Karl Renz: Du bist DAS, was sich selbst als … verwirklicht

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Ohne Zweifel – du bist Wirklichkeit!
Gibt es etwas, das verstanden werden muss?
Das, was nicht zu verstehen ist,
und das, was offensichtlich ist,
ist das Selbst.
Wie willst du das verstehen?

aus: Dattatreya, „Avadhuta Gita 1.42“

Jedes Wort ist das lebende Wort der Totalität. Es ist eine totale Bedingung der Verwirklichung, die das Licht der Lampe scheinen lässt. Die Energie, die das gesamte Universum unterhält, betreibt auch diesen Lautsprecher, und jedes Wort, das aus ihm herauskommt, ist eine Vibration dessen, was ist. Das bezeichnet man als lebendige Worte. Es ist dasselbe Leben, das die ganze Veranstaltung am Laufen hält. Ich kann darauf nur hinweisen und du bist DAS, was DAS ist. Du bist die Null der Null, die Eins der Eins und die Acht der Acht, du bist DAS.

Wenn Null ist, bist du Null, wenn Eins ist, bist du DAS, was Eins ist, und wenn du das Unendliche bist, dann bist du das Unendliche. Aber du bist nicht das Unendliche, du bist nicht endlich und du bist nicht die Null. Du bist DAS, was sich selbst als Null, als Eins und als Acht verwirklicht. Das ist die unendliche Geschichte des SELBST. Es gab niemals eine Geschichte, die an ein Ende kommen kann.

aus: Karl Renz, “ Am I – I AM“

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„Du bist nicht das Unendliche, du bist nicht endlich und du bist nicht die Null. Du bist DAS, was sich selbst als Null, als Eins und als Acht verwirklicht.“ Du bist DAS, was sich selbst als was auch immer verwirklicht. Du verwirklichst überhaupt nichts. Also schmink dir die Hoffnung auf den Verwirklichten-Oscar ein für alle Mal ab. Da ist nichts zu machen. DAS hat dir schon alle Oscars vor der Nase weggeschnappt.

DAS verwirklicht sich natürlich nicht nur als Verwirklichter, als Buddha, als Guru, Satsanglehrer. DAS hat reiche Auswahl. Es verwirklicht sich als alles, was ist. Als Hillary Clinton von mir aus oder als der Engel der Flüchtlinge oder als einer dieser liebreizenden Wahabiten, aber natürlich auch als Maikäfer oder als Tsunami oder als all die Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten in meinem Körper. DAS verwirklicht sich als jeder Atemzug von mir genauso wie als die Tasse Kaffee vor mir. Du musst gar nichts verwirklichen. Also entspann dich und genieße dein Leben. Wenn du das tust, wird sich DAS als entspannter „wer auch immer“ verwirklichen, der das Leben genießt. Im anderen Fall wird DAS sich als der Irre verwirklichen, der sein Leben lang im Hamsterrad des Erwerbs von Macht, Reichtum oder Erleuchtung herumrennt. Da kennt DAS gar nix. DAS ist sich für keinen Quatsch zu schade.

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12 Antworten zu Karl Renz: Du bist DAS, was sich selbst als … verwirklicht

    • Marianne schreibt:

      Und … welches „Gruppenhamsterrad“ gibt es hier, an das sich alle halten?

      Hinterfrage alles …
      Lege dich möglichst nicht mit dem Boss an …
      Finde Ikkyu (und Renzi) toll …
      Halte dich bloß nicht für erleuchtet …
      und bilde dir ja keine Meinung zu irgendwas!🙂

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      • Nitya schreibt:

        Ist bei dir mal wieder gerade die Milch sauer geworden?

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      • Marianne schreibt:

        Kann sein…
        Das waren wohl die 15 „DAS“ im heutigen Beitrag, die in meinem „Frühstückstee“ ein paar zuviel waren.
        Und: Jedes soziale System wird aufrecht erhalten durch ein Regelwerk, an das sich alle Gruppenmitglieder (bewusst oder unbewusst) halten …

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  1. Brigitte schreibt:

    Und … welches „Gruppenhamsterrad“ gibt es hier, an das sich alle halten?
    Hinterfrage alles …
    Lege dich möglichst nicht mit dem Boss an …
    Finde Ikkyu (und Renzi) toll …
    Halte dich bloß nicht für erleuchtet …
    und bilde dir ja keine Meinung zu irgendwas!

    Liebe Marianne, ist das so für Dich?

    Also, im Moment sitze ich hier völlig allein vorm PC und tippe Buchstaben in die Tasten.

