Liä Dsi: … und man wird euch lieben


B
Yang Dschu wanderte durch Sung und kam im Osten davon in eine Herberge. Der Herbergswirt hatte zwei Weiber, die eine war schön und die andere hässlich. Die Hässliche war geehrt und die Schöne verachtet. Meister Yang fragte nach dem Grunde.

­­Da sagte der junge Mann in der Herberge zu ihm: „Die Schöne hält sich selber für schön, darum weiß ich von ihrer Schönheit nichts. Die Hässliche hält sich selber für hässlich, darum weiß ich von ihrer Hässlichkeit nichts.“

Meister Yang sprach : „Meine Jünger, merkt es euch! Wandelt recht, aber meidet selbstgerechten Wandel; dann mögt ihr kommen, wohin ihr wollt, und man wird euch lieben.“

aus: Liä Dsi, „Das wahre Buch vom quellenden Urgrund“

wDie alten Taoisten liebten es allem Anschein nach ganz praktisch und lebensnah. Die Diskussionen buddhistischer Scholastiker waren ihnen noch gänzlich fremd. Ist das nun ein Rat à la Dale Carnegie oder steckt doch was anderes dahinter? Da ist ein Herbergswirt mit zwei Weibern. Der junge Mann sagt, er wisse weder etwas von der Schönheit der einen wie von der Hässlichkeit der anderen. Wie er sagt, ist das deshalb so, weil die beiden Weiber sich schön bzw. hässlich glauben. Er sagt aber noch mehr: Die Schöne würde verachtet, die Hässliche geehrt. Versteht ihr das? Also ich verstehe das erst mal überhaupt nicht. Nachdem die Geschichte aber schon fast zweieinhalb Jahrtausende alt ist und von dem sehr ehrwürdigen Herrn Liä Dsi stammt, erstarre ich vor Ehrfurcht und denke, dass das vielleicht doch kein zweieinhalb Jahrtausende alter Blödsinn ist. Auch der Einwand „Ja, das sind so Geschichten!“ kann mich nicht daran hindern, über den Hintersinn dieser Geschichte nachzugrübeln. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Vielleicht liefert Meister Yang des Rätsels Lösung? Er sagt: „Meine Jünger, merkt es euch! Wandelt recht, aber meidet selbstgerechten Wandel; dann mögt ihr kommen, wohin ihr wollt, und man wird euch lieben.“ Hmm, wandelt recht, aber meidet selbstgerechten Wandel! Was meint er denn damit wieder? Mir fällt gerade ein Satz des verstorbenen Sannyas-Astrologen Prem Prasad ein: „Immer wenn du glaubst im Recht zu sein, bist du es nicht.“ Meister Yang: „Meidet selbstgerechten Wandel“. Ist das das Stichwort – „selbstgerecht“? Geht es darum, dass man glaubt, selbst im Recht zu sein? Aber trifft das nicht auf beide Weiber zu, dass sie glaubten, mit einer ganz bestimmten Bewertung im Recht zu sein? Vielleicht sind sie damit dem Herbergswirt auf den Keks gegangen, dass sie ihm das immer wieder vorbeteten und er darauf „angemessen“ reagieren sollte? Aber wieso wird dann die eine verachtet und die andere geehrt? Ist das vielleicht einfach die Reaktion darauf, dass man sich bei der Lobhudelei der einen klein und hässlich fühlt, während man sich bei dem Jammerlied der anderen groß und stark fühlt, weil man großzügig Trost und Rat spenden kann? Ich weiß es nicht.

mHmm, hmm, irgendwie komm ich nicht weiter. Was ist denn nun die Quintessenz der Geschichte? Meidet selbstgerechten Wandel? Ein guter Vater ist kein guter Vater? Eine schöne Frau ist keine schöne Frau und eine hässliche keine hässliche? Laotses „Erst seit auf Erden ein jeder weiß von der Schönheit des Schönen, gibt es die Hässlichkeit; erst seit ein jeder weiß von der Güte des Guten, gibt es das Ungute.“ Wer sich für überhaupt nichts hält, sondern einfach ist, mag kommen, wohin er will, und man wird ihn lieben? Ist es das? Vielleicht seid ihr schlauer und euch fällt was Besseres ein. Ansonsten kommt mir der Gedanke: Nur weil eine Geschichte fast 2500 Jahre alt ist, muss sie nicht unbedingt … ach, ich sag besser nichts mehr.0

