Lin-chi: Der gewöhnliche Geist ist der WEG.


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Jünger des WEGES, überall sagen die Leute, dass ein WEG zu verfolgen ist, ein Dharma zu beweisen. Sagt mir, welches Dharma wollt ihr beweisen, welchen WEG wollt ihr befolgen! Was fehlt in eurem gegenwärtigen Tun? Was muss noch zusammengeflickt werden?

Der unreife junge Lehrer, der dies nicht versteht, glaubt an diese Fuchs-Gespenster; er lässt sie den Unsinn plappern, der andere Leute verpflichtet, und sagt, dass Buddhaschaft nur durch das In-Einklang-Bringen von Grundprinzip und Übung und durch das Sich-Hüten [vor] den drei Karmas erlangt werden kann. Leute, die so reden, sind so zahlreich wie die feinen Fäden des Frühlingsregens.

In alten Zeiten sagte ein Mann: Wenn du einen Menschen auf der Straße triffst, der den WEG ergründet hat, versuche vor allem nicht, den WEG anzugehen.

Deshalb sagt man: Wenn ein Mensch versucht, den WEG zu praktizieren, dann funktioniert der WEG nicht und zehntausend ungute Bedingungen heben ihre Köpfe um die Wette. Doch wenn das Schwert der Weisheit aufflammt, bleibt nichts übrig. Ehe sich das Helle offenbart, ist das Dunkle hell.

Aus diesem Grund sagte ein Mann in alten Zeiten: Der gewöhnliche Geist ist der WEG.

aus: Die überlieferten Worte des Ch’an-Meisters Lin-chi Hui-chao der Chen-Präfektur, gesammelt von seinem ergebenen Nachfolger Hui-jan von San-sheng, übersetzt aus dem Buch „The Recorded Sayings of Ch’an Master Lin-Chi Hui-Chao of Chen Prefecture“, translated from the Chinese by Ruth Fuller Sasaki, The Institute For Zen Studies Kyoto Japan, übersetzt von Lisa Bäuml. Ausgabe nicht datiert, S 27.

Ikkyu wäre sehr zufrieden mit mir. Endlich habe ich mal anständig zitiert. Ich geh mal davon aus, dass ihm der Text von Lin-chi nicht geschmeckt hätte, genauso wenig wie der Text gestern von Tan Kalaycioglu, den er mir gegenüber so kennzeichnete: „An dualitischer Flachheit, konzeptuellem Denken, im Aufbauen eines Pappkameraden, Suggestiv-Schreibstyle nun wirklich nicht mehr zu überbieten.“ Mit Tan Kalaycioglu kann man’s ja machen, der hat’s ja noch nicht ganz zu der weltweit anerkannten Größe von Lin-chi gebracht, bei dem muss man sich dann halt auf einen angeblich ungeklärten Kontext und Hintergrund verlegen. Dabei ist doch alles klar wie Kloßbrühe, es sei denn, man will unbedingt seine Tomaten auf den Augen behalten.

„Wenn du einen Menschen auf der Straße triffst, der den WEG ergründet hat, versuche vor allem nicht, den WEG anzugehen. Wenn ein Mensch versucht, den WEG zu praktizieren, dann funktioniert der WEG nicht, und zehntausend ungute Bedingungen heben ihre Köpfe um die Wette.“

Ich verstehe das als eine Mahnung, authentisch zu bleiben. Nicht ich suche mir meinen WEG aus, ja, ich gehe ihn nicht einmal, sondern der WEG geht gewissermaßen mich. Warum sich da einmischen? Das macht alles nur schwieriger. Aber auch das ist natürlich eine Manifestation meines WEGES. Er schließt alle Umwege und Schwierigkeiten mit ein. Oder um es anders zu sagen: „Mein Wille“ ist in jedem Augenblick SEIN WILLE.

„Doch wenn das Schwert der Weisheit aufflammt, bleibt nichts übrig.“ Das Schwert der Weisheit? Nun ja, wenn klar geworden ist, dass der gewöhnliche Geist der WEG ist. Was der gewöhnliche Geist sein soll? Na, das halt, was dir gerade durch die Birne zieht. Wieso das der WEG sein soll? (Wehe, das beantwortet jetzt jemand!)

