Huang-po: der Geist, der Geist, ja wo isser denn der Geist?


KDa der Geist Buddha (das Absolute) ist, umfasst er alle Dinge, von den Buddhas (Erleuchteten) an dem einen äußersten Ende bis zu den niedrigsten, auf dem Bauch kriechenden Reptilien und Insekten an dem anderen. Sie haben alle in gleicher Weise teil am Buddha-Wesen, und alle sind von der Substanz des Einen Geistes. Deshalb übermittelte Bodhidharma, als er aus dem Westen kam, nichts anderes als den Dharma des Einen Geistes. Er deutet unmittelbar auf die Wahrheit hin, dass alle Lebewesen seit jeher von der gleichen einen Substanz waren wie der Buddha. Er folgte keiner der irrigen „Methoden der Vollendung“. Könntet ihr dieses Verständnis eures eigenen Geistes erlangen und dadurch euer wirkliches Wesen entdecken, dann gäbe es gewiss nichts mehr für euch zu suchen.

aus: Huang-po, „Der Geist des Ch’an“

Wer diesen Text liest, fragt sich vielleicht, wovon da eigentlich die ganze Zeit geredet wird. Von der gleichen Substanz wie der Buddha, Geist des Buddha, Buddha-Geist, der Eine Geist … an dem alle Lebewesen in gleicher Weise teilhaben? Kürzlich stolperte ich über diesen Satz von Ramana Maharshi, in dem in einfacher Weise ausgedrückt wird, worum es geht: Als Ramana im Sterben lag, meinte der Arzt, der ihn untersuchte, er werde bald von uns gehen, und Ramana antwortete: Wohin soll ich gehen? Ich bin doch hier.

Hatte jemand von euch je das Gefühl, NICHT hier zu sein? Nein? Herzlichen Glückwunsch! Dann habt ihr sicher auch die Erfahrung gemacht, wenn ihr von hier nach da unterwegs seid, dass ihr auch da HIER seid. Nein? Ist das zu hoch? Na gut, dann lasst euch das nochmal von Krümel und Lulatsch erklären. Vielleicht schaffen es ja die.


Wie „der Kleine“ in dem Filmchen, wollen eigentlich alle nur DA sein und nicht HIER und vor lauter Da Sein-Wollen übersehen sie ganz, dass sie ihrem Hier-Sein gar nicht entkommen können. Alle. Ob Buddha oder Krokodil. Na ja, den Buddhas wollen wir mal unterstellen, dass sie das nicht übersehen, und die Krokodile, machen sich vermutlich gar keinen Kopf darüber, wo sie sind. Sie sind einfach. Aber natürlich sind sie beide immer nur HIER wie „der Kleine“ in dem Filmchen. Wenn es damals schon die Sesamstraße gegeben hätte, hätten es Buddha & Co. vielleicht etwas leichter gehabt mit der Vermittlung dessen, was das sein soll: Buddha-Geist.

Nachdem es diesen Buddha-Geist NOCH NIE NICHT gegeben hat, brauchen wir ihn auch nicht erlangen. Wir können nicht kriegen, was wir schon immer sind. Weder teure Seminare oder Retreats noch irgendwelche Verrenkungen, Mantras, Yogaübungen, Räucherstäbchen, … können mehr aus uns machen als wir schon immer sind – der Buddha-Geist oder eben das, was HIER ist. Ist es wichtig, das zu wissen, das zu erleben, sich dessen bewusst zu sein – es würde ja nichts an unserem Hier-Sein ändern? Ist es wichtig für wen? Dem Krokodil ist es mit ziemlicher Sicherheit nicht wichtig. Als Heinz Butz sein „Spüren Sie’s?“ flüsterte, war das für mich wie eine welterschütternde Offenbarung. Da erlebte ich das erste Mal völlig bewusst dieses HIER. Mittlerweile ist es längst völlig alltäglich geworden, nichts Besonderes mehr, völlig selbstverständlich – und doch ist jeder Augenblick dadurch zu etwas ganz Besonderem geworden. Das ewige Hier als Quelle aller Phänomene: G

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11 Antworten zu Huang-po: der Geist, der Geist, ja wo isser denn der Geist?

  1. fredo0 schreibt:

    Ich war natürlich auch in dem SucherTrupp meiner Generation unterwegs …was mich damals oft ärgerlich und enttäusch werden lies , erwies sich jedoch als warer Segen – meine extreme Faulheit.

