Tan Kalaycioglu: Wonach suchst du?


Tan
Wonach suchst du?

 Was ist es?

Ist es ewige Glückseligkeit, das Paradies, immerwährender innerer Friede, Stille, Im-Jetzt-Sein, Befreiung, Totale Freiheit oder Erleuchtung?

Ist das nicht eine wunderschöne Einkaufsliste von Dingen, von denen du eigentlich gar nicht genau weißt, was sie wirklich sind? Der Suchende, wenn er mal für einen Moment ehrlich ist, sucht nach etwas, von dem er eigentlich ein verschwommenes, mystifiziertes und idealisiertes Bild hat. Dieses Bild hat er sich zusammengestückelt aus Büchern, Wortfetzen von so genannten Erleuchteten und vagen Annahmen. Der Suchende sucht nach einem großartigen Zustand, in dem kein Schmerz, kein leiden, kein Streit, kein Zweifel und keine Angst existiert.

Es ist der Traum vom großen Lotteriegewinn.
„Der immerwährende Zustand der Glückseligkeit.

Und übrigens wird die Verwirrung über das, was gesucht wird, nicht besser, indem man ausländische, mysteriöse „Fachbegriffe“ benützt wie Samadhi, Nirvana, Satori, oder Kensho. Es klingt halt einfach besser und man kann sich dann ja auch fortgeschrittener fühlen als der arme Kerl von der Straße, der immer noch nach solch niederen Dingen wie mehr Geld, einer erfolgreichen Karriere oder einer liebevollen Beziehung sucht.

Aber alles Suchen entspringt derselben Quelle.
Dem Gefühl, sich nicht zu Hause zu fühlen, dem Gefühl, getrennt zu sein.
Es hat alles denselben Grund.

Letzten Endes wird nach einem besseren Zustand gesucht.
Ein Zustand, von dem der Suchende annimmt, dass er eben nicht gerade jetzt passiert, sondern zu erreichen ist. Dies ist die implizite Annahme, die eine Suche und einen Suchenden erschafft.

Der Zustand wird kommen.
Der Zustand wird erreicht werden.
Der Zustand ist schon fast da.

Der „Zustand“ ist totaler Schwachsinn.

Tan Kalaycioglu

Also wenn ich so lese, was der ehrwürdige Ikkyu nicht müde wird, der Welt zu verkünden, erfasst mich jedesmal ein geradezu überwältigender Retter-Impuls. (Ich glaube, ich sollte mal Therapie machen. Aber solange ich die nicht erfolgreich abgeschlossen habe, muss ich wohl diese schreckliche Arbeit leisten. Was für ein schauerliches Karma!)

Klaus hatte den Text schon einmal hier 2011 verlinkt. Leider wurde dieser Link inzwischen gelöscht. Ich hab den ganzen wundervollen Text nochmal als PDF hier verlinkt.

Soll doch Tan Kalaycioglu diese Rettungs-Arbeit machen, hab ich so bei mir gedacht. Besser kann ich es auch nicht sagen. Und wenn dieser Text auch nichts bringt, muss ich das Retter-Staffelholz wieder ganz dem verehrten Fredo überlassen, der sich anscheinend schon seit Jahren als Privat-Retter des ehrwürdigen Ikkyu abstrampelt. Er scheint die nötige Geduld zu besitzen, die man als Retter v.D. so dringend benötigt. Was tut man nicht alles, um seine Zeit bis zum Tod irgendwie rumzukriegen.

Also, ihr Lieben, lest diesen Text von Tan Kalaycioglu und freut euch eures Lebens!

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27 Antworten zu Tan Kalaycioglu: Wonach suchst du?

  1. fredo0 schreibt:

    Ein feiner Text des Herrn Kalay…c……. man was fürn Name ….

    es ist auch für mich nur eines zu vermerken … nur das schlichte Ende der Suche … kein neuer, toller, gar „erleuchteter“ Zustand … nur der olle Zustand des einatmens und ausatmens … und das Ende einer Suche nach einem besseren einatmen und ausatmen … dies „Ende“ ist jedoch beendend ohne jeden Zweifel …

