kaninchen.
„Emotional, affektiver Ansatz, langwierig und kompliziert“, erklärte die Eule. „Nur die besonders Begabten können trotz ihrer Gefühle ihr eingebildetes ‚Selbst‘  loslassen.
„Warum ist das so?“ fragte das Kaninchen.
„Sucht man Gott, wo Gott ist, ohne Gott zu sein, ist das ein objektivierender Zugang“, sagte die Eule, „ein solch positiver Weg führt zu keinem Ziel.“
„Welcher Weg ist denn dann der beste?“ fragte das Kaninchen.
„Einen ‚besten‘ Weg gibt es nicht“, antwortete die Eule, „es gibt nur ein Drumherum oder den Direkten Weg!“
„Und der direkteste?“ fragte das Kaninchen begierig.
„Das hängt davon ab, wie konditioniert man ist“, erwiderte die Eule, „es sind die Konditionierungen, die hinderlich sind.“
„Und, gibt es auch förderliche Konditionierungen …?“
„Vielleicht die metrischen“, antwortete die Eule.
„Und was ist das?“ fragte das Kaninchen überrascht.
„ICH bin die alles einschließende Dimension„, rief die Eule, „rechtwinklig zu den anderen Dimensionen. Das ist doch ebenso einfach wie offensichtlich!“
„Und was bin ich? wagte sich das Kaninchen schüchtern vor.
„Alle ‚du‘ sind Produkte meiner drei untergeordneten Größen, in denen gemessen wird – Länge, Breite und Höhe. Sie bilden in Raum-Zeit ausgedehntes Volumen“, antwortete die Eule, „woraus sich das phänomenale Universum in meiner Schau zusammensetzt.“
„Wirklich?“ rief das Kaninchen und hüpfte verblüfft. „Wie seltsam!“

aus: WeiWuWei,“Weisheit jenseits der Welt“

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Weil heute Weihnachten ist, las euch heute der WeiWuWei dieses kleine Weihnachtsmärchen vor und der olle Nitya lauschte seinen Worten und hält einfach seine Klappe. Ansonsten wünscht er nach altem Brauch allen seinen Feinden und Freunden und dem Rest der Menschheit das Allerbeste.

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18 Antworten zu WeiWuWei: Gott suchen, ohne Gott zu sein

  1. Ingeborg schreibt:

    😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😉😂

    Gefällt 3 Personen

  2. fredoo schreibt:

    … dem kann sich der Herr fredoo nur anschliessen … und bei dieser Gelegenheit bemerken , dass es ihn doch sehr erfreut , hier immer wieder mal den Herrn Nitya , der Herrn Eno , den Herrn Elwood , den Herrn Ronnie , Lady Brigitte , Lady Marianne und natürlich all die zu treffen , die ihn gerade jetzt , sein katastrophales Namensgedächtnis vergessen lies …

    Gefällt 5 Personen

    • Nitya schreibt:

      Werter Herr fredoo … fällt mir gerade wieder ein: Nach dem Krieg gab es so kleine dreirädrige Lieferwagen, meist hinten offen, die so ein charakteristisches Fahrgeräusch machten. Wir Kinder nannten diese Vehikel immer O-os. Bei fredoo muss ich auch immer daran denken, wenn er wieder seine O-os von sich gibt und ich mir meine Gedanken machen muss. Das Fredo-o ist ja nicht unbedingt eine leichte Kost, da muss ich meine verrotteten Gehirnzellen oft mächtig anstrengen, um ihn zu verstehen. Trotzdem freu ich mich immer, wenn er mal wieder hier auftaucht und mein Gehirn strapaziert. Vielleicht hat das einen wohltuenden Einfluss auf einen etwaigen Altersschwachsinn.

