Also ist jetzt das Nicht(s)-Sein besser als das Sein – oder nicht oder was oder wie?


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Da weiß man, was man hat.
Oder doch nicht?

 Ich hab das schon mal erzählt, dass ein paar Kollegen und ich vor Urzeiten mit dem Psychoanalytiker Dr. Wolfgang Schmidbauer zusammenhockten und uns über ein sehr spannendes Thema unterhielten. Es ging um die Frage, was für einen Sinn es mache, wenn wir in irgendeinem „geschützten Raum“ Therapie machten, während vor der Tür der Bär tobt. Wir waren alle nicht darauf aus, zu irgendeinem Ergebnis zu kommen, wir wollten uns einfach der möglicherweise ziemlich skurrilen Situation bewusst werden.

Griechenland ist im Augenblick in einer sehr prekären Situation und die kommende Abstimmung wird für die Griechen wohl zu einer wilden Fahrt zwischen Skylla und Charybdis hindurch und bedeutet möglicherweise das Aus für eine Regierung, die es wagte, einen ganz eigenen Weg zu gehen jenseits der desaströsen Wege der Eurokraten und unserer transatlantischen Freunde. Im folgenden Video versucht Andreas Popp darzustellen, was das aus seiner Sicht auch für uns bedeuten wird.


Gestern fand ich bei „Mystik Aktuell“ folgendes Osho-Zitat:

Ein weiser Mensch ist wie eine weiße Wolke, die sich am Himmel bewegt – nicht wissend, wohin, aber voller Vertrauen. Unbesorgt, denn, wohin auch immer der Wind ihn treibt, dort wird das Ziel sein. Überall ist das Ziel; du musst es nur zulassen. Einfach zulassen, loslassen, dich hingeben. Alles geschieht zu seiner richtigen Zeit.

Nun, erzähl das mal einem Griechen, der nichts zu essen und zu trinken hat und auch kein Dach über dem Kopf und eine Zukunft, die ihm nur eines offenbart: Das alles nur noch viel schlimmer wird. Vielleicht trifft es morgen dich und mich in derselben Weise. Hierzu ein Weckruf von Gerd-Lothar Reschke:


BAlso, wofür willst du dich nun entscheiden? Dich gar nicht entscheiden zu können? Willst du wie eine weiße Wolke sein ganz im Sinn von Lama Anagarika Govinda oder Osho oder Jesus mit seinem Hinweis: „Sehet die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?“ oder willst du „ganz realistisch“ dein Konto auflösen und in Sachwerte einsteigen, Gold, Diamanten, ein Stück Land, …? Was wird aus all den spirituellen Heilsversprechen, wenn du auf der Straße liegst und am Verhungern bist? Es ist die ewig aktuelle Frage. „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ Wie geht das? Lässt sich das eigentlich trennen oder sind alle Entweder-Oder-Überlegungen nicht einfach nur müßige Hirnwichsereien? Sollte man sich überhaupt mit diesem ganzen Kram beschäftigen oder lieber dem lieblichen Gesang einer Nachtigall lauschen?

 

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2 Antworten zu Also ist jetzt das Nicht(s)-Sein besser als das Sein – oder nicht oder was oder wie?

  1. fredo0 schreibt:

    Die Vögel säen nicht – und ernten doch .

    Der Mensch protestiert und agitiert ( wenns in seiner Eigen-art liegt ) … möglicherweise vergeblich … möglicherweise erst mit sehr verzögerter Wirkung … und ist nicht um ein Resultat bekümmert , sondern nur am schlichten Ausdruck seiner Widerstandsreaktion mit möglicherweise Protest und Agitation interessiert … und wenn es auch noch keine erkennbare Wirkung im Großen zeigt , nicht besorgt , sondern wissend dass auch seine (Re)aktion ihren unverzichtbaren Teil am Wellengang der Zeiten hat …

    Gefällt 1 Person

  2. Prem-Punito49 schreibt:

    weil , zur Zeit , nahezu inflationär so mannigfache Griechenland- Hegemeinungen gibt , bin ich heute zu faul um noch was “ Schlaues “ von mir zu geben .
    Damit ich nicht umsonst in die Tasten haue , schick `ich `nen Gedicht und `nen Lied ,
    ansonsten hab `ich alle Griechen lieb , nur nicht jene , die behende – die Kröten
    ausser Landes bringen – und in Athen gegen das “ OXI “ stimmen .

    Europas Schande
    Von Günter Grass

    «Dem Chaos nah, weil dem Markt nicht gerecht, bist fern Du dem Land, das die Wiege Dir lieh.

    Was mit der Seele gesucht, gefunden Dir galt, wird abgetan nun, unter Schrottwert taxiert.

    Als Schuldner nackt an den Pranger gestellt, leidet ein Land, dem Dank zu schulden Dir Redensart war.

    Zur Armut verurteiltes Land, dessen Reichtum gepflegt Museen schmückt: von Dir gehütete Beute.

    Die mit der Waffen Gewalt das inselgesegnete Land heimgesucht, trugen zur Uniform Hölderlin im Tornister.

    Kaum noch geduldetes Land, dessen Obristen von Dir einst als Bündnispartner geduldet wurden.

    Rechtloses Land, dem der Rechthaber Macht den Gürtel enger und enger schnallt.

    Dir trotzend trägt Antigone Schwarz und landesweit kleidet Trauer das Volk, dessen Gast Du gewesen.

    Außer Landes jedoch hat dem Krösus verwandtes Gefolge alles, was gülden glänzt gehortet in Deinen Tresoren.

    Sauf endlich, sauf! schreien der Kommissare Claqueure, doch zornig gibt Sokrates Dir den Becher randvoll zurück.

    Verfluchen im Chor, was eigen Dir ist, werden die Götter, deren Olymp zu enteignen Dein Wille verlangt.

    Geistlos verkümmern wirst Du ohne das Land, dessen Geist Dich, Europa, erdachte.»

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