    ich nenne es mal heute „das Ankommen im halt SO sein“

    mal sehn was da morgen als Vokabel kommt …

    P.S. ich kenne Herrn Ikkyu virtuell tatsächlich schon seit Jahren. Ich halte ihn für einen ambitionierten Sucher, mit einer ihn wohl selber irritierenden Affinität zum Ent-Suchen …
    sonst wäre er ja nicht hier😉 … ich persönliche schätze das und auch ihn .🙂
    Mir sind da eher die Begriffseintopfkocher suspekt, die ihr Formulierungsfähnchen stets nach dem modischen Wind der SpiriSzene setzen, um ihren eigenen „Erwachens“traum zu deklarieren.
    Da ist mir son ehrlicher „zäher“ Sucher viel sympatischer .
    Da ich eine derartige Situation aus eigener Geschichte nur zu gut erinnere, meine ich genau in einem betonten Festhalten an Konzepten der „ollen“ ein sich bereits anbahnendes „Versinken“ zu erkennen … zumindest „duftet“ es für mich danach … und Herr Ikkyu wird bestimmt nicht einfach „abtauchen“ , dafür ist er ein zu zäher Typ … zäh im Festhalten … Beim Sturz von der Klippe ist der Griff um die gerade noch haltende Baumwurzel auch der festeste und zäheste , bis dann der Fall in die Bodenlosigkeit nicht mehr aufzuhalten ist …
    ( und je zäher das Halten, desto plumpser der Plumps , werter Ikkyu😀 )

    P.P.S … dieses „werter…“ habe ich übrigens von ihm übernommen . Nachdem ich mich darüber anfangs mokiert habe, erscheint mir diese Formulierung durchaus beid-seitig ein wenig „Achtung stimulierend“, und deshalb nutze ich sie mitlerweile auch sehr gern .

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  2. Strandläufer schreibt:

    Die Mühe erzeugt den Widerstand.

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  3. inrayma schreibt:

    zu Ikkyu – Keiner ist in der menschlichen Begegnung so, wie er sich im Netz präsentiert.
    Wir streiten im Netz über Gedanken.
    In der persönlichen Begegnung mit den Menschen, die ich erst im Netz las und dann privat kennen lernen durfte, stritt ich in erster Linie immer nur mit meinem Impuls dem Gegenüber stürmisch um den Hals zu fallen und zu jubilieren, Gott sei Dank bist du nicht so ein Arschloch, wie ich dachte, dass du es seiest bei dem Mist, den du manchmal so geschrieben hast😀

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  4. inrayma schreibt:

    Und zum Thema – Was suchst du?
    Ich suche noch immer Freiheit vom Leiden – für alle Wesen, nicht nur für mich.

    Das Erwachen hat das Leiden hier nicht beendet und auch nicht das Leiden meiner Lieben.
    Im Grunde hat das Erwachen meine Verwirrung nur noch vermehrt. Früher konnte ich wenigstens volle Kanne mitjammern, wenn meine Lieben oder ich selbst wieder einen Scheissschicksalsschlag zu wuppen hatten, heute weiß ich nicht mehr, was ich sagen oder denken soll.
    Was sage ich meinem geliebten Stiefvater, der mit Mitte 60 einen schweren Schlaganfall hatte und nun gelähmt ist, wenn er mich fragt warum?
    Fredo, du sagtest mal, warum nicht? Das ist eine gute Frage aber sowas kann ich ihm doch nicht sagen. Dann sitze ich neben ihm und denke an „mein“ Erwachen und weiß wie leicht es ist, wenn man nicht betroffen ist von Krankheit und Leiden eine simple „erwachte“ Erklärung zu finden.

    Jemand schrieb einmal:

    „Die Träne eines anderen ist doch nur Wasser.“

    und ein anderer schrieb darauf:

    Ja, heiliges Wasser.

    Was also suchst du nur für dich allein?

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    • fredo0 schreibt:

      zu inrayma …

      tja … hier „stirbt“ es auch gerade … die mutter meiner kinder ist mit gerade 60 dabei , dem brustkrebs zu erliegen … wohl noch dieses jahr …

      tja… ich erinnere noch gut den tod meines vaters vor einigen monaten … es war da in direkter konfrontation nur noch ein einverstandensein … bei ihm … und bei mir …

      tja … wenn der verstand ein(s) wird , also ein-verstanden … ist das leid plötzlich nur noch moment-ereigniss … denn das was ja so „pestet“ am Leid ist ja nicht das Ereigniss, sondern sein „es im Kopf bewegen/erwägen und es im inneren Dialog erwähnen “ .
      und da du das drama deines stiefpapas hier erwähnst , entsteht s/dein leid erneut im erwähnen … dabei ist ja erwähnen nur ein wähnen / vermuten .

      ich habe es immer bewundert, wenn ich unter recht einfachen menschen war, dass diese von herzen lachen konnten, sogar bei begräbnissen.

      ich weiß nicht von wem , aber der spruch ist gut und verblüffend „tief“ .
      „gib den toten, was der toten ist, und gib den lebenden was der lebenden ist.“

      Leid ist als Leid einfach nur Leid .
      Erst das Abwägen ( will ichs / will ichs nicht ) macht es so richtig leid“voll“.

