Was soll das überhaupt sein – ein Taoist?


Former guerrilla leader and Uruguay's leading presidential candidate Jose Mujica gestures during a Reuters interview in Montevideo

Also das hat mich gestern jemand gefragt und ich wusste nicht so recht, was ich antworten sollte, insbesondere weil ich auch nach einem möglichst noch lebenden Beispiel gefragt wurde. Irgendwie fiel mir, keine Ahnung warum, „der Pepe“ ein, Uruguays ehemaliger Präsident José Mujica. Von Beruf soll er Blumenzüchter sein. Schön und gut, aber kann ein Politiker ein Taoist sein? Der hat sogar dem Obama die Hand geschüttelt! Kann ein ehemaliger Guerilla-Kämpfer ein Taoist sein? Und ein Atheist soll der Kerl auch sein! Was zum Teufel ist ein Taoist? Ich hab keine Ahnung. Osho hat mal gesagt: „Ein Sannyasin ist nicht definierbar.“ Wie sollte da ein Taoist definierbar sein?! Also ohne den geringsten Beweis erbringen zu können, sagt mir mein Bauch, dass dieser Pepe ein Taoist ist – und was für einer! Wenn ich den José Mujica fragen würde, ob er ein Taoist sei, würde er vermutlich antworten: „Was soll ich jetzt schon wieder sein? Ein Taoist? Also ich hab da noch ein paar Blumenzwiebeln, die ich jetzt in die Erde bringen muss.“

90 Prozent seines Präsidentengehalts spendete José Mujica an wohltätige Organisationen, selbst behielt er gerade mal 800 Euro. Er sagte dazu: „Ich finde diesen Betrag in Ordnung. Der Großteil der Einwohner Uruguays verdient sogar weniger, also sollte das auch für mich ausreichend sein.“ War das nur was für die Medien, wie manche ihm vorgeworfen haben? Wollte der Pepe damit alle Welt manipulieren? Also das hätte man auch Lao-tse fragen können und viele andere. Was haben die nicht alle für eine Show hingelegt. Buddha, Jesus, … da brauch ich gar nicht anfangen, sonst sitz ich noch heute Abend an der Liste.

José Mujica macht einfach sein Ding. Guckt dass es ihm gut geht, guckt, dass es seinen Mitmenschen gut geht, guckt, dass es den Tieren gut geht und den Pflanzen und das ganz praktisch und ohne jede Ideologie. Er sagte: „Die Jahre in Einsamkeit waren jene, die mich wahrscheinlich am stärksten geprägt haben.“ Die Einsamkeit sah bei ihm so aus, dass er in Isolationshaft sieben Jahre lang mit niemandem sprechen konnte und nicht einmal ein Buch lesen durfte. Das war die Zeit, in dem ihm jeder Wunsch nach Materiellem und auch die Vorstellung, dafür mit Waffengewalt kämpfen zu sollen, restlos abhanden kamen. Es kam ihm einfach abhanden. Mehr ist eigentlich nicht dazu zu sagen.

T

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7 Antworten zu Was soll das überhaupt sein – ein Taoist?

  1. thomram schreibt:

    Top Artikel.

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  2. Pingback: Was soll das überhaupt sein – ein Taoist? « bumi bahagia

  3. thomram schreibt:

    Ich habe eure strengen Kopierregeln gelesen und eben dagegen verstossen. Ich habe die ersten 6,5 Zeilen kopiert, in bumi bahagia eingestellt und mit dem Artikel hier verlinkt.
    Ist das innerhalb des Tolerierten?
    http://bumibahagia.com/2015/11/24/was-soll-das-ueberhaupt-sein-ein-taoist/

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    • Nitya schreibt:

      Lieber Tomram,

      ich zerbreche mir gerade das Hirn, von welchen strengen Kopierregeln du da sprichst. Falls ich sowas irgendwann vom Stapel gelassen habe, ist mir wahrscheinlich gerade mal wieder jemand auf den Keks gegangen und ich habe wie weiland Zeus ein paar Blitze in die Nacht hinausgeschleudert.

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      • thomram schreibt:

        @ Lieber Boss,

        Ich vergehe mich ein weiteres Mal, kopiere aus deinem Blog und stelle es hier ein. LoL.

        *****Urheberrecht
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        Du findest dieses mit Sicherheit von dir irgendwo auch Geraubkopierte in seinem ganzen Umfang hier:
        https://satyamnitya.wordpress.com/impressum/

        Es scheint dir wie mir zu gehen: Den Blog von a bis z in Schuss zu halten, erforderte allein einen guten Mann, der täglich zwei Stunden investiert. Ich hab schon gestaunt, diesen Paragraphenritt in deinem Blog zu lesen, hab dann gedacht, dass – genau so wie du sagst – dir wohl mal die Nerven durchgegangen sind, und dass du als wohl täglich neu ausschweifender Geist dich dann nicht mehr damit beschäftigt und vergessen hast. Aber i ha schön brav gfolget.

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      • Nitya schreibt:

        Na dann lies mal hier: https://satyamnitya.wordpress.com/uber-mich/
        Da findest du unter PPPS:

        Noch’n “Ach ja” wegen des Copyrights:

        Bei mir kann jeder klauen, soviel sein Herz begehrt. D.h.: Klauen ist ja eigentlich gar nicht möglich. Dann müssten mir meine Gedanken ja erst mal gehören; nur Besitz kann man klauen.

        Das Impressum ist einfach den Winkeladvokaten Im Netz geschuldet, die mir gerne meine letzten Kröten abluchsen würden wegen irgendeines blöden Formfehlers. Und den Text hab ich nicht einmal geklaut, sondern mit der ausdrücklichen Elaubnis von Herrn Siebert hier reingestellt. Du siehst, ich bin ein ganz ein Edler.

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      • thomram schreibt:

        Lieber Chef,

        das ist wieder mal mein Supergedächtnis. Jetzt, wo du meine Nase draufhältst, fällt es mir wieder ein. Ich hatte vorgestern diese deine eigentliche Einstellung gelesen und war sehr angetan. Heute, als ich deinen Artikel verbreiten wollte, erinnert ich mich dessen nicht, kuckte nach und bin auf den Tütteltext gestossen.

        Klar, dass von bb auch jeder Text übernommen werden darf. Dass unser einer sagt, woher ein Fremdtext kommt, ist ja klar.
        🙂

        Ich arbeite mich grad an UPIK / DUNS ab. Muss dabei aufpassen, schön bei mir zu bleiben.

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