Ashtavakra: als Beobachter warst du immer frei


ARichtig und falsch, Glück und Sorgen sind Attribute des Verstandes, und nicht die Deinen, oh alles durchdringende Einheit. Du bist weder der Handelnde noch der Genießer, Du, der Du immer und ewig frei von all diesen Verhaftungen gewesen bist. Du bist der eine Beobachter und als solcher warst Du in der Tat immer frei. Deine einzige Bindung war, dass Du jemand anderen für den Beobachter hieltest. Du bist von der tödlichen, schwarzen Schlange des Egos gebissen worden und glaubst deshalb der Täter zu sein. Trinke den Nektar des Vertrauens, dass Du nicht der Handelnde bist, und sei glücklich.

aus: Ashtavakra, „Ashtavakra Gita“
LAshtavakra bringt es für König Janaka auf den Punkt: Da gibt es das Ego, das nichts als eine Vorstellung von einer aus sich heraus handelnden und genießenden Entität ist, die sich stets für den Beobachtenden und für den Urteilenden dieser Beobachtungen hält. Der Bildzeitungsslogan „Bild dir deine Meinung“ zeigt exakt, worum es bei dieser Ego-Vorstellung geht. Und da ist die alles durchdringende Einheit, die du in Wirklichkeit bist, die immer schon frei von allen Verhaftungen und die der einzig wahre Beobachter ist.
PuBei diesen gewaltigen Worten muss ich gleich den Norbert mit seinem Puh-Messer zu Hilfe rufen: „Nobert erscheine! Sag uns, was du davon hältst!“ Norbert erscheint: „Kann ich die Aussagen intuitiv verstehen? Hmm, ich muss ja jetzt nicht alles wiederholen. Also für mich ist das klar wie Kloßbrühe. Na ja, der Begriff von der alles durchdringenden Einheit ist mir etwas zu abstrakt, den schmeiß ich raus. Ich versteh’s auch ohne diesen Begriff.“ – „ja, und kannst du die Aussagen irgendwie für dein tägliches Leben gebrauchen?“ – Norbert: „Mal überlegen. Also, ich muss meine Miete bezahlen und die Steuern und die Brötchen und muss das Geld dafür verdienen, dass ich das alles bezahlen kann, … nöö, eigentlich kann ich das alles nicht wirklich für mein tägliches Leben gebrauchen.“ „Also weg damit?“ „Ja, es fliegt raus!“

Gestern hatte ich bei Linji den schlauen Satz drin: „Hungrig – esse. Schläfrig – schlafe. Narren lachen mich aus, Weise verstehen.“ Das meint genau dasselbe. Könnte glatt vom Puh sein. Darin ist keinerlei Verhaftung zu erkennen. Was bleibt denn, wenn es keine Verhaftungen mehr gibt? Was bleibt, wenn an keinem Glauben an was auch immer festgehalten wird? Richtig und falsch, Glück und Sorgen sind Attribute des Verstandes, und nicht die Deinen, oh alles durchdringende Einheit“, sagt dieser Ashtavakra. Das ist, was bleibt: Alles durchdringende Einheit. Aber der Begriff flog ja schon raus. Brauchen wir nicht.
M

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15 Antworten zu Ashtavakra: als Beobachter warst du immer frei

  1. Elwood schreibt:

    Hungrig – esse. Schläfrig – schlafe

    Nachdem wir auf NDR-Markt über Lachs informiert wurden, haben wir gestern diesen Bericht von 2014 angeschaut. Da wir diesen Sondermüll auch mit unseren Kindern viele Jahre gegessen haben, ist unser Schlaf und Appetit heute nicht grad besonders gut.

    Vieleicht hat Puh es da besser mit seinem Nektar des Vertrauens.

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  2. Alexandra schreibt:

    Am besten ist wohl Lichtnahrung… Der Appetit auf Fisch ist einem da gründlich verdorben. „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Es scheint, als wäre das bald der Fall.
    https://www.facebook.com/PolitikUndZeitgeschehen/videos/1024257814356799/ Die Menschheit ist so wahnsinnig!

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  3. Alexandra schreibt:

    Jeden Tag ein Löffelchen Gesteinsmehl (Klinoptilolith-Zeolit mit Dolomit) plus etwas Kurkuma zur Entgiftung. Vielleicht hilfts ja. Jedenfalls dem Körper, der da so vor sich hintuckert…

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  4. fredo0 schreibt:

    Calcium bei Osteoporose , mit hochdosiert Vitamin D in die Knochen hineingezwungen , ist wie eine marode Stahlbetonbrücke mit massiv noch mehr Beton „verstärkt“ … ohne jegliche Elastizität wird die bei entsprechender Belastung in einem Crash kollabieren …

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  5. Alexandra schreibt:

    Auch gut für die Entgiftung und wächst kostenlos vor der Haustür: Löwenzahnblätter plus Gundermann. Dazu Tee aus Ackerschachtelhalm (kieselsäure)

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