      Von Herzen weinen … und von Herzen lachen …
      beides ist wundervolles Leben.

      liebe Kerstin … ich möchte Dir noch einen Tipp geben ( natürlich unverbindlich😉 )
      ich würde „mein Erwachen“ nicht erwähnen, vor allem nicht im inneren Dialog !( und höchst selten im Gespräch ;)) .
      Denn eigentlich gibt es so etwas wie „mein Erwachen“ gar nicht. Es gibt nur das Ende der Suche und damit das Auftauchen von Unbezweifelbarkeit , und die läuft letztlich immer konträr zur „Verständnispotenz“ des inneren Schwatzkoppes.
      Wenn diesem „eigenen“ Dauergesabbel nun ein „eigenes Erwachen“ vorgehalten wird, fängt der Sabbler nur noch intensiver und noch raffinierter an zu sabbeln. (“ wie eigenes Erwachen ? und ich hab nix mitgekriegt davon ? was ist dann mit dem „eigenen“ Leid und der „eigenen“ Gefühligkeit ? was macht mein „eigenes“ Befinden ? “ )

      Der Sabbler sabbelt immer in dieser „eigen“-Vokabelwelt.

      Und Erwachen lässt ja genau dies „eigen“ obsolet werden. Also lässt sich „eigen“ und „Erwachen“ einfach nicht in einem Vokabeltopf verrühren.
      Die bessere „Taktik“ ist es da, so einen stillschweigenden Nicht-Angriffspakt , also eine Art ignorante Koexistenz herzustellen, denn der Sabbler wird diese „gefüllte Leere“ nie verstehen, also sollte man ihn damit auch gar nicht unnötig konfrontieren, damit er, ohne sein Gesicht zu verlieren, halt seinen Sabbeljob erledigen kann, und dies seltsame „Erwachen“ ihm am SabblerArsch vorbeigehen kann. . .
      „Lass dem Sabbler was des Sabblers ist , und lass das „Erwachen“ sich selbst genug sein.“ wäre da mein freundschaftlicher Rat. 😀

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      • Nitya schreibt:

        Lieber Fredo, ich fürchte das ist eine Vermengung von „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ und „Aber Jesus sprach zu ihm: Folge du mir und laß die Toten ihre Toten begraben!“

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      • Elwood schreibt:

        Lieber Fredo,
        Dein Tipp zum Sabbelheini find ich auch super..
        Meine Frau gab mir den Tipp –
        Wann immer Du meinst was verstanden zu haben:
        VORSICHT MAKYO!!
        Wenn Du meinst oben an der Fahnenstange angekommen zu sein
        – klettere weiter…

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  5. fredo0 schreibt:

    oh nitja … dem ist wohl so ….
    doch kann ich mit meiner „murks“version auch irgendwie ganz gut leben …😀

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  6. inrayma schreibt:

    „liebe Kerstin … ich möchte Dir noch einen Tipp geben ( natürlich unverbindlich😉 )
    ich würde “mein Erwachen” nicht erwähnen, vor allem nicht im inneren Dialog !“

    Das ist der wohl weiseste Rat, den du mir je gegeben hast. Deine Begründung dazu ist einfach herrlich, genauso wie du es beschreibst spielt es sich in meinen Gedanken ab – lustig, oftmals nervig und verwirrend.

    Gerade heute dachte ich, dass ich auf Facebook nicht immer so ein unerwachtes Zeug posten sollte, sondern mal etwas mehr Spirituelles – ha ha ha – Danke, da hast du mich und die „armen“ FB – Freunde und Familienmitglieder nun davor bewahrt.
    Amen – schmunzel

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    • fredo0 schreibt:

      hi … Inrayma …
      deine fb-texte sind wundervoll … wie es ja schon zu anderer gelegenheit zu tage trat … du hast eine außergewöhnliche fähigkeit mit worten ein „schmunzelndes betrachten“ eines scenarios zu erschaffen … da zeigt sich echtes erzähl-talent … in früheren zeiten wäre dein lagerfeuer stets umgelagert gewesen …😀

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  7. Chantal schreibt:

    inrayma ist Kerstin. Schönen guten Tag. Hier treffen wir uns wieder. In Stille.

