Bhagwan: Wenn das Haus in Flammen steht …


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Es ist nicht stark genug, und du hast noch nicht genug gelitten. Du brauchst ein bisschen mehr als Elend. Das ist der Punkt, den du verstehen musst. Wenn etwas uns wirklich elend macht, ertragen wir es niemals. Du hast noch immer deine Freude daran. Du sagst das bloß so – es sei negativ und hässlich und deine Energie ginge dir verloren -, aber im Grunde deines Herzens freust du dich noch immer darüber. Denn wer sollte dich zwingen? Niemand!

Wenn dir wirklich so elend zumute ist, befreie dich davon! Und erzähle nicht, du seist es seit jeher so gewohnt. Es ist keine Frage der Gewohnheit. Wenn das Haus in Flammen steht, rennst du ins Freie. Du sagst keineswegs, dass du seit dreißig Jahren in dem Haus gelebt und dich so sehr daran gewöhnt hast, dass du es nicht verlassen kannst. Wenn du so etwas sagst, zeigst du lediglich, dass du noch gar nicht mitbekommen hast, dass dein Haus Feuer gefangen hat. Dir ist das Gerücht zu Ohren gekommen, aber mit eigenen Augen gesehen hast du es noch nicht. Und du bist dir selber gegenüber nicht ehrlich genug. Deshalb hörst du auf das, was andere sagen.

Mein Vorschlag lautet: Versuche bitte nicht, aus dem Haus zu laufen, bevor du das Feuer nicht selber spürst. An deinem Sosein ist nichts auszusetzen, freu dich daran! Wenn du negative Sachen machst, freu dich. Wenn du wirklich in der Hölle gelandet bist, wirst du sie unverzüglich verlassen. Wenn du mich um Rat fragst, werde ich dir sagen: geh tiefer in die Hölle hinein – und tu es fröhlich. Lass es dir ein Vergnügen sein, und tue es mit vollem Bewusstsein. Das ist meine ganze Lehre – alles bewusst zu tun. Halte dich nicht für verkehrt – das spaltet dich. Was soll daran falsch sein? Mach dir ein Vergnügen daraus.

aus: Bhagwan Shree Rajneesh, „Sprengt den Fels der Unbewusstheit!“

Da kommt jemand zu einem Therapeuten oder einem Coach und erzählt von seinem Unglück und seinem Problem und möchte, dass ihm geholfen wird: „Ich schaff das nicht allein. Ich brauche einen Rat, ich brauche Unterstützung, ich brauche Hilfe.“ Und jeder ordentliche Helfer versucht genau das zu geben, was von ihm erwartet wird: Rat, Unterstützung, Hilfe. Ein Schuster flickt die Schuhe, ein Gemüsehändler packt einem ein Kilo Kartoffeln ein und ein Helfer hat gefälligst zu helfen. Bhagwan tut im Grunde dasselbe, aber vermutlich ganz anders, als das, was von ihm erwartet wird. Eigentlich sagt er: Was jammerst du mir denn die Ohren voll? Wenn du wirklich die Nase voll hättest von deinem Problem, würdest du mit dem, was dir Probleme macht, einfach aufhören. Und dann geht die Diskussion los: „Aber wie soll ich denn aufhören? Ich kann das nicht!“ Und anstatt diesen armen Menschen zu bedauern, sagt Bhagwan: „Mach dir doch nichts vor!“

