Leo Hartong: das Leben lebt anstrengungslos ALS du


LHalte es einfach.
Non-dual … Nicht zwei … Eins!
Was „du“ auch denkst – ES denkt ALS du.
Was „du“ auch tust – ES handelt ALS du.

Solange der Traum Spaß macht und wir weiterträumen wollen, können wir es genießen, uns in den Träumen der Nacht zu „verstecken“. Aber wenn sich der Traum in einen Albtraum verwandelt, sind wir über die Möglichkeit aufzuwachen froh, die zum „Traumspiel“ gehört. … Wenn das Selbst das Selbst gefunden hat, kann ES außerhalb der Zeit ruhen, bis es sich wieder in einem neuen Traum/Spiel verlieren will. In diesem Spiel „vergisst“ sich das Eins-sein im Spiel des „Zwei-Seins“ einzig zur Freude, verloren gehen und sich wieder finden zu können.

„Warum das Selbst das tut?“ zu fragen, ist ein bisschen wie zu fragen „warum Wasser nass ist?“. Nässe ist die Eigenschaft des Wassers und die Art, auf die (sich) das Selbst erscheint, entspricht dem Selbst.

Im Traum „Warum?“ zu fragen, ist selbst Teil des Traums. Alle Antworten und Erklärungen, die im Traum gegeben werden, sind nichts als Traum. Beim Erwachen verliert das „Warum?“ aus dem Traum seine Relevanz. Träume sind einfach nur Träume und Spiele sind nur Spiele; in Wirklichkeit gibt es kein „Warum?“.

Wenn wir in die Quelle zurückfallen,
wird augenblicklich erkannt,
dass das Leben anstrengungslos ALS du lebt
und nicht VON dir gelebt wird.

aus: Leo Hartong, „Betrachtungen vom Spielfeldrand“

DerwischLeo Hartong: „Wenn das Selbst das Selbst gefunden hat, kann ES außerhalb der Zeit ruhen, bis es sich wieder in einem neuen Traum/Spiel verlieren will. In diesem Spiel ‚vergisst‘ sich das Eins-Sein im Spiel des ‚Zwei-Seins‘ einzig zur Freude, verloren gehen und sich wieder finden zu können.“ Das Selbst, sagt er, und Buddha fällt mir ein mit seinem Nicht-Selbst. Vielleicht sollten wir das im Hinterkopf behalten, dass Leo Hartongs Selbst nichts anderes ist als Buddhas Nicht-Selbst. Noch besser wäre natürlich ein“ Weder-Selbst-noch-Nicht-Selbst“. Was für Verrenkungen man machen muss, dass da nicht irgendwo ein Herr Selbst oder Nicht-Selbst oder eine Frau … sein/ihr Unwesen treibt. Aber das ist eine hübsche Geschichte, die uns Leo Hartong da erzählt. Vielleicht können wir sie einfach als Analogie betrachten und uns daran freuen.

Was mir an dieser Geschichte besonders gefällt, ist, dass darin keine Vorstellung von Erleuchtung als höchstem Ziel auftaucht. „In diesem Spiel ‚vergisst‘ sich das Eins-Sein im Spiel des ‚Zwei-Seins‘ einzig zur Freude, verloren gehen und sich wieder finden zu können.“ Bei so einer Aussage fange ich gleich zu schnurren an. Eins-Sein – Zwei-Sein – Eins-Sein – Zwei-Sein – bis in alle Ewigkeit und nicht irgend so’ne doofe Endstation: Ab hier nur noch Eins-Sein!

E„Träume sind einfach nur Träume und Spiele sind nur Spiele“, sagt Leo Hartong, und Eins-Sein ist einfach nur Eins-Sein oder Nicht-Zwei-Sein, füge ich hinzu. Warum um das Ganze so’n Gewese machen?

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Leo Hartong: das Leben lebt anstrengungslos ALS du

  1. Eno Silla schreibt:

    so schön – anstrengungsloses leben…

    Text

    Gefällt mir

  2. fredoo schreibt:

    ein wirklich feiner text ..
    denn dieses sich ab und an erneut verlieren (im dualen)
    ist genau gleich zum sich ab und an finden (im non-dualen) …

    denn weder ist da einer zum verlieren , noch einer zum finden …
    da ist nur finden und verlieren , dass spiel oder traum oder einfach leben genannt wird .

    oder aber ganz anders ….
    😀

    Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s