    Ach tut das gut, diesen Blog zu lesen, nach einer langen Nacht, wo die Stille mir am Morgen so unendlich leer erschien. Keine Gedanken, aber auch kein Funken von Freude, einfach Stille… Soll das der „ersehnte Zustand“ sein? Nichts zum greifen. Nichts zum verweilen, eher dieses bodenlose fallen. Von Befreiung nur zu spüren, dass es nichts zu finden gibt.
    Gestern schaute ich mir im Jetzt TV ein Interview von einer „erwachten“ jungen Frau an, die schon seit Jahren Satsang gibt. Sie sagte da mit feinen Lächeln , „Die Süsse der Stille toppt alles.“ Und „Visionen für die Welt hat sie keine. „Es ist alles vollkommen auf Erden, wie es ist.“ Im Stil: Lasst mich mit der Welt in Ruhe…. war meine Empfindung. Wie eine „erleuchtete“ Königin, eine Marie Antoinette, die damals vor der französichen Revolution dem Volk zurief, „Esst doch Kuchen, wenn ihr kein Brot habt.“
    Wir schleichen uns davon, mit satten Bäuchen, auf der Suche nach Erleuchtung. Wir schauen weg, wo unsere Nahrung, unsere Kleider herkommen. Hauptsache ich lebe in Frieden. Mir ist da gar nicht mehr wohl, mit dem ganzen Erwachens – Gesabbere, wie es fredo hier oben sagt.
    So. Das ist mir jetzt auch mal rausgesabbert. Aber ein Wort möchte ich euch allen noch weitergeben, an dem kaue ich gerade: Es stammt von Thorsten Brügge.: „Eigenschaftslosigkeit der Nichterfahrung.“ soll wohl ein anderes Wort für Stille sein. Stille Grüsse:-)

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    • Nitya schreibt:

      „Wir schleichen uns davon, mit satten Bäuchen, auf der Suche nach Erleuchtung. Wir schauen weg, wo unsere Nahrung, unsere Kleider herkommen. Hauptsache ich lebe in Frieden. Mir ist da gar nicht mehr wohl, mit dem ganzen Erwachens – Gesabbere, wie es fredo hier oben sagt.“

      Liebe Chantal,

      ich bin begeistert. Herzlichen Dank! Vor vielen Jahren habe ich mal dasselbe für die Psychoszene von dem Therapeuten Wolfgang Schmidbauer gehört.

      Ich hab das mal irgendwo gelesen – irgendwo in Afrika. In einem Dorf bringt ein junger Mann einen anderen um. Das wird von allen Dorfbewohnern als eine tiefe Wunde empfunden, die wieder geheilt werden muss. Niemand verurteilt denjenigen, der es getan hat. Getan haben es gewissermaßen alle. Also sind auch alle darum bemüht, dass die Wunde wieder heilen kann. Keiner käme auf die Idee wegzuschauen oder zu sagen, dass er nichts damit zu tun hat. Alles sind betroffen, alle trauern, alle versuchen sich zu unterstützen. Die Mutter des Getöteten und die Mutter desjenigen, der getötet hat, liegen sich in den Armen und weinen. Wie weit sind wir doch von diesen „unzivilisierten Eingeborenen“ entfernt. Wie verarmt.

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    • fredo0 schreibt:

      ich mag zu deinem feinen beitrag was sagen, werte chantal …
      ich habe diese „süsse“ ( der stille ) auch noch nie geschmeckt ( und ich esse verdammt gerne süßes ) …
      das seltsame dieses ( oha welch wort wähle ich jetzt ? ) … „eigentlichem“ … ist ja , dass es völlig ohne „eigenes“ ist… es verbleibt noch nichtmal ein …“lich“ ..vom eigentlichen … also ist da auch … eigentlich … keine „süße“ …
      diese formulierungen / andeutungen / umschreibungen sind immer ein letztlich vergeblicher versuch ES ( als silouette ) zu kommunizieren …
      und der begriff „süße“ entspringt dann einer bestimmten person, die halt süßes mag.
      ( ich als diabetiker würde mich da hüten )

      der feine titel dieses blogs „offene weite … nichts von heilig“ würde für mich in der version „offene weite …. nichts von irgendetwas“ da recht gut passen.

