R. Balsekar: völlige Eliminierung des Gefühls von Täterschaft


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Für den Weisen, zentriert in Brahman, existiert immer der grundlegende Gedanke „Ich tue nichts“. Er ist fest in dem Gedanken verankert, dass die Sinne auf die Sinnesobjekte reagieren – egal, was er sieht, hört, berührt, riecht oder isst. Es ist bedeutungslos, ob er schläft, atmet, spricht, sich bewegt, ausscheidet, etwas mit den Händen greift, seine Augen öffnet oder schließt: Er weiß, dass er überhaupt nichts tut. (Bhagavad Gita, VI8,9)

Wer weiß, dass er nur ein Instrument Gottes ist, hat keine egoistischen Gefühle. Er ist sich bewusst, dass er nur ein Werkzeug Gottes ist, mit dem Er seine Arbeit verrichtet. Ein solcher Mensch fügt niemandem Schaden zu. In ihm ist nicht mehr das Gift des Egoismus. Ein Stahlmesser wird durch die Berührung mit dem Stein des Weisen zu einem Messer aus Gold. Auch wenn die Form des Messers vorhanden ist, kann man es nicht mehr zum Schneiden benutzen. In gleicher Weise behält der Jnani eine scheinbare Individualität, doch keine aus Unwissenheit geborene Aktivität manifestiert sich in ihm und durch ihn. (Ramakrishna Paramahamsa)

Dieser Vers betont die Tatsache, dass ein essenzielles Merkmal von Selbst-Gewahrsein oder Erleuchtung oder Erwachen die völlige Eliminierung des Gefühls von Täterschaft ist, egal welche Aktivität durch den Körper-Verstand-Organismus produziert wird.

aus: Ramesh Balsekar, „Die Bhagavad Gita“

So ganz einleuchten will mir das ja nicht, warum Ramesh, den Text von Ramakrishna hier eingefügt hat. Das geht schon mit dem ersten Satz los: „Wer weiß, dass er nur ein Instrument Gottes ist, hat keine egoistischen Gefühle.“ Was ist das überhaupt, ein egoistisches Gefühl? Wenn eine Krähe eine andere Krähe zu täuschen versucht, in dem sie ihre Beute scheinbar an einem bestimmten Platz versteckt, sie dann aber in Wirklichkeit an einem ganz anderen Platz verbuddelt – ist das Motiv hierfür ein egoistisches Gefühl oder einfach ein Überlebensinstinkt verbunden mit der entsprechenden Intelligenz? Weiß die Krähe von einem Ego oder geschieht das einfach auch ohne einen Glauben an die Ego-Idee? Geschieht es nicht ganz von selbst, so wie alles von selbst geschieht? Geschieht nicht auch der Glaube an die Ego-Idee ganz von selbst?

Ramakrishna fährt fort: „Er ist sich bewusst, dass er nur ein Werkzeug Gottes ist, mit dem Er seine Arbeit verrichtet. Ein solcher Mensch fügt niemandem Schaden zu. In ihm ist nicht mehr das Gift des Egoismus.“ Irgendwie klingt das in meinen Ohren ziemlich moralinsauer. Wie ist das denn nun mit einem Menschen, der anderen Schaden zufügt? Fügt er anderen Menschen diesen Schaden zu oder ist auch er nur „ein Werkzeug Gottes“, soll heißen genauso unfähig, der Handelnde zu sein, wie derjenige, der weiß, dass er nur ein Instrument Gottes ist? Ich würde sagen: Entweder ist ein Mensch der Handelnde oder er ist es nicht, völlig unabhängig davon, ob er das weiß oder sich sonst irgendeine Schwachheit einbildet.

