Ashtavakra: Identifikation mit dem Körper

CWenn Du dich von der Identifikation mit dem Körper befreist und entspannt in und als Bewusstsein verweilst, wirst Du in genau diesem Moment glücklich sein, in Frieden, frei von Bindung.

aus der Ashtavakra Gita, Vers 4

Unglaublich, wie modern doch diese Ashtavakra Gita ist! Schon tausende von Jahren vor unserer Zeit erkannten sie, worum es geht. In dem folgenden Video könnt ihr sehen, wie reaktionäre Kräfte versuchen, die progressiven Erkenntnisse der neuen Zeit an ihrer Entfaltung zu hindern. Die Zeit der primitiven Unterscheidungen ist nun endgültig vorbei. Das wusste auch schon unser aller Kaiser Wilhelm II.: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenn nur noch Deutsche!“ Heute gehen wir frohgemut in die Zukunft mit unserem neuen Wahlspruch: „Wie kennen keine Frauen und Männer mehr, wir kennen nur noch Menschen!

Tja, wat sachste nu, Alterchen? Nu musste dir mal langsam Weiberklamotten besorjen. Nu hab dich ma nich so! Biste doch schon in Poona mit so’m Fummel durch die Jejend jerannt. Also, stell dir jetzt bloß nich so an!

Ist doch lustig, wie die Staatenlenker, immer wenn es ihnen ins politische Kalkül passt, „alle“ Unterschiede verwischen wollen. Es gibt keine feinen Pinkel und keine Sozis mehr, sondern nur noch Deutsche. Und die deutschen Sozialdemokraten sind doch glatt damals drauf reingefallen. Na ja, tun se heute ja immer noch. Damals war’s also der Kaiser, der diese freche Lüge in die Welt gesetzt hat. Heute sind’s die Amis. Ausgerechnet die, die die Achse des Bösen bekämpfen wie der Erzengel Michael den bösen Satan. Wär doch mal was, wenn der Obama sagen würde: „Ich kenne keine Feinde mehr, ich kenne nur noch Freunde! Komm, Briederchen Wladimir Wladimirowitsch, komm an mein Herz!“ Sagt er aber nicht. Den Unterschied zwischen Arm und Reich will er auch nicht aus der Welt schaffen und auch sonst keinen anderen. Von Gleichmacherei wollen er und seinesgleichen absolut nichts wissen. Und das europäische Parlament scheißt sich mal wieder in die Hose und macht, was unsere transatlantischen Freunde wieder für einen Schwachsinn ausgebrütet haben. Und die treuen Verbündeten in Deutschland immer vorneweg ändern ihre Lehrpläne und quatschen so auf die lieben Kleinen ein, dass diese nicht mehr wissen, ob sie Männchen oder Weibchen sind. SAch ja, der Herr Ashtavakra, hat der das wirklich so gemeint? So’n Quatsch. Also, ich kenn den Herrn ja nicht, aber nach meiner völlig unmaßgeblichen Meinung hat der Herr Ashtavakra was ganz anderes gesagt. Die Welt ist, wie sie ist, und alles in ihr ist polar und da können sich die Genderfritzen auf den Kopf stellen und mit den Beinen „Hurra“ schreien, sie werden die universalen Gesetze nicht aus den Angeln heben können. Und wir, Männlein wie Weiblein, sind die Welt. Und so sagt Asthavakra eigentlich: Wenn Du dich von der Identifikation mit der Welt befreist und entspannt in und als Bewusstsein verweilst, wirst Du in genau diesem Moment glücklich sein, in Frieden, frei von Bindung. Und mit „Befreien“ meint der Herr Ashtavakra weder, dass ich mich jetzt entleiben solle, noch, dass ich die Identifikation mit der Welt wegadvaitern soll. Einfach dem ganzen Kram zuschauen, ist schon genug. Auch der Identifikation zuschauen. Oder den Egovorstellungen. Oder dem „was auch immer“, der Welt halt.

