Jed McKenna: Denke selbst oder lass es ganz bleiben.

 

G

Adler („Wie man ein Buch liest“ von Mortimer J. Adler) war nicht erleuchtet. Er trug keine Gewänder oder Blumen, aber wenn es um echte Lehrer geht, denke ich an besonnene Typen wie Adler, an Typen, die anderer Leute Glashäuser zertrümmern, und nicht an jene Typen, die ihnen helfen, sie aufzubauen und instand zu halten. Jesus hat mir nie so viel gebracht, auch nicht irgendein Priester, ja nicht einmal einer der Lehrer, die ich gekannt und denen ich vertraut hatte. Was zum Teufel war mit ihnen los? Adlers Buch erschien in den vierziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Warum wurde mir das Buch nicht gleich am ersten Tag meiner Ausbildung in die Hand gegeben, noch vor jedem anderen Buch? Warum ließen sie mich Tausende von Stunden vergeuden, in denen ich Bücher falsch las, mich durch sie hindurchpflügte, als wären sie nicht mehr als Stempel in meinem Bibliotheksausweis? Gab es noch weitere Bereiche meines Lebens, in denen ich so fehlinformiert und im Irrtum war? Warum gaben all meine Lehrer und Professoren mir gute Noten? Was zum Teufel stimmte mit ihnen nicht? Dies ist eine weitere, wundervolle Lektion, die ich aus Adlers Buch lernte: Wem du in Bezug auf das, was du wissen musst, am meisten vertraust, der weiß es womöglich selbst nicht. Du bist auf dich allein gestellt.

Denke selbst oder lass es ganz bleiben.

aus: Jed McKenna, „Spirituelle Dissonanz“

Ich kann die Begeisterung von Jed McKenna gut nachempfinden. So ein Buch oder ein Mensch, das/der alles in Frage stellt, kann sich anfühlen, als würde ein wolkenverhangener, dunkler Himmel plötzlich aufreißen und alles wird licht und leicht und offen. Meine Güte hat man uns das knochentief einprogrammiert: Der da vorne, wie Fredo das gern nennt, hat immer recht. Oder die Partei oder der Herr Minister oder der Professor oder Fachmann oder weiß der Geier wer. Bloß ich, ich hab von nix keine Ahnung. Asche auf mein Haupt! Bloß ich befinde mich gewissermaßen in einem ständigen Befehlsnotstand. Ich sollte, ich müsste, …

AGestern bin irgendwie über diesen Andreas Körber gestolpert. Fühlte sich irgendwie gut an. Jemand der einfach so herumforscht, wo es ihn eben gerade hinzieht. Jemand, der seine eigene Lehre kreiert und der diese wahrscheinlich immer wieder mal modifiziert oder in den Papierkorb schmeißt, wenn ihm danach ist. Jemand, der spielen kann und seine Erkenntnisse teilen und sicher auch in Frage stellen lassen möchte. Als ich mir ein paar Videos von ihm anguckte, war da kein Impuls bei mir, das Gehörte und Gesehene abzulehnen, wie ich das in der Schule fast durchgängig erlebt habe, sondern da war einfach nur Offenheit. Könnte was dran sein, dachte ich so. Kein Glaube, dass das so ist, was er sagt und zeigt, sondern nur dieses Für-Möglich-Halten.


Jed McKenna: „Wem du in Bezug auf das, was du wissen musst, am meisten vertraust, der weiß es womöglich selbst nicht. Du bist auf dich allein gestellt.“ Vielleicht weiß er aber auch was. Also ist es ziemlich doof, alles von vornherein auszuschließen. Kann ja was dran sein. Aber vielleicht stimmt’s ja auch nur für ihn und nicht für dich? Also, trau keiner Lehre, auch wenn sie Advaita oder so heißt. Triffst du Buddha unterwegs, …“ Ich bin ganz allein auf mich gestellt. Ist das nicht fein?!

Wenn ihr mögt, stellt mal auf Vollbild um und hört zu und guckt mal, ob ihr irgendetwas spürt.

 

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15 Antworten zu Jed McKenna: Denke selbst oder lass es ganz bleiben.