    Ich fing ja stets mit großem Entusiassmus mit den angesagten Exerzizien an , um mich dann alsbald in einem , „ach nee doch nich , geht ja auch noch morgen , erst mal nur begreifen , um was es geht , die Praxis kann man ja irgendwann mal nachholen“ vorzufinden.
    Natürlich mit einem gehörigen Maß „schlechtem Gewissen“ begleitet .
    Merkwürdigerweise jedoch mit keinem Gefühl des Versagens was die „Sache selbst“ betraf .
    Da begleitete mich seit meinem 14.ten eine innere Sicherheit , „es“ eigentlich bereits zu „haben“ ,
    Es aber halt nur dummerweise vergessen zu haben..
    Und etwas nur Vergessenes kann man ja nicht wirklich durch Faulheit
    verlieren , man trägt es halt nur weiterhin unbewusst mit sich rum, in irgendeiner Hosenkippe wird es schon stecken.
    Mit diesem Gefühl „es schon zu haben“ mässigte sich bei mir schon von Anfang an auch diese Erwartung an „ES“ als Besonderheit . Etwas , was ich bereits in meiner Hosenkippe trage ,
    konnte ja wahrlich nicht so furchtbar besonders sein.
    Es wurde manchmal geradezu ein inneres kokettes Spiel , diese beginnende Anstrengung zum „richtigen“ Praktizieren und die stande pede folgende Stornierung dessen durch Faulheit.
    Da wurde dieses „stande pede“ zum „beneugierten“ Punkt : „mal sehen wie lange es diesmal dauert“ . Irgendwie war ich da zwar von mir selbst auch genervt , aber doch durchaus im Reinen mit diesem faulen Sack. Ich hatte „es“ ja schon , warum also eilen …

    Im Lauf der Jahre wuchst dann jedoch eine merkwürdige Verzweiflung ,
    Ich war ja völlig überzeugt , dass all meine in dieser Suche formulierten Konzepte über „es“ im Moment einer tatsächlichen Ent-Deckung , wie Sand im Sturm zerstieben würden ( was sie erstaunlicherweise … so … dann gar nicht taten , sondern sie dann nur … irgendwie … anders …“gefüllt“… wurden )
    Selbst die Aussicht , mit damals mitlerweile fast Mitte Fünfzig , diesen Hosentaschenfund womöglich nicht mehr vor der Gruft zu erleben , war nicht das wirklich verzweifelnde , es war dieses immer noch penetrant gepeinigt werden durch diese ewige ( mitlerweile völlig nutzlos erscheinende ) Sucherei , die eine massive Verzweiflung des Gefangenseins in dieser Suche auftauchen lies … „Mein Gott , wenns „es“ denn so wohl verstaut irgendwo ruht , soll es doch ruhen , warum muss mich diese bescheuerte Suche da noch ewig weiter pesten“ …

    Tja , als ich dann im Klimax dieser Verzweiflung zufällig und unveranlasst , den Inhalt dieser „fast vergessenen Seitentasche“ bemerkte , und sich da etwas zeigte , was irgendwie bereits seltsam altvertraut war , da bereits in dieser stets „wissenden Ahnung“ angedeutet , es halt zuvor nur nicht so recht ernst genommen wurde , was da (nur) so „unscharf“ erahnt wurde , tja …. da zeigte sich auch der wahre Charakter dieser „Bemühungen“ …
    Sie dekorieren die Zeit des „Inzwischen“ … sind damit als Unterhaltung durchaus sinnvoll …. aber halt als unterhaltsame Dekorationen des „inzwischen“ …. allzumal ein Meditierer oder Praktizierer nicht so recht dazu kommen wird , den Inhalt dieser fast vergessenen Seitentasche zu bemerken , und sich durch den vorgefundenen Inhalt verblüffen zu lassen … er hat ja anderes zu „tun“ …

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  2. Paulette schreibt:

    lieber Nitya,

    wunderbarer Text heute danke.

    Ich freue mich besonders über deine Schilderung:

    „Da erlebte ich das erste Mal völlig bewusst dieses HIER.“

    Es ist noch nicht so lange her als wir das Thema Wahrnehmen des Buddha Geistes hier besprachen und ich schrieb da, weil du es mit dem Sitzen auf einem Stuhl verglichen hattest, dass es dem Sucher darum geht, das Sitzen auf dem Stuhl auch wahrzunehmen.

    Jetzt sagst du selbst, dass es auch für dich ein erstes Mal gab an welchem du dieses Hier bewusst (!) erlebtest.