    Weit und breit keine Gruppe, kein Hamsterrad, kein Boss, kein Ikkyu und Renzi, keine Erleuchtung und auch keine Meinung auszumachen. Außer als begriffliche Vorstellungen, die grad in meinem Geist herumspuken. Vielleicht sollte ich das alles mal hinterfragen …

    Eines jedoch geb ich gerne zu, den Ikkyu Sojun, falls es ihn je gegeben hat, hätte ich gern getroffen. Und: Ich könnte die Wand mit seinen Sprüchen vollkritzeln, es wäre das reinste Vergnügen;)

    Aber manchmal muss man in die Suppe spucken, wenn sie einem grad nicht schmeckt.🙂

    „Jedes soziale System wird aufrecht erhalten durch ein Regelwerk, an das sich alle Gruppenmitglieder (bewusst oder unbewusst) halten …“

    Und was passiert, wenn auch nur einer nicht mitspielt und sich weigert, sich an ein vorgegebenes Gruppenverhalten anzupassen? Fällt die Meute dann über ihn her? Lässt sie ihn links liegen? Stimmt sie freudig zu? Mobbing wäre in diesem Zusammenhang beispielsweise ein Thema. Zu sich stehen, auch und gerade dann, wenn das schmerzliche Empfinden auftaucht, völlig alleine zu stehen, wäre auch ein Thema. Denn darin kann tatsächlich die Wunde der uranfänglichen Trennung aufgerissen und gespiegelt werden und hätte womöglich die Chance auf Heilung.

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  2. Marianne schreibt:

    Und … welches „Gruppenhamsterrad“ gibt es hier, an das sich alle halten?
    Hinterfrage alles …
    Lege dich möglichst nicht mit dem Boss an …
    Finde Ikkyu (und Renzi) toll …
    Halte dich bloß nicht für erleuchtet …
    und bilde dir ja keine Meinung zu irgendwas!

    Liebe Marianne, ist das so für Dich?

    Also, im Moment sitze ich hier völlig allein vorm PC und tippe Buchstaben in die Tasten.

    Weit und breit keine Gruppe, kein Hamsterrad, kein Boss, kein Ikkyu und Renzi, keine Erleuchtung und auch keine Meinung auszumachen. Außer als begriffliche Vorstellungen, die grad in meinem Geist herumspuken. Vielleicht sollte ich das alles mal hinterfragen …

    Liebe Brigitte,

    wenn ich meine Wahrnehmung von Regelwerken (in einem sozialen System) erzähle, weiß ich um die Subjektivität meines Wahrnehmungsfilters, würde nie behaupten, dass das wirklich so ist …

    Das Experiment in dem You-Tube-Video zeigt eindrücklich, dass wir uns alle instinktiv und von klein an (sagt der Forscher) an Gruppennormen anpassen, ohne das überhaupt zu hinterfragen. So verinnerlicht ein Kind zum Beispiel Regeln im Familiensystem, an die sich alle halten.

    Für mich persönlich war das Hinterfragen und Herausfinden, an welche Regeln in meiner Ursprungsfamilie ich mich angepasst habe (und meine Geschwister und Eltern genau so) – die unausgesprochene Gruppenregeln – ein wichtiger Befreiungsprozess …

    Eines jedoch geb ich gerne zu, den Ikkyu Sojun, falls es ihn je gegeben hat, hätte ich gern getroffen. Und: Ich könnte die Wand mit seinen Sprüchen vollkritzeln, es wäre das reinste Vergnügen;)

    Aber manchmal muss man in die Suppe spucken, wenn sie einem grad nicht schmeckt.🙂

    Ich danke dir für dein Verständnis …❤

    „Jedes soziale System wird aufrecht erhalten durch ein Regelwerk, an das sich alle Gruppenmitglieder (bewusst oder unbewusst) halten …“

    Und was passiert, wenn auch nur einer nicht mitspielt und sich weigert, sich an ein vorgegebenes Gruppenverhalten anzupassen? Fällt die Meute dann über ihn her? Lässt sie ihn links liegen? Stimmt sie freudig zu? Mobbing wäre in diesem Zusammenhang beispielsweise ein Thema. Zu sich stehen, auch und gerade dann, wenn das schmerzliche Empfinden auftaucht, völlig alleine zu stehen, wäre auch ein Thema. Denn darin kann tatsächlich die Wunde der uranfänglichen Trennung aufgerissen und gespiegelt werden und hätte womöglich die Chance auf Heilung.

    Interessanter Gedanke …

    Mit herzlichem Gruß
    Marianne

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  3. Brigitte schreibt:

    Liebe Marianne, du schreibst:

    wenn ich meine Wahrnehmung von Regelwerken (in einem sozialen System) erzähle, weiß ich um die Subjektivität meines Wahrnehmungsfilters, würde nie behaupten, dass das wirklich so ist …

    Jeder hat eine unsichtbare Brille auf der Nase und schaut durch seine persönlichen Filter. Die einen merken es, die anderen nicht. Nur, lasse ich mich davon nicht mehr täuschen, bis ich mich halt wieder täuschen lasse;)
    Hast du vielleicht zufällig das Interview mit Sugata angeschaut? Ein tolles Gespräch mit vielen interessanten Aspekten und Betrachtungsweisen. Ich war von beiden begeistert; von Helen Noah mit ihren Fragen und Anschauungen genauso wie von Wolf Schneider mit seinen Antworten und der Vielschichtigkeit und feinen Differenzierheit. Besonders das Thema Humor war für mich ein Highlight und hat Aspekte aufgezeigt, die ich genau so bereits als Kind erfahren habe.