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21 Antworten zu Liä Dsi: … und man wird euch lieben

  1. Eno Silla schreibt:

    Ach all diese Geschichten
    Diesseits und jenseits der Worte
    Einfaches Sosein

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    • Nitya schreibt:

      Also ich liebe Geschichten.
      Auch sie sind Teil des Soseins.

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    • Eno Silla schreibt:

      Love has no body
      I love you, you big dummy
      No body has love
      Love has no body
      Breathe deep
      Breathe high
      Breathe life
      Don’t breathe ah lie
      I love you, you big dummy

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      • Paulette schreibt:

        ach wie schön, danke Eno Silla, bei Captain Beefheart fällt mir gleich noch Frank Zappa ein , da werd ich wieder jung und denke an die Zeit als bei uns die Bongo Fury (Beefhaeart und Zappa gemeinsam) auf einem Vierspurtonband rund um die Uhr lief.
        Dir einen Gruß:

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      • Eno Silla schreibt:

        Ach Mensch, dass ich mit dem ollen, verrückten Captain Beefheart noch jemanden eine Freude machen konnte, freut mich doch sehr! An die Zeiten in den Siebzigern kann ich mich auch noch sehr gut erinnern… Da war auch ich jung und die Welt lockte mit allerhand Glitzerkram.
        Danke für die Grüße und für Frank Zappa, der hat damals soviel Spaß gemacht!
        Herzlichst
        Eno

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  2. Paulette schreibt:

    lieber Nitya,
    ich nehme die Einladung zum Mitdenken mal an, „Man gönnt sich ja sonst nichts.“

    Falls es sich so abgespielt hat, wie in der Geschichte beschrieben, fällt mir nur eine Deutung ein.
    Das, was man über sich glaubt führt zu entsprechenden Handlungen.
    Der hier zitierte Ungläubige ist ja ein Wirt. Für den ist es in der Tat wichtig, wenn er zwei Weiber hat, dass sie Beide in der Wirtschaft ordentlich mit an packen. Da müssen die Böden auf den Knien gescheuert, Wasser geschleppt, Tiere gemordet und ausgenommen werden, Gemüse geputzt, Kartoffeln vom Feld geholt werden, etc.
    Viele Frauen, die sich für äußerlich schön halten, sind sich zu schade für solche Arbeiten. Jeder kennt das, diese hochhackig stöckelnden Tussis voller Schminke und mit einem Gesichtsausdruck von: komm bloß nicht in meine Nähe oder halte mir gefälligst die Türen auf.
    Und dann die, die sich für äußerlich hässlich halten. Sie unterwerfen sich, sind sich nicht zu schade für diverse „niedere“ Arbeiten, wenngleich sie diese Opferhaltung vor sich hertragen. Seht her, ich bin sooo hässlich, mir bleibt nichts anderes übrig als mich abzuschufften, ach, ach das Leben hat es nicht gut mit mir gemeint.
    Und jetzt stellt man sich den „armen“ Wirt vor, zwischen diesen beiden Tanten. Der arme Mann.
    Das Beste was er tut kann ist, weder der einen noch der anderen ihren Glauben zu bestätigen. So hat er sie am Besten im Griff, weil sie nun gleichberechtigt und ohne zu klagen arbeiten müssen.
    Die Schöne findet das zum Kotzen und man sieht ihr das an, deshalb wird sie verachtet, die Hässliche ist begeistert und man sieht ihr das ebenfalls an, deshalb wird sie geachtet, weil sie voller Freude ihre tägliche Arbeit leistet und eine gute Stimmung verbreitet.