Was bleibt dann also unterm Strich? Der Weise bzw. derjenige, bei dem es zur völligen Eliminierung des Gefühls von Täterschaft gekommen ist, was für Ramesh ein essenzielles Merkmal von Selbst-Gewahrsein oder Erleuchtung oder Erwachen ist, handelt genauso wenig wie jeder andere. Alles ist ein einziges völlig unpersönliches Geschehen. Manche leiden unter der Einbildung, die Täter ihrer Taten zu sein – was soll’s: auch für diese Einbildung können sie nichts, auch sie ist Teil des unpersönlichen Geschehen, auch wenn sich das noch so persönlich anfühlen mag. Ob nun also jemand weiß, dass es keinen Täter gibt oder ob er es nicht weiß, mag sich zwar völlig anders anfühlen, ist aber letztlich Hose wie Jacke.

Vielleicht sollte ich mal einen neuen Begriff kreieren. Hmm …, vielleicht „Kaluna“. Ein altes, geheimnisvolles keltisches Wort, mit dem die Druiden einen Zustand bezeichnet haben sollen, der noch weit jenseits des Zustands liegt, den die alten hinduistischen Rishis als den Höchsten beschrieben haben. Leider haben uns die Druiden ja nichts Schriftliches hinterlassen, aber einige wenige Auserwählte haben das Geheimnis der Druiden über die Jahrtausende hin bewahrt und nach einer strengen Schulung an besonders ausgesuchte Adepten weitergegeben. Interessenten mögen sich melden und sich in einem Einführungsseminar bei mir vorstellen. Ort, Zeit und Kosten werde ich ihnen dann mündlich mitteilen. – Muss ich noch’n bisschen dran rumfeilen, aber ich bin sicher, dass es der Renner wird.1Gestern hat Ronny noch das wundervollen Chang Tzu-Zitat erinnert:

Es wird eine Zeit geben, da wird es viele geben, die erwachen werden. Aber ich sage euch, das sind alles Schlafwandler. Und ich, der das sage, bin genauso auch ein Schlafwandler.

„Ich bin erleuchtet.“ Das ist wirklich der größte Witz. Wieso will bloß jeder unbedingt was Besonderes sein? Blöde Frage: Auch dies ist Teil des völlig unpersönlichen ko(s)mischen Spiels.

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22 Antworten zu R. Balsekar: völlige Eliminierung des Gefühls von Täterschaft

  1. Tom schreibt:

    Hallo Nitya, du kennst sicher den Kurs in Wundern, oder? Dort entsteht das Ego nicht erst in dieser Welt, nicht nur beim Menschen, sondern projiziert überhaupt erst diese Welt. Demnach wäre der Ego-Gedanke überall, auch in der Krähe, auch im Säugling, auch in den Pflanzen, wenn auch natürlich unbewusst und nicht verbalisiert. Mich spricht das an, denn ich hatte immer ein Problem damit, dass nur der Mensch identifiziert sein soll, Tiere und Pflanzen aber, die ebenso ums Überleben kämpfen, nicht.

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    • nitmoeglich schreibt:

      Hallo Tom, ja, ich kenne den Kurs in Wundern.
      Ich unterscheide, um einigermaßen klar kommunizieren zu können, zwischen dem, was ich jetzt mal Überlebenstrieb nenne, und dem, was ich den Ego-Gedanken nenne. Beides setzt Identifizierung voraus. In einem Fall mit dem Körper, im anderen Fall mit dem Körper und dem Egogedanken. Bei Letzterem kann auch die Identifizierung mit dem Körper und sogar mit dem Egogedanken in den Hintergrund treten und die Identifizierung mit einer Idee in der Vordergrund treten. Wenn Identifizierung möglich ist, ist auch Disidentifizierung möglich.

      Du schreibst: „Dort entsteht das Ego nicht erst in dieser Welt, nicht nur beim Menschen, sondern projiziert überhaupt erst diese Welt.“ Frage von mir: Wer oder was ist das Ego, das erst diese Welt projiziert? Meinst du damit so etwas wie Gott. Ist für dich Gott gleich Ego oder wie kann ich das verstehen?

