Sen-ts’an: Wie du es auch anstellst, es ist verkehrt


S

Die Wirklichkeit der Dinge leugnen heißt,
ihre Wahrheit zu verfehlen.
Nur der Leere zu folgen heißt,
sich gegen die Leere zu wenden.
Hör auf zu reden und zu denken,
und es gibt nichts,
was du nicht erkennen kannst.

Seng-ts’an

 „Wie du es auch anstellst, es ist verkehrt.“ hab ich dem Seng-ts’an in den Mund gelegt. Ich hätte natürlich auch sagen können: „… ist es richtig.“ Einerseits scheint Seng-ts’an auf den Unsinn aller dualen Positionen hinzuweisen. Andererseits „ist das Tao jenes, von dem nichts abweichen kann“. „Verkehrt“ ist ebenso wie „richtig“ eine gedankliche Position innerhalb der Dualität. Deshalb wird Seng-ts’an nicht müde, darauf hinzuweisen, dass die ganze Denkerei nirgendwo hinführt bzw. immer nur im Kreis herum. Auf der Suche nach Erkenntnis, wird genau dadurch Erkenntnis verunmöglicht.Hör auf zu reden und zu denken, und es gibt nichts, was du nicht erkennen kannst.“ Sagt Seng-ts’san, und niemand glaubt es oder glaubt, es zu können. Dabei gibt es niemanden, der es können könnte.

 

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5 Antworten zu Sen-ts’an: Wie du es auch anstellst, es ist verkehrt

  1. fredo0 schreibt:

    all dies Bemühen ( gerade das eigene ) hat keinerlei Sinn …
    keine Wirkung ( außer einer gewissen Unterhaltsamkeit ) …
    keine Notwendigkeit ( außer der kurzfristigen Beruhigung des Drangs nach einer solchen )

    es dient nur einem ( aber immerhin ) … der Dekoration einer Lebensgeschichte …

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  2. Eno Silla schreibt:

    Nach dem Erwachen am Morgen
    bevor das Rotieren der Gedanken beginnt
    nur lauschen (den Klängen der Amsel)

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  3. Eno Silla schreibt:

    „…und danke für den Fisch“:

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  4. Eno Silla schreibt:

    ich würde so gern ein mandala malen
    oder aus sand streuen
    wie die tibetischen mönche
    ein abbild dieser welt
    wie ich sie sehe
    ein abbild das
    so wunderschön ist
    wie es hässlich ist
    ein abbild das allumfassend
    glück und schmerz
    tiefste verzweiflung und höchste freude
    als eins erkennen läßt
    alle sollen es sehen
    sich an diesem wunder erfreuen
    aber ich kann es nicht
    es wird schon längst gemalt
    in diesem augenblick
    von allem
    was
    ist

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  5. Brigitte schreibt:

    Tag und Nacht Musik.
    Ein feiner, heller
    Rohrflötenklang.
    Wenn er verklingt,
    verklingen wir.
    ~~~Rumi

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