    Und nun zum „Meister“, er dürfte wohl das Gleiche Problem, wie der Wirt haben. Seine Jünger in den Griff zu bekommen.
    Da sind die Einen, aus reichen und ehrfurchtsvollen „Häusern“, die sich für was Besseres halten und „den Weg“ gehen, weil sie sich dafür entschieden haben. Solche Menschen, sind auch heute noch zum Brechen zu ertragen, wenn sie vermeintlich Gutes tun und dabei so selbstgerecht umherstolzieren. In jedem Nonprofit Unternehmen gibt es diese Typen, die genug Geld in der Hinterhand haben und sich sooo hip fühlen, weil sie tun, was sie tun und dennoch glauben, sie hätten das ja gar nicht nötig. Und dann die anderen, die zum Meister kommen, weil sie in Not sind, kein Geld haben, auf das Betteln und die Spenden angewiesen sind. Die unterwerfen sich denen aus „gutem Hause“ sofort und von Gleichbehandlung in so einer Gemeinschaft keine Spur.
    Das bekommt man von außen ( als Meister, Chef oder Guru) nicht geregelt.
    Jeder der Anwesenden muss bei sich selbst sein Denken über das, was er angeblich sei, ändern.

    Insgeheim glaube ich ja, dass die Idee, wir sind alle nur „DAS“ aus dieser Schwierigkeit geboren wurde, den Menschen ihren Glauben über sich selbst austreiben zu wollen, zu müssen.
    Macht ein Mensch das konsequent und hält alle für das Eine, dann kann er überall hinkommen und wird von Jedem geliebt.

    so ditt ma aus meiner Feder😉

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  3. Baboji schreibt:

    Die beiden Weiber sind vorgefasste Meinungen/Definitionen.

    Meister Yang weist darauf hin, dass wir gerecht wandeln sollen. Das rechte Maß ist nicht zu viel und nicht zu wenig. Die beiden Weiber verlassen durch ihre Selbsteinschätzung das rechte Maß. Der Wirt übrigens auch, da er die eine ehrt, und die andere nicht.

    Der junge Mann sieht durch. Er hat Tao. Er wird auch bestimmt der beliebteste im Ort sein. Er hat das rechte (Augen)Maß, denn er sieht weder Hässlichkeit noch Schönheit.

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    • Nitya schreibt:

      „Da sagte der junge Mann in der Herberge zu ihm: “Die Schöne hält sich selber für schön, darum weiß ich von ihrer Schönheit nichts. Die Hässliche hält sich selber für hässlich, darum weiß ich von ihrer Hässlichkeit nichts.”

      Ich hab da meinen Zweifel. In diesem Text taucht zweimal der Begriff „darum“ auf. „Hätte der junge Mann Tao“, wie du meinst, gäber es wohl kein „darum“.

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      • Baboji schreibt:

        Hallo Nitya, ich versuche es ein wenig detaillierter:

        Der junge Mann möchte sich den „reinen Blick“ erhalten. Auch wenn er „Tao hat“ ist er bestrebt, den Ausgleich herzustellen. Dies tut er, indem er quasi die vorgefasste Meinung nicht übernimmt. Warum? Um eben Natürlichkeit zu bewahren. Statt Schönheit könnte auch Reichtum stehen.

        Natürlich könnte die Belehrung länger sein, dann wäre auch vieles für mich klarer. Die taoistischen Geschichten sind für viele Deutungen offen und diese ist ja auch nur eine von zig Möglichkeiten, je nachdem wie man die Wörter verwendet. Das schöne an diesen Geschichten ist ja, dass sie noch unbelastet sind und wir hier im Westen über keine Deutungen verfügen (Kommentarwerke). Somit wirken sie meiner Meinung nach auch eher intuitiv. Darum kann man eigentlich nicht sagen, „so und so ist das gemeint“. Aber sich trotzdem ranzuwagen macht Spass und ist irgendwie so wie ein Kreuzworträtsel, nur dass die Lösungsseite verlorenging.

