Ramesh Balsekar: das Erleben der Lehre


N+RVergessen wir nicht, dass „Liebe“ ein Ausdruck der Getrenntheit ist, weil von einem erwartet wird, „andere“ zu lieben. In der All-Ein-heit lieben wir nicht die anderen – wir SIND die anderen; und unsere phänomenale Beziehung zu „ihnen“ ist nicht-objektiv, direkt, spontan und unmittelbar. …

Ich würde dir überhaupt nichts empfehlen, zu tun oder nicht zu tun. Das ist der ganze Punkt. Wie Nisargadatta Maharaj sagte: Verstehen ist alles. SEI EINFACH NUR. Das wäre das Erleben der Lehre.

aus: Ramesh Balsekar, „Die Lehre erleben“

2nur ein Kôan ist wichtig
– du –

Ikkyû Sôjun

Wer das Tetralemma nicht intuitiv versteht, ist hier total aufgeschmissen. Jedes Entweder-Oder führt nur in die Idiotie oder den Wahnsinn. Gestern zitierte ich den Nisargadatta u.a. mit dem Satz: „Ich bin das Prinzip, das alle Schöpfungen, alle Zerstörungen überlebt. Das ist mein Zustand und auch deiner, aber du erkennst es nicht, weil du dich an dein Sein klammerst.“ Das ist diesem Ikkyû bei Gott nicht unbekannt und doch verliebt er sich ständig, in die blinde Shin z.B. und in diese und jene Schönheit und überhaupt in die ganze Welt. Und auch Nisargadatta, der nach eigenen Angaben durch die Schöpfung und Zerstörung des Universums hindurch immer unberührt bleibt, kommt in dem zitierten Satz nicht umhin, von sich und dir zu sprechen: Ich erkenne und du nicht, weil du dich an dein Sein klammerst. Ich und du, das sind nach Adam Riese immer noch zwei. Oder doch nicht-zwei? Oder zwei und nicht zwei? Oder weder zwei noch nicht-zwei? Oder weiß der Teufel was?

H
Ramesh sagt: „Ich würde dir überhaupt nichts empfehlen, zu tun oder nicht zu tun. Das ist der ganze Punkt. Wie Nisargadatta Maharaj sagte: Verstehen ist alles. SEI EINFACH NUR. Das wäre das Erleben der Lehre.“ Im selben Moment, in dem A dem B etwas empfiehlt, scheinen zwei Entitäten vorhanden zu sein, die selbstständig handeln zu können scheinen. Beide scheinbaren Akteure haben sich allem Anschein nach auf eine Möglichkeit im Tetralemma festgelegt. Ich muss gerade an einen Lehrer denken, den ich einmal hatte. Ein relativ junger Typ, Hauptmann im Krieg mit Auszeichnungen; da stand er oben auf dem Podest neben dem Katheder und zeigt uns, wo er sich seiner Meinung nach befand und wo wir. „Hier stehe ich“, sagte er und reckte seine Heldenbrust. „Und ihr seid hier!“ Mit diesen Worten beugte er sich nach vorne und kam tatsächlich mit den Fingerspitzen bis auf den Boden unter dem Podest. „Elendes Gewürm“, dachte ich. Besser hätte man Getrenntsein gar nicht darstellen können.

„Sei einfach nur!“ bedeutet: Du kannst dich auf den Kopf stellen und mit den Beinen „Hurra!“ schreien, du kannst immer nur einfach sein, wie du bist oder nicht bist. Wenn diese Klarheit da ist, gibt es nur noch Frieden. Keine SOLL-IST-Spannung kann „einem“ noch die Laune oder den Appetit verderben. Das nennt Ramesh „Die Lehre erleben“. Intellektuelles Verständnis oder gar eine daraus hervorgehende Klugscheißerei bringen weitere geistige Umnachtung. Also:

B

SEI EINFACH NUR!

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5 Antworten zu Ramesh Balsekar: das Erleben der Lehre

  1. Georg Alois schreibt:

    Ja! lieber Nitya!
    es sind hier ewig Wiederholungen, das zeigen mit dem Finger auf den Mond, was sonst…?
    Jnana, der intellektuelle Weg halt, der dann irgendwann zu Bhakti, zur Hingabe werden kann.
    Kann, kann, kann…………. wenn das Verstehen eintritt, dass man keine Chance hat, der Verstand ermüdet und den ganzen Krempel hinschmeißt, ………..Hingabe.

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  2. ananda75 schreibt:

    ❤ 🙂

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  3. Brigitte schreibt:

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