Wei Wu Wei: sie wissen nicht, wovon sie reden


boWir brauchen wieder einen Bodhidharma, stark wie ein Fels,
wild wie ein Tiger, gnadenlos in seiner „großmütterlichen Freundlichkeit“, und der sich nicht scheut, den Kaisern von China zu sagen, dass sie nicht wissen, wovon sie reden. Und wenn wir schon nicht auf einen Bodhidharma hoffen können, brauchen wir zumindest und dringend einen Hui-neng, da sonst, auch beim Weiterbestehen des Buddhismus, das Höchste Fahrzeug mit Gewissheit verloren geht. Und letzten Endes geht es einzig um das Höchste Fahrzeug, denn selbstgefälliger Buddhismus ist Pseudo-Buddhismus, ein Widerspruch in sich selbst, wie ein Hustensaft oder eine Beruhigungspille: Nur das Höchste Fahrzeug enthält die vollständige und endgültige Botschaft des Tathagata. Solange wir nicht erkennen, wie albern eine Erscheinungsform ist, die sich selbst für großartig hält, solange gelangen wir keinesfalls zu der Erkenntnis, was wir wirklich sind, dass wir als Erscheinungsform nicht existieren.

aus: Wei Wu Wei, „Ask  the Awakened“

Buddha war kein Buddhist. All die Epigonen sind einfach nur Nachäffer. Da hilft ihnen weder eine Urkunde noch eine Ordinierung oder ein Titel. Es ist wirklich zum Totlachen, wenn sich die Nachäffer gegenseitig als Nachäffer beschimpfen oder den anderen als Neo-was-weiß-ich-Anhänger betiteln. Wei Wu Wei sagt: „Solange wir nicht erkennen, wie albern eine Erscheinungsform ist, die sich selbst für großartig hält, solange gelangen wir keinesfalls zu der Erkenntnis, was wir wirklich sind, dass wir als Erscheinungsform nicht existieren.“ Die Hinzufügung „die sich selbst für großartig hält“ hätte man auch weglassen können, sich selbst für eine Erscheinungsform zu halten, wäre schon völlig genug. Aber es stimmt natürlich schon: Wer sich für eine Erscheinungsform hält, neigt dazu, „sich selbst“ für großartig oder was auch immer zu halten. Er kann sich auch für einen Wurm unterm Teppichboden halten. In jedem Fall hält er sich für etwas. Er objektiviert sich zu einem beschreibbaren Ding.

„Nur das Höchste Fahrzeug enthält die vollständige und endgültige Botschaft des Tathagata.“, sagt Wei Wu Wei. Und das ganze „religiöse Brimborium“ außen rum, ist nichts als ein Trösterchen, eine Beruhigungspille, ein Hustensaft für den gereizten Hals. Das alles wäre ja völlig okay, wenn es nicht für „die endgültige Botschaft des Tathagata“ gehalten werden würde. Und da unterscheidet sich der Buddhismus nicht vom Christentum oder vom Hinduismus oder irgendeinem anderen Ismus. Das alles sind Lehren, Glaubenssysteme, die vollgestopft sind mit irgendwelchen symbolträchtigen Ritualen und Symbolen. Aber sie alle sind eines nicht: „Das Höchste Fahrzeug“. Wie deftig muss man es denn sagen, um diese Glaubensfestungen erschüttern zu können? Lin-chi hat es so versucht:

Übende, macht Buddha nicht zum Letztlichen. So wie ich es sehe, ist er nur ein Latrinegraben. Bodhisattvas und Arhats sind Halseisen und Ketten – etwas, das die Menschen fesselt. … es gibt keinen Buddha, den man erlangen könnte. Die Drei Fahrzeuge, die Fünf Wesen und die Erleuchtung sind alles nur temporäre Arzneien für die jeweilige Krankheit. Sie sind alle keine wirklichen Dharmas. …Es gibt Glatzköpfe, die ihre Anstrengungen nach innen richten und einen Dharma suchen, der die Welt überschreitet. Das ist ein Fehler! Wenn jemand nach Buddha sucht, dann verliert er Buddha. Wenn jemand nach dem Weg sucht, so verliert er den Weg. Wenn jemand nach den Patriarchen sucht, dann verliert er die Patriarchen.