Schwert

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29 Antworten zu Lin-chi: Der gewöhnliche Geist ist der WEG.

  1. punitozen schreibt:

    …………………………………(Wehe, das beantwortet jetzt jemand!)…..
    ……………

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  2. Marianne schreibt:

    Dabei ist doch alles klar wie Kloßbrühe, es sei denn, man will unbedingt seine Tomaten auf den Augen behalten.

    Ich bin mit dem Text gestern auch nicht klar gekommen … Jede/r hat eben seine Tomaten irgendwo anders auf den Augen, würde ich sagen.😉

    Über die jeweilige „richtige Anordnung“ blinder Flecken zu debattieren, finde ich unergiebig …😦

    Mit herzlichem Gruß
    Marianne

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    • Nitya schreibt:

      Womit biste denn nicht klar gekommen?

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      • Marianne schreibt:

        Mein Empfänger-Ohr liest diesen Absatz als die Beschreibung eines (vermeintlich) erreichten Zustands:

        Das Ende
        Das, was passieren kann, ist, dass die Suche nach Erleuchtung oder nach einem
        besseren Zustand zu einem Ende kommen kann. Aber das wird nicht durch eine
        „suchende Person“ oder durch eine Aktivität erreicht werden. Es mag einfach
        so enden, weil erkannt wird, dass, „das was wahr ist“ schon alles ist.
        Mit dem Ende der Suche erlischt auch der Suchende.

        Mir hat gestern Elwoods Kommentar am besten gefallen:

        Wenn du meinst, das Ende der Fahnenstange erreicht zu haben, dann klettere weiter …

        Den werde ich mir merken …😉

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      • Marianne schreibt:

        Sorry Elwood, nicht ganz korrekt zitiert:

        Wenn Du meinst oben an der Fahnenstange angekommen zu sein
        – klettere weiter…

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  3. Nitya schreibt:

    Wenn Weiterklettern, geschieht, dann geschieht es.

    Wenn die Pubertät erreicht wird, fallen Puppen- und Indianerspiele vielleicht ab.
    Vielleicht aber auch nicht.
    Ist ja nix verkehrt daran, wenn auch ein „Bestager“ noch Puppen- und Indianerspiele liebt.

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    • Nitya schreibt:

      Aber womit du jetzt nicht klar gekommen bist, ist mir immer noch rätselhaft.

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      • Marianne schreibt:

        Da sagt einer

        Der “Zustand” ist totaler Schwachsinn.

        und … dann schreibt er über ein

        Ende der Suche

        Immer, wenn sich die „Erwachten“ über das „Ende der Suche“ oder auch „das Erreichen der dauerhaften Des-Identifikation von allen Ich-Vorstellungen“ äußern, „höre“ ich Zustandsbeschreibungen …
        Vermutlich habe ich genau an dieser Stelle „Tomaten auf den Augen/Ohren“😉

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      • Nitya schreibt:

        Liebe Marianne,

        ich verstehe das so: „Der Zustand“ ist die Vorstellung von einem Etwas, das erstrebenswert erscheint. Wenn dieser Zustand auf irgendeine Weise abhanden kommt, tritt das zutage, was nie nicht war, aber überlagert war von der Vorstellung eines idealen Zustands.

        Satyam Nadee hat den Ausdruck benützt: „Von der Zwiebel zur Perle“. Die Zwiebel steht für ihre vielen Schichten für all die vielen Vorstellungen. Eine Zwiebelschicht nach der anderen oder alle auf einmal fallen ab. Das, was dann bleibt, muss nicht erreicht werden, weil es schon immer war. Du musst dich also nicht damit abquälen, dauerhaft disidentifiziert oder sonst irgendwas zu sein. Das sind ja genau die Zwiebelschalen. Was die Perle ist, spricht ja hoffentlich niemand aus.