  1. kekabe schreibt:

    Tausend Fragen: Warum bewerten in der Schule fremde Menschen die Schüler und wieso haben sie die Macht, selbst Eltern auf ihre Seite zu ziehen? Was ist überhaupt deren Maßstab?? Wer legt ihn fest?? Wieso fragt von ihnen keiner? Was vertreten sie?….und so weiter…

    Guten Morgen lieber Nitya,
    was für ein Beitrag! Die Gedanken, die Jed McKenna äußert… ich glaube, dass viele Menschen in unseren Breiten sie haben…und sie nicht für wahr nehmen. Genau dies sind aber die Gedanken, die die wichtigsten Türen öffnen. Du siehst – ich bin gleich angezündet😉 Gleichmacherei, Leistungsleben, innerer, hohler Größenwahn ohne Netz und Sinn. Eine Erkenntnis, die zumindest in mir schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel hat, ist: Einige wenige verbrennen die Energie von MenschenMillionen. Eigenes Denken ist überlebenswichtig, gerade (und vielleicht vor allem) in Ländern, deren Völker satt sind!!
    Das Video, also das „Gelbe“…feine Sache!! Danke dafür…

    Schönes Wochenende und herzliche Grüße zu dir!
    Kerstin😉

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    • Nitya schreibt:

      Guten Morgen, liebe Kerstin!

      Du bist angezündet? Bei diesem Thema? Oh, das ist fein! Das ist viel zu selten, dass sich jemand an diesem Thema entzündet und zwar bei den Spiris oft genauso wie bei den Dschungelcamp-Fans. Letztere wollen vorwiegend ihren Spaß, Erstere streben einen möglichst gedankenfreien Zustand an. Wenn dann noch ein gefühlsfreier Zustand dazu kommt, dann ist wahrlich zappenduster. Von wegen erleuchtet! Ja, Denken ist, weiß Gott, nicht alles, das Fühlen gehört auch dazu. Was kümmert mich sonst, dass einige wenige die Energie von MenschenMillionen verbrennen? Die Intuition, das körperliche Empfinden, der Humor, … wir haben so viele Gaben mit auf den Weg bekommen. Eigenes Denken ist überlebenswichtig – oh ja. Oft muss man sich ja fragen, was haben die Mächtigen dieser Erde eigentlich in ihrem Kopf? Wenn sie schon kein Mitgefühl besitzen, müssten sie doch wenigstens so schlau sein zu sehen, dass sie den Ast absägen, auf dem sie selbst sitzen. Aber wenn jede Bewusstheit zugeschüttet wurde, ist da wenig Hoffnung auf einen sanften Weg der Besserung der Verhältnisse. Die Kriegstrommeln dröhnen immer lauter.

      Nichtsdestotrotz: Genieße den Tag!
      Herzlichst
      Nitya

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  2. kekabe schreibt:


    <3…

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  3. ananda75 schreibt:

    Mir fällt da grad Kiev Stingl ein – da war ich noch sehr jung – und da sagte der doch glatt in einem Interview, angesprochen auf das, was er doch vorher gesagt hatte – „Was interessieren mich meine Worte von gestern“ – das hat bei mir eingeschlagen wie ein Bombe😆

    Das hat alles immer wieder zu tun mit diesem „etwas darstellen wollen“ – gestern Abend noch sagte ich zu einem Freund: Mir ist inzwischen vollkommen egal, was andere Leute von mir halten und je mehr ich das praktiziere, umso besser funktionieren meine Beziehungen jeglicher Art mit meinen Mit-Menschen.

    War es nicht Osho, der einmal sagte „Verhalte dich immer so, als wärst du alleine im Zimmer“?

    Liebe Grüße in’s Wochenend🙂

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    • Nitya schreibt:

      Ich denke, den Satz hat der Kiev Stingl dem Konrad Adenauer geklaut. Er hat ihn jedoch nur unvollständig wiedergegeben. Der Originalsatz heißt: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden.“ Das bekommt durch den Zusatz eine ganz andere Bedeutung.