Das „Höchste Fahrzeug“ kann nicht gelehrt werden, weil es kein Ding ist, das beschrieben werden könnte. „Man“ kann es nur „sein“. Und jeder, der glaubt, er habe irgendetwas erreicht, ist einfach nur ein Witz. Hoffentlich ist er sich wenigstens selbst ein Witz, der ihn erheitert.baehh

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23 Antworten zu Wei Wu Wei: sie wissen nicht, wovon sie reden

  1. Ikkyu schreibt:

    Verehrter, wenn du oder das wu wei wu von Bodidarma schreibt, meint ihr den Bodidarma, der 9 Jahre vor einer Felswand sass ?

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    • nitmoeglich schreibt:

      Es gibt eine Spielregel, deren Umsetzung Fritz Perls, der „Vater der Gestalttherapie“, gerne einforderte: „Wenn du eine Frage stellst, dann sag, warum du sie stellst.“

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      • Ikkyu schreibt:

        Oh ….meine Frage ist ganz einfach verehrter „Nitmoeglich“: Ich wollte wissen, OB wir genau diesen Bodhidarma meinen, der 9 Jahre vor einer Felswand sass … Dieser „Wei Wu Wei“ schreib;

        ….. und der sich nicht scheut, den Kaisern von China zu sagen, dass sie nicht wissen, wovon sie reden.

        Dieser „Wei Wu Wei“ baut da einen Pappkameraden auf und haut dann ein bischen darauf herum, denn mir will sich mir nicht ganz erschliessen, warum Bodhidarma ihm so was gesagt haben soll, denn Kaiser WU (So hiess der Chinesiche Kaiser) wollte von DEM Bodhidarma belehrt werden und fragte ihn:
        „Was ist der höchste Sinn der heiligen Wahrheit“ …. Wei Wu Wei war ein sehr gebildeter Mensch, und er kannte mit grosser Wahrscheinlichkeit das Bi-Yan-Lu, in dem dieser Geschichte überliefert wird ….. Offensichtlich nahm er es aber mit so einigen Dingen nicht so genau, wenn ich seinen Text weiter lese …..

        _( )_

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      • nitmoeglich schreibt:

        Das habe ich mir gedacht, verehrter Ikkyu, dass du wieder nichts von der emotionalen Motivation hinter deiner Frage erzählst. Das aber war genau das, was Fritz Perls mit seiner Frage nach dem „Warum?“ meinte. Du bleibst mal wieder schön auf der intellektuellen Ebene. Deinen möglichen Unmut kann man höchstens etwa an deiner Formulierung „Dieser ‚Wei Wu Wei‘ baut da einen Pappkameraden auf und haut dann ein bischen darauf herum“ erkennen. Natürlich ist das eine reine Vermutung meinerseits. Du bleibst ja solche „persönlichen“ Aspekte gerne schuldig.

        Es sieht so aus, als ob du noch ein bisschen heftiger provoziert werden müsstest, um deine Emotionen wahrzunehmen und vielleicht sogar kund zu tun.

        Übrigens – das hatten wir ja schon – bin ich ebenfalls so frei, es mit einigen Dingen nicht so genau zu nehmen.

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  2. Marianne schreibt:

    Übende, macht Buddha nicht zum Letztlichen. So wie ich es sehe, ist er nur ein Latrinegraben. Bodhisattvas und Arhats sind Halseisen und Ketten – etwas, das die Menschen fesselt.

    Na, da war er wohl gerade ziemlich wütend auf irgendwelche Zeitgenossen, der gute Linchi …😉
    Wut kann auch ganz schön fesseln.😦

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    • nitmoeglich schreibt:

      Och nö, liebe Marianne, Linji hat sich noch nie um unsere nachhöfische Etikette geschert. Dass er die Glatzköpfe nicht gleich verprügelt hat, ist das reinste Wunder.

      „Linji ging und fragte [, was das Grundprinzip des Buddha-Dharma ist]. Noch ehe er mit Sprechen fertig war, schlug ihn [sein Meister] Huang-po. …“ Das wiederholte sich drei Mal.

      Glaubst du ernsthaft, dass Huang-po wütend war? Mit Psychologie kommst du da nicht weit. Denk mal bei deinen Diagnosen gelegentlich an den Pater Orban-Vortrag!