        Und gerne immer wieder Seng-ts’an: „Suche nicht nach dem Wahren, hör’ nur auf, Meinungen zu hegen.“

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      • Marianne schreibt:

        Demzufolge wäre die „Perlensuche“ eine besondere Suche, nämlich nicht nach einem „vorgestellten Zustand“ – nach was dann? Gurdjieff spricht in diesem Zusammenhang von der „Seelenerinnerung“.
        Den Mythos der Perlensuche gibt es übrigens auch in den so genannten „Thomasakten“ (apokryphische Schriften) als „Lied von der Perle“ : http://www.celtoslavica.de/sophia/Perle.html
        Falls es interessiert: Dazu habe ich auch mal etwas geschrieben: http://www.connection.de/index.php/spiritualitaet/1892-wandlungsprozesse

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      • Nitya schreibt:

        Liebe Marianne, die „Perlensuche“ ist – wieder aus meiner unmaßgelichen Sicht – genauso Schwachsinn wie jede andere Suche, denn jede Suche ist die Suche nach einem Objekt. Die Perle ist jedoch ein Symbol für das Einzige, was kein Objekt ist. Allein, wenn ich das schreibe, habe ich schon wieder ein Objekt daraus gemacht.

        Wenn Gurdjieff von „Seelenerinnerung“ spricht, bedeutet das nicht Suche. Aber man könnte vielleicht von Sehnsucht sprechen. Da ist so etwas wie ein Magnet, der dich anzieht (oder auch nicht). Und wenn dann etwas geschieht wie das flüsternde „Spüren Sie’s?“ von meinem Butz, kann es passieren, dass du „weißt“, ohne irgendetwas zu verstehen. Da ist dieser „Duft“, von dem Fredo so gern spricht, das ist diese absolute Gewissheit, dass es DAS ? ist, ohne dass du es irgendwie begründen könntest. Es ist ein Wiedererkennen, ja, nenn es „Seelenerinnerung“. Es wird nichts hinzugefügt, sondern der ganze Schwachsinn geht dir plötzlich am Arsch vorbei. „Der Kaufmann verkaufte alle seine Waren und kaufte sich dafür diese eine Parle, die die Würmer nicht fressen können …“ oder irgendwie so ähnlich. Hab grad keine Zeit, im Thomasevangelium nachzuschauen.

        „Der “Zustand” ist totaler Schwachsinn

        Das ist auch meine Meinung, verzeihen Sie es mir, Herr Seng-ts’an.🙂 “

        Solange du deinen Meinungen nicht glaubst, kannst du so viel meinen, wie du lustig bist!

        Danke für die Links. ich werde später reinschauen.

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  4. fredo0 schreibt:

    kann ich nachempfinden marianne …
    denn wo ein „etwas“ gesucht wird, ist erwarteter zustand unabdingbar.

    mein versuch.
    es zeigt sich gar nix … es zeigt sich nur das was IST .
    da ist BEWUSSTSEIN und da ist das „Gewusel“ dessen Teil fredoo ist .
    dieses BEWUSSTSEIN ist ohne jede Eigenschaft und ohne jede Verortbarkeit
    es ist einfach DA .
    dieses DA ist das eigentlich verblüffende .
    denn ein so unmittelbares DA habe ich zumindest noch nie bemerkt .
    wärend jedes „da“ zuvor nur ein „da“ von etwas war, ist hier jetzt nur ( ! ) DA da ….
    (selbst dies DA mit BEWUSSTSEIN zu bezeichnen , ist bereits verfälschend ) .
    ok
    danach ( und auch dies „danach“ ist plötzlich „falsch“ ) … das übliche Gedenke beginnt … und was bleibt ihm übrig ? … es kann diese UNMITTELBARKEIT – dies DA nur wieder in „Zustands“-Vokabeln kommunizieren … im inneren Dialog und im äußeren Gespräch …
    um dies zumindest nur minimal „falsch“ zu erledigen, wird formuliert “ es ist nur das Ende der Suche“ .
    hier ist halt kein Zustand gemeint , sondern etwas plötzlich auch (!) bemerktest … dieses – SO halt sein- , das -EINfach so DA- ist , und nie zum Stand (Zustand) kommen kann, da es halt einfach immer und ewig DA ist und bleibt .
    ich möchte betonen, es ist ein >Auch fürderhin … das altbekannte dasein von etwassen ( einschließlich des fredoo ) ist weiterhin am daseien … und zusätzlich ( ! ) ist fürderhin das allem zugrundeliegende DA unvergessbar / unbemerkbar geworden …
    dies macht aber keinen (neuen) Zustand aus, da ja einfach nur dem normalen, altbekannten Zustand eine (er)weitere(nde) „Duftnote“ hinzugefügt ist . Man könnte es auch ein Bereinigen des Normal-so-sein nennen. Nix neu daran , nur nicht mehr so allein auf >Zustand fixiert.
    Diese „Duftnote“ ist genaugenommen die Unbezweifelbarkeit des DA .
    Es ist ja keinesfalls so, dass da jede Alltagsregung in Wahrnehmung vom „reinen DA“ durchflossen wäre. Da findet nach wie vor eine zustandsorientierte Denke und Fühle statt , nur … ( und dies ist schwer zu beschreiben ) … ist da eine Art „innere Anlehnung“ , man könnte es eine Art Grundton der Gewissheit nennen, ganz sanft , ganz fein , die enfach unbezweifelbar um das DA weiß.
    Nichts hat sich dadurch geändert .

