Du bist, was du immer warst und immer sein wirst.

Z
Also die Treppe, an der ich da gestern rumgebastelt habe, fand nicht meine Gnade. Manchmal springt mich ja so ein perfektionischter Wahn an und ich kann keine Ruhe geben, bis ich das Kritisierte wenigstens so einigermaßen über die Bühne gebracht hab. Es gibt ja heute die wahnsinnigsten Bildprogramme, die einem Super-Filmchen basteln können. Hab ich nicht und irgendwie will ich sie auch gar nicht. Daumenkino find ich immer noch Oberklasse. Also hab ich mich nochmal an die Arbeit gemacht und nachgedacht, wie ich das am besten hinkriege. Der Streber da oben klettert und klettert – wenn ich ihn klettern lasse, kommt er oben an und verschwindet. Also: Nicht er darf sich bewegen, sondern die Treppe muss sich bewegen. Gesagt getan. Scheiße – die Treppe bewegte sich nach oben! Das sah vielleicht blöd aus. Bis ich das hingekriegt habe, dass die Treppe nach unten läuft und dadurch die Illusion entsteht, dass der Erleuchtungsjünger nach oben klettert. Junge, Junge, das hat Zeit gebraucht. So, besser hab ich es also nicht hingekriegt. Wer meckern will, nur zu.  Der muss es dann aber auch besser hinkriegen. Dann kann ich vielleicht noch was lernen auf meine alten Tage. Zu der gif-Datei oben sag ich nix. Wie heißt es so schön: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Heut gibt’s also keinen schlauen Text. Ich muss ja schließlich auch noch Zeit für die Möwen und die Ostsee haben, an der ich wieder einmal bin. Hoffentlich sind da heute nicht schon wieder so viele Touris. Gestern gab’s da ein sog. „Dirty Coast Mud Run“-Spektakel, das war so eine Art Wehrertüchtigung für brave Bürger. Schließlich müssen wir ja wieder fit sein für den nächsten Waffengang gegen die Russen diesmal sogar mit echten Atombomben. Komisch, wie die Leute immer wieder zu solchen Events, wie man das heute nennt, strömen. Das, was Wolf Biermann da mal im Bukower Kleinstadtsonntag besungen hat, ist halt für Otto Normalbürger kein bisschen auszuhalten: „Geh’n wer mal hin! Ist hier was los? Nein, hier ist nichts los. Herr Ober ein Bier! Leer ist es hier. Bei Rosi gab’s Kalb. Jetzt ist es schon halb. …“ Ja, und dann muss man halt da hin, wo was los ist. Helene Fischer, da muss ich hin; HSV gegen Bochum, da muss ich hin; Dirty Deeds ’79, da muss ich hin; … Ich bin immer geflüchtet, wenn es hieß: „Geh’n wer mal hin!“ Ich konnte es noch nie nachvollziehen, was die Leute zu diesen sog. Events hinzog. Sie wollen gewinnen, sie wollen groß sein, sie wollen irgendein sinnebetäubendes Gemeinschaftsspektakel, jetzt wollen sie sogar noch die Erleuchtung … Mir wird schon wieder übel. Ich wünsch euch allen einen Wieauchimmersonntag!

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11 Antworten zu Du bist, was du immer warst und immer sein wirst.

  1. kekabe schreibt:

    Guten Morgen lieber Nitya!😉
    –> “ Zu der gif-Datei oben sag ich nix. Wie heißt es so schön: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“, schreibst du. Mir zum Beispiel fiel zu deinem gestrigen Clip nix Brauchbares ein.
    Bei diesem hier oben hingegen weiß ich einfach: Er ist perfekt. Und ja…in diesem Fall verlangt’s nicht ein einziges Wort. Klasse gemacht!
    Grüß mir die Ostsee, genieß die Zeit… !;)
    Danke und liebe Sonntagsgrüße zu dir,
    Kerstin

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  2. Nitya schreibt:

    Liebe Kerstin,

    das freut mich sehr, dass du mit der gif-Datei was anfangen konntest. Was das Genießen der Zeit an der Ostsee betrifft, verspreche ich dir, mir keine Mühe zu geben. Mühe würde mir mal wieder nur den Genuss versauen. Ich werde die Ostsee von dir grüßen, klar doch. Mal gucken, was sie antwortet.