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      • Marianne schreibt:

        Ich stelle keine Diagnosen, sondern gehe in innere Resonanz zu dem Text. Was da bei mir ankommt, fühlt sich zumindest ziemlich „geladen“ an … nix von entspannter Leichtigkeit!

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      • nitmoeglich schreibt:

        Du nennst es innere Resonanz. Genau das ist das, was einen Therapeuten zu einer Diagnose motiviert. Du schreibst also nichts über dem Text, sondern über die Marianne. Wo bitteschön ist da der Unterschied zur Diagnose?

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      • Elwood schreibt:

        Liebe Marianne,
        vieleicht kann der Film
        Fight Club
        eine Perspektive hinzufügen….

        „Im Fight Club ging es nicht um Gewinnen oder Verlieren. Es ging nicht um Worte. Die hysterischen Rufe waren wie Gebets-Kauderwelsch in einer dieser Erweckungs-Kirchen. Wenn der Kampf vorbei war, war nichts gelöst, aber nichts war von Bedeutung. Hinterher fühlten wir uns alle errettet.“ thx RealExKav

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      • Marianne schreibt:

        „Felt-sense“-Diagnostik (Unterscheidungen treffen …) ist eine subjektive Momentaufnahme, würde ich sagen.

        Psychiatrische Diagnosen werden zu bestimmten Zwecken gestellt, um über Krankheit/Gesundheit innerhalb eines gesellschaftlichen Regelwerks zu befinden.

        Ich habe Linchi keine psychiatrische Diagnose verpasst – werde mich hüten.
        Als „buddhistische Diagnose“ würde ich ihm bei dieser Aussage aber schon eine gewisse Aversions-Neigung andichten wollen …

        Das krasseste in diesem Zusammenhang habe ich mal in einem Buch über Borderline-Störungen gelesen: Da hat der Autor, ein jungianischer Analytiker anhand des psychiatrischen Diagnoseschlüssel aufgezeigt, dass man dem altbiblischen Gott Jahwe wohl eine Borderline-Störung nachweisen könne.
        http://www.amazon.de/Die-Borderline-Pers%C3%B6nlichkeit-Nathan-Schwartz-Salant/dp/3530800902

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      • nitmoeglich schreibt:

        Sag mal, Marianne, macht wordpress bei dir auch so komische Sachen: Ständig verschiebt wordpress irgendwelche Kommentare in den Spamordner?

        Also, ich würde ja sagen, wenn jeder seine subjektiven Momentaufnahmen als subjektive Momentaufnahmen darstell, gibt’s eigentlich gar kein Problem.

        „Psychiatrische Diagnosen werden zu bestimmten Zwecken gestellt, um über Krankheit/Gesundheit innerhalb eines gesellschaftlichen Regelwerks zu befinden.“ Genau das ist ja das Problem: Hier werden systematisch die subjektiven Momentaufnahmen als wissenschaftliche Wahrheiten verkauft. Die Folgen für die Diagnostizierten sind zum Teil einfach gruselig.

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      • Marianne schreibt:

        Lieber Nitya,
        das war wohl wegen meines Amazon-links – wollte eigentlich nur eine dezente Literaturangabe posten …
        Ansonsten: Voll einverstanden!!!

        Herzlich
        Marianne

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      • Ikkyu schreibt:

        Der verehrte „Nit“ schrieb: Das habe ich mir gedacht, verehrter Ikkyu, dass du wieder nichts von der emotionalen Motivation hinter deiner Frage erzählst (…..)
        Es sieht so aus, als ob du noch ein bisschen heftiger provoziert werden müsstest, um deine Emotionen wahrzunehmen und vielleicht sogar kund zu tun.

        Verehrtester, hier kann ich dir einfach nur das 4-Ohren-Prinzip nahelegen !
        http://www.vier-ohren-modell.de/

        Bei mir gibt es keine „emotionale Emotion“, sondern nur den neugierigen „Anstupferl“, von was du redest und die Frage, OB wir die gleiche Verständnissebene haben, damit wir nicht aneinander vorbei reden …. Bist du therapeutisch tätig, das du immer irgend wo etwas „emotionales“ zu sehen glaubst ?

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      • nitmoeglich schreibt:

        Verehrtester, reicht es nicht, einfach ein menschliches Wesen zu sein, um Emotionales nicht nur zu sehen, sondern auch zu spüren? Haben sie dir schon alles weggezüchtet? Dann hast du jedenfalls mein ganzes Mitgefühl.

