Tschuang-tse: Das Leiden der Brauchbarkeit

CIn Sung ist ein Platz namens Dornheim. Dort gedeihen Katalpen, Zypressen und Maulbeerbäume. Die Bäume nun, die ein oder zwei Spannen im Umfang haben, die werden abgehauen von den Leuten, die Stäbe für ihre Affenkäfige wollen. Die, die drei, vier Fuß im Umfang haben, werden abgehauen von denen, die nach Balken suchen für prächtige Häuser. Die mit sieben, acht Fuß Umfang werden abgehauen von den vornehmen und reichen Familien, die Bretter für ihre Särge suchen. So erreichen sie alle nicht ihrer Jahre Zahl, sondern gehen auf halbem Wege zugrunde durch Axt und Beil. Das ist das Leiden der Brauchbarkeit.

In einem alten Opferbuch heißt es, dass Rinder mit weißen Stirnen, Schweine mit langen Rüsseln und Menschen, die an Geschwüren leiden, dem Flussgott nicht geopfert werden dürfen. Alle Priester wissen das und halten jene Eigenschaften darum für unheilvoll. Der Mann des Geistes aber hält gerade sie für segensreich.

aus: Tschuang-tse, „Das wahre Buch vom südlichen Blütenland“

Westerwelles (von wegen „de mortuis nil nisi bene“) unvergessener Leitspruch „Leistung muss sich wieder lohnen“ klärte nicht darüber auf, um wessen Leistung es da ging und für wen sich diese Leistung wieder lohnen sollte. Tschuang-tse leistet diese Aufklärungsarbeit, die sich, falls sie verstanden werden sollte, möglicherweise für die Leistungserbringer, Dienstleister, oder wie immer man sie nennen will, lohnen könnte. Vorgestern hab ich mir auf Gerd Mersmanns Blog  2 Videos über den Feldzug auf der Krim im 2. Weltkrieg angeguckt. Anlass für den ganzen Beitrag waren die Schweinereien beim Eurovision Song Contest 2016, auf dem eine Krimtartarin mit ihrem Song „1944“ durch Jury-Entscheid gegen den russischen Interpreten das Rennen gemacht hat. Wie die Sache wirklich aussieht, kann man schön an den Gepflogenheiten im 2. Weltkrieg sehen. Leistungsverweigerer wurden standrechtlich erschossen. Leistungserbringer bekamen Orden und Beförderungen und massenweise Tod und Verderben. Cui bono? Zuckerbrot und Peitsche für die Leistungserbringer, und  irgendjemand glaubte, der wahre Nutznießer der Dienstleister zu sein. Dienen für Führer, Volk und Vaterland. Dienen für Blablabla. Stirner: „Was soll nicht alles meine Sache sein …!“

Tschuang-tse hätte sich bestimmt über Carl Sandburgs Hoffnung gefreut: „Sometime they’ll give a war and nobody will come.“ Er sagt: „In einem alten Opferbuch heißt es, dass Rinder mit weißen Stirnen, Schweine mit langen Rüsseln und Menschen, die an Geschwüren leiden, dem Flussgott nicht geopfert werden dürfen. Alle Priester wissen das und halten jene Eigenschaften darum für unheilvoll. Der Mann des Geistes aber hält gerade sie für segensreich.“

NOb der nicht mehr vorhandene Zeigefinger der linken Hand von Wolfgang Neuss nun von ihm selbst abgeschossen wurde, wie er behauptete, oder Folge einer Amputation nach einer Infektion war, wie berichtet wird, weiß ich nicht. Ist auch nicht wichtig. Wolfgang Neuss war jedenfalls stolz darauf, ein Symbol für seine Unfähigkeit vorweisen zu können. Da entpuppte er sich ganz als „Mann des Geistes“, der Behinderungen aller Art auch als durchaus segensreich empfinden kann.