      Gefällt 4 Personen

      • Ronny schreibt:

        …vielen Dank für dies Weihnachtsmärchen, Du alte Eule 🙂

        Gestern bekam ich eine Mail das ich endlich mein Visum in der Botschaft abholen kann, langsam wirds real und in einer guten Woche sitz ich in einem 3 Rädrigen gefährt und rausche durch Mumbai;-)

        Schöne Weihnachtstage

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      • Nitya schreibt:

        Mein Gott, Ronny,

        was treibt dich denn nach Mumbay? Na ja, jetzt ist ja wohl die beste Reisezeit. Pass bloß mit dem Essen und Trinken auf! Nicht dass du dir da deinen Magen und überhaupt dein Verdauungssystem verdirbst! Beschwer dich jedenfalls nicht über die Scheißerei, mit der du möglicherweise wieder zurückkommst, und sag nicht, du wärest nicht gewarnt worden. Hihi, ich fühl mich gerade wie Mutti, deren Sohn das erste Mal das heimatliche Nest verlässt. Was man alles so für Facetten bei sich entdecken kann!

        Also, lass es dir gut gehen, lieber Ronny, und lass wieder von dir hören. Du weißt schon: Jeden Tag eine Ansichtskarte an Mutti!

        Herzlichst
        Nitya

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      • Ronny schreibt:

        Ich werde dem Maharaj meine Ehre erweisen. Mal schauen wie lange es mich in der Großstadt haelt. Vielleicht noch dem Karl einen Besuch abstatten, …und dann irgendwann Richtung Süden, immer am Meer entlang,… Schau mehr Mal, ich freu mich einfach dem nass kalten Wetterschen hier Mal zeitweise zu entkommen.

        Ich bin kein guter Sohn,-) …aber wir sehen und lesen uns sicher wieder

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      • Nitya schreibt:

        „Ich bin kein guter Sohn.“

        Also so was! Komm du mir wieder nach Hause!

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  3. Pieter schreibt:

    Hoi Nitya, danke für Deine Weisheiten, Deine eigenen oder auch Andere.
    Auf dass Du uns noch lange damit erhalten bleibst, das wünsch ich Dir und auch mir und uns

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    • Nitya schreibt:

      Ich kenne zwar den Ausdruck „hoi“ nur als Ausdruck des Erstaunens im schönen Schwabenland, aber nehme mal an, dass er bei dir so etwas wie hi oder hallo bedeutet. Also sage auch ich

      Hoi Pieter, alter Knochen. Danke für die Blumen! Ich vermute mal, dass wir beide unser Bestes tun, das Leben sich selbst so leben zu lassen, wie es eben leben will. Und wenn es für uns mal ein neues Kapitel aufschlagen will, dann wird es das tun und Platz für neue Kreationen schaffen. Hab einen erfreulichen Tag!

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  4. Inge schreibt:

    wenn mein Herz leicht wird, weiss ich, dass ich richtig bin – jetzt hier gerade. Es wird leicht, da ich höre, dass ich immer richtig bin. Eine super Auffrischung ist das – danke an alle Beteiligten!

    Gefällt 3 Personen

  5. Elwood schreibt:

    Euch allen wünsch ich ein fröhliches Fest und ein großes Dankeschön für diesen Blog.
    Hier hab ich zum ersten Mal vor ein paar Jahren überhaupt an einem Chat teilgenommen, ist auch jetzt noch der einzige in dem ich regelmäßig lese. Drauf gekommen bin ich, weil mir auffiel, das Nitya in sehr weiten Strecken genauso schreibt wie der Schnabel meiner Frau so redet.
    So zog es mich hierherein, da ich dieses Kauderwelsch besser kennenlernen wollte und ich ahnte, dass ich irgendwie selbst die Veränderung bin, die ich mir von der Welt wünsche.
    Mittlerweile verstehe ich dieses Kauderwelsch noch weniger, doch wenigstens gibt es ein Bemerken, wie Fredo es immer wieder so schön bemerkt, über diese Ahnungslosigkeit.
    Das Gebabbel mit meiner Frau hat jetzt eine ganz andere Form bekommen, seit mein Idealismus auch mal die Klappe halten kann, seit ich bemerke dass ich meinen Konditionierungen nicht entfliehen kann, den Begabungen vertrauen kann und es keiner Vergebung bedarf, da mein Geliebter/te mich so liebt wie ich bin und mir eh nichts gehört. Dieser mitgeschleppte Sack ist schon viel leichter, die Bemühungen lösen sich von allein.
    So wünsch ich uns allen noch viel Freude in diesem Blog.

    Gefällt 4 Personen

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