Also ich bin ein Mann, wenn ich mich nicht irre. Über den kann man sagen, was man will, aber Mann bleibt Mann. Animus und Anima ändern daran auch nichts. Und wenn jemand schwul oder lesbisch oder ein Transvestit oder sonst was ist … wunderbar. Gott liebt die Ausnahmen von der Regel. Ohne sie gäbe es vermutlich keine Entwicklungssprünge. Wenn ich unsere Politiker betrachte, würde ich mir wünschen, es gäbe mehr Ausnahmen als diese normierte Pfeifen. Ich muss jetzt leider aufhören, sonst finde ich kein Ende mehr. Aber den Bert Brecht muss ich mir jetzt noch mal anhören. Braucht ihr ja nicht zu tun.

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13 Antworten zu Ashtavakra: Identifikation mit dem Körper

  1. fredo0 schreibt:

    „““wegadvaitern“““
    😀
    oh wie fein gewortet ….

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  2. Eno schreibt:

    Also ich bin zwar, rein körperlich betrachtet, ein Mann.
    Aber was das eigentlich ist „ein Mann“, dass weiß ich immer noch nicht wirklich.
    Vielleicht liegt es daran, dass mein Vater mir gerne sagte: „Du bist ja gar kein richtiger Mann!“
    Ich saß halt lieber im Garten und las Bücher oder habe Vögel beobachtet, als, wie die anderen Jungs in meinem Alter, Fußball zu spielen im Dorfverein. Meine Mutter sagte gerne zu mir: „Aus dir hätte wohl eher ein Mädchen werden sollen!“ Sie bezog sich damit auf mein langes, lockiges, blondes Haar, das ich mir nicht schneiden lassen wollte. (Immerhin ist mal ein Motorradfahrer in eine Leitplanke gebrettert, als er sich nach mir umdrehte, während ich trampend an der Straße stand🙂 ) Ja, was bin ich also nun?
    Ich weiß es nicht, alles was ich sagen könnte wären Vorstellungen, Annahmen etc. Ich weiß also nicht wer oder was ich bin. Ich weiß nur das ich bin. Dieses dafür zweifelsfrei!

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    • Nitya schreibt:

      Lieber Eno,

      da geht’s dir glatt wie mir. Hab ich ja schon mal erzählt: Ich bin extra in einen Boxclub gegangen, um herauszufinden, ob ich „ein richtiger Kerl“ bin. War ich nicht, bin ich nicht, wenn ich den Vorstellungen meiner Zeitgenossen folge. Gott sei Dank! Ich hab mich beim Boxen immer entschuldigt, wenn ich jemand versehehentlich im Gesicht getroffen habe. Das tat mir immr immer total leid. Aber das ist sowieso alles Quatsch. Frauen können genauso ihren Mann stehen wie Männer und Männer können genauso ängstlich sein wie Frauen. Ich hab das immer ganz simpel definiert: Wenn sich ein Mann sexuell mehr zu Frauen hingezogen fühlt, dann dürfte es sich um einen heterosexuellen Mann handeln. Also um das, was die Leute so unter einem Mann verstehen. Die Charaktereigenschaften spielen da weniger eine Rolle. Ist Ursula von der Leyen ein Mann oder eine Frau? Das festzustellen, wird dir schwer fallen, es sei denn, du guckst nach, wen sie sich da ins Bett holt. Es ist im Grunde ganz primitiv: Die Samenzelle ist männlich, die Eizelle weiblich. Daran ändert auch Mainstreaming nix.

      Das mit dem Motoradfahrer gefällt mir. Ist mir noch nie passiert. Das muss ja eine Enttäuschung für den armen Kerl gewesen sein: Motorad ramponiert und dann auch noch DU!

      Na ja, ’n schwuler Mann ist natürlich auch’n Mann. Ach, Scheißdefiniererei. Bloß … Gender ist Scheiße.

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      • Eno schreibt:

        Lieber Nitya,
        ja, es ist wohl richtig, wie du es difinierst. Und mich haben Zeit meines Lebens auch immer Frauen angezogen, allerdings die der komplizierteren Art… (Oder sind die alle so?)
        Der Motorradfahrer hat wohl definitiv ein hübsches Mädel vermutet. Er hat mich noch gebeten sein Motorrad mit ihm aufzustellen. Dazu war ich aber dann absolut zu schlapp ;-)!
        Also Fazit: ich habe männliche Samenzellen zu verteilen (gehabt, heute spielt das alles keine Rolle mehr). Hab sogar mal ein Kind gezeugt, allerdings wurde das abgetrieben.
        Ich bin also nach deiner Definition ein Mann. Dennoch weiß ich immer noch nicht was das ist.
        Sei herzlich gegrüßt von
        Eno

        PS:
        Ursula v. d. L. ist glaube ich weder noch. Ich glaube die ist ein Zombie!

