Hui-neng: das eigene Wesen ohne Gegensätze

 

rDer Meister ging in die Welt, unterwies die Menschen der Welt im Dharma und leitete sie für vierzig Jahre. Mönche und Laien verschiedenster Religionen, über tausend an der Zahl, stellten ihm mit boshaften Hintergedanken schwierige Fragen.

Der Meister sprach: „Wenn ihr alles ganz und gar beseitigt, dann gibt es nichts, was mit einem Namen benannt werden könnte. Das eigene Wesen ohne Gegensätze (Absolutheit) wird provisorisch Wahres Wesen genannt. Alle Lehren, die errichtet werden, gründen auf dem Wahren Wesen. Dies solltet ihr jetzt auf der Stelle erkennen.“

aus: Hui-neng, „Das Sutra des sechsten Patriarchen“

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Das ist die Essenz der Lehre von Hui-neng: Das eigene Wesen ist ohne Gegensätze. Um noch einmal auf das so missverstandene Tetralemma zurückzukommen: Dadurch, dass es sämtliche dualistischen Positionen eliminiert, weist es genau auf diese Aussage von Hui-neng hin: Das eigene Wesen ist ohne Gegensätze. Alles, was darüber hinaus gesagt wird, sind nichts als Verschleierungen der Essenz der Lehre. Diese ist gleichzeitig der Wegweiser für den suchenden Geist. Was immer er auf seinem Weg findet, kann es nicht sein, weil alles, was gefunden werden kann, Teil eines Gegensatzpaares ist. Wer also mit seinem Verstand an die Sache herangehen will, gehört sofort zu den über tausend Mönchen und Laien verschiedenster Religionen, die mit boshaften Hintergedanken glauben, schwierige Fragen stellen zu müssen. Warum boshaft? Weil das Ego, das sich in seiner illusionären Existenz ständig bedroht fühlt, ständig um sein Überleben kämpft und weil ihm dabei jedes Mittel recht ist. Es geht für das Ego immer um Sieg oder Niederlage. Mit all dem hat jedoch die Essenz der Lehre nicht das Allergeringste zu tun.

Als Buddha wortlos sein Blümchen hochhielt, ist alles gesagt worden. Und Mahakashyapa lächlte.
hNein, auch das mit dem Blümchen ist keine Methode. Nicht dass irgendein IGD es ausprobiert und mich dann vor Gericht zerrt, weil die Methode versagt hat.

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5 Antworten zu Hui-neng: das eigene Wesen ohne Gegensätze

  1. Eno Silla schreibt:

    Und nun streichen wir, lieber Nitya, deine so wohlformulierten Worte auch noch weg.
    Ein wisch und alles weg… Und was dann?
    Da kann auch der IGD nichts mehr greifen!

    Adi da Samraj meint:

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  2. Keks schreibt:

    Weder Selbst noch nicht-selbst schwurbelte irgendwann das Buddha damit bloss nicht jeder mit neuen Konzepten dahergelatscht kommt….und sie kamen trotzdem😐

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