Linji: Höllenkarma-Machen

monksAußerhalb des Geistes gibt es keinen Dharma, noch gibt es irgendetwas innerhalb zu erlangen. Was sucht ihr? Überall sagt ihr: „Es gibt was zu üben, es gibt was zu beweisen.“ Macht keinen Fehler! Selbst wenn es etwas zu erreichen gäbe durch Übung, wäre es nichts weiter als Geburt-und-Tod-Karma. Ihr sagt: „Die sechs Paramitas und die zehntausend [tugendhaften] Übungen sind in gleicher Weise auszuführen.“ Wie ich es sehe, erzeugt all dies nur Karma. Den Buddha suchen und den Dharma suchen bedeutet nichts weiter wie Höllenkarma-Machen. Die Bhodisattvaschaft suchen ist ebenfalls Karma-Machen; die Sutras lesen und die Lehren studieren ist ebenfalls Karma-Machen. Buddhas und Patriarchen sind Männer, die nichts zu tun haben. Deshalb sind [für sie] beides, verunreinigende Leidenschaften wie auch Handeln und Leidenschaftslosigkeit und Nicht-Handeln, „reines“ Karma.

Es gibt einen Haufen Glatzbirnen, die sich, nachdem sie sich mit Essen vollgestopft haben, niedersetzen, um zu meditieren und sich in Versenkung zu üben. Indem sie den Fluss der Gedanken hemmen, lassen sie ihn nicht entstehen; sie hassen Lärm und suchen die Stille. Das ist die Methode der Ketzer. Ein Patriarch sagte: „Wenn ihr den Geist abstellt, um die Stille zu betrachten, den Geist weckt, um das Äußere zu erhellen, den Geist lenkt, um das Innere zu klären, den Geist konzentriert, um einzugehen in Samadhi – all diese [Übungen] sind gekünsteltes Streben.

aus dem Linji Lu (Rinzai Roku)

„Wie ich es sehe …“ Was für ein schöner Anfang! Nicht „Buddha oder sonst irgend so’n Heini hat gesagt“, sondern „so wie ich es sehe“. Alles andere kannste eh in der Pfeife rauchen.

„Buddhas und Patriarchen sind Männer, die nichts zu tun haben. Deshalb sind [für sie] beides, verunreinigende Leidenschaften wie auch Handeln und Leidenschaftslosigkeit und Nicht-Handeln, ‚reines‘ Karma.“ Linji war offensichtlich selbst so’n Kerl, der nichts zu tun hatte. Er klingt für mich absolut authentisch und erzählt nichts als seine ureigene Sicht. Woher ich das weiß? Ob ich das irgendwie belegen kann? Nee, kann ich nicht, interessiert mich auch nicht. Also, da sind auf der einen Seite so Typen, die nichts zu tun haben und auf der anderen Seite diese „Glatzbirnen“ die sich, nachdem sie sich mit Essen vollgestopft haben, niedersetzen, um zu meditieren und sich in Versenkung zu üben. Um zu, das ist der springende Punkt. Gekünsteltes Streben, nennt Linji das. Und was wird erstrebt? Natürlich Samadhi, das Heil, das Paradies auf Erden oder so was in der Art. Es ist immer derselbe Mist, ganz wie es in dem schönen Schubert-Lied heißt: „Dort, wo du nicht bist, dort ist das Glück.“

Linji kann da sehr drastisch sein in seiner Ausdrucksweise. Sie gehen ihm auf den Keks, die Glatzbirnen, die ständig auf der Suche nach dem sind, was angeblich nicht vorhanden ist. Ständig wollen sie neue Übungen kriegen und irgendwelche heiligen Sutras rezitieren. Wie soll er ihnen bloß klar machen, dass sie Tomaten auf den Augen haben, dass alles schon immer da ist in jedem Augenblick, wenn die wie hypnotisiert ständig in die Ferne schweifen, wo doch das Gute so nah liegt. Näher als nah. Wieso hört eigentlich kaum jemand zu, wenn Buddha sagt: „Es führt kein Weg zum Glück, Glücklichsein ist der Weg.“ So was wird eifrig ins spirituelle Poesialbum gekritzelt, anstatt es in Frage zu stellen und zu prüfen, ob da was dran sein könnte.

Also noch einmal das schöne Lied. Vielleicht wird’s ja doch mal gehört:

HIER SIND WIR
HIER UND JETZT
DAS IST ALLES, WAS IST
UND WENN DAS
NICHT SCHÖN IST,
MANN:
DANN IST
NICHTS SCHÖN.