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      • Nitya schreibt:

        Lieber Eno,

        deinetwegen wäre ich auch glatt an den Baum gefahren!😉

        Was die komplizierten Frauen anbelangt, die sind was für weit fortgeschrittene Männer. Die kriegen natürlich extraschwere Aufgaben, um sie in die Erleuchtung oder was auch immer zu pushen.

        Macht nix, wenn du nicht weißt, was ein Mann ist. Meine Definition ist auch nur eine Hilfskonstruktion, die einen für einen Moment über das „weiß nicht“ hinwegretten soll. Dabei ist es doch sooo schön, es nicht zu wissen. Frei von jeder Definition und jedem Ideal.

        Also ein Eichhörnchenmännchen ist einfach ein Eichhörnchenmännchen, ohne zu wissen, dass es ein Eichhörnchenmännchen ist.

        Einen herzlichen Gruß so von „weiß nicht“ zu „weiß nicht“

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      • Brigitte schreibt:

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      • Nitya schreibt:

        Liebe Brigitte,

        ja, genau wie dieser junge Seeadler sitzen wir alle da und haben keine Ahnung.
        Wenn’s nur jeder wüsste!

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  3. Ronny schreibt:

    …wenns nur jeder „wüsste“ wärs am end schon wieder was gewusstes. es scheint mir eher so, in dem gewusst wird das es nicht gewusst werden kann, wird „es und ich“ einfach vergessen, und Ist doch offensichtlich ohne objekt zu zu sein

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    • Nitya schreibt:

      Ei der Daus, lieber Ronny, woher weißte denn dat wieda?

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      • Ronny schreibt:

        … nur so ein eindruck. wirklich wissen tu ich nichts, es scheint nur so: der drang objektivieren zu müßen, und dann dem erdachten konzept hinterher zu rennen und sich dabei selbst zum subjekt zu machen eine ausgemachte dummheit, die sich selbst auf DAS Nicht-Wissen stürzt – (denn sonst ist das DAS ja ALLES sinn-los).

        …ich muß lachen… denn bei der „natürlichen dummheit“ zu bleiben macht auch nichts und irgendwie ist dass das schöne, kein vorteil, kein nachteil, nix was man für sich vereinnahmen kann. und wenn man kann, naja;-)))

        die tage hatte ich zumindest mein tinnelfon dabei, als fenster ins http://www... deine frage hier, vielleicht war das die erste antwort drauf, ob da was gesagt wird, keine ahnung

        http://podcast.ronnyhiess.de/sein-ohne-zu-wissen/

        Liebe Grüße, Ronny

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      • Nitya schreibt:

        „… nur so ein eindruck. wirklich wissen tu ich nichts, es scheint nur so“

        Lieber Ronny,

        du kommst da so wenig raus wie sonst irgendjemand. Jetzt kann ich sagen: Jetzt weißt du schon wieder „wirklich wissen tu ich nichts“. Es dreht sich immer im Kreis rum. Alles ist „nur so ein Eindruck“ und auch zu glauben, zu wissen oder nicht zu wissen, ist nur so’n Eindruck. Mindfuck geschieht genauso wie das Geräusch eines vorbeifahrenden Autos. Das Schreiben gerade geschieht, die Schreibpausen und das gedankenlose Starren auf den Bildschirm geschehen, Mindfuck geschieht, ein sog. Blitz der Erkenntnis geschieht, Gähnen geschieht, …Nichts ist falsch, nichts muss geändert werden, nicht einmal der Gedanke, dass nichts geändert werden muss, nicht einmal die Hirnwichserei, wenn sie denn erscheint, nicht einmal die „eigene“ Dämlichkeit, wenn sie denn auftaucht. – Was für ein Frieden.

        Herzlichst
        Nitya

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  4. fredo0 schreibt:

    ach was für ein erbauliches gespräch …. und ich dachte schon , es würde sich hier langsam alzheim am horizont zeigen …
    doch auch nur … frieden …

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