Bei mir scheint es eher meine geistige Behinderung zu sein. Gestern wurde mir mal wieder die Ehre zuteil, dass ich aus einer Gruppe flog. Diesmal war es sogar die erlauchte Erleuchtungs-Kongress-Facebook-Gruppe, deren erleuchteter Chef Roland Heine befand, dass ich den Frieden der Gruppe stören würde. Mitglieder der Gruppe hätten sich bei ihm über mich beschwert. Nein, er wollte das nicht in der Gruppe klären, sondern „hinter den Kulissen“. Er schickte mir zeitgleich einen Freundschaftsantrag und wollte mit mir in Kontakt bleiben. Hach ja, erleuchtet müsste man sein! Oder lieber doch nicht? Sitten sind das wie in der Schule oder in der Politik oder in der Kirche. Dass ich das auf meine alten Tage nochmal erleben darf, zeigt mir doch irgendwie, dass ich immer noch auf dem rechten Pfad der Unbrauchbarkeit wandle.

SDas Leiden der Brauchbarkeit: Die Südländer mokieren sich gern über die Verdrießlichkeit der Deutschen. Die Deutschen sind zu Recht oder Unrecht berüchtigt dafür, dass sie ihre Pflicht erfüllen, so wie weiland die Spartaner: „Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“ (Schiller) Für die Deutschen waren die Spartaner wohl immer irgendwie ein Vorbild. Dafür sitzen sie heute mit verdrießlichem Gesicht herum, lassen sich in vielfältiger Weise verheizen und schimpfen über die „faulen Südländer“, bei denen sie dann nach ihrem Burnout Urlaub machen.

Ist das jetzt ein Lob der Faulheit, was Tschuang-tse und natürlich Lao-tse und die anderen Taoisten da singen? Nein, würde ich sagen. Das was wir Faulheit nennen, war für die Taoisten einfach ein Im-Fluss-Sein, im Fluss, aus dem die Leistungserbringer längst herausgefallen sind. Wohin deren Leistungen geführt haben, lässt sich unschwer am Zustand der Welt erkennen.
R

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31 Antworten zu Tschuang-tse: Das Leiden der Brauchbarkeit

  1. Marianne schreibt:

    Wer sich selbst als erleuchtet wähnt, muss seine Schatten bei anderen bekämpfen oder sie auf andere Weise „verbessern“ – so geht das Spiel. Spielverderber werden vertrieben …😉
    Was haste denn „gemacht“ in der Facebook-Gruppe?

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    • Nitya schreibt:

      ich hab mich lustig gemacht über einen erleuchteten Transzendentalen Meditierer, woraufhin eine Lady meinen beißenden Sarkasmus beklagte und meinte, ich sei extrem negativ und kalt, und meine Äußerungen seien in einer solchen Gruppe total unwürdig. Daraufhin entspann sich eine muntere Schlammschlacht, bis der Chef der Gruppe, auch ein transzendentaler Meditierer, wieder für Ordnung sorgte. Ich weiß nicht, irgendwie fühlte ich mich an den geilen Film „David wants to fly“ über die TM erinnert.

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      • Marianne schreibt:

        Ich bin dem Event zunächst über eine Einladung begegnet, die mir Sugata weiter geleitet hat. Da stand:

        Dieser Kongress ist genau das Richtige für Dich, wenn Du…
        • Dein Leben in Erleuchtung leben willst
        • schon immer erfahren wolltest, was eigentlich der SAMADHI der fortgeschrittenen Yogis ist
        • ahnst, was mit der absoluten LEERE des SATORI gemeint ist
        • Deine Angst vor dem NIRVANA verlieren willst
        • JETZT bereit bist, Dich der „Erfahrung“, dem „Erleben“, dem SO-SEIN der TRANSZENDENZ ganz hinzugeben
        • Dein VOLLES POTENTIAL nutzen und Dein Leben in 200% FÜLLE leben willst – 100% Fülle des Absoluten und 100% Fülle des Relativen

        Wenn ich eine meiner eigenen Veranstaltungen so ankündigen würde, hätte ich sofort eine Abmahnung wegen unlauteren Wettbewerbs und Erzeugen falscher Heilserwartungen am Hals …
        Mich stört vor allem das Zweite: Den Suchern wird suggeriert, dass alles besser und heiler wird, wenn sie erstmal „erwacht“ sind – Anfeuern von Illusionen, genau das Gegenteil von dem, was traditionelle Meditationslehren tun, wie Brigittes Video so wunderbar rüber bringt …

        Ich bin stark geprägt von einer christlichen Tradition (Taizé), in der die Menschen unscheinbare Kutten anziehen, wenn sie sich dem Göttlichen annähern, dort nennt man das „beten“. Der Betende bleibt mit seinen mystischen Erfahrungen im Raum der Stille und geht ansonsten seinen ganz gewöhnlichen Alltagsbeschäftigungen nach.

        Mir erscheint das wie eine „verkehrte Welt“, wenn solche Erfahrungen dazu benutzt werden, sich einen „Namen“ als möglichst oft angeklickter „spiritueller Lehrer“ zu machen … Geld gibt es da ja vermutlich keines … Und … es spiegelt etwas von der Medienwirklichkeit unseres vernetzten Kommunikationszeitalters wider …

        Meine Bewertung: (für mich) unbrauchbar – womit wir (interessanterweise) genau beim heutigen Thema sind – hat halt alles immer zwei Seiten …😉

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      • Nitya schreibt:

        Ich bin ja immer noch schwer traumatisiert von den evangelisch-lutherischen Internatserfahrungen. Da gabes ja auch in unmittelbarer Nähe „Menschen mit unscheinbaren Kutten“, Diakonissen genannt. Ich hab mich immer gefürchtet vor ihrer Strenge, ihrer Rechtschaffenheit, ihrer ernsten Pflichterfüllung, ihrem klaren Wissen darüber, was gut und böse sei, ihrer Demut, die mir immer als eine besonere Form der desHochmuts erschien, ihren hierarchischen Strukturen, irer Arroganz, wenn sie auf ihr Missionswerk und die armen, dummen Eingeborenen zu sprechen kamen. Nein, das war so absolut nicht mein Geschmack.

        Aber dem, was du da über die Erleuchteten schreibst, kann ich dir nur feixend und aus vollem rabenschwarzen Herzen zustimmen.

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      • Marianne schreibt:

        Ja, den Raben mag ich auch sehr …

        Als „Krafttier“ wird er bei den Schamanen so beschrieben:

        Raben sind sehr verspielt und ungeheuer geschickt in der cleveren Verwendung von Werkzeug. Sie benützen Steine, um Nüsse zu knacken, rodeln Häuserdächer hinab und schneiden bei Verhaltensexperimenten hervorragend ab. Krafttier Rabe fordert uns dazu auf, durch Spaß am Spiel unsere eigentlichen Ziele zu erreichen und unsere wahren Talente zu entfalten.
        Raben verwenden zur Kommunikation mit ihren Artgenossen ähnliche Gesten wie Kleinkinder – zum Beispiel, um auf einen bestimmten Gegenstand hinzuweisen oder diesen zu präsentieren. Oft schließen sich Raben auch Wolfsrudeln an, um von deren Beutezügen in der Resteverwertung zu profitieren. Krafttier Rabe zeigt uns an, wie wir anderen bei der Lösung kniffliger Situationen mit klugen Problemlösungen helfen können.
        Raben haben gelernt, die Schnelligkeit bestimmter Autos einzuschätzen oder wie weit sie gehen können, um Wölfe oder Bären beim Beutemahl nicht zu sehr zu verärgern. Krafttier hilft uns, Situationen richtig abzuwägen, uns auf unsere Spiritualität zu besinnen und das Gefühl für den richtigen Moment zu erlangen.
        Wenn das Krafttier Rabe als Lehrmeister zu uns kommt, sind wir dazu aufgefordert, auf spielerische Weise neue Möglichkeiten zu erproben, intelligente Lösungen zu finden und mit der Kraft der Vorhersehung auch schwierige Situationen zu meistern.

        Quelle: http://www.viversum.de/online-magazin/krafttier-rabe

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  2. Alexandra schreibt:

    Lieber Nitya, ich genieße gerade meine Unbrauchbarkeit dank einer Bronchitis aus vollem Herzen um hier deinen Beiträgen zu folgen. Dank des wunderbaren Erleuchtungskongresses bin ich zwar nicht erleuchtet worden aber auf deine Seite gestoßen. Hab dann große Augen bekommen, als ich sah, dass du „entfernt“ wurdest. Und war anschließend erstaunt, dass ich nicht auch rausgeflogen bin, denn ich habe mich öffentlich ein bisschen darüber aufgeregt. Was folgte war ebenfalls eine „freundschaftsanfrage“ und dann dort die private Info, dass solche „Konflikte“ (Sorry, Wortlaut weiß ich jetz nich mehr, ich geh auf die 50) privat ausgetragen werden. Super. hab auch meinen Unmut geäußert, war aber in meiner Wortwahl anscheinend noch im Rahmen. Wia im richtigen Lebn! Das Thema Pressefreiheit ist ja gerade ganz aktuell. Weil mir in den letzten Tagen ganz furchtbar langweilig war und mein Mann so ein Freak, haben wir uns im Internet mal ein bisschen mit dem Thema „Freie Energie“ beschäftigt. Habe ich früher für etwas abgedreht gehalten. Aber nein, ist alles möglich. Anleitungen kann man im Internet kaufen. Patente sind von großen Firmen aufgekauft und vernichtet worden. Man nimmt lieber die zerstörung der Welt in Kauf als auf diese einfache und absolut unschädliche Energiequelle, die überall vorhanden ist, zuzugreifen.
    Weil mir dann immer noch langweilig war, stöberte ich ein bisschen bei youtube (kam von einer deiner links dahin) zu Dokus über ufos. Habe ich auch früher für verrückt gehalten. Aber wenn man „alte „unbrauchbar“ gewordene Flugpiloten der zivilen und militärischen Luftfahrtbehörden und andere hört, die ihr jahrzehntelanges Schweigen brachen, was sie vorher hielten, aus Angst ihren Job zu verlieren (also aus Brauchbarkeitsgründen), dann kann man irgendwann gar nicht mehr anders, als sich überzeugen zu lassen, dass da was dran ist. Nicht dass das jetzt was mit mir macht. Wenn es so ist, dann ist es eben so. Aber wie vermessen kann man sein, der Bevölkerung informationen vorzuenthalten, wenn es tausende zeugen gibt usw. Nur, weil Regierungen und Militärs darauf keine Antworten haben? Na und? hat man halt mal keine Antwort! Das Weltbild würde jedenfalls ungefähr so ins Wanken kommen, wie vor 500 Jahren, als man unwiederbringlich festgestellt hat, dass die Erde rund ist. So, das musste wohl jetzt geschrieben werden. Ab morgen werde ich wohl wieder der Arbeitswelt zur Verfügung stehen.

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    • Nitya schreibt:

      Liebe Alexandra,

      das nimmt noch ein schlimmes Ende mit dir, wenn du so weiter machst. Wenn diese Suche nach den mafiösen Strukturen einmal angefangen hat, hört das gar nicht mehr auf und es wird alles immer noch verrückter.

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      • Alexandra schreibt:

        Ein Lob auf die Unbrauchbaren!!! Sie kommen daher wie der alte Eimer, aus dessen Löchern Wasser tröpfelt und so die Blumen am Rand begießt. Wenn der Eimer am erwünschten Ziel ankommt, ist er leer, hat seinen ursprünglichen Zweck nicht erfüllt, aber etwas ganz anderes viel wertvolleres geschaffen. Hoffen wir mal auf viele alte löchrige Eimer…

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  3. Brigitte schreibt:

    „Dass ich das auf meine alten Tage nochmal erleben darf, zeigt mir doch irgendwie, dass ich immer noch auf dem rechten Pfad der Unbrauchbarkeit wandle.“

    Sei froh, lieber Nitya. Ich nenne diese Unbrauchbarkeit keinen Nutzen haben für irgendwen und irgendetwas. Mich freiwillig einer Gruppe anzuschließen, Gott bewahre. Noch dazu einer erleuchteten mit einem „erleuchteten Anführer“ *grins*;) Nee, es sei denn als Spielverderber. Aber finde mal eine Gruppe von Gleichgesinnten, in der „Spielverderber“ geduldet, geschweige denn willkommen sind. Der vermeintliche Unruhestifter muss ausgeschlossen werden, damit ein Scheinfriede (oder eine Lüge) aufrechterhalten werden kann. Wäre doch mal ganz witzig, eine Gruppe von Spielverderbern zu gründen und zu schauen, was passiert;)

    Noch ein kleiner Seitenhieb auf die „Erleuchtungsindustrie“

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  4. Alexandra schreibt:

    Ist das hier nicht irgendwie eine Gruppe von Spielverderbern? Dachte ich… grins lach .. ja, ich glaub auch, dass das noch ein schlimmes Ende mit mir nehmen wird. Im bürgerlichen Leben bin ich eigentlich noch recht brav. Aber da mir immer egaler wird, was andere von mir denken… wer weiß, was daraus folgt. Das Ichlein hat nicht mehr so viel zum Festhalten. Es lebst sich auf jeden Fall interessanter und entspannter so, finde ich.

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    • Nitya schreibt:

      Entspannter und interessanter ist doch viel geiler als erleuchtet zu sein. Erleuchtetsein find ich absolut grauenvoll langweilig. Immer heilig aus der Wäsche schauen müssen und Weisheiten verspritzen … grusel.

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      • Alexandra schreibt:

        Jaaaa, stimme dir aus vollem Herzen zu. Aber der Verstand, das kleine Schweinchen ist ja sowas von raffiniert. Kommt gern daher im demütig-liebevollem Kostümchen, unter dem sich schon wieder Hochmut verschanzt. …
        Jetzt muss ich mich aber noch mal deinen traumatischen Kirchenerfahrungen zuwenden. Kirche als Obrigkeit ist wie andere Systeme immer an Macht interessiert. Kirche „von unten“ hat aber auch einiges positives bewirkt. Z.B. die Befreiungstheologie in den Lateinamerikanischen Ländern. Da haben franziskanische Padres Widerstand gegen die unterdrückenden Obrigkeiten geleistet und sind deshalb hingerichtet worden. Nachdem sie tot waren, kamen andere aus Europa, um ihr Werk fortzusetzen. Sowohl die befreiungstheologische als auch die sozialgeschichtliche Bibelauslegung zeigt uns ein ganz anderes Christentum als das, was von der Kirche gezeigt wird. Aber wer will das hören? Mein Mann predigt seit einigen Jahren immer mehr in Richtung Nondualismus. Halt das, was er so für sich erkennt. Es gefällt auch einigen. Aber viele lieben einfach die Traditionen! „Das war schon immer so…“ bekommt man dann zu hören. Das ist manchmal ein ganz schöner Spagat. Aber auch interessant. Mal sehen, wie lang das Kirche noch mit ihm aushält. Oder er mit der Kirche. Unter seinen Kollegen fühlt er sich ganz schön einsam.

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      • Nitya schreibt:

        Liebe Alexandra,

        du musst dir mal reinziehen wie der Papst Johannes Paul II. mit Ernesto Cardenal umgesprungen ist.

        Aber der war ja auch sehr heilig: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Laatzen/Nachrichten/Reliquie-mit-Haaren-von-Papst-Johannes-Paul-II.-kommt-nach-Laatzen

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      • punitozen schreibt:

        …..Erleuchtetsein find ich absolut grauenvoll langweilig. Immer heilig aus der Wäsche schauen müssen und Weisheiten verspritzen … grusel…..
        Kein Wunder , lieber Nitya , das du aus so einem ehrwürdigen Erleuchtungsforum
        rausgeflogen bist . Macht ja nichts , Nicht-Erleuchtungsvorstellungen kannste auch mit den Eichhörnchen teilen ; die verstehen was vom Leben , gelle ?

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      • Nitya schreibt:

        Ach ja, lieber Punito, wenn ich meine Eichhörnchen nicht hätt und meine Piepmätze, würde ich mir vielleicht wie der gute Ikkyû in meiner Seelenqual den Bauch aufschlitzen.

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  5. Alexandra schreibt:

    Da frag ich mich doch wieder mal, warum ich nicht katholisch bin. Gut, mein Mann hätt mich nicht heiraten dürfen, aber dafür hätte ich vielleicht jetzt auch n Haar vom Papst.

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  6. Eno Silla schreibt:

    Bist du erleuchtet?
    Wenn ich wirklich wüßte, was das ist, dann wäre ich es vielleicht.
    Bist du nicht-erleuchtet?
    Auch damit kann ich nicht wirklich etwas anfangen. Alles was dazu erscheint, also alle Gedanken/Bilder sind so flüchtig wie die Wolken am Himmel.
    Bist du nutzlos?
    Ja, manchmal komme ich mir so vor! Manchmal wäre ich gerne etwas Bedeutsames im Sinne von nützlich, aber immer, wenn ich glaube etwas zu sein, sind da auch Zweifel; eine schwere Last…
    Bist du dann Nichts?
    Wahrscheinlich auch das nicht, obwohl Nichts zu sein wäre schon was.
    Hast du den Lesern dieses kleinen Gesprächs noch etwas mitzuteilen?
    Im Moment nicht. Ich vermisse Koshi gerade, die kleine Katze hat mich heute noch nicht besucht!

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    • punitozen schreibt:

      Lieber Eno ,
      Mach dir doch bitte nicht soviel “ Gedanken-Gedöhns “ über einen „bedeutsamen
      Sein-Nutzen „.
      Und nun ein kleiner Joke :
      Treffen sich zwei alte Freunde auf der Straße wieder. Fragt der eine :
      “ Hallo, wie geht es Dir ?”
      “ Danke, gut . Es läuft so wie immer .”
      “ Und wie geht es Deinem Sohn ? Ist er immer noch arbeitslos ?”
      “Ja , leider . Aber er meditiert jetzt.”
      “ Meditieren, was ist denn das ?”
      “ Ich weiß es nicht genau, aber er sagt das sei besser als einfach rumsitzen und nichts
      tun.”
      Herzliche Grüße
      PUNITO

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    • Brigitte schreibt:

      *miau* (aber jetzt komm net auf dumme Gedanken;) )
      Freu mich wieder von dir zu lesen, Eno.

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      • Eno Silla schreibt:

        Da fang ich doch glatt an zu schnurren, liebe Brigitte, aber auf dumme Gedanken brauche ich überhaupt nicht zu kommen, die kommen von allein😉 .

        Koshi:

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      • Brigitte schreibt:

        Lieber Eno, schön, dass du uns die hübsche Koshi vorgestellt hast. Katzen sind einfach unwiderstehlich🙂

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  7. Alexandra schreibt:

    „Wenn du angstfrei sein willst, sei das, was angstfrei ist, weil das kein Ende hat. Die finale realität hat kein Ende und keinen Anfang, sie ist grenzenlos. Sie ist so subtil, dass alle Gedanken und Konzepte aufhören. Dualität beinhaltet Angst, Einssein (Oneness) hat keine Angst. Nimm den Dorn des Egos heraus. Nimm den Namen und die form heruas und dann ist da nichts. Du siehst mit deinem eigenen Verstehen, dass alles Illusion ist. Erfahre das! Du willst es nicht sehen, weil der Verstand es dir nicht gestattet, es zu sehen. Der Verstand ist das einzige Hindernis, das dich von dir selbst fernhält. Der Verstand sagt: „Es ist wahr.“ Sage dem Verstand, „Es ist nicht wahr.“ Verstehe den Verstand, und dann bleibt er nicht bestehen.
    Du kannst den Raum sehen, du kannst den Raum beobachten, du kannst den Raum fühlen, aber Realität ist jenseits des Raums. Raum ist Zero, dort jedoch gibt es keine Stille, keine Stimme, keinen Frieden, keinen Zustand. All das sind konditionierte Dinge. Stille ist ebenfalls nicht ER, Friede ist nicht ER. ER hat nichts. Wenn irgendetwas dort wäre. dann würde das die Realität und nicht ER sein. Nichts kann IHN stören, weil es nicht existiert. Nichts wird für die Realität benötigt, andernfalls würde es diese Realität gestört haben.“
    Ranjit Maharaj, nach einer Übersetzung von Hermann Lehner.

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