    Glückwunsch, das ist der Grund für

    „teure Seminare oder Retreats ………irgendwelche Verrenkungen, Mantras, Yogaübungen, Räucherstäbchen“

    Alles Methoden um das Hier bewusst zu erleben.

    Es ist doch nicht jeder Mensch ein so ausgeglichenes und in sich selbst ruhenden Wesen wie du, es ist doch nicht jeder Mensch so hochbegabt, dass er durch das Hochhalten eines Blümchens oder durch Worte wie: spüren sie’s erleuchtet werden kann.

    Die meisten Menschen sind in ihrem Verstand randvoll mit furchtbaren Angstgedanken über die Zukunft oder furchtbaren Erinnerungen an die Vergangenheit oder eben von den Anforderungen in der Gegenwart mit Stress und Alltagswahn völlig absorbiert.
    Ich weiß noch sehr genau, wie ich meinem Alltag mit 50 Wochenstunden Arbeit, zwei Kindern, Haushalt, einem Mann auf Montage, der nur am Wochenende nach Hause kam und meiner langsam immer mehr sterbenden inneren Stimme, die nur noch NEIEEEEN schrie, eine Auszeit von dem Wahn erbat und mich auf den Weg an die Ostsee machte. Schon in der U-Bahn fing es an, dass ich feststellte, es hat keinen Sinn den Ort zu wechseln, ich nehme mich ja überall mit hin.
    Und dieses „mich“ war damals eben die Identifizierung mit dem völlig wahnhaften Verstand.
    An der Ostsee bin ich fast durchgedreht, weil ich aufeinmal ganz allein mit mir und diesem Folterinstrument wahnhafter Verstand war. Dieses Arschloch gab keine Sekunde Ruhe, nicht mal im Traum hat er mich mit seinen Horrorszenarien in Ruhe gelassen.
    Gedanken über unser Haus in Afragola, unsere Eigentumswohnung in Terni, unsere Wohnsituation in Berlin und Dachau, Angstgedanken über die Zukunft der Kinder, und dazwischen immer mein Chef, der von mir gefordert hat, dass ich das Handy ständig mit mir rumtrage, damit mich die Kollegen permanent anrufen können. Dann kam der Tag an welchem der Ingenieur der Firma mich anrief um zu fragen, wo eine bestimmte Bauakte sei und ich sagte ihm, dass sie genau da ist, wo sie hingehört, im Regal mit den Bauakten, falls sie nicht von einem Anderen dort rausgenommen wurde. Falls sie jedoch rausgenommen worden sei, dann könne er ja sehen, wer sie hat, denn wir hatten da ein prima System der Entnahme von Bauakten. Aufeinmal hörte ich ihn lachen und er meinte, ach da ist sie ja. Als ich ihn dann fragte, wo sie denn nun gewesen wäre da lachte er wieder und meinte, na im Regal, dort wo sie hingehört, ich hatte nur keine Lust zu suchen.
    Weil mir langsam dämmerte, was da lief, fragte ich nach, du hast mich also im Urlaub angerufen bevor (!) du im Regal nach der Akte geschaut hast? Da lachte er noch lauter und meinte ja klar, bevor ich aufstehe und suchen gehe frage ich doch erstmal dich, machen wir doch immer so.
    Dann legte er auf und ich stand wie angewurzelt im Bad meines kleinen Ostseeapartementes, mit runtergelassenen Hosen, denn ich war vom Kloo aufgesprungen als das Handy klingelte.
    Von da an habe ich nur noch geweint. Wochenlang habe ich durchgeweint, ich konnte von September bis Ende November die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr benutzen, weil mir alle Räume zu eng waren, ich bekam Atmennot und wenn ich dann draußen war liefen mir die Tränen ohne Unterlass. Ich wusste nicht mal mehr weshalb ich heule und es war mir furchtbar peinlich vor all den Menschen, die an mir vorbeischauten. Mein ganzer Halt war nur noch ein wunderbarer Arbeitskollege, der schon in Rente war aber als Urgestein der Firma jeden Tag anwesend. Er war der Einzige, der meine Not erkannte und mich mit Kuchen, Witzen und Freundlichkeit aufzumuntern suchte. Als ich eines Morgens zur Arbeit kam war da die Polizei, die uns mitteilte, dass dieser Mann tot sei, in der folgenden Nacht bekam ich „meinen“ bis heute anhaltenden Rauschtinnitus.

