Karl Renz: Ich bin nicht hier, um Leid zu beenden


Karl-RenzWenn Gott sich selbst kennt, dann ist er der dümmste Wicht, von dem man je auf Erden gehört hat. Gott, der sich selbst nicht kennt, ist vollkommene Unwissenheit, dabei aber trotzdem, was er ist. Deshalb ist er absolute Unwissenheit und absolutes Wissen. Und so macht das absolute Wissen und die absolute Unwissenheit für seine absolute Natur keinen Unterschied. Gottes wahre Natur wandelt sich niemals. In der Abwesenheit von Wissen ist er absolutes Wissen. In der Gegenwart von Wissen ist er absolute Unwissenheit. Man könnte sogar sagen, dass die Wurzel der Unwissenheit Wissen ist.

Und jetzt? Der einzig schmerzliche Punkt ist, dass du es haben willst! Du bist gierig. Und selbst diejenigen, die Selbsterforschung betreiben, wollen ernten, sie wollen es (das Wissen) gewinnen. Auf ihrer Agenda steht etwas Persönliches. Sie wollen dadurch vor etwas flüchten. Aber so ist das in keinem Fall gemeint.

Ich bin nicht hier, um Leid zu beenden. Ich habe kein Interesse daran, Leiden zu beenden.

aus: Karl Renz, „May It Be As It Is“
GottDa war doch mal was, da war doch mal was, … ach ja, der Norbert. Der Norbert hat für sich eine geniale Erfindung entdeckt: Das Puh-Messer. Norbert, ein großer Puh-Fan, hatte seine große Freude an der Schlichtheit und praktischen Ausrichtung des Puh-Geistes. Wenn ihm jemand so daherkam wie die Fox Tönende Wochenschau, dann griff er zu seinem Puh-Messer und fing an, die Worte des großen Vorsitzenden zu analysieren. Die Analyse beinhaltete die Untersuchung von zwei ganz einfachen Fragen. Er hat das auch grafisch dargestellt, ich weiß aber nicht mehr wie. Kann ja jeder selber gucken, wie er Puhs Fragen beantworten würde.
PIch nehme mal an, auch der Karl ist ein Mensch und er ist nicht Gott, wie er ihn so präzise beschreibt. „Gott ist absolute Unwissenheit und absolutes Wissen.“ Na prima, was der Karl so alles weiß. Morgen lese ich dann vielleicht auf Facebook bei einem Karl-Fan: „Gott ist absolute Unwissenheit und absolutes Wissen.“ Also ich hab absolut keine Ahnung, was Gott ist. Ich muss wohl Gott sein bei diesem absoluten Nicht-Wissen.

Karl sagt: „Der einzig schmerzliche Punkt ist, dass du es haben willst! Du bist gierig. Und selbst diejenigen, die Selbsterforschung betreiben, wollen ernten, sie wollen es (das Wissen) gewinnen.“ War der Karl gierig, dass er unbedingt wissen wollte und nun zu wissen glaubt, wie Gott tickt? Und die Karl-Fans glauben es nun auch zu wissen, weil’s der Karl schließlich gesagt hat?
KHoffentlich haut mir jetzt der Ronny nicht schon wieder seinen Knochen auf den Dez, weil ich wieder mal eine Gegenposition eingenommen hab. Aber was soll ich machen: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen!“

L

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8 Antworten zu Karl Renz: Ich bin nicht hier, um Leid zu beenden

  1. Georg Alois schreibt:

    „War der Karl gierig, dass er unbedingt wissen wollte und nun zu wissen glaubt, wie Gott tickt?“
    Karlchen ist der beste Selbstvermarkter den ich persönlich kennen gelernt habt.
    OSHO, der ja mal Philosophie Professor war, sagte, dass man Philosophie genau so wenig braucht wie einen Kropf!

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  2. Marianne schreibt:

    Wenn es nicht möglich wäre, Leid zu beenden, dann gäbe es auch keine Heil-Kunst …
    Das was Karl Renz macht, würde ich auch nicht unbedingt als solche bezeichnen, auch wenn der Humor ein wunderbarer Heiler ist…
    Und … natürlich findet das alles in einem raum-zeitlichen Kontext statt, wo man auch die Gegenposition einnehmen kann.😉

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    • Nitya schreibt:

      Gegenposition einnehmen macht einfach Spaß!

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      • Marianne schreibt:

        Ich gehe davon aus, dass der Tornado dein Haus verschont hat, sonst würden wir wohl heute hier nicht so unbeschwert tanzen …

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      • Nitya schreibt:

        Das hast du messerscharf geschlossen, liebe Marianne. Der Tornado war im Osten, also hab ich die Gegenposition eingenommen.

        Ich hab mal einen Mini-Tornado hier im Volkspark erlebt. Also wirklich Mini. Ich habe mich bis auf 2 Meter angenähert, dann bin ich respektvoll stehen geblieben. Also Mini war der Durchmesser, ansonsten war das Ding unglaublich lang. Das Ding bewegte sich nicht, es stand da einfach so in der Gegend rum und nahm eine Menge Sand mit nach oben. Irgendwann löste es sich sang- und klanglos auf.

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  3. punitozen schreibt:

    Lieber Nitya ,

    Ein bisschen obzön gepolt sind sie schon , in ihren
    ihren Gotteserklärungen , jene Weltexhibitionisten .
    Spirituell hin , spirituell her – ob mit oder ohne Pumesser .

    HIER fängt gleich ein Tetralemma an .
    Ist “ DAS “ ein ALL- ultimativer Gradmesser –
    Oder die Quintessenz aller Geistwesen- Deutungen
    Oder nur eine simple Synapsenfeuerwerksentladung
    Intellektuell-gestaltlos “ HIER “ im Oberstübchen ?

    Heute Vormittag
    Bei der Mittagsmahlvorbereitung
    hat “ DAS “ mich von sich kosten lassen .
    Oh , diese himmliche Süsse –
    Gott lebt !

    Nachwort
    J . P . Satre sagte : “ Gott ist tot ! “
    Punito sagt : “ Gott ist `ne Erdbeere ! “
    MU

    Herzlichst Punito

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