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      • nitmoeglich schreibt:

        „Achtsamkeit oder Geistesgegenwärtigkeit bedeutet aus der Sicht von Zenpraxis, das wir das Auftauchen dieser Gefühle und Empfindungen würdigen, das wir eine Art von tiefer „Intimität“ mit diesen Gefühlen herstellen, ihnen eine grosse Geborgenheit geben, sie vertrauensvoll als unsere Freunde annehmen, da sie unserer Aufmerksamkeit bedürfen. Der Hintergrund aber sollte immer „Bedingunslose Akzeptanz“ sein.“

        (Thomas-JoShin Söchtig)

        Ob dieser Thomas-JoShin Söchtig wohl therapeutisch tätig ist, dass er zu so einer Aussage kommt?

        Zu deiner 4-Ohren-Geschichte: „Zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten in der nonverbalen Kommunikation lohnt sich z.B. ein gezieltes Training oder Präsentations-Coaching der Firma Intemyo. Hier werden bisherige Fähigkeiten analysiert und mithilfe des Coaches differenziert erweitert und praxistauglich eingeübt.“

        Du solltest dir mal diese theoretisierenden Herrschaften anhören, wenn sie mit ihren Partnern zu Hause kommunizieren. Da fliegen die Fetzen, dass es nur so pfeift. „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.“ (Goethe)

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    • Marianne schreibt:

      Liebe Marianne,
      vieleicht kann der Film
      Fight Club
      eine Perspektive hinzufügen….

      Lieber Elwood,
      bei Wikipedia habe ich gerade gelesen, dass der Protagonist dieses Fims unter eine „multiplen Persönlichkeits-Störung“ leidet…😉
      Aber du meinst wohl, dass „Kampf-Kunst“ in der spirituellen Welt auch seine Berechtigung hat – finde ich auch: Als wir uns mit unserer Hausbaufirma stritten, weil sie uns nochmal 10.000 Euro extra abknöpfen wollten, habe ich mich von einem Kampfkunsttrainer coachen lassen. Nach vielen Wochen zähen Ringens konnten wir uns schließlich durchsetzen und musst (fast) nichts mehr bezahlen. Das war echt hilfreich!🙂
      Liebe Grüße
      Marianne

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      • nitmoeglich schreibt:

        Auweia! Wie muss ich mich denn jetzt dir gegenüber verhalten, dass ich von dir keine Kloppe krieg? Obwohl .. ich war mal in einem Boxclub. Angriff ist die beste Verteidigung!

        Komm nur her!

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      • Elwood schreibt:

        Liebe Marianne,
        die Perspektive, die sich mir durch diesen Film erschloss, war eher meine körperliche Wut und die Götzen hinter denen ich diese zu verbergen versuchte. Es braucht manchmal derbe Mittel um in die Verhaftungen seiner Ideen zu sehen und sie aufzubrechen. Als Gutmensch ist mir das nicht möglich gewesen. Der Film zeigte mir welche Zerissenheit in mir steckt. Die Psychologie verfehlt dieses Thema durch ihre Kategoriesierung und Zielvorstellungen eines „gesunden“ Menschen, denke ich.
        Liebe Grüße
        Elwood

        „It’s only after we’ve lost everything that we’re free to do anything.“
        Fight Club (1999)

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  3. fredo0 schreibt:

    mein vater starb vor etwa 2 jahren … er war mit 86 an parkinson erkrankt … diese krankheit eskalierte in seinen letzten zwei lebensjahren, so dass er permanent bettlägrig wurde … eines der späten symptome dieser erkrankung ist der verlust der eigen-verortung in raum und zeit … der betroffene beginnt dann zumeist mit lautem schreien, die ihm anscheinend über schall und wiederklang noch eine art not-verortung ermöglichen … auffallend ist auch , dass dies geballt in der nachtzeit stattfindet … eine harte zeit für die angehörigen ….
    allzumal … und hier komm ich (etwas indirekt) zum text des lin-chi … der parkinsonerkrankten beginnt, ähnlich wie beim thoretsyndrom mit „heftig“ vokabel seine schreie zu „laden“ … beim parkinson ist da ( anders wie bei lin-chi ) die vokabelbedeutung völlig irrelevant, es geht einzig darum die vokabel „aufzuladen“ … und ein „hallo“ oder ein „seif gegrüßt“ lässt sich wohl einfach weniger gut ver-orten als ein „du sau“ oder „ihr seid alles mörder“ oder andere „heftige nettigkeiten“ … dies meiner mutter zu erklären, die natürlich diese aussagen auf sich persönlich bezog , war eine echte herkulesaufgabe für mich …