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      • Tom schreibt:

        Das Ego ist für mich kein handelndes Wesen, sondern eine Denkweise, ein Denksystem, dessen Basis die Idee von Individualität und Trennung ist. Bei Tieren und Babys ist (so muss man vermuten) bereits eine Identifizierung mit dem Körper da, später identifiziert sich der Mensch immer mehr mit seinen Gedanken, seiner Geschichte usw. Und ja, diese Identifizierung kann in den Hintergrund treten und eine abstrakte Idee in den Vordergrund treten.

        Das Besondere am Kurs ist die Aussage, dass Gott nicht die Welt erschafft. Er erschafft aber einen „Sohn“, der wie er auch reiner Geist ist. Dieser „Sohn“ aber spaltet sich scheinbar auf, in einen weiterhin rechtgesinnten und einen falschgesinnten Teil, das Ego. Jener Teil hegt die Idee der Abtrennung von Gott und projiziert die Welt, quasi um sich selbst zu beweisen, dass die Trennung real ist.

        Das ist so in etwa der Schöpfungsmythos im Kurs. Das ist natürlich nicht zu beweisen oder nachzuprüfen. Ich merke aber, dass es mich intuitiv anspricht und für mich eine „Wahrheit“ birgt. Dass sich das Ego und damit der „Sündenfall“ bzw. der Trennungsgedanke erst beim Menschen im Alter von 2 oder 3 Jahren entwickeln soll, war mir immer wenig glaubhaft.

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      • nitmoeglich schreibt:

        Wenn ich das richtig verstanden habe, bist du jetzt von deiner Aussage abgewichen; „Demnach wäre der Ego-Gedanke überall, auch in der Krähe, auch im Säugling, auch in den Pflanzen, wenn auch natürlich unbewusst und nicht verbalisiert.“ Ein Tier, eine Pflanze hegt nach meinem Verständnis nicht den Gedanken, von Gott abgetrennt zu sein. Sie reagieren einfach. Natürlich reagieren sie, als ob sie getrennte Wesen wären. Ist eine Maus falsch gesinnt, wenn sie sich vor einer Katze in Sicherheit bringt? Wenn du den Ego-Gedanken so weit ausdehnen willst, dass er auch das Maus-Sein, das Katze-Sein als tiefsitzende wenn auch unbewusste Ego-Identifikation begreifen willst, dann müsstest du konsequenterweise auch jeder Form als falsch gesinnte Ego-Identifikation betrachten.Dann ist „alles, was ist“ das Ergebnis falscher Gesinnung und der Ego-Identifiaktion.

        „Das Besondere am Kurs ist die Aussage, dass Gott nicht die Welt erschafft. Er erschafft aber einen “Sohn”, der wie er auch reiner Geist ist. Dieser “Sohn” aber spaltet sich scheinbar auf, in einen weiterhin rechtgesinnten und einen falschgesinnten Teil, das Ego. Jener Teil hegt die Idee der Abtrennung von Gott und projiziert die Welt, quasi um sich selbst zu beweisen, dass die Trennung real ist.“

        Das ist mir nun wirklich zu spekulativ und ich habe noch nie etwas damit anfangen können. Du schreibst: „Ich merke aber, dass es mich intuitiv anspricht und für mich eine ‚Wahrheit‘ birgt.“ Was hat sich für dich dadurch verändert, dass es dich intuitiv anspricht und für dich eine Wahrheit birgt?

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      • Tom schreibt:

        So wie ich es sehe, ist der Ego-Gedanke überall unbewusst angelegt. Was aber nicht heißt, dass das Tier, die Pflanze, der Mensch als solches, also als vermeintlich individuelles Ding handelt/reagiert. Als Formen hegen sie nicht den Gedanken von Gott (bzw. dem Absoluten) getrennt zu sein. Das sehe ich ganz wie du. Durch die Maus wirkt tatsächlich der „falschgesinnte“ Geist, aber sie selbst ist nicht falschgesinnt, da sie nur „geträumte“ Form ist. Und tatsächlich, konsequent weitergedacht, ist jegliche Form das Ergebnis des Ego-Gedankens, auch die wunderschönsten Blumen.

