Ram Dass: Bist du einmal im Einen, ist es mit dem Dualismus vorbei.


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Die beiden Begriffe, die alles zusammenbringen – die der Osten hat, aber der Westen leider auf den Konzilen von Nikäa, Trient und Konstantinopel aus seinen Religionen entfernt hat – sind die Vorstellungen von Karma und Reinkarnation. Da wird wirklich zum Ausdruck gebracht, wer wir als getrennte Wesenheiten sind: Wesen, die sich immer wieder inkarnieren. Das bedeutet, eine Form anzunehmen auf bestimmten Schwingungsfrequenzen, die wir einmal die physische Ebene nennen wollen. Geboren zu werden, um bestimmte Arten von Bindungen auszuarbeiten und ganz durchzuspielen, das Anhaften zum Ende zu bringen. Hast du es schließlich geschafft mit der Bindung, dann hören auch die Wünsche auf, die dich immer haben wiedergeboren werden lassen und du wirst eins mit „dem Einen“. Das ist das Wieder-Eintauchen in das Eine. Von einem zenbuddhistischen Standpunkt aus gibt es kein Eines mehr, sobald du einmal in dem Einen bist. Natürlich kannst du das Eine nicht wahrnehmen; du siehst es nur, wenn du zwei bist. Bist du einmal im Einen, ist es mit dem Dualismus vorbei.

aus: Ram Dass, „Alles Leben ist Tanz“
RKeine Angst, ich werde jetzt keine wilden Behauptungen in die Welt setzen oder ihr Gegenteil beteuern. Ich hatte zwar schon diverse sog. Reinkarnationserlebnisse, aber ich werde den Teufel tun und behaupten, dass ich schon mal oder gar des Öfteren gelebt habe. Ich kann mich nicht erinnern – und dabei belasse ich es auch ohne jedes Problem. Wenn die getrennte Person völlig illusionär ist, kann eine wirkliche Person eigentlich nicht reinkarnieren. Reinkarnieren könnte also höchstens eine Illusion von mir. Dass dies tatsächlich ständig geschieht, kann jeder ganz wunderbar schon zu seinen Lebzeiten beobachten.HMir ist jede Idee von Reinkation als Schule suspekt. Bei meiner Aversion gegen jede Art von Schule sollte das niemanden wundern. Ram Dass: „Geboren zu werden, um bestimmte Arten von Bindungen auszuarbeiten und ganz durchzuspielen, das Anhaften zum Ende zu bringen. Hast du es schließlich geschafft mit der Bindung, dann hören auch die Wünsche auf, die dich immer haben wiedergeboren werden lassen und du wirst eins mit ‚dem Einen‘.“ Das zum Beispiel riecht für mich nach Schule. Ich hab’s da mehr mit Leela, dem kosmischen Spiel. „Das Eine“ ist schon immer das Eine, besser Nicht-Zwei, das muss keine Reifeprüfung ablegen. Und all seine scheinbaren Begrenzungen sind keine Panne „des Einen“ sondern seine Kinder, die genauso sein sollen, wie sie sind. Diese ganzen Verbesserungsideen – „Hast du es schließlich geschafft mit der Bindung“ – bedeuten nur eines: So wie du bist, bist du verkehrt. „Hast du es schließlich geschafft mit der Bindung, dann hören auch die Wünsche auf.“ Was ist daran verkehrt, dass da vielleicht Wünsche auftauchen? Alles Wünschen bedeutet Leiden. Na und? Was ist am Leiden verkehrt? Geht es bei dieser Idee „Leben als Schule“  letztlich nicht immer wieder nur darum, irgendwo bequem und sicher in seinem Lehnstuhl zu landen? „Gott ist Tag und Nacht, Winter und Sommer, Krieg und Frieden, Überfluss und Mangel.“ Ja um Gottes willen, bloß das nicht! Ist diese ganze Schulideologie im Grunde nur eine gigantische Vermeidungsstrategie? Heraklit – auf den Scheiterhaufen mit ihm? Der will einem nur die letzten Beruhigungspillen wegnehmen!

Das könnte den Drückebergern so passen! S

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2 Antworten zu Ram Dass: Bist du einmal im Einen, ist es mit dem Dualismus vorbei.

  1. fredo0 schreibt:

    oh wie so sehr spricht da der herr nitya dem herrn fredoo aus dem herzen …

    ich habe in meinen frühen jahren rückführungen „professionell“ für interessenten geleitet .
    und mich natürlich auch selber in diese „leiten lassen“ von entsprechend kundigen.
    ja … da sind erinnerungen an „früherer“ leben in diesem organismus vorhanden.
    wohl in jedem organismus … als eine art zell-erinnerung
    doch …
    was bedeutet da „mein früheres leben“ was der ich-denker sofort damit assoziert ?
    nix is mit „mein“ leben .
    nix is mit „mein“ leben bereits in den vortag hinein „erinnert“ … oder gar diverse hundert jahre zurück …
    was ist denn der „körper“ ( oder das universum ) ?
    es ist ein kompendium von in-formation …
    und was ist in-formation ? also formbildung ?
    doch nix anderes wie er-innerung … form bildet sich doch aus erinnerung ( an form ) …
    in der physik kennt man ja den memory-effekt …
    ich denke nix anderes ist form … er-innerung …
    damit besteht unser aller körper aus nix anderem wie er-innerung also in-formation …
    und wie er-innert der homosapiens ? durch emotionsgeladene bilder … bilder die er dann noch zusätzlich in reihe zu einer geschichte bildet … was sie noch besser erinnerbar macht … selbstverständlich wird noch ein „held“ dazu-er-innert , der bekannte „ich“-held … und fertig ist auch eine rückführungserinnerung an „mein“ früheres leben …
    wird die „zelluläre“ er-innerungsebene durch „passende“ suggestion stimuliert , bildet sich die dort enthaltene information/erinnerung als „mein“ früheres leben ab … so wie wir letztlich ja auch auf gleiche art ein „heutiges“ leben „erleben“ … immer ( nur ) auf der er-innerungs-ebene … letztlich erinnert der mensch sein aktuelles erleben , statt es in unmittelbarkeit zu erfahren … (ver-)be-hindert doch die erfahrung bereits das unmittelbare …
    tja … wenn man dann noch die gleichzeitigkeit der zeitabläufe dazu nimmt … wird es schon recht kompliziert mit karma und reinkarnation …
    ich denke dass diese begriffe nicht im kontext einer „persönlichen“ geschichte zu verstehen sind , sondern dass sie auf energetische zusammenhänge hinweisen …
    alles geschehen ist „be-dingt“ aus konstellation ( karma ) …
    alle form ( karne ) entsteht aus erinnerung an form ( re-inkarnare ) … form an form an form als ewiger fluss
    mit „mir“ oder einer anderen „person“ hat das kaum was zu tun …

    oder so ähnlich …😀

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