    Man könnte es womöglich mit folgendem Bild vergleichen.
    Ein Erstklässler macht seine Hausaufgaben am Küchentisch. wie all die Tage zuvor.
    Heute ist die Mutter im Nebenraum am bügeln, und er weiß davon . Thats all ..

    Der Zustand des Hausaufgabenmachens bleibt unverändert , nur ist da halt jetzt … auch ( ! ) … diese stille Gewissheit um die vorhandene Mutter .

    Und diese Gewissheit wird halt manchmal als Ende der Suche umschrieben.
    weil , warum sollte weiter etwas gesucht werden, das bereits immer DA war, und dessen man sich jetzt stets gewiss ist ?

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    • Marianne schreibt:

      Lieber Fredoo,

      hast du schon mal den Ausdruck „monkey mind“ gehört? So erscheinen mir manchmal deine Ausführungen hier: Einigen Sprüngen von Ast zu Ast kann ich folgen, anderen nicht.
      Von meinem Nicht-Wissen in eine Gewissheit können sie mich allerdings nicht befördern …😉
      Ich stimme zum Abschluss einfach dem verehrten Herrn Kalaycioglu zu:

      Der “Zustand” ist totaler Schwachsinn

      Das ist auch meine Meinung, verzeihen Sie es mir, Herr Seng-ts’an.🙂

      Herzlich
      Marianne

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    • fredo0 schreibt:

      ergänzend …
      mir kommt da gerade ein feines Bild .
      ein Seltänzer auf dem Hochseil …
      er bleibt in Balance, weil er auf seine Füße achtet …
      er bleibt in Balance, weil er auf seine Körperhaltung achtet …
      er bleibt in Balance, weil er um die Eigenbewegung des Stahlseiles weiß …
      er bleibt in Balance, weil er die Stange zum Ausgleich zu nutzen weiß …

      doch er IST in Balance , weil er sich der GRAVITATION gewiss ist !

      weder ist diese GRAVITATION zu sehen, noch (direkt) zu fühlen …
      man kann nur um sie „wissen“ und sie im bemerken (be)achten.

      (Seiltänzer erzählen übrigens, dass der Sinn für Balance nicht im Hirn ist, sondern in den Füßen, das heißt, das das -einfach-etwas-so-machen- am besten „weiß“ )

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      • IamAlways schreibt:

        Für mich wäre interessant zu wissen, lieber FredO, ob du die Balance in der GRAVITATION noch halten wirst, wenn Dir ein Ohr abgeschnitten oder Krebs deine Körperzellen zerfressen würde?

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    • Chantal schreibt:

      Lieber, werter, fredo, was du hier versuchst zu beschreiben:
      „…dieses BEWUSSTSEIN ist ohne jede Eigenschaft und ohne jede Verortbarkeit
      es ist einfach DA .dieses DA ist das eigentlich verblüffende .“
      (ich weiss nicht, wie ich dein Geschriebenes hier in Kursiv hier setzen kann.)
      Kann ich gut nachvollziehen, weil ich mir das auch so begreiflich mache. Das DAS ist einfach, was überall da ist, auch in den Tieren, in den Pflanzen. Es hat nichts mit mir persönlich zu tun. Es ist das, was zuerst wahrnimmt, oder gewahr ist. Es ist da vor. Vor dem Denken. Darum haben es die Baby’s auch schon.
      Dein Bild vom Erstklässler, gefällt mir auch. Habe es aber jetzt erst beim 2. lesen verstanden. Das Urvertrauen. Es ist dann das, was der Mensch auch beim Sterben haben sollte. Zurück in das grosse BEWUSSTSEIN. Wir, die wir als nächste Generation dran sind, müssen uns ja langsam damit anfreunden. Reisen ohne zu reisen. Als ich gestern Abend noch tanzen war, stellte ich mir vor, tanzend zu sterben. Dead can dance. Einfach so verschwinden, wie ein Schmetterling.🙂

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      • fredo0 schreibt:

        ich geh heute abend tanzen … die wadenpumpe der ollen beine anschmeißen und dem uralten balzritual zu fröhnen … ich hoffe das bleibt noch lange … notfalls auch mit rollator …. das wird klasse …😀

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      • Bea schreibt:

        Liebe Chantal…
        jaaaaaaaaaaaa tanzend sich auflösen.. wie ein Schmetterling…
        habe mir gerade diese Woche ein weiteres Tattoo stechen lassen ..
        2 tanzende Schmetterlinge..😀

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      • IamAlways schreibt:

        Das DAS ist einfach, was überall da ist, auch in den Tieren, in den Pflanzen. Es hat nichts mit mir persönlich zu tun. Es ist das, was zuerst wahrnimmt, oder gewahr ist. Es ist da vor. Vor dem Denken. Darum haben es die Baby’s auch schon.

        Liebe Chantal, DAS ist persönlich und unpersönlich…..es gibt nichts anderes….es hat alles mit Dir zu tun, weil Du DAS bist…immer, in jedem Moment, genau wie ein Baby …..der einzige Unterschied, ein Baby ist ohne Vorstellung präsent und Du bist in der Vorstellung präsent!

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    • zaungast schreibt:

      „Der Begriff Dada(ismus) steht im Sinne der Künstler für totalen Zweifel an allem, absoluten Individualismus und die Zerstörung von gefestigten Idealen und Normen. Man ersetzte die durch Disziplin und die gesellschaftliche Moral bestimmten künstlerischen Verfahren durch einfache, willkürliche, meist zufallsgesteuerte Aktionen in Bild und Wort. Die Dadaisten beharrten darauf, dass Dada(ismus) nicht definierbar sei.“
      Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Dadaismus

      „dieses BEWUSSTSEIN ist ohne jede Eigenschaft und ohne jede Verortbarkeit
      es ist einfach DA .
      dieses DA ist das eigentlich verblüffende .
      denn ein so unmittelbares DA habe ich zumindest noch nie bemerkt .
      wärend jedes “da” zuvor nur ein “da” von etwas war, ist hier jetzt nur ( ! ) DA da ….“

      da definiert einer immer noch ein „DA“😉

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      • fredo0 schreibt:

        yep …. zaungast ….
        son ein mist auch …
        selbst wenn ich einatme ertönt in mir ein -so
        und im ausatmen – ham
        und manche behaupten sogar dieses soham hätte bedeutung über das atmen hinaus …
        😀

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  5. IamAlways schreibt:

    Wenn du meinst, das Ende der Fahnenstange erreicht zu haben, dann klettere weiter …

    Liebe Marianne, da haben wir einen gemeinsamen Favoriten….danke für das Herauspicken :-))……für mich zudem eine Perle, die ich jedem Erwachten schenken möchte :-))