RAM DASS

 

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23 Antworten zu Linji: Höllenkarma-Machen

  1. Ikkyu schreibt:

    Verehrter Nitya, hier ein guter Text über das „Rinzai Roku“ …. für diejenigen, die es interessiert
    http://www.zzbzurich.ch/bibliothek/lin_chi/linchi.pdf

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  2. fredo0 schreibt:

    es ist mir schon erstaunlich, wie viele der ollen meister, und auch wie häufig und wie kompromisslos diese in einer umgebung der „praxis“ ( es waren ja zumeist wohl selber auch angehörige einer klosterartigen gemeinschaft ) auf die fragwürdigkeit dieser „praxis“ hingewiesen haben, bzw. auf die naheliegende möglichkeit, dies „praktizieren“ misszuverstehen.
    was ja bis heute noch erkennbares häufiges thema im „spirituellen“ ist.
    dabei gilt natürlich auch dieses 4W-phänomen, Wer sagt Was Wie zu Wem.

    denn … und dies kann ja erwähnt werden ( auch wenn es etwas wie das verraten eines zaubertrickes ist) …
    geht es bei den hinweisen der ollen, um ein dann nicht mehr so tun der schüler/zuhörer ?
    geht das überhaupt ? wer könnte da denn etwas … nicht … mehr tun ? ( was er ja garnicht „tut“ )
    oder unterliegt diesen hinweisen etwa eine geradezu raffinierte „tricky-methode“ und geht es gar nicht um richtig oder falsch ?

    was „wuppt“ denn den sucher ( wenn es mal „wuppt“ )? …
    was geht dem „aufsaugen“ „kondensieren“ „schrumpfen“ denn (fast) immer hand in hand ? …
    wenn auch nicht als voraussetzung oder gar notwendigkeit, sondern als häufiges begleitendes phänomen ?
    was ist da im persönlichen zumeist gerade zugange, wenn ES beliebt manchmal bei manchen dies „schrumpfen“ „aufzusaugen“ oder „kondensieren“ sich ereignen zu lassen ?.
    etwa „richtiges“ agieren ? oder bereits gelassenes betrachten ? oder hingabe ohne hingebenden ? oder oder oder ?
    irgendwie doch immer … nee … so dann doch nicht !
    das einzige was da erstaunlich oft und übereinstimmend geschildert wird, ist ein in der persönlichen geschichte sich kulminierendes, umfassendes dillemma , was in ein nicht-begreifen-können und dann auch nicht mehr wollen (!) , hinein … kollabiert .
    geht es also womöglich bei diesen aussagen der meister an ihre schüler gar nicht um belehrung ( zum richtigen ) ? sondern eher um eine stimulierung dieses dilemmas ?
    sind diese meister etwa so richtig raffinierte bohrer am ego ihrer schüler ? …
    so kleine fiese innere bombensetzer mit ihren unerfüllbaren hinweisen an ihre zuhörer ?

    ich vermute ja genau das … und bin schmunzelnd erfreut, durch die mir bisher oft unbekannten texte der ollen, die nitya hier präsentiert, genau diese vermutung bestärkt zu sehen .😉
    und ich will auch nicht leugnen, dass meine teilweisen vorbehalte gegen gegen die „praktizierer“ allgemein, da eine gewisse auflösung erhalten, denn zumindest deren „olle davorne“ scheinen schon den „kollaps“ im visier zu haben …
    😀

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    • Ingeborg schreibt:

      Lieber Fredo!
      Hä? Löwe an Stier .
      Gehts auch einfacher?
      L.G.

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      • fredo0 schreibt:

        ich befürchte dass sich das einfache manchmal kompliziert „anfühlt“ … ja anfühlen muss , denn je komplizierter , um so unverständlicher , um so mehr ja den kollaps fütternd …
        ich kenns zumindest von mir nicht anders …

        wenns denn überhaupt einst mal kollabieren mag … und wenn nicht … ist ja nix verloren , denn all diese spirituellen weisheiten haben doch gar keinen eigenen nutzen , sie können höchstens ein wenig schmierseife sein auf der abschüssigen bahn in den kollaps des verstehenwollens … und wenn auch dies so nicht ansteht is es halt ne nette dekoration dessen was sich leben nennt …
        und am erlebten leben selbst ändert sich ohnehin so oder so nix …

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      • Elwood schreibt:

        Lieber Fredo0,
        vieleicht sind diese „Meister-Texte“ gar nicht so kompliziert – raffiniert –
        ich fühle mich bei diesen Texten darin „bestätigt“, dass es um das mangelne Selbst-wertgefühl des Suchenden geht. „Ich“ kann einfach nicht glauben, dass ich Buddha bin, Teil der Buddhanatur, in Vollkommender Gleichwertigkeit!
        Dass das Gefühl der Unvollkommenheit durch unser Streben nicht in ein Gefühl der Vollkommenheit gewandelt werden kann, sondern immer tiefer in der Bewertung versingt.
        „Ich“ als falsch und richtig ist untrennbar, wie hell und dunkel.
        Somit unvollkommen Vollkommen.
        – sach ich mal, so in den Raum gestellt….
        so als Unwissender….

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      • Eno Silla schreibt:

        mir gefällt diese (deine) unwissenheit, lieber elwood!!!
        und in der bewertung versingen ist klasse😉, wenn auch unfreiwillig!

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  3. fredo0 schreibt:

    ich hab grad noch ne tasse tee am dampfen … deswegen noch ein wenig zu ingeborg🙂

    es ist ja ein merkwürdiges paradox … irgendwie findet sich in allen persönlichen geschichten von den „ollen“ eine ebenso persönliche suche ( nach etwas ) …
    und genau genommen findet sich da ja auch manchmal „etwas“ … nur ist es kein von der suche getrenntes „etwas“, dass neu und unbekannt wäre , sondern ( so wird es oft umschrieben ) es findet sich der sucher als das gesuchte ….

    was hat der prominteste der „ollen“, der herr buddha, nicht alles unternommen, auf der suche nach seinem seelenheil . der kerl hat es sich doch echt gegeben . und das über jahre hinweg . und mit einer geradezu unglaublichen härte und konsequenz zu sich selbst …
    und dann , dort unterm bodhibaum , taucht „die mitte“ auf … einfach SO … schlichtes sitzen unterm bodhibaum ( und nothing else ) eingebettet im SO-sein …

    ja … lässt sich fragen , waren es dann seine bemühungen, die dies letztendlich ermöglichten oder sogar bewirkten ? .
    hmmm … die frage ist klar und mehr als verständlich, doch die antwort ist tricky , da die antwort „ja“ , der Wahrheit des SO-sein widersprechen würde !
    denn dann hätte das SO-sein ja eine „vor“aussetzung. aber da ist ja immer nur SO-sein , auch in jedem ( nur vorgestellten) „zuvor“ … also wäre die antwort „ja“ so nicht richtig … es gibt keine vor-aussetzung für dies SO-sein … das ist einfach (schon immer und auf ewig) SO !

    die geschichte eines persönlichen bemühens , mit erhoffter erfüllung, findet auch keine erfüllung , sondern sie wird im auftauchenden, unverdeckten SO-sein schlicht … überflüssig = obsolet .

    und deshalb ist da genaugenommen weder „ja“ noch „nein“ auf die frage, „macht meine mühe sinn ?“ , sondern schlicht ein entfallen der frage .

    ein womöglich hilfreicher tipp könnte sein , seine „mühe“ nicht als eine zielorientierte arbeit zu sehen, sondern einfach als eine äußerung der dankbarkeit für dieses wundervolle leben in SO-sein.
    Aber … ob das möglich ist, oder nicht … entscheidet ja auch nur dieses in SO-sein eingebettete leben …

    tja … liebe ingeborg … SO isses halt …😀 oder auch nicht oder ganz anders oder oder …. nur SO isses immer

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    • Ikkyu schreibt:

      Verehrter Fredo … der Buddha hat sich nicht auf den Weg gemacht, um „Erleuchtet“ zu werden. Er ist auch nie so einer Vorstellng nachgerannt. Ihm ist Alter, Krankheit und Tod begegnet (Zusammengefasst –> Leiden), und das hat ihm ziemlich erschüttert. Seine Frage war, OB man Alter, Krankheit und Tod (Leiden) in irgend einer Form beenden könnte. Der „Weg-der-Mitte“, damit ist gemeint, einen Praxisweg zu gehen, ZWISCHEN den beiden Extremen von Askese und und Hemmungslosen Genuss …. Als der Buddha am Ganges meditierte, ist ein Boot vorbeigefahren. Auf diesem Boot war ein Musiklehrer mit seinem Schüler. Der Lehrer lehrte seinen Schüler, dass die Saite des Instrumentes im richtigen Verhältniss zu den anderen Saitengespannt sein müsse. