Die Realität der Auflösung aller Grundrechte und Freiheiten

 


Eine neue Qualität des Diskurses wäre es, wenn wir aufhörten, von Betroffenen und Nichtbetroffenen sexualisierter Gewalt zu reden. Das Phänomen ist epidemisch in unserer Gesellschaft, das dürften inzwischen alle gemerkt haben. Auch wenn jemand diese Gewalt nicht selbst erlebt hat, so ist er doch betroffen, weil Freunde, Bekannte, Kinder sie erleben – und die Auswirkungen davon alles zerstören können, was den Menschen etwas bedeutet. Missbrauch geht uns alle an – er findet nicht irgendwo anders statt, sondern mitten unter uns. Erst wenn wir das anerkennen, können wir anfangen, Kinder endlich ein bisschen besser zu schützen.

aus einem Interview der Frankfurter Allgemeine mit Andreas Huckele am 01.03.2015

Am Dienstag wurde in der ARD der Film „Operation Zucker“ wiederholt, am Mittwoch lief der Film „Operation Zucker – Jagdgesellschaft“. Es geht um Missbrauch, in diesem Fall um sexuellen Missbrauch, an Babys, Kleinkindern, Jugendlichen.

M

Gestern schrieb Gerd Mersmann in seinem Blog: Die Gesellschaften, die die Modernisierung voran getrieben haben, die für sich verbuchen können, an dem harten, aber glücksbringenden Brot der Aufklärung geknabbert und Verfassungen geschaffen zu haben, die Grundrechte und Freiheiten wie gesellschaftliche Pflichten verbriefen, die sogar das Recht auf Glück eines jeden garantieren, diese Gesellschaften nehmen im Moment

die Auflösung all dessen durch die Realität

zur Kenntnis wie eine lokale Petitesse. Der Aufschrei, der kommen müsste, bleibt aus.

Der Aufschrei blieb auch im Fall des Zeugnisses des ehemaligen Odenwaldschülers Andreas Huckele aus. Er sagt: „Missbrauch geht uns alle an – er findet nicht irgendwo anders statt, sondern mitten unter uns.“ Wo zum Teufel bleibt der Aufschrei? Und gibt es irgendeine Erklärung für diesen ausbleibenden Aufschrei? Und vielleicht noch: Ist es legitim, den Missbrauch, den Andreas Huckele beschreibt, mit dem Missbrauch, wie wir ihn in Gerd Mersmanns Beitrag erkennen können, in einen Topf zu schmeißen? Meine Antwort: Ich halte es für völlig legitim. Sexueller Missbrauch ist nur eine Facette des ganz alltäglichen, allumfassenden Missbrauchs, der jeden Tag allüberall geschieht. Aber was soll das überhaupt sein – Missbrauch?

Missbrauch ist in gewisser Weise ein Opferwort. Aus der Sicht einer Maus wird sie von einer Katze gnadenlos für ihr Frühstück missbraucht. Aus der Sicht der Katze ist die Maus nur eine willkommene Bereicherung ihres Nahrungsbedarfs. Ähnlich werden vermutlich Multimilliardäre und Gewalttäter aller Art ihre Beute betrachten. Manchmal bleibt ja der Aufschrei gegen diese Betrachtungsweise der Mächtigen nicht aus, manchmal führt er sogar zu Revolution und Terror. Wirklich geändert hat bisher weder Aufschrei noch Revolution noch Terror etwas. Alles wiederholt sich und wiederholt sich scheinbar bis in alle Ewigkeit. Gibt es einen Ausweg? Natürlich gibt es einen Ausweg. Er wird nur nicht gegangen. Der Anarchist Paul Goodman empfahl die Freie Aktion und sagte: „Freie Aktion bedeutet, in der bestehenden Gesellschaft so zu leben, als sei sie eine natürliche.“ Ich könnte auch die Bergpredigt empfehlen oder Buddhas wundervolle Erkenntnisse oder die der alten Daoisten. Sie müssten halt nur gelebt werden. Und zwar von mir – völlig unabhängig davon, ob andere sie auch leben. Solange ich die anderen Arschlöcher dafür missbrauche, meinen eigenen fehlenden Einsatz zu rechtfertigen, und mich dafür entscheide, auch ein Arschloch in dieser Welt der Arschlöcher zu sein, wie um Gottes willen sollte sich da je etwas ändern können? Ich muss endlich aussteigen aus diesem Hamsterrad des Drama-Dreiecks, das Eric Berne so schön beschrieben hat.

D

Freie Aktion bedeutet,
in der bestehenden Gesellschaft
so zu leben,
als sei sie eine natürliche.

und zwar ab sofort

Wenn es die momentane Realität ist, dass sich unsere verbrieften Grundrechte und Freiheiten sowie unsere gesellschaftlichen Pflichten einschließlich des garantierten Rechtes auf Glück in völliger Auflösung befinden, dann werden es nicht diejenigen sein, die den gesellschaftlichen Errungenschaften wieder zu ihrem Recht verhelfen, die dabei sind, all diese für alle Zeit zu zerstören. Der Einzige, der dies wirklich tun kann, bin ich, ganz allein ich.

 

ein Beispiel

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9 Antworten zu Die Realität der Auflösung aller Grundrechte und Freiheiten

  1. doro schreibt:

    Wo zum Teufel bleibt der Aufschrei? Und gibt es irgendeine Erklärung für diesen ausbleibenden Aufschrei?

    Meine Erklärung dafür ist, dass im Grunde jeder von sexuellem oder emotionalem Missbrauch betroffen ist und dass somit quasi jeder „Täter“ zu anderen Zeit auf der „Opfer“-Seite gestanden hat. Der eigene Missbrauch wird unverarbeitet an die nächste Generation weitergegeben. Ausgehalten wird der Wechsel vom „Opfer“ zum „Täter“ durch die Abspaltungen der eigenen Verletzungen und durch das Verschließen des eigenen Zugangs zu Empathie und den Gefühlen und der daraus folgenden „Betonierung“ des Herzens. Würde der alte und doch immer akute eigene Missbrauch eingestanden und gefühlt und damit die Spaltung beendet werden, würde es nicht zum Missbrauch der nächsten Generation kommen. Da dieser Prozess jedoch sehr schmerzhaft ist, und gesellschaftlich die Spaltung völlig akzeptiert wird (weil es die Masse ja betrifft und das Kollektiv den Schmerz nicht fühlen will), wird sich „von oben“ nichts ändern. Meiner Meinung nach ist die einzige Möglichkeit die epidemische Ausbreitung von Missbrauch zu stoppen, das Einzelne ihren Schmerz fühlen und im Kontakt mit anderen diese anregen, ebenfalls zu ihren Verletzungen zu kommen. Ich glaube, dass es nur eine Bewegung von unten her geben kann. 
    Genau so wie Nitya schreibt: „….Und zwar von mir – völlig unabhängig davon, ob andere sie auch leben.“

    Sehr empfehlen kann ich in diesem Zusammenhang das Werk von Arno Gruen (z.B. „Der Verrat an Selbst“ oder „Der Wahnsinn der Normalität“).

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  2. fredo0 schreibt:

    hmmm … ich teile ja die Wahrnehmungen …
    sehe sie als konsequente Ausformungen von Konstellationen …
    Konstellationen stets sich nach einem Prinzip selbst organisierend …
    nach dem Prinzip Kulmination im Extrem , und daraus konsequent
    folgendem eruptiven Umschlag in gegenläufiger Richtung.

    Das wir zur Zeit gesellschaftlich vor einem solchen Umschlagspunkt stehen
    scheint mir unbezweifelbar.
    Die Dinge kulminieren … vielfältig … weltweit
    62 Menschen besitzen mehr als eine Hälfte der gesamten Menschheit besitzt …
    Die BuchGeldSummen übersteigen die faktischen Werte um ein Vielfaches …
    Geld wird vom Gegenwert für materielles Besitztum zum virtuellen Phänomen …
    Krieg ist nicht mehr länger Ausnahmezustand der Zivilisation sondern wird zum
    Organisationsprinzip der Ausbeutung durch diese 62 …
    Ein ohnehin überbevölkertes Land ohne nennenswerte Resourcen dazu noch mit
    technologisch begründeter extrem schwindender menschlicher Arbeitssphäre
    macht „die Arme breit“ und will Millionen um Millionen um Millionen „integrieren“ …
    MIt dieser Vorstellung von „Integration“ sedieren sich die politisch Handelnden.
    Wie lange noch ? … wieviele Millionen aus einem Milliardenfundus von Hoffenden
    auf unserem Globus werden dann noch (vergeblich) integriert werden müssen ,
    bevor da dann unabänderlich die Kulmination eruptiv startet ?
    Und je länger hinausgezögert , noch vorläufig sediert durch selbstverliebte Gutwilligkeit und moralischem Größenwahn, um so heftiger voraussichtlich dann der unvermeidbare
    Umschlag .
    Ich habe gestern wieder mal ein Talkrunde gesehen . 6 mehr oder weniger gutwillige Breitarmler treffen auf einen Skeptiker . Der natürlich sofort wieder in eine rechtslastige Menschenhasserecke „verschoben“ wurde.
    Seltsam das , fast schon zu einem modernen Ritual der Breitarmler verkommen . Wohl um der Unabänderlichkeit des Geschehens noch (!) ein wenig im moralischen Tagtraum zu entkommen. Keiner sagt da , was da eigentlich völlig offensichtlich auf der Hand liegt .
    Was bei ja bei 1 Millionen noch gelingen mag , und bei 2 Millionen dann noch „knirschend“ funktionieren kann , das wird unabänderlich 10 Millionen oder 20 oder gar 50 Millionen so grandios scheitern , dass es den BreitArmlern ihre breiten Arme gleich doppelt verknoten wird. Denn bitte werte BreitArmler warum sollten die Milliarden ( ! ) Hoffenden der Menschheit ihren internetbefeuerten Zug der Sehnsucht gen Schlaraffenland beenden , wo es doch (anfangs) dort so gut klappt mit der Integration ?
    Stattdessen Außengrenzen sichern ? verschiebt das Problem nur Außerlandes und letztlich nur aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit . Probleme vor Ort lösen helfen ? gestautes Wasser findet immer seinen Weg … wie schnell soll all das Gegensteuern der Politiker gelingen , allzumal da ja eine globale Ausbeutung durch die 62 besteht , und die Ausgebeuteten halt völlig erklärlich „unruhig“ werden . Statt nun den 62 endlich den AusbeuterKragen umzudrehen , wird erstmal nach einem „besseren Leben“ irgendwo anders gesucht … Und das ist zur Zeit halt Deutschland für den Rest der Welt … kein Wunder , leben hier doch auch ein Dutzend der 62 … Lebensgrundlagen in Ausbeutungsregionen verbessern , hieße zu erst mal die Ausbeutenden eliminieren … ja eliminieren ! und keinesfalls nur moralisch „nett“ beeinflussen … So etwas wie Verbesserung in aktiver Ausbeutung ist noch niemals auch nur ansatzweise gelungen , und wer will da durch was eine Region im Chaoswahn „beruhigen“ ? deutsche Entwicklungshilfe ? mit Müller Jogurt ? … ein weiterer Größenwahn … ein Wahn , der nur (vorläufig) sedieren will , was wohl jeder hierzulande (noch) nicht auszudrücken wagt .
    Unser relatives Wohlleben ist dabei , eine gewaltige Zeche zu bezahlen … eine weitere Zahlung in Richtung der 62 … honi sa qui mal i ponse …
    Ein Dilemma entsteht … unabänderlich …die einzig mögliche ( aber auch nur herausschiebende ) Lösung dieses Konfliktes wird letztlich auch nur Gewalt sein können …
    Grenzen , die mit Waffen ( ! ) geschlossen werden müssen … Ich nehme gerne Wetten an , wie lang es dauern wird , bis derartiges unvermeidbar werden wird … 2 / 5 / 10 Jahre ?
    Erst fällt Schengen , ( wer weiß ob es darum zu trauen gilt ) , dann werden die „hehren“ Asylideen der 60er Jahre fallen ( die immer noch wie eine Art Monstranz von GottesGesetz in jeder Talkrunde ritualmäßig bereits zu Anfang allseits beschworen werden , statt als eine Machbarkeitsvereinbarung in vergangener Zeit gesehen zu werden ) …
    Und dann wird peu a peu das Militär neue Aufgaben bekommen … so mein Ausblick in eine „heftige“ Zeit der beginnenden Kulmination
    Wer könnte da mit all seinem moralisch ach so guten Gehabe ernsthaft vermuten , dass diese Schlaraffenlandinvasion gen Deutschland einer immer mobiler werdenden Milliardenbevölkerung in Not jetzt plötzlich ein überraschendes Ende findet , nur weil die Deutschen mit ihrer „Integration“ nicht so recht nachkommen ? sollen die Hoffenden dann in Warteräumen in Uganda und Bengasi warten , bis hier zwischen Flensburg bis Garmisch wieder genug verstorben sind ?
    Wie seltsam naiv ist doch diese Haltung , und wie so feige die Augen verschließend vor der Unausweichlichkeit dieser Drama-Entwicklung. Dies lässt sich nicht durch ein paar Patenschaften oder Sammelaktionen ausgedienter Kleidung managen … da kommen bald dutzende von MILLIONEN !!! … und , mal ganz ruhig erwähnt , warum denn auch nicht ? … die , die als Vorhut kamen , sind doch da , und werden bereits „integriert“ … klasse … Ziel erreicht … die nächsten Millionen bitte ! … es ist den Breitarmlern noch gar nicht aufgefallen , dass ihre Hoffnungsvision (Integration) genau das ist , was letztlich den Sog noch steigert …

    und die 62 getarnt im Hintergrund , reiben sich ihre Beutegreiferhände …

    doch … wie lange noch ? … bis auch sie die Kulmination hinwegfegen wird ???…
    so wie damals , als Ende des römischen Reiches 12 reichen Familen der gesamte Grundbesitz rund ums Mittelmeer gehörte … und innerhalb von wenigen Jahren alles kollabierte … mit ein paar hundert ( ! ) einfallenden Goten , die eigentlich nur „integriert“ werden wollten , und dann , als dies nicht möglich schien , mal eben Rom hinwegfegten …

    seltsam genug , scheint da der Mensch unbelehrbar …
    womöglich sogar GottSeiDank
    wird doch seine Ignoranz zum Funktionieren der Kulmination dringend benötigt …😉 sic !

    Es geht stets über die Kulmination , das scheint „das“ Prinzip zu sein .
    Erst das Chaos kann eine „neue“ (auch wieder nur vorübergehende) Ordnung gebären …
    Womöglich liegt unsere Gesellschaft zur Zeit bereits in den Wehen …

    Ein höchst dramageiles Universum …😀

    Es ruht im Ruhenden , unbeeinflusst , es kulminiert im Ereigniss , unbeeinflusst …

    seltsam das … und doch vertraut … betrachte man das Spiel der Wellen auf dem Ozean …
    nix anderes ist da zu sehen … sie ruhen auf dem ruhenden Ozean … und sie kulminieren im Wellengang … beides scheint zusammenzugehören …

    meint Kasandra-Fredoo

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    • Nitya schreibt:

      „Lebensgrundlagen in Ausbeutungsregionen verbessern , hieße zu erst mal die Ausbeutenden eliminieren … ja eliminieren ! und keinesfalls nur moralisch “nett” beeinflussen …“

      Lieber Fredo,

      das nenne ich eine wirklich große Illusion. Die Eliminierer werden die Ausbeutenden im Handumdrehen ersetzt haben und alles fängt wieder von vorne an.

      Die Menschheit wird einen Entwicklungssprung machen müssen oder sie wird sang- und klanglos von der Bildfläche verschwinden. Und dieser Entwicklungssprung fängt bei mir an oder er fängt überhaupt nicht an. Und es hat nicht das Geringste mit Moral zu tun. Moral hat versagt, wie alles andere bisher versagt hat.

      Die Ausbeutenden zu eliminieren, ist auch nur ein Aufschieben und ein Abgeben MEINER Verantwortung.

      Ob dieser Entwicklungssprung der Menschheit geschehen wird, also da bin ich mehr noch als du eine Kassandra. Ich denke jedoch, es führt kein Weg vorbei an Gandhis Erkenntnis: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt.“ Es scheint mir zumindest die einzie Möglichkeit zu sein, dass dieser evolutionäre Sprung stattfinden kann. Utopisch? Mag sein. Aussichtslos? Mag sein. Aber weißt du was Besseres?

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      • fredo0 schreibt:

        oh oh … ich weiß auch nix …
        und bemerke , dass sich diese hilflosigkeit immer wieder irgendwelche ausflüchte und ausreden sucht ( die du ja gut auch bei meinem zuvorigen text aufgezeigt hast ).

        ich habe da nur eine hoffnung …
        das es halt letztlich nicht auf mich ankommt … oder einen anderen „draufankommer“ …
        ich bewundere stattdessen immer wieder diese fähigkeit der natur , chaotische prozesse aus dem chaos hinaus erneut in ordnung zu führen .
        dies scheint auch eine immanente fähigkeit der natur zu sein …
        einmal dieses “ in kulmination führende“ ..
        andererseits dieses sich dann wieder selbst ausrichtende / organisierende .

        und da scheint mir , je weniger sich da der homo ludens als macher verhält , um so eher kann er „be-macht“ werden.

        es ist zwar auch meine einschätzung , dass „die menschheit“ kurz vor einem kulminationspunkt steht …
        und dass dieser weitestgehend unabwendbar sein dürfte …
        aber halt auch … dass daran kein mensch etwas ändern kann …
        auch nicht „bei sich selbst“ …

        das drama der kasandra war ja , das ihr in verkündung des kommenden untergangs die vergeblichkeit ihrer warnung vollständig bewusst war …
        genau dies ist ja das „bitter“ dramatische ihrer situation …

        aus diesem dilemma führt nur eines hinaus … vertrauen …
        damals , dass es die götter schon richten werden …

        für mich heute … vertrauen .. in die klugheit der natur selbst …
        es halt auch immer wieder „richten“ zu können , durch diese seltsame Fähigkeit zur immer wieder Neuausrichtung … und da ich Menschlein , so wie alle anderen ja auch , vollständig Teil dieser Natur bin , wird es dieser auch gelingen , mich ( und alle anderen ) im Dienste dieser Neuausrichtung einzusetzen , oder , falls nicht weiter nutzbar , halt von diesem Globus zu entfernen …
        was mir nicht weiter erschreckend erscheint …
        dann düngt halt der fredoo irgendwelche neuen pflanzen …
        nicht der schlechteste aller jobs in dieser „natur-nummer“ …
        😀

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      • Nitya schreibt:

        „ich habe da nur eine hoffnung … dass es halt letztlich nicht auf mich ankommt … oder einen anderen ‚draufankommer‘ … ich bewundere stattdessen immer wieder diese fähigkeit der natur , chaotische prozesse aus dem chaos hinaus erneut in ordnung zu führen .“

        „und da ich Menschlein , so wie alle anderen ja auch , vollständig Teil dieser Natur bin , wird es dieser auch gelingen , mich ( und alle anderen ) im Dienste dieser Neuausrichtung einzusetzen“

        Lieber Fredo,

        binde dein Kamel fest!

        Mit Verlaub: Gott oder die von dir so bewunderte Natur halte ich für nichts als eine weitere Ausflucht und Ausrede von dir. Nicht, dass ich dir widersprechen könnte, aber ich widerspreche dir aus tiefster Überzeugung trotzdem.

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  3. doro schreibt:

    Lieber Fredoo!

    „Denn bitte werte BreitArmler warum sollten die Milliarden ( ! ) Hoffenden der Menschheit ihren internetbefeuerten Zug der Sehnsucht gen Schlaraffenland beenden , wo es doch (anfangs) dort so gut klappt mit der Integration ?“

    Meiner Meinung nach ist es völlig egal, ob die Integration funktioniert oder nicht. Es wird einfach nicht hinnehmbar sein, dass einige wenige Länder dem Schlaraffenland gleichen, während der Rest der Welt wahlweise verhungert, verdurstet oder ertrinkt. Die Ungerechtigkeit begann spätestens mit der Ausraubung durch die Kolonialisierung, die ein Trauma für die unterworfenen Länder darstellte. Jetzt, nach so vielen Jahren formt sich der Hass gegen die immer noch durchgeführte Ausbeutung. Wo werden die Menschen geschunden? Wer trägt die ganze Last der Umweltsünden durch die Industrialisierung und Technisierung der sog. entwickelten Welt? Wo werden die Kinder zur Arbeit gezwungen? Es war nur eine Frage der Zeit, wann der Rest der Welt vor unserer Haustür stehen würde, um diese Ungerechtigkeiten zu beenden und sich abzuholen, was ihnen gehört. Auch dies gehört also eindeutig zum Thema Missbrauch. Dank Globalisierung sind die Wege nun kurz genug geworden, dank Handys und Internet-Zugang aller Orten Kommunikation und Organisation der Strukturen der Revolution möglich. Ich denke, dass es quasi keine Rolle spielt, ob unsere Politik nun breitarmig oder mit Waffen in der Hand daher kommt. Vielleicht werden wir in einigen Jahren froh darüber sein, wenn wir noch in das Land, das damals mal unseres war, integriert sind.

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  4. fredo0 schreibt:

    werte doro , zu deinem text fällt mir ein …
    gut gebrüllt löwe …
    dem ist wohl so .

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  5. Wolf Schneider schreibt:

    Danke! Eure Kommentare begleiten mich bei unserer täglichen Arbeit mit den Flüchtlingen im Connectionhaus. Es wohnen hier 15 Menschen aus Afghanistan und Syrien, darunter zwei Frauen und zwei Kinder. Eine der Frauen ist May Moallem, eine Frauenrechtlerin aus Damaskus, die wegen eines Facebookeintrags über Frauenrechte eine Todesdrohung erhielt, ihr Bruder wurde angeschossen und liegt im Krankenhaus.
    http://connection.de/frauenrechtlerinnen-unter-den-fluechtlingen/#more-671

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