      Übrigens, glaubst du wirklich, Osho hätte seinen eigenen Satz befolgt: „Verhalte dich immer so, als wärst du alleine im Zimmer“? Osho war der Letzte, der einer „Mir-ist-alles-scheißegal-Philosophie“ gefolgt wäre. Er wies vielmehr immer wieder darauf hin: „Sei bewusst!“

      Auch dir ein vergnügliches Wochenende – als wärst du alleine auf der Welt!😉

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      • ananda75 schreibt:

        Mein Lieber Nitya,

        Da ist ein himmel-weiter Unterschied zwischen „sich verhalten, ohne sein Verhalten an anderen auszurichten“ und „scheißegal-Philospophie“ – ich denke, es ist nämlich genau anders rum

        Wenn jeder seinem Weg folgt – hin zu dem, wohin wir schließlich alle wollen, nämlich glücklich sein –
        Unter der Sichtweise, dass letztlich nur alle glücklich sein können, wenn alle glücklich sind

        Ausgehend davon, dass wir alle Teil des selben Seins sind

        Müsste die Mitte, unser Ziel, das gleiche sein

        Und dann können die Wege nicht kollidieren

        Wiil sagen, wenn jeder sich selbst folgt, passt es letztlich alles ganz wunder-bar zusammen🙂

        Besser ausdrücken kann ich das grad nicht, ich bin ja nicht Adenauer, gell😉

        Alles Liebe❤

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      • Nitya schreibt:

        Liebe Ananda,

        Anpassung ist ein Überlebensprinzip. In der Evolution ist jede Spezies verschwunden, die unfähig war sich anzupassen. Die Dinosaurier etwa starben in aller Unschuld aus, als diese Katastrophe aus dem All passierte. Kleine Säugetiere waren in der Lage sich anzupassen. Hab ich jedenfalls mal gelesen. Der Mensch ist an seinem möglichen Verschwinden möglicherweise nicht so unschuldig wie die Dinosaurier. Er stirbt möglicherweise wegen seiner Hybris aus. „Ich passe mich nicht an. Ich doch nicht! Ick bin ick, mir kann keener!“

        Was das Glücklichsein betrifft, kann ich Fredo nur zustimmen. Und ich darf auch den bekannten Buddha-Satz wiederholen: „Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg.“ Aber wer will schon dauerglücklich sein?

        Hier ein feines Gedicht zum Thema Glück:

        Vielleicht besteht mein Unglück aus dem Versuch, glücklich zu sein.
        Vielleicht hat mein lautstarkes Sehnen nach Glück
        diesen seltenen Vogel davon abgehalten,
        sich mir auf die Schulter zu setzen.
        Ich habe so lange und so heftig nach Glück gesucht,
        ich habe weit und breit gesucht,
        ich habe mir immer vorgestellt, dass Glück eine Insel im Fluss sei.
        Vielleicht ist es ja der Fluss?
        Ich habe gedacht, dass Glück der Name einer Herberge sei,
        am Ende der Straße.
        Vielleicht ist es ja die Straße?
        Ich habe geglaubt, dass das Glück morgen käme,
        oder übermorgen, oder überübermorgen.
        Vielleicht ist es hier, vielleicht ist es bereits jetzt?
        Ich habe überall gesucht: nun also hier und jetzt.
        Aber hier und jetzt spüre ich deutlich: Unglück.
        Vielleicht gibt es so etwas wie Glück gar nicht.
        Vielleicht existiert das Glück gar nicht; vielleicht ist es nur ein Traum,
        der von einem unglücklichen Geist erträumt wird.
        Sicherlich ist das Glück nicht so,
        wie mein unglücklicher Kopf sich das vorstellt.
        Hier und jetzt bin ich nicht glücklich.
        Im Moment gibt es kein Glück.
        Ich brauche mich also nicht mit dem abzugeben,
        was es gerade nicht gibt.
        Ich kann also die Sache mit dem Glück erst einmal vergessen.
        Ich kann aufhören, mich darum zu kümmern,
        und mich stattdessen mit dem beschäftigen,
        was ich kenne, was ich fühlen und voll erfahren kann.
        Glück ist ein wunderbarer Traum:
        jetzt ist jedoch der Morgen angebrochen
        und ich kann aufwachen und mit dem Unglück sein,
        mit dem, was wirklich ist im Sonnenlicht in diesem Moment.
        Und jetzt sehe ich, wie viel von meinem Unglück daher kam,
        dass ich versuchte, glücklich zu sein.
        Ich kann sogar sehen, dass dieses Versuchen Unglück ist.
        Glück besteht nicht aus Versuchen.
        Endlich bin ich hier und jetzt.
        Endlich bin ich, was ich bin.
        Ich mache mir und anderen nichts vor, ich bin entspannt.
        Ich bin unglücklich.
        Aber ist es das, wovor ich weggelaufen bin?
        Ist es wirklich Unglück?
        Wenn ich aufhöre, glücklich sein zu wollen
        oder sonst irgendwie sein zu wollen,
        wenn ich mich nicht mehr bemühe,
        irgendwie anders zu sein oder irgendetwas zu bekommen,
        dann, so scheint es,
        bin ich bereits an einem geheimnisvollen Ort angelangt:
        ich bin hier und jetzt.
        Wenn ich sehe, dass ich nichts tun kann,
        dass all mein Tun der gleiche Traum ist,
        in dem Moment, in dem ich das erkenne,
        ist mein Geist, der alte Zigeuner,
        für einen Moment still und gegenwärtig und ganz natürlich.
        Da gibt es nichts, worüber man sich aufregen könnte,
        nichts, was man erwarten könnte,
        und nichts, worüber man enttäuscht sein könnte.
        Für einen Moment hört der Geist
        mit seinem ständigen Hinterherrennen auf.
        Für einen Moment, hier-jetzt, zeigt sich die wirkliche Welt und siehe:
        Hier-jetzt ist bereits alles, wonach ich mich immer gesehnt habe
        dort und weit weg.
        Mehr noch – ich bin Schatten nachgejagt.
        Die Wirklichkeit ist bereits der sonnenbeschienene Ort,
        der Vogel, der Jetzt genannt wird.
        Es war meine Suche nach dem Glück, die mich davon abgehalten hat.
        Mein Wunsch, der mich betäubt hat.
        Der Vogel hat die ganze Zeit über gesungen.
        Ich bin still und kümmere mich nicht darum, Glück zu finden.
        Dann, so scheint es, kann das Glück mich finden.
        Sobald ich wirklich still bin, so still wie als wäre ich tot,
        gestorben hier und jetzt,
        dann springt das Glück mich an.
        Wenn die Sehnsucht nach Glück verschwindet, taucht das Glück auf.Vielleicht besteht mein Unglück aus dem Versuch, glücklich zu sein.
        Vielleicht hat mein lautstarkes Sehnen nach Glück
        diesen seltenen Vogel davon abgehalten,
        sich mir auf die Schulter zu setzen.
        Ich habe so lange und so heftig nach Glück gesucht,
        ich habe weit und breit gesucht,
        ich habe mir immer vorgestellt, dass Glück eine Insel im Fluss sei.
        Vielleicht ist es ja der Fluss?
        Ich habe gedacht, dass Glück der Name einer Herberge sei,
        am Ende der Straße.
        Vielleicht ist es ja die Straße?
        Ich habe geglaubt, dass das Glück morgen käme,
        oder übermorgen, oder überübermorgen.
        Vielleicht ist es hier, vielleicht ist es bereits jetzt?
        Ich habe überall gesucht: nun also hier und jetzt.
        Aber hier und jetzt spüre ich deutlich: Unglück.
        Vielleicht gibt es so etwas wie Glück gar nicht.
        Vielleicht existiert das Glück gar nicht; vielleicht ist es nur ein Traum,
        der von einem unglücklichen Geist erträumt wird.
        Sicherlich ist das Glück nicht so,
        wie mein unglücklicher Kopf sich das vorstellt.
        Hier und jetzt bin ich nicht glücklich.
        Im Moment gibt es kein Glück.
        Ich brauche mich also nicht mit dem abzugeben,
        was es gerade nicht gibt.
        Ich kann also die Sache mit dem Glück erst einmal vergessen.
        Ich kann aufhören, mich darum zu kümmern,
        und mich stattdessen mit dem beschäftigen,
        was ich kenne, was ich fühlen und voll erfahren kann.
        Glück ist ein wunderbarer Traum:
        jetzt ist jedoch der Morgen angebrochen
        und ich kann aufwachen und mit dem Unglück sein,
        mit dem, was wirklich ist im Sonnenlicht in diesem Moment.
        Und jetzt sehe ich, wie viel von meinem Unglück daher kam,
        dass ich versuchte, glücklich zu sein.
        Ich kann sogar sehen, dass dieses Versuchen Unglück ist.
        Glück besteht nicht aus Versuchen.
        Endlich bin ich hier und jetzt.
        Endlich bin ich, was ich bin.
        Ich mache mir und anderen nichts vor, ich bin entspannt.
        Ich bin unglücklich.
        Aber ist es das, wovor ich weggelaufen bin?
        Ist es wirklich Unglück?
        Wenn ich aufhöre, glücklich sein zu wollen
        oder sonst irgendwie sein zu wollen,
        wenn ich mich nicht mehr bemühe,
        irgendwie anders zu sein oder irgendetwas zu bekommen,
        dann, so scheint es,
        bin ich bereits an einem geheimnisvollen Ort angelangt:
        ich bin hier und jetzt.
        Wenn ich sehe, dass ich nichts tun kann,
        dass all mein Tun der gleiche Traum ist,
        in dem Moment, in dem ich das erkenne,
        ist mein Geist, der alte Zigeuner,
        für einen Moment still und gegenwärtig und ganz natürlich.
        Da gibt es nichts, worüber man sich aufregen könnte,
        nichts, was man erwarten könnte,
        und nichts, worüber man enttäuscht sein könnte.
        Für einen Moment hört der Geist
        mit seinem ständigen Hinterherrennen auf.
        Für einen Moment, hier-jetzt, zeigt sich die wirkliche Welt und siehe:
        Hier-jetzt ist bereits alles, wonach ich mich immer gesehnt habe
        dort und weit weg.
        Mehr noch – ich bin Schatten nachgejagt.
        Die Wirklichkeit ist bereits der sonnenbeschienene Ort,
        der Vogel, der Jetzt genannt wird.
        Es war meine Suche nach dem Glück, die mich davon abgehalten hat.
        Mein Wunsch, der mich betäubt hat.
        Der Vogel hat die ganze Zeit über gesungen.
        Ich bin still und kümmere mich nicht darum, Glück zu finden.
        Dann, so scheint es, kann das Glück mich finden.
        Sobald ich wirklich still bin, so still wie als wäre ich tot,
        gestorben hier und jetzt,
        dann springt das Glück mich an.
        Wenn die Sehnsucht nach Glück verschwindet, taucht das Glück auf.