        Das kann man natürlich als spekulativ bezeichnen. Wenn es jedoch tatsächlich eine Wahrheit beinhaltet, würde auch diese nur in uns selbst liegen. Insofern wäre es nicht so verwunderlich, wenn sie sich auf diese Weise bemerkbar machen würde:-). Was hat sich für mich verändert? Schwer zu sagen, vielleicht kennst du das ja auch, dass sich solche Veränderungen sehr langsam und sehr subtil bemerkbar machen. Jedenfalls kann ich keine großen Erfolge vorweisen:-). Was mir jedoch sehr schlüssig erscheint, ist das Konzept der unbewussten Schuld. Das erklärt mir zumindest, dass so manch einer, der von tiefgreifenden Einheitserfahrungen berichtet, sich doch irgendwann eingesteht, wenn er ehrlich ist, dass es an seinem Dasein nichts geändert hat. Solche Erfahrungen, die ich selbst auch hatte, mögen durchaus authentisch sein, sie geben einen Geschmack von der Süße des Absoluten, aber die unbewusste Schuld wird dadurch nicht tangiert, sie wirkt weiterhin auf alles Denken und Fühlen ein.

        Der Kurs ist für mich kein Widerspruch zu Nisargadatta, Douglas Harding, Wei Wu Wei. Er geht aber für mein Empfinden noch einen Schritt weiter. Aber das ist vermutlich wirklich nur Glaubenssache.

        Grüße,
        Tom

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  2. Savitri schreibt:

    Gibt es etwas „falschgesinntes“ (in Gott, also in allem was ist)?
    Ist das Ego nicht nur die Vorraussetzung und der „Laufmodus“ für die „Spielfigur“, die Gott sich „hier“ gibt?
    Ist „Sündenfall“ nicht nur die Meinung, in Gut und Schlecht unterscheiden und bewerten zu müssen?…bzw. von den Kirchenlehrern eingeführtes Mittel um Macht ausüben zu können; um den Menschen vermeintlich zu helfen, auf die „Gute“ Seite zu kommen…

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    • Savitri schreibt:

      …und in dem Stil weitergesponnen…
      ist zu sagen, etwas sei Sünde (Trennung) nicht eine Sünde (Trennung), die völlig in Ordnung geht?😉

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      • Tom schreibt:

        In gewisser Weise ja. Letztlich kann man immer sagen, alles ist, wie es ist, also geht alles in Ordnung. Ist aber ein bißchen voreilig, wenn man das Leiden anderer oder das eigene – Illusion hin oder her – abtut. Im Kurs heißt es z.B. die Trennung von Gott hat nie wirklich stattgefunden, sie ist bloß eingebildet. Diese Einbildung sollte man aber nicht vorschnell abtun.

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    • Tom schreibt:

      Hallo Savitri, von einem „Sündenfall“ gehen im Prinzip alle spirituellen Lehren aus. Sie wären ansonsten ja überflüssig. Bei dem einen heißt es Ego bzw. Identifikation, oder Maya oder eben – im christlichen Duktus – Sündenfall. Das Wort ist nebensächlich.

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      • Savitri schreibt:

        Hallo Tom,
        es gibt so vieles Überflüssiges…
        und die „spirituellen Lehren“ legitimieren sich für mich nicht damit, dass sie die Sache mit der „Sünde“ ähnlich darstellen – deiner Lesart nach –
        Das Wort ist mir egal…oft steckt ähnlicher Humbug dahinter…Jemand mit Einheitserfahrung hat versucht, Worte zu finden, die andere dann in Regeln, Gebote und Dogmen pressen wollten.