    Das Experiment in dem You-Tube-Video zeigt eindrücklich, dass wir uns alle instinktiv und von klein an (sagt der Forscher) an Gruppennormen anpassen, ohne das überhaupt zu hinterfragen. So verinnerlicht ein Kind zum Beispiel Regeln im Familiensystem, an die sich alle halten.

    Weißte was mir dieses Experiment mal wieder deutlich vor Augen geführt hat, wie bekloppt wir doch eigentlich sind😉 Und ja, es hat einen ernsten Hintergrund in Form von konditionierten Mustern, die hinterfragt werden können, wenn das Potenzial des Einzelnen es zulässt. Bei mir war es so, dass ich mit den Wirkungen durch Leid und Schmerz gegangen bin, immer wieder voll durch den Schlamm gezogen. Das war nicht heiter.

    Ich danke dir für dein Verständnis

    Verständnis ist gut. Nee du. Das wollte ich damit nicht ausdrücken. Eher, wie vertraut mir das ist, wenn einem was gegen den Strich geht. Übrigens, ist das auch so ein Muster aus meiner Ursprungsfamilie, das ich, ohne es zu merken, übernommen hatte: „Brigitte, die Verständnisvolle“. Sehr heikel. Das gebe ich gerne wieder dahin ab, wo es hergekommen ist.

    Herzliche Grüße zurück🙂

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  4. fredoo schreibt:

    ich persönlich finde mitlerweile dieses ganze persönliche gesummse , von regeln , schatten ,prägung , systemen , befreiung von was auch immer , bossen ,unterwerfung , überwerfung , heilung , heil hitlerung , und und und , recht summsig , manchmal brummsig , manchmal säuselig , … doch stets dekorativ … und der fredoo-dekoration auch ab und an wichtig … als dekoration ! … doch … damit … letztlich … doch … irrelevant … füllt zwar die geschichte mit ereignis … mehr aber nicht … ( manchmal … leider … manchmal … den göttern sei es gedankt )
    tja … dekoration ist nunmal … nur … dekoration … stets austauschbar … und eh stets im wandel der vergänglichkeit … geheilt oder ungeheilt … wo wäre da ein unterschied ? klar , kann auch , ausgetauscht / geheilt / transzendiert / transportiert / ignoriert werden … wenns denn dann so sein soll … ich habe gerade eine nervige 60er jahre augenflimmertapete im flur meiner mutter ausgetauscht … sie ist jetzt 91 … ob sie den rest ihrer jahre jetzt „befreiter“ lebt ?… gar geheilt vom flimmern ? ich zumindest fühle mich in ihrer flurdekoration etwas befreiter … dieses flimmer war schon nervig … und wer weiß … vielleicht schaff ich jetzt ja auch die 91 … ohne vorher ihre treppe runterzuplumpsen ….

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  5. Brigitte schreibt:

    Och, manche Geschichten sind ganz amüsant. Besonders spaßig ist die Idee, wenn jemand meint, das unbedingte Sein in seiner bedingten Qualität lediglich als Dekoration auf dem Küchentisch platzieren zu können. Als könnte die Erfahrung des Menschseins mit all seinen Facetten abgespalten und als Nebenprodukt ins Abseits geschoben werden. Natürlich, auch das passiert. Lebendigkeit zeigt sich in allem und kann vom menschlichen Dasein weder abgeschnitten noch eingefroren werden. Sie wird als dynamisches Prinzip ausnahmslos alles zum Vorschein bringen und wieder in sich aufnehmen. Sein und Nicht-Sein haben die gleiche Gültigkeit.

    Und klar geht das „Geflimmer“ weiter. Mal so, mal So, mal SO. Der eine ignoriert es als Nebensächlichkeit, der andere nimmt es als gegeben zur Kenntnis, der nächste spielt damit. That’s the game.

    Manche suchen Dualität,
    andere Einheit.
    Beide wissen nichts
    von der Wahrheit,
    die zu allen Zeiten
    und überall gleich ist.
    Die Wahrheit
    wird weder von der Dualität
    noch von der Nichtdualität
    berührt.

    (Avadhuta Gita)

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    • fredoo schreibt:

      nun ja , werte brigitte … ich habe nicht eine „ledigliche dekoration“ als solche so benannt ( dann gäbe es ja etwas anderes😉 ) … ich habe auch die „menschliche“ erfahrung ( gibt es eine andere ? ) nicht auf den küchentisch gelegt …

      ich habe daraufhingewiesen , dass diese sorgsamen erwägungen psychologischer und philosophischer be-deutungen , die da in den beiträgen zuvor aufgeführt waren , alle samt an einem kranken … diese be-deutung ist nicht gegeben sondern lediglich verliehen …
      mir zumindest war dies zu erkennen oft sehr „tröstlich“ , gerade dann wenn ich mal wieder selber in be-deutungen schwallen ging …

      und glaube nur nicht , dass ich dekoration in irgendeiner weise als unerheblich oder gar überflüssig sehe … sie macht LEBEN er-lebbar …
      außerdem bin ich beruflich als schmuck-designer nix anderes wie ein engagierter dekorateur …
      😀

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