Tschuang-tse: eins mit dem Wirken des Himmels


uDes Berufenen Leben ist des Himmels Wirken, sein Sterben ist für ihn nur Wandlung der Substanz. In seiner Stille ist er eins mit dem Wirken der empfangenden Kraft, in seinen Regungen ist er eins mit den Fluten der zeugenden Kraft. Er schafft nicht Unglück durch die Jagd nach Glück. Er geht nur seinen Trieben nach, die in ihm wirken, nur unter ihrem Drange regt er sich. Nur, wenn er gar nicht anders kann, beginnt er etwas. Er streift alle Ahnungen von etwas Künftigem und alle Erinnerung an Vergangenes von sich ab und folgt nur den Richtlinien des Himmels. Und darum ist nichts, was vom Himmel kommt, Leid für ihn, deshalb kennt er keine Verstrickung in die Welt der Dinge, keinen Tadel von Menschen und keine Furcht vor Geistern. Sein Leben ist für ihn wie ein Sich-treiben-Lassen, sein Sterben ist für ihn ein Ruhefinden. Er macht sich keine Sorge und schmiedet keine Pläne. Er leuchtet ohne eitles Glänzen und ist wahrhaftig ohne Absicht. Sein Schlaf ist ohne Traum und sein Erwachen ohne Kummer. Sein Geist ist rein, und seine Seele kennt kein Erschlaffen. In Leere, Ruhe und Gelassenheit ist er eins mit dem Wirken des Himmels.

aus: Tschuang-tse, „Was du Tao nennst, wo ist es zu finden?“

Kürzlich las ich diesen Text von Karl Renz aus seinem Buch „Erstes und Letztes“:

Wenn die Gnade hinter dir her ist, erreicht dich die Sinn-Leere der Depression, Sinnlosigkeit umarmt dichdie Welt macht ganz einfach keinen Sinn mehr, heiraten nicht, Geldverdienen nicht, etc. Nichts kann dich mehr befriedigen, du wirst depressiv. Aber zu dieser tiefen Ruhe kommt es nur, weil die Gnade bereits hinter dir her ist. Weil du dem näher kommst, was Frieden ist, und der braucht niemals irgendeinen Lebenssinn. Er ist ohne Bedeutung. Das Selbst bedarf keines Sinns. Und wenn das Selbst wieder das sein will, was Selbst ist und nichts braucht und nichts will, dann wird das kleine „Ich“ depressiv. Je näher du als Phantom dem kommst, was Ruhe ist, umso deprimierter bist du. Ich halte das für ein gutes Zeichen.

Ich muss vorausschicken: Ich bin nicht depressiv. Ich habe mich immer gefragt, wie sich das wohl anfühlt, depressiv zu sein, bis mir das Schicksal zu Hilfe kam vor ca. 9 Jahren. Ich hatte mir eine Calcaneusmehrfachfraktur zugezogen, wurde in einer Klinik zusammengeflickt und mit Betablockern vollgepumpt wieder entlassen. Zu Hause fiel ich mitsamt den falsch angepassten Beinschienen und den Krücken auf die Nase und wusste nicht, wie ich da je wieder hochkommen sollte. Wie ich da so lag, wusste ich nur eins: Ich will nicht mehr leben. Hätte ich die Todespille gehabt, ich hätte sie genommen. Die Betablocker haben so reingehauen, ich war schwindelig, völlig geschwächt und – nun ja, „ach wenn mir nur gruselte“ – völlig depressiv. Ich schmiss die Betablocker weg und der Spuk war wieder vorbei. Muss ich nicht unbedingt wieder haben.