        Ich wollte nur auf eine Nuance hinweisen, die bei mir schon mal sehr öffnend wirkte:
        „Sünde“ oder der „Fall aus dem Paradies“ durch unterscheiden und bewerten!

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  3. froeschin schreibt:

    Hallo Tom,

    wenn Du schreibst:“Im Kurs heißt es z.B. die Trennung von Gott hat nie wirklich stattgefunden, sie ist bloß eingebildet. Diese Einbildung sollte man aber nicht vorschnell abtun.“, dann stellt sich doch die Frage: Wer bildet sich das ein?, was ja zugleich auch der Inhalt von Nityas Text ist.

    Wenn Ramakrishna Paramahamsa im Grunde eine zwei Klassengesellschaft einführt (der Erleuchtete, der nicht mehr „egoistisch“ handelt und der Rest, der einfach so dahin“egoistiert“), dann liegt da ein Widerspruch. Entweder ist alles DAS EINE, dann eben auch der, der egoistisch handelt – auch das ist GOTT – oder beim Kurs in Wundern wird vorschnell abgetan, dass es keine Trennung von Gott gibt, um dann damit fortzufahren aus dieser Nichttrennung eine Trennung zu machen, die es zu überwinden gilt.

    Aber an dem Punkt ist es dann doch eher Psychologie.

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    • Tom schreibt:

      Es ist immer auch Psychologie, das kann man davon gar nicht trennen. Ja, wer bildet sich die Trennung ein? Natürlich ich, was immer ich nun bin und zu sein glaube. Dass es keine Täterschaft geben kann, kann ich gedanklich vollkommen nachvollziehen. Ich kann auch in stillen Momenten ganz klar sehen, dass ich Gedanken nicht willentlich fassen kann, sondern dass alle Gedanken Einfälle sind, sie fallen mir ein und zu. Das ist völlig eindeutig und doch bleibt komischerweise das Gefühl, der Urheber meiner Gedanken und Taten zu sein, bestehen. Eine „völlige Eliminierung des Gefühls der Täterschaft“ halte ich ehrlich gesagt für einen Mythos, denn das hieße eine komplette und permanente De-Identifizierung mit der Person. Daran glaube ich nicht.

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    • Tom schreibt:

      Wer bildet sich das ein? Ich, was immer ich nun bin und zu sein glaube. Das Problem ist, dass letztlich nur GOTT existieren mag, dass letztlich alles eins ist und nie getrennt war – wir es aber nunmal anders empfinden.An dem Punkt setzt der Kurs an. Er reicht – bildlich gesprochen – die Hand aus der Wirklichkeit in die Illusion rüber. Aber das machen im Grunde alle non-dualen Lehren. Und natürlich ist das irgendwo ein psychologisches Problem. Wir können nicht unser Empfinden leugnen, Illusion hin oder her.

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  4. IamAlways schreibt:

    Dort entsteht das Ego nicht erst in dieser Welt, nicht nur beim Menschen, sondern projiziert überhaupt erst diese Welt.

    Hallo Ihr Lieben, ich empfinde diesen Satz als eine Kernaussage, von der alles weitere abgeleitet werden kann.
    Nach meinem Verstehen bedeutet das, das Ego die gesamte Schöpfung, die Teilung des Einen in die Vielen/Vielfalt, gemeint ist.
    Wir haben dann innerhalb dieses Schöpfung das persönliche Ego hinzugefügt, was einer Diskussion für Verwirrung sorgen kann, da man dann möglicherweise aneinander vorbei redet.

    Mich hat der Kurs i. Wundern auch viele Jahre fasziniert und tief berührt. Ich finde, er vermittelt die Weisheit der gesamten Schöpfung, in sehr bildhafter Sprache!