    Nirgendwo gibt es soviel Raum für Spekulationen und Mißverstehen, wie auf der spirituellen Verständ-niss-Ebene.
    Jeder versteht aus seinem Erleben und ordnet es dort als allgemeingültig ein, wie fatal …..der Ausgangspunkt aller Streitigkeiten.
    Was mich am meisten fasziniert und gleichzeitig fassungslos macht, ist, wenn ein Dialog über Persönliches stattfindet und plötzlich aus dem Persönlichen in das ES gewechselt wird.
    Dann spricht plötzlich nicht mehr Fritzchen Müller, sondern das Erhabene ES….und somit ist man aus dem Schneider :-)))))))))))

    ……meint ES und grüßt in die Runde :-)))

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  6. Eno Silla schreibt:

    der gewöhnliche geist?
    ich sehe ihn jetzt sehr schön ausgedrückt in diesem satz von brigitte:
    „Die Unmittelbarkeit von Leben ist darin nicht enthalten.“
    der gewöhnliche geist ist möglicherweise diese unmittelbarkeit von leben…
    texte erscheinen in dieser unmittelbarkeit, sie ist aber in texten nicht enthalten.
    bis auf die unmittelbare berührung durch texte in diesem moment.
    ich lese und empfindungen steigen auf…
    darüber hinaus scheinen sie mir keinen wert zu haben…
    kein bleibender sinn darin zu finden.
    ich las den text von t. k. gestern auf einer bank in der sonne sitzend.
    es sagte ah, oh, äh in mir, dann spürte ich die wärme der sonne, schwang mich aufs rad
    und genoß licht, wärme, das rollen durch eine lindenallee und die an meinen ohren und meinem gesicht vorüberstreifende luft…
    unmittelbarkeit von lebendig sein.

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  7. Brigitte schreibt:

    „Immer, wenn sich die “Erwachten” über das “Ende der Suche” oder auch “das Erreichen der dauerhaften Des-Identifikation von allen Ich-Vorstellungen” äußern, “höre” ich Zustandsbeschreibungen …“

    Liebe Marianne, danke für diesen wunderbaren Satz. Früher habe ich oft gesagt, wenn es wieder ganz wild in mir zuging: „boah, ich habe wieder meine Zustände“. Alles was ich erfahren kann, sind „Zustände“ und „Nicht-Zustände“. Darüber kann gesprochen werden. Deswegen ist auch die Aussage von Elwood so genial. Genauso wie der Spruch: Der Sucher ist das Gesuchte. Zwei wunderbare Koans, wie ich finde. Und wunderbare Beschreibungen für das Unbeschreibbare. Auf das Unbeschreibliche kann im besten Fall mehr oder weniger eindeutig hingewiesen werden (der berühmte Fingerzeig zum Mond). Gestern hat der olle Nitya eine wie ich finde schöne Bemerkung über die „Gestalt von Ananda“ gemacht. Dem kann ich nur zustimmen. Selbst die Andeutung in Worten wie Geschmack, Duft, Süße … ist nur ein „Abklatsch“ von DEM, kann aber als „feinste Vibration“ als pure Freude wahrgenommen werden.

    Grad hab ich den Faden verloren🙂 Egal… ich wünsch dir einen wundervollen Tag.

    LG, Brigitte

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  8. fredo0 schreibt:

    zu iamalways …
    frag mal einer der trabers … ob der seine gravitationsgewissheit wegen irgendwelcher erkrankungen des körpers eingebüßt hätte .
    hat er nicht …
    denn diese gewissheit ( im falle der balance auch intuitives vertrauen zu nennen ) ist keine sache des körpers , auch wenn sie durch/mit ihm zum leben hin kommt …
    die gewissheit about it , ist halt aus der GEWISSHEIT selbst ausgehend .

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  9. punitozen schreibt:

    .. denn diese gewissheit ( im falle der balance auch intuitives vertrauen zu nennen ) ist keine sache des körpers , auch wenn sie durch/mit ihm zum leben hin kommt …

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  10. Elwood schreibt:

    “ Wenn ein Mensch versucht, den WEG zu praktizieren, dann funktioniert der WEG nicht und zehntausend ungute Bedingungen heben ihre Köpfe um die Wette. Doch wenn das Schwert der Weisheit aufflammt, bleibt nichts übrig. Ehe sich das Helle offenbart, ist das Dunkle hell.“

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