    Einen herzlichen Gruß
    Nitya

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  3. Osheewan schreibt:

    Lieber Nitya, was für eine coole gif datei ( keine Ahnung, was das ist), aber da fühl ich mich wunderbar damit getroffen. Immer auf der Stelle treten und dabei jegliches ziel aus den augen verlieren…und scheinbar gehts doch aufwärts dabei, sieht man aber erst hinterher irgendwie…und dieses komische buddhaziel hat auch so nen oshee aus mir werden lassen, dick und gemütlich…und dann hab ich fast ein jahr nur noch rohkost gegessen und wasser getrunken…und dabei sind nicht nur ein paar kilos gepurzelt..ha,ha….übrigens: groß und kleinschreibung sind mir relativ wurscht ud scgreibfehler beihnahe auch…hab meine brille bei shaolin qigong letzten donnerstag vergessen…und seh jetzt auch nicht mehr gscheit…ik muss halt auch jeden sch…ausprobieren, scheint mir…küsschen und flieger, grüß mir die ostsee…oder so ähnlich…LG Uschi

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  4. punitozen schreibt:

    Lieber Nitya ,
    ohne viel Gerede : “ Einen schönen Ostseeerlebnistag für dich
    wünscht
    Punito

    P.S. Auch Hildchen war Ostseebeseelt .

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  5. Marianne schreibt:

    Ich habe mir erlaubt, im Connection-Blog eine kleine Rezension Deiner Gif-Kunst zu verfassen: http://connection.de/spirituelles-animiert/
    Eine gute Zeit an der Ostsee – mich lockt heute auch die Sonne ins Freie.

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  6. Brigitte schreibt:

    alla hopp🙂 So lass dich vom Meer berauschen, von den Möwen bequatschen und vom Wind verwehen. Und hab einen wundervollen Tag.

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  7. Alexandra schreibt:

    Jaaaaaa! Du sprichst mir so was von aus der Seele! Das liebe ich hier in Hessisch-Sibirien: Man kann sich im Wald echt noch verlaufen, es gibt kaum Schilder. Mit dem Hund waren wir schon draußen, nachher geht es noch aufs Pferd. Und den Weg nehmen, wo wir kaum einer Seele (jedenfalls menschlichen) begegnen. Herrlich! Was einzig und allein den Frieden im Wald stört, sind die vielen Hochsitze. Jedenfalls abends. Egal. Deine gif-Datei erinnert mich an den Versuch, eine Rolltreppe die runterläuft hochzulaufen. Ganz schön anstrengend…. Da lassen wir es lieber mal von selbst laufen, das Leben, oder? Ob Ostsee oder Wald: Herrlich, wie sich die Natur in ihrer geduldigen Fülle immer wieder zeigt. Und immer wieder kann man darüber staunen, wie sich im Frühling das Leben so ausbreitet. Ganz ohne Wollen, ganz ohne Mühen…

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  8. fredo0 schreibt:

    ich auch wieder hier in hessisch-sibirien … gerade von der ostsee zurück , verblüfft mich hier sonne pur … und freue mich auf feine gedanken in nityas „offener weite“ …

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  9. Nitya schreibt:

    Guten Morgen, ihr Lieben!

    Meine Güte, so viele freundlichen Wünsche und Grüße für Ostsee, animierten Gifs und mich – das hältste ja im Kopf nicht aus! Also ich bedanke mich ganz artig bei euch, schließlich erinnere ich mich noch dumpf daran, was sich gehört, und füge pflichtschuldig und in aller Bescheidenheit ein „Das wär doch nicht nötig gewesen“ hinzu.

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