      Ich will mal in „optischen vokabeln“ versuchen , etwas über das -etwaslose-, dieses -eigentlich uneigene- zu sagen …
      ich mag dich dazu mal an ein optisches phänomen erinnern ( leider kann ich dies verlinken von bildern hier immer noch nicht oder habs wieder vergessen ) …
      es nennt sich silouetten-bild … also das gegenteil vom scherenschnitt … dass sind bilder, die die umrisse von objekten zeigen indem sie das objekt als loch in einer fläche darstellen … obwohl da (eigentlich) nur ein loch ist, bastelt unser hirn daraus ( also quasi negativ ) ein vorhandenes objekt daraus …
      wenn man nun beim betrachten dieses silouetten-bildes bewusst den fokus des auges verändert , sieht man plötzlich nicht das „etwas“, sondern das loch , bzw seine umrandung . nach einiger übung vermag das auge sogar hinundherzuswitchen .
      zwischen umrandung und (scheinbarem loch-„objekt“ ) .
      wirklich erstaunlich ähnlich lässt sich „erwachen“ mit diesem switch umschreiben…
      ein und dasselbe , einmal „objektig“ und … geswitcht … „lochig“ ..

      sehr ähnlich ist das mit dem „erwachen“ . wir denken / erwarten / unser hirn imaginiert ein „etwas“ , wo doch nur ein LOCH ist . und dieses LOCH ist eigentlich bereits immer (auch) da , wird nur zumeist nicht (auch) „entdeckt“ . wir sind halt dann in der ausschließlich „objekt“version gewohnt und verharren … normalerweise … darin ohne überhaupt von der LOCH-version der gleichen betrachtung zu wissen … ( aber ahnen tun wir sie alle, denn es ist unser aller „erste“ sicht als baby )..

      .deswegen ist ja die suche danach so vergeblich und schrecklich ermüdend . weil suche quasi immer nur nach vorne blickt und damit fokussierend stets ein objekt sieht / ersehnt … da sind unsere augen und das ihnen folgende denken wie verbohrt fixiert ..

      manchmal nun, womöglich in extremster ermüdung / erschöpfung / im kollabieren des „(objekt)sehen wollens/müssens , fallen die augen in sich selbst zurück … und im zurückfallen taucht plötzlich wieder das ja altvertraute „weiche schauen“ der babyzeit auf … und wenn dann einfach ein „aufsaugen“ in schlichte betrachtung geschieht , also das LOCH den betrachter quasi assimiliert , ist der …. switch … da .
      nur , werte chantal , das scenario bleibt … eigentlich … dasselbe … also nix mit besonderheit oder veränderung .

      um „det janze“ mal in ner optik-version anzudeuten …🙂
      😀

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      • Nitya schreibt:

        Lieber Fredo,

        ich habe die Frage schon des Öfteren gehört. Sat-Chit-Ananda: Wo zum Teufel bleibt die Seligkeit, die Süße von mir aus, wie sie schon vielfach beschrieben worden ist? Möglicherweise handelt es sich um ein Missverständnis. Du hast ja recht, wenn du sagst, dass das Eigenschaftslose nicht mit dem Attribut „süß“ oder irgendeinem anderen Attribut belegt werden kann. Nun ist es jedoch so, wenn dieses Eigenschaftslose „gesehen“ wird, kann eine Schwingung in dem entstehen, was nicht eigenschaftslos ist. Ananda wäre also dann nicht als Ursache, sondern als Wirkung zu verstehen.

        Wenn ich das richtig verstehe, gehst du in deiner Veranschaulichung Silhouette-Loch immer noch von Objekten aus, zwischen denen man hin und her switchen kann. Diese Objekte zeichnen sich dadurch aus, dass man Mühe hat, sie gleichzeitig (in diesem Fall als Kelch und zwei Gesichter) zu sehen. Also bleibt als Möglichkeit das Switchen. Satchitananda zeichnet sich dagen aus durch die „Gleichzeitigkeit“. Die sichtbaren Objekte sind gewissermaßen allesamt durchdrungen vom Ewigen, vom Eigenschaftslosen.

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  8. punitozen schreibt:

    ……..Ich glaube, ich sollte mal Therapie machen. Aber solange ich die nicht erfolgreich abgeschlossen habe, muss ich wohl diese schreckliche Arbeit leisten…….
    Tut mir leid , lieber Nitya ,
    Für den Therapeuten bist Du ein hoffnungsloser Fall –
    aus-therapiert , hoffnungslos austherapiert .
    An Dir gibt es nichts zu erlangen , noch zu verdienen ,
    für Seelenpferdchenbändiger !🙂
    L.G. PUNITO

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    • Nitya schreibt:

      „hoffnungslos austherapiert“

      Lieber Punito, meinst du damit therapieresistent, ein hoffnungsloser Fall?