    Es war die Hör-CD von Eckhart Tolle – Torwege ins Jetzt, die mich am Selbstmord gehindert hat.
    Und nach einer langen Odyssee mit hilflosen Ärzten, verlogenen Heilpraktikern, gierigen Zahnärzten, verzweifelten Versuchen wieder gesund und arbeitsfähig zu werden wurde ich zu Samarpan geführt.
    Da fing ein ganz neuer Weg an, eine Reise zu mir selbst.
    Aber vor allem ein Erkenntnisweg über das Agieren des Ego, welches mit Hilfe des Verstandes, diesen Folterknecht, den ich mir selbst erschuf, mein Leben zur Hölle gemacht hatte.

    Alles ging verloren, ich verlor meinen Job, meine Kinder zogen in die Welt in andere Länder, mein Mann ging nach Italien zurück, die Anteile an den Besitztümern habe ich freigegeben, mein Gesundheitszustand wurde so schlecht, dass ich dann noch vor gut zwei Jahren mit einem Unterleibstumor und wochenlangen Blutungen zum Sterben bereit war. Ich habe außer einer kleinen OP, damit ich nicht gleich verblute weitere Eingriffe verweigert. Den Tumor ließ ich nicht entfernen.

    Durch die Hinwendung zum Geistigen habe ich dann ein „spirituelles“ Erlebnis gehabt und wurde von der Unterleibsgeschichte wieder geheilt.
    Außerdem erfuhr ich eine Art „Entkoppelung“ von dem, was ich vorher für mein „ich“ gehalten hatte.
    Ich sah, dass ich nicht bin.
    Dann habe ich wochenlang gelacht und seitdem kann mich der Verstand nicht mehr ängstigen.

    Weil ich nun weiß, dass es keinen Tod gibt, weil nichts sterben kann, was nie geboren wurde.

    Leider war mir das Erkennen durch die Vorstellung – alles ist soooo einfach – nicht vergönnt.

    Daher beneide ich dich lieber Nitya, wenngleich mir deine gestern geschilderten Ängste doch etwas zu denken geben ob du dich nicht doch von deinem hochintelligenten Verstand an der Nase herumführen lässt.

    Denn wenn es doch erkannt wurde, dass es in Wahrheit nur diesen (nennen wir es) Buddhageist gibt, der also Hier immer als Einziges exitiert, weshalb dann Angst haben?

    Du sagst:

    „Da erlebte ich das erste Mal völlig bewusst dieses HIER. Mittlerweile ist es längst völlig alltäglich geworden, nichts Besonderes mehr, völlig selbstverständlich und doch ist jeder Augenblick dadurch zu etwas ganz Besonderem geworden. Das ewige Hier als Quelle aller Phänomene….“

    Das ist es eben, was ich nicht verstehe lieber Nitya und alle Anderen:

    Angst vor den Phänomenen ist doch damit also Angst vor der Quelle – oder?

    einen immer wieder erstaunten Herzensgruß sendet Paulette

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    • Nitya schreibt:

      Liebe Paulette,

      ich bin den ganzen Tag in Zeitnot (was es alles gibt!), deshalb nur eine Frage. Wie kommst du darauf, dass ich Angst habe? Ich sag doch nur, wenn Angst da ist, bei wem auch immer, dann ist das okay und macht vielleicht wach und ermöglicht Handlungen, und niemand sollte sich da einmischen, auch nicht Frau Merkel. Das sind diese ganzen unsinnigen Anweisungen: Entspannen Sie sich mal, hören Sie auf zu denken, haben Sie keine Angst, … Ich erinnere gerade, wie ich nach meiner Bypass-OP in der Klinik lag, falsch medikamentiert worden war und in der Nacht stundenlang einen Kreislaufkollaps hatte. Ich war zu schwach, die Notklingel zu betätigen. Ich lag im Bad auf dem Boden und japste nach Luft. Da hatte ich Angst. Ich hatte keine Angst, den Löffel abzugeben. Das wäre eine große Erleichterung gewesen. Mein Körper hatte eine ganz kreatürliche Angst in seiner Atemnnot.

      Erinnere dich an den weinenden Meister beim Tod seines Meisters. Du hast ein bisschen so eine harte Entweder-Oder-Haltung. Der Meister wusste, dass es keinen Tod gibt, aber seine Augen weinten, weil sie diesen wundervollen Mann nie wieder sehen würden. Ist das so schwer zu verstehen? Und so kannst du Angst haben ohne Angst zu haben.