    Vater/Sohn oder Shiva/Shakti>passiv/aktiv. Ja, Gott weiß nichts von dieser Schöpfung, denn der passive Teil oder Gott, ist für ewig in sich ruhend…..und wenn der aktive Teil, Sohn/Schöpfer oder Träumer wieder in den Ursprung/Vater/Gott zurückgefallen ist, wird es diese Welt nie gegeben haben!

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  5. Chantal schreibt:

    …..und wenn der aktive Teil, Sohn/Schöpfer oder Träumer wieder in den Ursprung/Vater/Gott zurückgefallen ist, wird es diese Welt nie gegeben haben!
    Antwort
    Dieser Satz von IamAlways trifft das, was ich mich oft frage: Warum beschäftige ich mich so eifrig mit diesem Thema: Befreiung, Erwachen, Frieden, Einssein? Was zieht mich da hin? Ist es mein Ego, was erlöst sein möchte? Ist es das Eine, was sich zurückbinden will? Warum pilgere ich noch zu Satsanglehrer? Warum lese ich hier in diesem Blog? Es ist wie ein Sog. Immer wieder erscheinen klärende Antworten, und dann werden sie von einem anderem Lehrer in die Pfanne gehauen. „Es gibt keine Erleuchtung“. Peng. „Du bist ja Gott, oder das Selbt, warum suchst du danach?“ Peng. Das sind meine tägliche Nachrichten, aber spannender als die Nachrichten der Tageszeitungen. Und doch sehe ich da einen Zusammenhang. Die Tageszeitungen stimmen mich meist depressiv. Filme wie „Hunger Games“ sind wie appokalyptische Vorreiter. Wir werden unseren Planeten bald zerstört haben.
    Und es gibt keinen Handelden…. nach Ramesh Balsekar.
    Ist es eine Vorahnung, dass es keine Hoffnung mehr gibt, warum ich mich auf das „Erwachen“ so einlasse? Ein tiefes, beunruhigendes Gefühl befällt mich, irgend etwas läuft schief hier. Kommt mir das „Erwachen“ wie aus einem schlechten Film, als Erlösung, entgegen?
    Wenn ich mir die vielen Satsang Video’s auf JETZT.TV anschaue, dann kann ich beruhigt einschlafen. Unser tägliche Brot: Erwachen und wieder einschlafen. Mehr gibt es nicht. Aber bitte vorher einschlafen, vor dem grossen Crash. …
    wie oben geschrieben… wird es diese Welt nie gegeben haben!

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    • fredo0 schreibt:

      Es ist nicht „unser Bemühen“ was da in einem Kontext mit Erwachen stünde.

      Es ist auch nicht ganz richtig, wenn gesagt wird, dass jeder bereits erwacht ist.
      Es ist halt kein „jeder“ je erwacht.
      Sondern „Erwachen“ geschieht millionenfach in jedem Leben.
      Jeden Tag, jeden Augenblick aufs neue.
      Es wird halt nur bei vielen so nicht bemerkt.

      Man könnte es mit einer Horde Sonnen-Brillen-Trägern vergleichen, wo halt nur bei einigen diese Brille zerbrochen ist. Die Sonne, die alle gleichermaßen bescheint, ist in ihre Brillianz und Wärme ein und dieselbe, doch die sehen nur die Unverdeckten Augen so. Die verdeckten Augen sehen auch die selbe Sonne, jedoch nicht in der selben Brillianz.

      Diese Penetranz der Suche erklärt sich daraus, daß „die Suche“ eigentlich nur ein „im Nachhinein-Nebeneffekt“ ist .
      Die ( ja bereits wissende“ ) Ahnung von der Brillianz , die in uns allen steckt, erzeugt manchmal bei Mancheinem eine Art unentrinnbares Rumoren, ( will sich gewissermaßen endlich wieder bestätigt sehen ) und der Kopf, der das Rumoren bemerkt, beginnt mit „der Suche“ , und vermutet sogar, dass „seine“ Suche dieses Rumoren veranlassen würde. Doch dies Rumoren ist ein der Kontrolle der Person völlig enthobenes automatisches Geschehen . Also , werte Chantal , du könntest einfach nur staunend bewundern wie elegant da das Rumoren rumort . Du ( als Chantal ) hast da eigentlich gar nix mit zu tun , bist nur verblüffter Zuschauer .
      Du kannst aber auch zusätzlich noch deine „suchende Suche“ staunend bewundern . Sie ist stets adäquat zum automatischen Rumoren …. wie ich vermute ….

