Einmal hin, einmal her oder das Spiel der Polarität


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Also nachdem es Ronny gestern gewagt hat, mich mit einem Musikantenstadel zu erschrecken, fahre ich mit einem ebenso „profanen“ Thema fort. Ich erinnere mich mit ziemlich gemischten Gefühlen an ein freundliches Wesen weiblichen Geschlechts, das mir einmal ihre Liebe gestand, und wie mir nur ein ziemlich dämliches „Operationalisier das mal!“ herausfuhr. „Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich, auf das Ende sehe!“, muss mir wohl mit Wilhelm Busch durchs Hirn geschossen sein und „Operationalisier das mal!“ sollte dann auf die kleinkarierte Frage hinauslaufen, welche Erwartungen ich jetzt zukünftig zu erfüllen hätte. Ich schäm mich ja heute noch gebührlich für meine wenig gentlemanlike Reaktion. Wenn man älter wird, ist man einfach zunehmend versaut. Man riecht den Braten schon, bevor er in der Röhre ist. Die alten Spiele wollen einfach nicht mehr so flutschen, Lehrgeld wurde hinlänglich bezahlt und die Lust auf weitere Lernprozesse auf diesem Gebiet tendieren immer mehr gegen Null. Aber auch die Lernergebnisse sind schlichtweg für den Müll. Niemand entkommt der großen Göttin Polarität. Wenn’s nicht dieses Spiel ist, dann isses halt ein anderes.

 
Das waren halt noch Zeiten. In denen man sich in aller Unschuld und Offenheit auf jedes Spiel einließ. Aber natürlich waren auch diese Zeiten keine Zeiten reiner Seligkeit, sondern gut durchwachsen mit Freude und Leid, wie sich das so gehört. Auch Sigmar und Angela werden wohl ihr Tänzchen nicht ohne Blessuren über die Bühne bringen. Ob der Gabriel dann immer noch so freundlich lächeln wird? „Es kann nur einen geben“, sagte der Highlander. Na ja, das ist auch so ein komischer Wunschtraum. Die Angela hat schon längst andere Tänzer, die denselben Traum träumen.

GMMan spielt miteinander und jeder will gewinnen. Über dem Tisch grinst man freundlich und unter dem Tisch tritt man sich ans Schienbein oder hat dort seine Messer und Schusswaffen platziert. Manche träumen ja davon, dass es doch möglich sein müsste, fair miteinander zu spielen, arglos und ohne böse Absichten. Auch dieser Traum ist schon ziemlich alt.MT

Zuletzt, und auch da gibt es wie allgemein bekannt, kein Entrinnen, wartet das Verschwinden des Pols auf uns, zu dem wir immer „ich“ gesagt haben. genauso wie unser anderer Pol, mit dem wir nie etwas zu tun haben wollten. Sie werden einfach aus dem Spiel genommen. So ’ne Scheiße! Hab ich das jemand erlaubt? Ich bin doch noch nicht mal erleuchtet! Nee, also das gildet nicht … grummel … grummel …

 

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3 Antworten zu Einmal hin, einmal her oder das Spiel der Polarität

  1. Paulette schreibt:

    „Das waren halt noch Zeiten. In denen man sich in aller Unschuld und Offenheit auf jedes Spiel einließ.“
    Ja lieber Nitya, das war die Zeit, in welcher sich keinerlei Vorerfahrung hemmend auswirkte. Heute weißt du ja, was passiert, wenn du der Verlockung nachgibst.
    Ich finde immer noch, dass Samarpan das auf herrlich komische Weise erläutert:

    Teil 2

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    • Nitya schreibt:

      Na ja, liebe Paulette,

      ich vermute mal, der gute Samarpan war auch schon in dem Alter, in dem er sein Fett weggekriegt hat. Danke für die Videos! Schön ihn mal wieder gesehen und gehört zu haben!

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