      Versteh ich nicht, wie man das nicht verstehen kann.😉

      Herzlichst
      Nitya

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      • Paulette schreibt:

        Da sind wir uns im Nichtverstehen nun endlich mal einig – schmunzel

        Bin auch in Eile lieber Nitya, wenn es meine Kraft heute Abend noch zulässt, vertiefe ich gern noch mal, wie ich darauf komme, dass du Angst hättest. (an der ich keinen Anstoß nähme, sondern nur an der Tatsache, dass wenn erkannt wurde was ist, die Quelle, die auszog das Gruseln zu lernen wieder zu sich zurückkehrt und dann alles Gruseln wieder abgelegt hat, da wo sie in sich selbst geborgen ist.

        „Du hast ein bisschen so eine harte Entweder-Oder-Haltung. “

        Meine „harte“ Entweder-Oder Haltung würde ich eher als klare Unterscheidung der Geister bezeichnen.

        Daher bleibt die Frage im Raum:

        „Angst vor den Phänomenen ist doch damit also Angst vor der Quelle“ ???

        schnellen Gruß nochmal

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      • Nitya schreibt:

        „die Quelle, die auszog das Gruseln zu lernen wieder zu sich zurückkehrt und dann alles Gruseln wieder abgelegt hat, da wo sie in sich selbst geborgen ist.!

        Nette Geschichte, nur zieht die Quelle nicht aus, sie geht auch nicht aufs Klo und schleckt nicht einmal Honig. Sie tut gar nix, die faule Sau. Du quasselst ständig von irgendwelchen Phänomenen (in deiner Birne) und beweist dir, was du dir beweisen willst.

        „Meine ‚harte‘ Entweder-Oder Haltung würde ich eher als klare Unterscheidung der Geister bezeichnen.“

        Es ist, was es ist und nicht das, als was wir es bezeichnen. Wenn weder Fredo noch Zaungast noch ich für dich irgendetwas klären konnten, dann vertief dich doch mal kurz in das Tetralemma: https://satyamnitya.wordpress.com/2012/02/16/tetralemma/ Das hilft dir dann wenigstens dabei, das, was du „als klare Unterscheidung der Geister bezeichnest“ und ich eine „harte Entweder-Oder-Haltung oder von mir aus „Schwarz-Weiß-Denken oder wenn dir das lieber ist „BILDZeitungsdenken“ nenne, zumindest in Frage zu stellen.

        So und jetzt verzieh ich mich ganz schnell wieder, bevor ich Prügel krieg.

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    • zaungast schreibt:

      Das einzige „Problem“ mit der Angst ist, wenn man Angst VOR ihr hat🙂
      Ansonsten ist sie bloß ein Energiephänomen, das als Reaktion auf real bedrohliche Umstände vorübergehend durch den Körper zieht…

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  3. fredo0 schreibt:

    Werte Kerstin …
    ich drängele mich mal vor , du hast ja auch die „anderen“ befragt …

    es könnte ganz leicht verstanden werden …
    doch es ist mir ein vertrautes Phänomen bei „Anderen“ .
    Es lässt sich über die „Angst“ verstehen …

    mir scheint es , dass es bei Menschen , ich kenne nicht wenige , bin selber da aber wohl verschont geblieben , die einen Weg ihres Persönlichen über und mit der Angst gingen ,
    zu einer merkwürdigen „Verabsolutierung“ dieser Angst kommt … Die Psychologies werden da bestimmt ihre Formulierung haben … Ich nehme an , dass diese Angst damit irgendwie leichter „handelbar“ wird.

    Als Hinweis also … eine Angst vor Phänomenen ist auch Teil dieser Phänomene !
    Eine Angst VOR etwas gibt es gar nicht … Denn da müsste ja Angst Bestehen und das Beängstigte , und zwar gleichzeitig , als seperate Entitäten , die halt die Konstellation eines VOR erzeugen … Angst ist immer ein begleitendes Phänomen ( also Dekoration der Dekoration ) … oder um es etwas „pychologischer“ auszudrücken … Interpretation eines Erlebens , und zwar als Erwartung ( ! ) einer möglichen Auswirkung … das direkte Erleben im JETZT kennt keine Angst … nur davor oder danach taucht sie als Vorher-Bedrohlichkeit oder Nachher-„da war Bedrohung“s-Interpretation auf … jeder kennt das von der Autobahn … wenn der LKW plötzlich nach links ausschehrt , ist da eine plötzliche seltsam hohle Reaktion im Körper , so ne Art Loch im Bauch … doch da ist … noch … keine Angst … erst einige Sekunden später kommt sie „hochgeschlichen“ und lässt das Herz pulsieren …