      Ist nicht viel anders wie ein ordentlicher Durchmarsch, nach zuviel Glutamat beim Chinesen . Da verschafft sich das Rumoren des Leibes auch seine „entladende“ Konsequenz, ganz egal wie sehr wir da auch „machend“ einzugreifen versuchen.

      und danach ? …. welche Erleichterung … nicht weil da ein neuer, besserer Darm wäre … sondern einfach nur weil dieses Rumoren/suchen endlich vorbei ist …

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  6. Brigitte schreibt:

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  7. punitozen schreibt:

    Vom Altwerdenden an den Älteren !🙂

    ……Wer weiß, dass er nur ein Instrument Gottes ist, hat keine egoistischen Gefühle.”….

    Eine für mich bemerkenswerte Aussage .
    Stimmt meiner Betrachtung nach unter der Voraussetzung einer theologischen
    Glaubensformel , wie jene : “ ICH bin der Herr , Dein ( persönlicher ) ALL- Gott .
    Wenn ich mich als Instrument dieses Gottes verstehe – ja dann bleibe ich ein EGO- Wesen
    aber ein von Gott instrumentalisiertes , das sein tierisches Erbe erkannt und zum Wohle
    Alles und Allem seinem Nächsten die linke und rechte Wange hinält , wenn dieser
    seine egoistischen Gefühlen freien Lauf lässt .
    Ein furchtbarer Konflikt : Weil ich meine Triebhaftigkeit im Griff habe – mir ihrer bewußt
    bin – bleibe ich aus altruistischen Gründen vollkommen wehrhaft-wehrlos-standfest –
    gänzlichst gottinstrumentalisiert – und werde Märtyrer im Namen des EIN-GOTT .
    Aber ich kann gottinstrumentalisiert auch ganz anders – nämlich , ich krieg `ne Vision .
    Gott spricht zu mir : “ Ich mache alle Gottlosen platt – sollte es Dich dabei treffen ,
    isses DAS – `tut mir leid , ein Kollateralschaden , aber siehe Ich mache alles neu –
    Du kommst in den Himmel und sitzest zu meiner Rechten . Sollte DAS- DIR zulange dauern ,
    so haue dem Ungläubigen in meinem Namen den Schädel ein – dann biste kein
    Böses animalisches Wesen – sondern ein gottinstrumentalisierter Gefühlstäter –
    in göttlicher Mission unterwegs ! “
    Sicherlich hat es Herr Balsekar ganz anders gemeint , als`s son simpler PUNITO
    vor sich hin spinnt .
    Gefährlich sind sie doch -diese Absolutheits-Gottbetrachtungen .
    Sie enthalten ein Potential an ALS-OB `s , welche nicht ohne sind

    ……. Leider haben uns die Druiden ja nichts Schriftliches hinterlassen, aber einige wenige Auserwählte haben das Geheimnis der Druiden über die Jahrtausende hin bewahrt und nach einer strengen Schulung an besonders ausgesuchte Adepten weitergegeben. Interessenten mögen sich melden und sich in einem Einführungsseminar bei mir vorstellen. Ort, Zeit und Kosten werde ich ihnen dann mündlich mitteilen.
    … Leider bin ich schon Adept einer Katze , – die kommt mir jedoch echt keltisch vor !“🙂
    Herzlichen Gruß
    PUNITO

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  8. Ingeborg schreibt:

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  9. Dieter schreibt:

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