Warum scheitern Helfer so oft? Es gibt den Begriff „False-Flag-Operation“. Der Begriff könnte von Piraten-Schiffen herrühren, die ihr Opfer zu täuschen versuchten, in dem sie die Flagge eines friedlichen Handelsschiffes hissten. Aber im Prinzip geht es einfach um Täuschung – auch ganz ohne Flagge, etwa wie beim trojanischen Pferd. Getäuscht soll immer ein Gegner werden. Im Falle eines angeblich hilflosen Hilfesuchenden, geht es darum, sich selbst und natürlich auch den Helfer zu täuschen. Oft spielen der Hilfesuchende und der Helfer dasselbe Spiel miteinander. Bhagwan ließ sich anscheinend nicht sonderlich von diesem Spiel beeindrucken. Er war ein echter Spielverderber. Er sagt: „Du bist dir selber gegenüber nicht ehrlich genug.“ Und dann kommt’s noch dicker: „Im Grunde deines Herzens freust du dich darüber.“ Worüber? Na über das „Elend“, über das Problem, darüber, dass dir niemand helfen kann, … Oft kommt dann ein Aufschrei der Empörung. Es gibt eben auch sehr hartnäckige Spieler. Für die hat Bhagwan die Geschichte mit dem brennenden Haus parat. Ob das letztlich hilft? Dafür gibt es auch keine Garantie. Auch nicht, ob sein Rat umgesetzt wird, die „False-Flag-Operation“ einfach zu genießen. Um sie genießen zu können, müsste man sie sich ja erst einmal eingestehen, müsste man sie sich erst einmal bewusst machen. Und das wäre alles, worauf es der alte Gauner angelegt hat: „An deinem Sosein ist nichts auszusetzen, freu dich daran! Wenn du negative Sachen machst, freu dich.“ Oder anders gesagt: Sei einfach der Schweinehund, der du in Wirklichkeit bist.
sIst das nun die reine Wahrheit, was Bhagwan da von sich gibt? Gibt es wirklich diesen Menschen, der ganz bewusst eine falsche Flagge hisst, um sich und andere zu täuschen? Nun ja, alte Tetra-Lämmer ahnen ja, wie es jetzt weitergeht: Es gibt sie, es gibt sie nicht, es gibt sie und es gibt sie nicht, weder gibt es sie noch gibt es sie nicht.

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10 Antworten zu Bhagwan: Wenn das Haus in Flammen steht …

  1. Nitya schreibt:

    Wer sich den restlichen Tag nicht versauen will,
    möge sich dieses Video möglichst nicht anschauen:

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    • Brigitte schreibt:

      Dass es um nichts anderes als Macht und Geld geht, dürfte seit jeher klar sein. Aber mit welcher Verlogenheit und Kaltschnäuzigkeit diese Abscheulichkeiten ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen werden, ist wirklich nicht zu fassen. Danke für das Video, Nitya.

      aus dem Artikel „Die Hartz IV-Ideologie“:
      „Arno Gruen hat das, denke ich, in seinem Buch „Der Wahnsinn der Normalität“, gut veranschaulicht: Hinter der Maske der Menschlichkeit agiert faktisch die Unmenschlichkeit, die jedoch schwer als solche erkennbar ist, wenn man sich die Lügen und Verdrehungen der alltäglichen Propaganda erst einmal zu eigen gemacht hat… Aber wie ist das mit dem „Fördern und Fordern“ denn genau, was meinen Sie?

      Nun, ich sagte ja schon: Mit der vermeintlichen „Hilfe“ für die Betroffenen ist keineswegs wirkliche Hilfe beabsichtigt; vielmehr geht es um die „Unterwerfung“ der Betroffenen unter äußere Zwänge, die diese jedoch als Hilfe verstehen sollen.“

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=25168

      Hallo Eno, hast du die EGV schon mal nicht unterschrieben? Und wenn ja, wie hat die Behörde darauf reagiert? Im Netz liest man ja die übelsten Sachen, wie schlimm sich das für die Betroffenen auswirken kann.

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      • Eno Silla schreibt:

        Liebe Brigitte,
        ich habe die EGV bisher immer unterschrieben, allerdings habe ich immer hart verhandelt und es irgendwie hinbekommen, dass ganz schreckliche Forderungen wieder entfernt wurden, bis auf die, die sowieso in jeder EGV stehen und eigentlich schon nicht unterschrieben werden sollten. Oft hat es schon gereicht anzudeuten, dass ich das mit dem und dem Inhalt nicht unterschreibe. Irgendwie ist es für die Behörde wichtig, dass eine EGV unterschrieben wird. Immerhin verzichtet jeder, der sowas unterschreibt, auf seine Rechte.
        Für mich hat sich jetzt aktuell einiges verändert. Ich habe zur Zeit keine EGV mehr, da ich seit September krank bin. Aufgrund der Aufforderung des Jobcenters habe ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Dies verschafft mir gerade etwas Ruhe. Sollte ich irgendwann mal wieder eine EGV zur Unterschrift vorgelegt bekommen, dann werde ich das nicht mehr unterschreiben. Das Nichtunterschreiben einer EGV führt ja seit ein paar Jahren nicht mehr automatisch zu einer Sanktion, sondern das Jobcenter wird die EGV als einen Verwaltungsakt exekutieren. Der Vorteil ist, dass der Widerspruch gegen diesen Verwaltungsakt und das Sozialgerichtliche Klageverfahren möglich ist. In jedem Fall ist es alles eine sehr kraftraubende Prozedur. Wenn du nicht unterschreibst, wird man dich massiv unter Druck setzen. Ich kann dir zu nichts raten. Wenn du genug Kraft hast, leiste Widerstand.
        Es gibt noch die Möglichkeit die EGV unter Vorbehalt zu unterschreiben. Dazu findest du hier Informationen:
        http://euronia.com/index.php/de/blockierung-der-egv
        Ich wünsche Dir alles Gute und herzliche Grüße von
        Eno

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      • Brigitte schreibt:

        Ganz lieben Dank für deine Erläuterungen und den Link.

        Vor kurzem bin ich auf eine Website einer Rechtsanwältin gestoßen.

        http://www.luisa-milazzo.de/wordpress/eingliederungsvereinbarung/

        Im Kommentarbereich unter „flashboy85“ gibt sie einen Hinweis auf den Vorbehalt, der wohl auch nicht ohne weiteres greift.

        Lieber Eno, falls es dir möglich ist und es dich gesundheitlich nicht beeinträchtigt, würde ich mich freuen, wenn du mich per email kontaktierst. So kann ich dir Näheres bezüglich der mir auferlegten Maßnahmen berichten. Bis jetzt habe ich diesen Knebelvertrag noch nicht unterschrieben. Gleichzeitig ist mir jedoch klar, dass ich diesem Druck und der Willkür vonseiten der Behörde nicht (mehr) gewachsen bin.

        Liebe Grüße, Brigitte

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      • Eno Silla schreibt:

        „Gleichzeitig ist mir jedoch klar, dass ich diesem Druck und der Willkür vonseiten der Behörde nicht (mehr) gewachsen bin.“
        Ja, irgendwann geht es nicht mehr, ich weiß genau, was du meinst! Es ist wie Osho sagte: „Wenn etwas uns wirklich elend macht, ertragen wir es niemals.“ Ich melde mich bei dir morgen per Mail.
        Alles Liebe
        Eno

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      • Brigitte schreibt:

        Zwei Videos zum Thema habe ich noch gefunden, die ich für wichtig halte.
        Lieber Nitya, ich hoffe, du bist damit einverstanden, dass ich die hier reinstelle.

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      • Nitya schreibt:

        Liebe Brigitte,

        vielen Dank für die Videos! Alles, was auf diese Schweinereien aufmerksam macht, ist mir sehr willkommen.

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  2. Elwood schreibt:

    „Halte dich nicht für verkehrt – das spaltet dich.
    Was soll daran falsch sein?“

    Ver-messender Zensor…
    Wer, was ist er?
    Ich?
    Die Gesellschaft?
    Das System?
    Gott?
    Oder…?
    Die Konditionierung?
    Von den Eltern…Vorfahren?
    Ist das nicht alles dasselbe?
    Innen – Außen?
    Gibt es überhaupt ein Wahrheitsanspruch?
    Was wenn nicht????
    Kann ich noch wissen?
    Was „muss“ ich dann noch?
    Werden? und Wohin?
    Was passiert dann mit Zukunft?
    Und Vergangenheit?
    Gibt es dann überhaupt noch eine Verbindlichkeit?
    Dafür, darüber, für wen?
    Was macht mein ICH ohne diese Zeiten?
    Sich vergessen?
    Wie fühlt das Ego im Vergessen?
    Leben eben?
    Und wo bleibt die Angst?
    Wovor?
    Vor einen Messfehler?
    Ver-messender Zensor……

    Die Hochsee ist tief,
    die Tiefsee ist hoch…

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