      Hmm, vielleicht hast du ja recht.
      Dann kann ich mir ja nur noch die Kugel geben.

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      • punitozen schreibt:

        Auf gar keinem Fall die Kugel , dann kriegste wieder Zahntaschenstress .
        . https://www.ferrero-rocher.de/sortiment .
        Doch – nun ja , vielleicht , wenn Du unbedingt Therapie benötigst –
        vielleicht hilft Dir jener freundliche Zeitgenosse :
        http://www.aubacke.de/
        Beim herkömmlichen Freud oder Jungejaner als auch Frommeanersettings
        im Erstgespräch würde meiner Einschätzung nach solch ein Fachinterview
        für Dich herumkommen :
        Th : „Was führt Sie zu mir ? “
        N : „NICHTS im Besonderen ! “
        Th ; “ Aha – wenn ich Sie richtig verstehe , fehlt Ihnen nichts Besonderes !“
        N ; “ Genau !“
        Th : … Ist es Ihnen möglich – dieses „nichts Besondere “ mir näher zu artikulieren ? “
        N : “ MUU !“
        Th : “ MUU ? “
        N : “ Spüren Sie es jetzt auch – das Besondere ? –
        Th „:Hier geht es nicht um mich !“
        N ; “ Finden Sie es raus !“
        Th : Wie bitte , Was ? “
        N : “ Ich sage mal so – Sie wollen Es erlangen !“
        Th : “ Was denn nun !“
        N : Dieses NICHTS im Besonderen ! “
        Th : “ Hilfe ich muss HIER raus ! “
        N : “ „Bringt es mir was? Oder bringt es mir nichts?“
        Lass ab von dieser Geisteshaltung und sitz einfach. “
        Nitya geht .

        3 Monate später : Der Therapeut trifft seinen Süpervisor auf der Strasse :
        Sv : Sie praktizieren nicht mehr , Herr Kollege ?

        “ Habe abgelassen von dieser Geisteshaltung und sitze einfach !“

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  9. fredo0 schreibt:

    zu nitya …
    auch ein feines bild … quasi die doppel-objekt-version …
    ich meinte es einfacher …
    ein blatt papier und die umrisse eines objektes ausgeschnitten, so dass die umrandung des loches erst das objekt imaginiert …

    aber is ja egal , ich wollte ja auch auf diese gleichzeitigkeit hinweisen … auf das „auch“ …

    sowohl blatt , als auch loch-objekt

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    • Nitya schreibt:

      immer noch zwei Objekte

      die Gleichzeitigkeit von Egenschaft und nicht Eigenschaft lässt sich nun mal nicht darstellen

      auch ein Loch ist mit seinem Rand eine Form

      da kann man leider /Gott sei Dank nix machen

      das Eigenschaftslose lässt sich weder sagen noch bildhaft darstellen

      das ist ja das Schöne🙂

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  10. Chantal schreibt:

    Mal ein erstes Danke an Nitya und fredo
    Hoffe, dass sich die Tänzerin zeigt, wenn man drauf klickt. Sowohl links als auch nach rechts🙂

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  11. Chantal schreibt:

    Es hat geklappt, wie ich sehe. Gehe jetzt tanzen, den Boddy in Schwung halten. Und lasse eure Worte nachwirken. Einen schönen Abend ihr Weisen.

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  12. Savitri schreibt:

    Das mag ich sehr:

    Paradox

    Nachjagen will ich dem Geliebten
    Mit all meiner Leidenschaft und Kraft,
    Bis ich erkenne: Es hat keinen Sinn, nach Ihm zu suchen.
    Doch wie könnte ich Ihn nahe bei mir wissen,
    Ohne die ganze Welt zu durchwandern?
    Wie könnte ich sein Hier-Sein je erfassen,
    Ohne mich ganz woandershin zu wagen?
    Gott hat uns gesagt, dass Er bei uns ist,
    Aber das Herz versiegelt hat,
    So dass er dies nur langsam,
    Auf Umwegen, begreifen kann.
    Bist du erst lang und weit genug gewandert
    Und hast alles getan, was der Weg verlangte,
    Wird das Herz entsiegelt.
    Dann sagst du dir verblüfft: „Hätt ich gewusst,
    Dass ich schon immer Gott so nah war,
    Wie hätte ich nach Ihm suchen können?“
    Doch dieses Wissen kam dir durch die Fremde:
    Scharfsinn allein hätt’s nie erringen können.

    Rumi

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