        Michael Adams

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      • ananda75 schreibt:

        „Ich passe mich nicht an. Ich doch nicht! Ick bin ick, mir kann keener!“
        – das weiß ich jetzt nicht, wo du das siehst in meinen Worten… Ich setze vielleicht zu viel als selbst-verständlich voraus… Dieses mir kann keiner – das scheidet doch automatisch aus auf dem Weg seinem wahren Willen zu folgen… hmmmmmmmmm………….

        Das ist auch so mit dem Gedicht – es gefällt mir gut, nur – für meinen Geschmack ein bisschen zu viele Worte😉
        – ich mache vielleicht zu wenige Worte,, weil ich denk, die müssen doch wissen, was ich meine😆

        Das Glück, es ist ein scheues Reh,
        Je mehr wir es jagen, umso schneller rennt es davon
        Wie mit allen wilden Tieren
        Einfach nicht drum kümmern, dann wird es neugierig und kommt schnuppern

        Reicht doch, oder ? 😉

        Schöne Kommunikation am Samstag Morgen ❤

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  4. fredoo schreibt:

    hmmm … Ananda schrieb „““Wenn jeder seinem Weg folgt – hin zu dem, wohin wir schließlich alle wollen, nämlich glücklich sein“““

    von der Idee stets dem Wunsch nach Glück zu folgen , habe ich mich schon lange verabschiedet … und irgendwie war ich noch nie der Typ Glücksjunkee …
    denn Glück kam mir schon immer vor wie diese aufdringlich stinkende EinTagesBlüte dieses RiesenKaktus … ne Menge Zeit und Unterbau wird gebraucht , mit allen dafür notwendigen Energien … um dann wenige Stunden zu erblühen … und ne Menge Gestank zu hinterlassen …

    da lob ich mir doch , als überzeugter Faulpelz , das behagliche Ruhen im Fluss der Augenblicke … und ich werde ein Teufel tun , das mit „Glück“ zu assoziieren …

