Dattatreya: Wie willst du das verstehen?


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Ohne Zweifel – du bist Wirklichkeit!
Gibt es etwas, das verstanden werden muss?
Das, was nicht zu verstehen ist,
und das, was selbst offensichtlich ist,
ist das Selbst.
Wie willst du das verstehen?

aus: Avadhuta Gita, [1,34]

 Jedes Wort ist das lebendige Wort der Totalität. Es ist eine totale Bedingung der Verwirklichung, die das Licht der Lampe scheinen lässt. Die Energie, die das gesamte Universum unterhält, betreibt auch diesen Lautsprecher, und jedes Wort, das aus ihm herauskommt, ist eine Vibration dessen, was ist. Das bezeichnet man als lebendige Worte. Es ist dasselbe Leben, das die ganze Veranstaltung am Laufen hält. Ich kann nur darauf hinweisen und du bist DAS, was DAS ist. Du bist die Null der Null, die Eins der Eins und die Acht der Acht, du bist DAS.

Wenn Null ist, bist du Null, wenn Eins ist, bist du DAS, was Eins ist und wenn du das Unendliche bist, dann bist du das Unendliche. Aber du bist nicht das Unendliche, du bist nicht endlich und du bist nicht die Null. Du bist DAS, was sich selbst als Null, als Eins und als Acht verwirklicht. Das ist die unendliche Geschichte des SELBST. Es gab niemals eine Geschichte, die an ein Ende kommen kann.

Aus: Karl Renz, „Erstes und Letztes“

der unaufhaltsame Abstieg einer Bergarbeiterfamilie:


der unaufhaltsame Aufstieg einer Blondine


wenn Blöd ist, bist du DAS, was Blöd ist


Gibt es irgendetwas, das nicht eine Manifestation von „DAS“ ist? Die Bergarbeiterfamilie als Beispiel oder die Blondine oder der Affe? Die Spiris begrüßen sich in unseren Landen gern mit zusammengelegten Händen mit „Namaste“ und wenn sie befragt werden, was das bedeute, übersetzen sie das Wort mit Kennermiene mit „Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir.“ Als ob irgendjemand gewissermaßen als Stellvertreter Gottes fungieren könnte! Das Göttliche ist das Göttliche und muss sich nicht begrüßen. Der angebliche Stellvertreter scheint jedoch an diese beiden Entitäten zu glauben: An sich als Stellvertreter und an „das Göttliche“, dass dadurch zum Objekt wird, was es bis in alle Ewigkeit weder ist noch nicht ist. Na ja, in der Regel wird „Namaste“ gebraucht wie in Bayern das „Grüß Gott“ oder sonstwo ein „Hallo“. Es hat keinerlei Bedeutung außer der, dass der Namaste-Grüßer zum Ausdruck bringen will, dass er was Besonderes, dass er ein Spiri ist.

„Gibt es etwas, das verstanden werden muss?“ fragt Dattatreya und will diese Frage vermutlich gleich als Antwort verstanden wissen: Nein, nichts muss verstanden werden, nichts kann verstanden werden. Und doch wird der Verstand nicht aufhören, verstehen zu wollen – bis Blut spritzt schlägt er seinen Kopf gegen die Mauer der Nichtantwort, wie uns Ikkyû gestern nochmal verklickert hat. Also, gib’s auf – wenn du kannst! Es ist hoffnungslos.K

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Eine Antwort zu Dattatreya: Wie willst du das verstehen?

  1. Ronny schreibt:

    Ohne Zweifel

    „Gibt es etwas, das verstanden werden muss?“ vielleicht das nichts verstanden, oder „etwas“ erkannt werden muß, und so von dieser Funktion, des Verstehen wollens, des erkennen wollens, des erlangen wollens lassen,… damit es sich, im gegenwärtigen selbst entschleiern und ganz erfassen kann

    dies „wie angle ich mir einen Millonär“ wird nur das „ich und sein objekt der Begierde sehen“. Und auch darin wird das Selbst in seiner offensichtlichkeit aufblitzen und erscheinen, doch für die Blondine, absolut bedeutungslos, nichts von wert. Und so wird weiter nach den Objekten geschaut. Ausser wenn die „Gnade“ auf sie schiesst;-)

    Jede Aussage hat ihre Tücken. Siddharameshwara Mahraj drückt sich hier bezugnehmend auf das Selbst, ein wenig anders aus – auch wenn ihm sicher, die Sicht Dattadreas nicht fremd ist

    doch mir scheint, Meditation kann da auch zum nächsten Gefängnis werden, die die Hoffnung und Lüge auf ETWAS anderes am Leben hält und nie ankommen läßt, weil es „vielleicht“ nur HIER möglich ist.

    Vielleicht ist das auch die Möglichkeit der Meditation, anzuhalten und zu sehen was HIER offensichtlich ist – wie auch immer es ist – und sich dem Offensichtlichen anzuvertrauen,…

    Es ist weder hoffnungslos noch zielführend,
    weil du bist was du bist

    Namaste, Servus, Pfüat Gott und auf Wiedersehen

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