Aber ansonsten … kann sein, dass ich meine ganze Kindheit und Jugendzeit depressiv war, Krieg, Nachkriegszeit, ein Vater, der alle meine Wünsche als Zumutung empfand und jede Erfüllung brüsk ablehnte, die doofen Lehrer … aber ich vermute mal, dass es das nicht ist, was der Kark Renz da meinte. „Und wenn das Selbst wieder das sein will, was Selbst ist und nichts braucht und nichts will, dann wird das kleine ‚Ich‘ depressiv. Je näher du als Phantom dem kommst, was Ruhe ist, umso deprimierter bist du. Ich halte das für ein gutes Zeichen.“ Tut mir Leid, kann ich nicht mit dienen. Und dem Karl zuliebe werde ich jetzt bestimmt nicht depressiv. Die Welt macht keinen Sinn mehr? Halleluja – welche Erleichterung! Sinnlosigkeit ist das reinste Lebenselixier und grenzenlose Freiheit! So empfinde ich das und ich will daraus jetzt ganz bestimmt kein „so ist es richtig“ machen. Beim Karl war halt seine Depression ein gutes Zeichen. Aber ich kann nur jedem raten, daraus jetzt keine Lehre für sich selbst zu basteln. Der eine erlebt’s halt so, der andere anders.

Tschuang-tse hat es so erlebt, wie er es oben schildert. Aber ich kann nicht ausschließen, dass er vor diesem Erleben durch „die dunkle Nacht der Seele“ pilgern musste. Ich würde nur sagen, dass dieser depressive Zustand keine Vorbedingung für was auch immer ist. Ich habe auch Menschen erlebt, die zeitlebens in ihrer Depression stecken geblieben sind. Wie sich das von Tschuang-tse Geschilderte anfühlt, hat mir in jungen Jahren mein Kater Gregor gezeigt. Er war mir ein großartiger Meister.
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11 Antworten zu Tschuang-tse: eins mit dem Wirken des Himmels

  1. Elwood schreibt:

    Meine 50 jährige Depressionserfahrung fühlt sich eher wie eine Verkrampfung an….
    Wie ein Festhalten wollen an zerbrechlichen Sinn-Krücken….
    Pure Angst……
    Wahrlich keine sinnvolle Vorbedingung fürs Sinnlose…..

    wenns geschieht, geschiehts halt…

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    • nitmoeglich schreibt:

      „Alles Schrot für die Mühle.“ würde Ram Dass jetzt vielleicht sagen. Der eine ist Alkoholiker, dem anderen ist die Frau weggelaufen, wieder ein anderer hat Heuschnupfen oder Krebs oder das Jobcenter ist hinter ihm her oder er hat in Monte Carlo sein ganzes Geld verspielt oder er hat eine sog Depession …. alles Schrot für die Mühle. Um diesen ganzen Kram geht’s doch gar nicht. Sag ich mal so.

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  2. Nita schreibt:

    genau so sehe ich das auch. Mich wunderte auch, was die „Erleuchtung“ oder sollte ich sagen „Erkenntnis“ für verschieden geprägte „Erleuchtete“ hinterlässt. Karl wirkte auf mich auch öfter so als wäre die Erkenntnis der Wahrheit nicht besonders erstrebenswert, also eher die depressive Version, wohingegen ein Werner Ablass da eher befreit wirkt und dem ganzen den positiven Aspekt abgewinnen kann. So nach dem Motto: ist der Ruf erst ruiniert (in dem Fall, wenn eh alles sinnlos ist…) lebt es sich ganz ungeniert.

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    • nitmoeglich schreibt:

      „ist der Ruf erst ruiniert (in dem Fall, wenn eh alles sinnlos ist…) lebt es sich ganz ungeniert.“

      Na ja, das sagen einige professionelle Schwerenöter auch, und das ohne irgendeine besondere Erkenntnis gewonnen zu haben. Und „sinnlos“ kann durchaus unterschiedlich aufgefasst werden. Manche sind schon wegen des sinnlos gewordenen Lebens ins Wasser gegangen.

      Ich würde sagen, dass jeder eigentlich nur von sich sprechen kann und nicht über andere. Ist Karl Renz erleuchtet, ist Werner Ablass erleuchtet? Frag mich was Leichteres. Das geht mich einfach nichts an. Ich könnte auch fragen: Gibt es irgendetwas oder irgendjemanden, das oder der nicht erleuchtet ist?

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  3. fredo0 schreibt:

    Ich sehe einfach das, was ich die Entdeckung der allumfassenden Irrelevanz nenne.

    Es ist genau genommen das Resumee aus dem, was man Erwachen nennt, wenn damit das Auftauchen des Eigentlichen gemeint ist, in dem alles zuvor „Besonderte“ in dies hinein aufgesaugt wird.

    Was bleibt dann, wenn die „Besonderungen“ erneut ihren Tanz zwischen Ein- und Ausatmen aufnehmen ? Zumeist wohl einfach diese > Irrelevanz … Sie tanzen zwar , wie bereits zuvor , und doch haben sie ihre „Magie“ verloren … die Besonderungen haben quasi die Besonderung durch Besonderung verloren …

    Das was bleibt ist schlicht > Leben … eben !

    Und das hat durchaus, auch für mich, als einer der die Depression eher nicht kannte, einen Duft als ob .
    Doch es ist ein als ob ., denn in dieser Depression fehlt der Deprimierte.

    Es bleibt ein als ob. Als ob da jemand wäre, der Depression erlebt.
    Und genau darin liegt auch der Witz dieser Depression und ihre „Therapie“.
    Es ist das schlichte >Leben … eben ! das keine Bedeutung braucht , und das seinen Tanz der Irrelevanz … einfach so …. tanzt.

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    • Nitya schreibt:

      Lieber Fredo,
      jetzt musst du mir aber doch noch verklickern, wie es zu diesem Duft einer Als-ob-Depression kommt (ohne einen Deprimierten, noch dazu von einem, der die Depression eher nicht kannte). Depression – Niedergedrücktheit – bedarf immer eines Objektes, das sich niedergedrückt fühlt. Und es bedarf einer niederdrückenden Idee (ich lass mal chemisch induzierte Depressionen außer Betracht). Wo soll da bitteschön im Moment „des Auftauchens des Eigentlichen“ der Duft einer Als-ob-Depression kommt herkommen?

      Nochmal, ich kann überhaupt nichts ausschließen. Gerade erinnere ich mich an ein Bild von Osho: Wenn ein Fluss sich im Ozean auflöst, gibt es kurz vorher einen Moment des Zögerns, der Todesangst. Ich kann mir vorstellen, wenn diese Angst zu groß ist, dass aus dieser Todesangst eine dauerhafte Depression werden kann, in der der Betreffende hängen bleibt. Meher Baba soll im ganzen Land herumgereist sein, um solche Kandidaten aus ihrer Fixierung zu befreien. Ich behaupte jetzt mal ganz frech, nicht das, was ja auch „die Befreiung“ genannt wird, generiert eine Depression, sondern die Angst vor dieser „Befreiung“ = Auflösung oder das, was man den Tod des Ego, besser der Identifikation mit dem Ego, nennt.

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      • fredo0 schreibt:

        Ich habe … wie gesagt … nicht die geringste Ahnung aus eigenem, was Depression bedeutet. Weder ich, noch einer meiner durchaus großen Familie ist davon betroffen.
        Deswegen habe ich auch anfangs etwas gezögert dazu auch meinen Kommentar zu geben .
        es gibt jedoch ein Phänomen, von dem ich vermute, dass es Karl Renz gemeint hat.
        ich lese auch gerade sein neues Buch und erinnere deshalb den zitierten Passus .
        ( bisher gefällt es mir aber nur perifär , ähnlich wie das mit dem TaoTeKing-Bezug erscheint es mir etwas gewollt in einen Kontext gesetzt, und nicht dem freien Gespräch entnommen … also … mir etwas zu kopfig vom Autor und Verleger ).
        Da ich den OriginalKontext des Renz-Zitates erinnere, weiß ich, dass dieser für mich künstliche Bezug da auch ganz schön verzerrt .

        Besagtes Phänomen ist entweder das, was manche die dunkle Seite der Seele nennen, und was zu einer Zeit der Katharsis führt, die teilweise geradezu megadramatische Körperreaktionen auslösen kann. Reaktionen, die wohl auch Herr Renz erlebt hatte.
        Und die wohl oft dem Auftauchen des Eigentliche vorausgehen ( zumindest erscheint es so ) .
        Der erste von mir bemerkte „Erwachte“ unter den Schülern des Herr Balsekar war Frank Beyret ( oder so ähnlich geschrieben ) , ein sehr netter Schweizer, bei dem in Zuvor diese depressiven oder depressionsähnlichen Lösungsphänomene soweit gingen, dass er fast 2 Jahre lang nicht mehr sein Bett verlassen konnte, und er sich geradezu zerfetzt fühlte durch Energien, auf die er nicht den geringsten Einfluss hatte.
        Und dann gab es andere, da ist es … einfach so … wie aus Versehen … zu diesem Aufgesaugtwerden ins EIGENTLICHE gekommen .
        Warum so , oder halt so … keine Ahnung . Nur … eines scheint sicher … beides ( und anderes ) ist da wohl möglich.