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    • ananda75 schreibt:

      “ das behagliche Ruhen im Fluss der Augenblicke … “
      na, das isses doch🙂
      oder so ähnlich – kann man auf vielfältige Weise ausdrücken…
      Glück hat nix zu tun mit dem Auf und Ab des jetzt geht’s mir gut, jetzt wieder nich so, dann muss ich unbedingt dieses und jenes haben und machen und tun….
      Das hatte ich dann mal voraus gesetzt, das da jeder früher oder später drauf kommt…
      Und das würd ja auch nu gar nich passen, mit meinem Text – solange jeder seinen Höhepunkten hinter her rennt, gibt’s jede Menge Kollisionen

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  5. Elwood schreibt:

    Im Wort „Aufmerksamkeit (sei bewusst…)“ liegt für mich eine folgenreiche Verwechslung.
    Allen Watts hat es in einem Video beschrieben und ich kann es für mich so wiedergeben/nachempfinden: die ICH-Glaubenserzeugung beginnt mit der Verkrampfung durch die Erziehung zur Obacht-Aufmerksamkeit-Konzentration.
    Dieses Verkrampfungsgefühl halten wir für unser wahres Ich, je verkrampfter wir lernen, uns mit Wissen auffüllen, umso mehr glauben wir zu Sein. Die Obacht-Aufmerksamkeit-Konzentration übt uns auch in: „die da vorne wissen mehr und ich bin nur ein kleines Licht“. Vielleicht sind viele so vor Osho gesessen und vor lauter Verkrampfung in Ekstase gefallen. Für mich war es auch nicht möglich, in diesem Glauben überhaupt zu erkennen, dass ich gar nicht selber denke, sondern alles Angelesene und in „Aufmerksamkeit“ Aufgeschnappte nur nachplappere.

    Sei Dir selbst ein Licht.
    Die Aufmerksamkeit(Bewusst-Sein) von der Osho spricht, ist aus meiner begrenzten Meinung, durch dieses identifizierte Ich – NICHT zu Machen.
    Nicht Haben, nicht Wollen, nicht Wissen – ist für mich Aufmerksamkeit, hier ist kein Besitz von nichts. Der Glaube als Glaube erkannt.
    Offene Weite, nichts von heilig

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  6. fredoo schreibt:

    es wird auch „Tunnelblick“ genannt …werter Elwood … diese biologisch höchst sinnvolle Eigenart des HomoSapiens … dient es doch dem schnelleren , weil focusierterem Erblicken des „Löwen davorne im Busch“ , was der junge HomoSapiens mit 2 bis 3 Jahren in der Savanne zu erlernen hatte , wenn er überleben wollte … der Nebeneffekt dieses Tunnelblicks ( quasi nach hinten ) ist das imaginierte Auftauchen eines „Blickers“ … das scheint die Natur zumindest nicht sonderlich zu stören …

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    • Elwood schreibt:

      Ja , dieser war durchaus hilfreich sich in der Natur zurechtzufinden. Doch seit gefordert wird diese Konzentration auf unsere Kulturwissen, auf die Abstraktion der Naturbeschreibung, auf das Wort zu richten, müssen wir uns angeblich auf die da vorne verlassen und sind in der Unterwerfung und lassen nur allzu gerne von der Eigenverantwortung ab. Die Naturvölker hatten noch Initiationsriten um sich von seinen Eltern(Götzen)-Abhängigkeiten zu lösen. Auch dieses war überlebenswichtig, damit man auf der Jagd auf sich selbst aufpassen konnte. In diesem Tunnelblick war noch weniger Glauben, denn niemand wusste wann der Löwe auftauchte, man konnte wollen so viel man wollte, aber das Wild tauchte auf oder nicht und etwas an der Natur zu besitzen war noch kein Gedanke. Doch das Wort und der Glaube an dieses, wurde mehr und mehr, das Staunen zog sich immer mehr zurück.

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  7. Brigitte schreibt:

    Lieber Nitya, was für ein Gedicht von Michael Adams! wow. wunderschön. relaxing by itself. Danke!

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  8. alexandra schreibt:

    Lieber Nitya,
    ein wunderbares Gedicht von Michael Adams. DAnke! Habe es mir gleich mal rauskopiert…

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