    wenn also manchmal besonders „deftige“ formulierungen gewählt werden, entspricht das gar nicht unbedingt einem beleidigen wollen, sondern eher einem besonders dynamischen „aufmischimpuls“ im sprecher / schreiber … da wo besonders starke verkrustungen vorgefunden werden , bedarf es schon manchmal der etwas deftigeren intervention wenn da ein impuls gesetzt werden soll. und nach all den hier zitierten texten der ho-pengs lin-chis und werweißnochwasalles scheinen diese damals mit sehr deftig verkrusteter umgebung konfrontiert gewesen zu sein …

    ist die umgebung noch mehr , bis ins gefährliche, verkrustet, bleibt nur noch die analogie oder die vorsichtigste andeutung … eine situation, die man sehr deutlich bei meister eckerhard findet, der ja mit einem kontroll- und unterdrückungssystem ähnlich der inquisition konfrontiert war.
    und auch die sufis , die ja mit der lehre des muhammad fast nix zu tun hatten, bedurften schon einer geradezu meisterlichen chamäleonhaften islamischen camouflage um in diesem mehr als repressiven glaubensumfeld „ihr ding“ zu machen … die noch radikaleren derwisch-gruppen haben da oft genug einen hohen blutzoll für ihre ehrlichkeit zollen müssen … und das noch bis in unser jahrhundert hinein …

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    • nitmoeglich schreibt:

      Ich bin ja in Bayern groß geworden und wurde aus preußischer Familie stammend mit einer Ausdrucksweise konfrontiert, die mich erst einmal erschauern ließ, die mich aber dann eher dazu brachte sie genüsslich zu zelebrieren.

      Ich hab allerdings hier den leisen Verdacht, dass der Sprecher kein richtiger Bayer war, sondern so’n nochgmochter Kniabiasla wia i.

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  4. Elwood schreibt:

    Für die Unwissenden, die diesen schönen Dialog nicht mitbekommen haben:
    https://satyamnitya.wordpress.com/130-2/#comment-22481

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  5. Brigitte schreibt:

    „Erwachen ist ein spirituelles Konzept“ von Gaia

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    • fredo0 schreibt:

      “Erwachen ist ein spirituelles Konzept” von Gaia

      yep … es ist ein Konzept …
      es ist jedoch nicht so sehr ein „spirituelles“ Konzept
      sondern viel mehr ein Konzept von Spiritualität !

      und es mag manche erstaunen, ich behauptte, Erwachen ist etwas zutiefst körperliches .
      genau genommen ist es sogar (anfangs) ausschließlich ein Ereignis im Wahrnehmungssystem Körper.
      jedoch dann nicht in diesem „im“ (Körper) begrenzt, sondern dessen eigentlich unbegrenzte „Ursache“ aufzeigend.
      Erwachen ist aber keinesfalls ein rein geistiges Geschehen oder gar ein Ereigniss der Bewusstheit. Es betrifft anfangs diese Bereiche überhaupt nicht, sondern findet erst danach „eintröpfelnd“ auch in dieses hinein Resumee und Konsequenzen.

      Es ( dieses Geschehen) dann mit Erwachen (oder ähnlichen Begriffen) zu bezeichnen
      ( auch und gerade im „eigenen“ inneren Dialog ) ist dann ein Akt der Ver-Erinnerung, der aber nicht der eigenen Verfügbarkeit und Nutzbarkeit dient ( dies sogar latent eher behindert oder verzerrend begrenzt ) sondern dem Bedürfniss der zwischenmenschlichen Kommunikation geschuldet ist .
      Keiner der mir historisch oder persönlich bekannten von Erwachen betroffenen, hat je ein solches Erwachen oder Erleuchtung für sich selbst als Attribut deklariert. Einige haben lediglich eine solche Bezeichnung durch andere nur unerheblich widersprochen . ( Da auch das letztlich nur wiederum ein Konzept darstellt )

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