        was mir aber bei meinen Kontakten zu Mitbetroffenen aufgefallen ist , und eigentlich bezog sich meine „Depressions-Version“ auf dieses Phänomen, ist ein spezielles sehr häufiges Phänomen im „Danach“ dieser Betroffenen.
        Nach einer anfängliche Berauschheit ( ob der Klarheit ) , mehr oder weniger lang und ausgeprägt, mit oft genug auch heftigsten kommunikativen Exzessen, folgt dann eine Phase, die ich „den auftauchen Grauschleier der feinen Trauer“ nenne.
        All das, was ja auch bisher zu den Freuden und erstrebenswerten Zielen des persönlichen Lebens gehört hat, verliert seine Bedeutung, wird jetzt seltsam stumpf und grau , seien es Gerüche, Geschmack, Gefühle oder Gefühlserwartungen … alles ist … nur noch … irgendwie belanglos … und es ist überdeutlich dass dies unentrinnbar ist.
        dies hatte ich , mangels besserer Kenntnis ein wenig mit Depression gleichgesetzt, denn es hat sich … so als ob … angefühlt …

        erst wenn sich das >Leben …eben ! im Laufe der Tage und Wochen und Monate an seiner eigenen Dynamik quasi selbst reinigt , wird dann auch dieser feine Grauschleier der allumfassenden Irrelevanz „zugeführt“.

        deswegen sagte ja auch Ramesh „wenn Dir einer ne Million oder die Erleuchtung anbietet, nimm die Million , da hast du wenigsten etwas“ …
        und das dies durchaus ernst gemeint war, haben damals wohl nur nur wenige geahnt.

        Wenn die „Gnade“ zuschlägt und dann dieser endgültige Verlust von jeglicher Bedeutung und Besonderung, der ja oft so gar nicht angestrebt wurde, unentrinnbar wurde , hat in gar nicht so wenigen Fällen dazugeführt, dass sich die Betroffenen in den Suizid begaben. Ein häufig totgeschwiegenes Phänomen in der doch sooo gerne liebesberauschten und glückseeligkeitserhoffenden Sucherschaft .

        Da sehe ich übrigens die eigentliche Aufgabe eines Meisters oder Gurus .
        Die Pforten öffnet die Gnade von ganz allein und manchmal geradezu brutal .
        Doch der darum wissende Meister / Guru kann danach zur Hilfe eilen, und dem geschockten Ego/Ich so gut als möglich beiseite stehen.

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  4. punitozen schreibt:

    Lieber Nitya oder/auch Nit-möglich oder wie ?
    Mit deiner Nitmöglich-Namengebung muss ich erst mal zurecht kommen .🙂 .
    Doch zurück zu deinem heutigen Artikel .
    Die Worte des Tschuang-tse sind wunderschöne , wahre Worte .
    Als depressiv erlebe ich mich nicht – obwohl es auch in meinem Leben bedrückende
    Momente und auch Perioden gab – ick hab`se übawunden ( Imma führnehm – och wenns`te frierst )
    Ja – zumindest fürchte ich nicht das Sterben , weil `s zum Leben dazugehört .