    Damit wird doch ganz einfach deutlich , dass , wenn da eine Figur , sei es ein Fredoo oder ein Nitya , Bedenken äußert ( die du , aber halt nur du ) mit Angst gleichsetzt ( ! ) , dies einfach nur auch ein Teil der Phänomenfolge ist …
    Da taucht einfach Bedenken auf … in diesen Figuren …
    Und da taucht einfach das BreitArmPhänomen auf … in anderen Figuren …

    Nix davon , ist auch nur im geringsten außerhalb dieses PhänomenenZirkus .
    Und wird es auch niemals sein .

    Um ein buddhistisches Bild zu zitieren … Reif und Speichen eines Rades werden sich auf ewig „bewegen“ … die Nabe ruht dabei in ihrer Mittigkeit …

    Es ist ja stets die selbe Nabe , die da im Bedenklichen und im Sich AufBreitenden „ruht“ …
    Unter Betrachtung der Nabe , ist weder das eine noch das andere von Bedeutung …

    Doch da , wo es sich „dreht“ , dreht es sich halt mit Drehungsbedeutung …

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    • Marianne schreibt:

      Da taucht einfach Bedenken auf … in diesen Figuren …
      Und da taucht einfach das BreitArmPhänomen auf … in anderen Figuren …

      Lustige Beschreibung des Szenarios – gefällt mir!🙂

      Im buddhistisch-psychologischen Denken ist der „Dämon“ immer ein „Gefangensein“ in einer Form, eine Anhaftung – am BreitArmPhänomen kann einer natürlich auch kleben bleiben.
      Schau‘ ma mal, wie es Angela heute in Brüssel ergeht …

      LG
      Marianne

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  4. fredo0 schreibt:

    ergänzend …
    „vor der Quelle“ gibt es alles mögliche … Erwartung , Angst , Hoffnung , Verzweiflung , Desinteresse , Genervtheit , Langeweile , Enttäuschung , und und
    „nach der Quelle“ übrigens auch … genau in der gleichen Variationsbreite

    Es bedarf da einer „geläuterten“ Sichtweise …
    denn dieses seltsame Vermischen von konzeptioneller Quelle und Erscheinung , oder Nabe und Reif , ist immer wieder anzutreffen in der „SucherSchar“ .

    Die Nabe / Quelle ruht OHNE die geringste Bewegung …
    das bedeutet aber auch … definitiv … dass es keinerlei Auswirkung dieser Nabe / Quelle in ein persönliches Leben gibt .
    Diese erwartete Düngung oder gar Heilung aus der Quelle / Nabe zeigt halt den SucheStatus an . Da erwartet jemand immer wieder von dieser „Quelle“ etwas besonderes / verbesserndes / heilendes / unterstützendes .
    Und hält das sogar für das Wesen „dieser Quelle“ .

    In der Verblüffung zeigt sich einfach nur die in sich selbst ruhende ( ! ) Quelle .
    Nur in sich selbst … Und es erweist sich ein damit genau „richtig“ und „genug“ sein … Die Quelle ruht … und NUR das … sie ruht da einfach so vor sich hin … und ist an dir Menschlein und deinen Wünschen und Hoffnungen nicht im geringsten Interessiert … Diese gehen der „Quelle“ schlicht am Arsch vorbei …
    Die Quelle / Nabe ruht … thats it … nothing else …

    Weder lässt dieses „bemerkte“ thats it , irgendwelche Ängste verschwinden , noch werden andere Befindlichkeiten verändert oder gar verbessert …
    Ein die „Quelle bemerkendes“ Arschloch bleibt das eben gleiche Arschloch ..
    Ein skeptischer Bedenkenträger bleibt ein skeptischer Bedenkenträger …
    Eine gerne die ArmeAusbreiter , breitet mit Begeisterung die Arme aus …
    Ein gern vor sich hin Schweiger , schweigt weiter vor sich hin ( wenn ihn die Anderen lassen )

    „Just a little bit more peace of mind “ sagte Ramesh Balsekar … aber nicht deshalb weil dieser „peace“ jetzt der Lohn wäre , sondern weil einfach diese Suche nach einem Lohn … endlich ! … ihr Ende fand .

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