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      • Nitya schreibt:

        Hallo Baboji,

        Gott sei Dank ist die Lösungsseite unauffindbar. Stell dir mal vor, Buddha hätte für sein Rätsel: „Was bedeutet ‚Blume hochhalten?'“ eine Lösungsseite angeboten!“ Schauder! Der Herr bewahre uns vor Kommentarwerken! Und niemand hat Recht. Ja, das macht Spaß.

        Aber widersprechen auch.😉

        Wer „das Tao hat“ hat es nicht mehr nötig, den Ausgleich herzustellen. Der Ausgleich stellt sich ganz von allein her. Er muss auch keine Natürlichkeit bewahren, so wenig wie die beiden Eichhörnchen, die gerade die beiden Lärchen rauf und runter jagen und Fangen spielen.

        Also find ich so.🙂

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  4. fredo0 schreibt:

    da niemand „das Tao hat“ , und noch nicht mal tao etwas oder jemand „haben“ könnte , sondern sich tao einfach nur im „fa ziran“ äußert ( im wahrsten sinne des wortes ) , bleibt nur der der jeweiligen eigenart entspringende dynamische ausdruck ( ich mag zur zeit den begriff „ausstülpen“ ) als reines „bemerken“ .

    in diesem „bemerken“ wird jedoch nicht „tao“ bemerkt ( das bleibt als TAO einfach für den homosapiens „unbemerkbar“ ) sondern „bemerkt“ kann nur das „ziran“ werden ( = der natürliche dynamische fluss aus „eigenart“ , die jeweilige „augenblicklichkeit“ immer wieder neu dekorierend) …

    in diesem „bemerken“ gibt es weder ein „um zu ….“ , noch ein „bewahren“ von was auch immer .

    eine natürlichkeit , im sinne einer idealhaltung ist diesem „bemerken des ziran“ sogar völlig konträr , denn bemerkt wird nicht was gerade geschieht , sondern DAS es geschieht … völlig egal ob natürlich oder unnatürlich , und selbst wenn dies „bemerken“ , warum auch immer , mal nicht so ( wertfrei ) funktionieren sollte , wird auch dies ( nicht so funktionierende ) wieder nur zu einem weiteren angebot des bemerkens .
    Dies „bemerken“ ist wohl vergleichbar dem „weichen blick“ , der ja auch ganz automatisch ( also ohne direkte bemühung ) wahrnehmung vom objekt abzieht , ohne dabei jedoch wahrnehmung selbst zu unterbinden

    kein spezielles handeln , keine bestimmbare haltung ist da erwünscht oder gar notwendig , bzw. , jegliches handeln und jegliche haltung erfüllt dies … angebot zu sein … für ein „bemerken“ …

    doch auch dies bemerken hätte noch seine „merkende“ fixierung … solange da ein „etwas“ bemerkt würde …
    genauer gesagt ( und doch der eigentlichen unwörterbarkeit“ entsprechend ) , wird dabei also eigentlich nur das bemerken bemerkt … doch kein etwas das da „bemerkt“ werden könnte oder gar sollte …

    das was ich die „innere nabelschnur zum eigentlichen“ nenne , lässt ja ganz automatisch diese unwörterbare „leere des eigentlichen“ in das aktuelle „sich ereignen“ hineindifundieren ( sorry , gerade kein besseres wort im vokabulum präsent , gerade wieder nach viel autobahn etwas ermattet😦 ) …
    das wahrnehmungs-/erinnerungs-bild des aktuellen ereignisses wird dadurch irgendwie immer transparenter ( = irrelevanter ) und das lässt wiederum die letztlich jedes ereigniss „tragende“ leere immer deutlicher werden … bzw … wird das übersehen oder ignorieren dieser „basis-leere“ immer unmöglicher …
    damit wird das „aktuelle“ auch nicht irgendwie besonders , sondern , tja … gewissermaßen … sogar im gegenteil … austauschbar und irrelevant …. in dieser entwertung von relevanz ( die aber nicht aus der relevanz ( = sinngebender interpretation aus „mein“ung ) heraus möglich ist , sondern sich nur durch das „einsickern der leere“ ergeben kann ) wird das „dao fa ziran“ dann quasi zum ultimativen erkenntnisprinzip jeglicher äußerung ( ausstülpung ) von lebendigkeit .
    … und halt nicht nur bestimmter „natürlicher“ oder „idealer“ …
    und das eingebettet sein ( man kann auch ausgeliefert sein dazu sagen ) in dieses „prinzip“ lässt sich sehr wohl als tiefer friede und freiheit erfahren … manche sagen sogar „liebe“ dazu …