    In einem Deiner vorhergehenden Beiträge stelltest Du die Frage an einem Blogteilnehmer ,
    ob er schon einmal einen Angstpatienten geschaut habe ?
    Na , ja und wie sieht es bei dem depressiven Menschen aus ?
    Ich meine , jeder Depressive trägt seine Lasten mit sich herum – sie abzuwerfen ist das
    Problem . Wie damit umzugehen ? Albert Camus schrieb : “ Der Kampf gegen Gipfel
    vermag ein Menschenherz ausfüllen . Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen
    Menschen vorstellen .“ War das der Schlüssel des Camus zum Umgang mit seinen Depressionen
    und den damit einhergehenden Suicidgedanken ?
    Herr Renz gönne ich ein paar Friemeln am Arsch – seine Philosophienutzt dem Depressiven
    gar nichts – schwingt doch zwischen seinen Worten die Botschaft mit : “ Alles Einbildung ! “
    Himel , Arsch und Zwirn – hat es sich noch immer nicht herumgesprochen das Depessionen
    komplexere Gebilde sind als allgemein angenommen wird ?
    Was ist eine Depression , wäre die diagnostische Frage , was ist des Depressiven Eigenheit ,
    die nächste .
    Dies wäre der Anfang um feststellen zu können :

    Depression ist ein komplexes Mischgefühl das einen gewissen Anteil an Trauer enthält , aber auch
    Ekel , Wut , Ärger , Feindseligkeit , Furcht Schuld und Scham . Entsprechend der Variblität beteiligter Gefühle sind Depressionen stets durch eine Vielzahl von sozialen , psychologischen
    und biologischen Einflussfaktoren ausgelöst .
    Die früher häufig verwendete Einteilung in endogene ( biologisch-bedingte ) und exogene
    ( umweltbedingte ) Depressionen ist empirisch nicht haltbar .

    Was die Katze anbelangt : das reinste Antidepressiva !
    “ Eine Katze ist eine Katze – ist eine Katze ,
    und ich ihr Dosenöffner ! “
    Liebe Grüße
    PUNITO

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  5. fixluja schreibt:

    Lieber Punito,

    du wirst alt. Deinetwegen muss ich mir jetzt jeden Tag einen neuen Namen ausdenken, um dich ein bisschen in Trab zu halten. Nicht, dass du mir doch noch in eine Depression rutscht! Aber als Dosenöffner einer Katze wird dir das eh nicht so recht gelingen. Wie du richtig sagst: eine Katze ist das reinste Antidepressivum. Kann sie zumindest sein, sollte sie sein … ach zum Teufel: Manchen Depressiven hilft auch die schnuckeligste Katze nix.

    Einen gar lieblichen Gruß
    fixluja aber auch

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  6. Eno Silla schreibt:

    Gerade wollte ich euch mit irgendeinem Geseire über Depressionen langweilen, da erreichte mich ein Video von einem Freund, das auf ne Art diese ganze Scheiße viel direkter rüberbringt.
    Ich bin depressiv! Ja! Wie kann man in dieser verrücktabsurdparadoxen Welt nicht depressiv sein? Es ist mir ein Rätsel! Es gibt Menschen, die nicht wissen, was Depression ist? Unglaublich für mich! Ich bin seit meinem 12. Lebensjahr wieder und wieder durch depressive Phasen gegangen, seit ich als Kind nicht erwachsen werden wollte, in eine als heuchlerisch und zerrissen erlebte Erwachsenenwelt hinein.
    Aber ich bin auch nicht-depressiv, lebendig, kreativ, aggressiv, liebend, fühlend, trauernd und voller Energie wie es dieses Video rüberbringt, spürt ihrs:

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  7. Ronny schreibt:

    „Tschuang-tse hat es so erlebt, wie er es oben schildert. Aber ich kann nicht ausschließen, dass er vor diesem Erleben durch “die dunkle Nacht der Seele” pilgern musste.“ …wer weiß, vielleicht wars ihm irgendwann auch Schnuppe wie oder was er erlebt, weil es da NULL Kontrolle gibt. Gerad heut an einen kleinen Text von Chang Tzu erinnert den ich vor Jahren fand, (vielleicht der selbe Kerl, zumindest das selbe Selbst,-) …da singt er ein ganz andres Lied:

    „Es wird eine Zeit geben, da wird es viele geben die Erwachen werden. Aber ich sage euch, das sind alles Schlafwandler. Und ich der das sage bin genauso auch ein Schlafwandler“ (Chang Tzu)

    Seiś drum Lieder wandeln sich doch immer, auch wenn scheinbar immer das selbe gespielt wird

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