Osho: Meditation ist nicht Konzentration


OMeditation ist kein Zustand der Konzentration. Bei der Konzentration ist ein Selbst da, das sich konzentriert, und ein Gegenstand, auf den sich das Selbst konzentriert. Es gibt Dualität. Im Zustand der Meditation gibt es niemanden, der innen ist, und nichts, das außen ist. Er ist nicht Konzentration. Es besteht keine Trennung zwischen dem Inneren und dem Äußeren. Das Innere fließt in das Äußere und das Äußere fließt in das Innere, es ist ein ständiges Fließen. Die Einschränkung, die Begrenzung, die Grenzlinie ist nicht mehr vorhanden. Das Innere ist außen und das Äußere ist innen — ungespaltenes Bewusstsein.

Konzentration ist gespaltenes Bewusstsein: deswegen macht Konzentration müde; deshalb fühlst du dich erschöpft, wenn du dich auf etwas konzentriert hast. Und du kannst dich nicht jahrein, jahraus, vierundzwanzig Stunden am Tag konzentrieren. Von Zeit zu Zeit musst du dich ausruhen und Urlaub machen. Konzentration kann niemals zu deiner Natur werden. Meditation macht dich nicht müde, meditieren erschöpft dich nicht. Du kannst vierundzwanzig Stunden am Tag meditieren — tagein, tagaus, jahrein, jahraus — ewig. Meditation ist Entspannung.

aus: Osho, „Das Orangene Buch“

Das Bild oben zeigt Osho in Meditationsposition. Es hätte auch irgendeine andere Position sein können, da es bei der Meditation überhaupt nicht um Positionen geht. Ich hab mal irgendwo gelesen, dass es Meister gab, die sich einen Jux daraus machten, in möglichst verrückten Positionen zu sterben.KOb gerade gestorben wird oder in der Nase gebohrt: „Meditation kann rund um die Uhr geschehen, tagein, tagaus, jahrein, jahraus — ewig.“ Es bedarf keiner Zen-Haltung, keiner Atemkontrolle, niemand muss ein Mantra murmeln oder auf ein heiliges Bild starren, … „Das Innere fließt in das Äußere und das Äußere fließt in das Innere, es ist ein ständiges Fließen. Die Einschränkung, die Begrenzung, die Grenzlinie ist nicht mehr vorhanden. Das Innere ist außen und das Äußere ist innen — ungespaltenes Bewusstsein.“ Und zwar ganz von selbst. Kann geschehen, sagt Osho. Jede Absicht, jedes Tun-Wollen scheint dieses ständige Fließen zu unterbrechen. Ja aber – ist auf dem Kopf stehend sterben zu wollen nicht auch eine Absicht und ein Tun-Wollen? Kann man wollen ohne zu wollen? Aber klar doch. Jedes Wollen geschieht im Grunde einfach. Im ungespaltenen Bewusstsein erscheint nur niemand, der sich die Urheberschaft für sein Wollen anmaßt. Und was fällt dem möglicherweise so armen ungespaltenen Bewusstsein ein, wenn es überall diese bierernsten sog. heiligen Leute über die allerheiligsten Dinge herumschwadronieren sieht: Ich kann’s euch sagen: Lauter Quatsch fällt ihm ein. Und ich hab Recht. Schließlich bin ich ein alter Rechthaber, wie mir Hansi vorgestern noch mit auf den Weg gegeben hat.C„Ernsthaftigkeit ist die Heilige Seuche.“ sagt Osho und Heraklit: „Fanatismus ist die Heilige Seuche.“ Die Existenz scheint wie ein Kind leidenschaftlich gern zu spielen.

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