    das was da „lebt“ bin ja nicht ich , sondern das , was als „mein“ leben auftaucht , entspricht auch vollumfänglich (nur) dem „ziran“ … dieses aus eigenart der „komponenten“ sich dann dynamisch ergebende kompendium von ereignissen … das dies dann in „meiner“ erinnerung zu „meinem“ leben zusammengefasst wird , ist eine nette masche dieses „ziran“ … und hübsche frauen oder hässliche hat dieses „ziran“ sicherlich auch in seinem dekorations-angebot … doch über das dekorative hinaus bedürfen sie eigentlich keiner weiteren be-deutung …
    es sei denn , „ziran“ erlaubt sich mit dir den witz von „be-deutung“ …
    dieser „ziran“schlingel aber auch …😀 .
    Ich beantrage da einfach mal die „hübsche“ dekoration

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    • Nitya schreibt:

      ( sorry , gerade kein besseres wort im vokabulum präsent , gerade wieder nach viel autobahn etwas ermattet😦 )

      Oh Mann, ich möcht ja nicht wissen, wei du loslegst, wenn du nicht „etwas ermattet“ bist. Aber für deine Ermattung hast du es sauber auf den Punkt gebracht.

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  5. Elmar Vogel schreibt:

    Die Aussage der Geschichte zielt m. E. in dieselbe Richtung wie das bekannte neutestamentliche Jesuswort : „Wer sich selbst erhöht wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt wird erhöht werden.“ Im Kern geht es hier ja um Ehre und Achtung bzw. um Unehre und Verachtung: Zitat: „Die Hässliche war geehrt und die Schöne verachtet.“ Also um Kategorien die unabhängig von allem äußeren Schein (Schönheit und Häßlichkeit) existieren.

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    • Nitya schreibt:

      Lieber Elmar, Grüß Gott.

      du schreibst: “ Also [geht es um] Kategorien die unabhängig von allem äußeren Schein (Schönheit und Häßlichkeit) existieren.“ Ja, man könnte vermuten, dass die Hässliche ein freundliches Wesen hatte, während die Schöne möglicherweise ihre Mitmenschen ziemlich arrogant behandelte.

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  6. Elmar Vogel schreibt:

    Ja, insofern wäre: „Die Schöne hält sich für schön.“ eine Metapher für Selbstgefälligkeit.
    bzw. “ Die Hässliche hält sich selber für hässlich.“ eine Metapher für geübte Einsicht in die eigene Unzulänglichkeit. Mit anderen Worten: Tugend und Untugend hängen ab, vom Gegenstand mit dem wir uns identifizieren bzw. nicht identifizieren.

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  7. Elmar Vogel schreibt:

    Da fällt mir gerade noch eine weitere Parallele ein: „Wahre Worte sind nicht schön und schöne Worte sind nicht wahr.“ Konfuzius

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  8. Elmar Vogel schreibt:

    Danke! Umso besser – der steht mir ohnehin näher.

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    • Nitya schreibt:

      Das freut mich sehr. Irgendwie war der Konfuzius für mich immer so ein bisschen der Dale Carnegie der damaligen Zeit: Für alles eine passende Antwort, für alles ein passendes Rezept, für alles die richtige Handlungsanweisung. Deshalb ist er ja auch im heutigen China immer noch so beliebt.

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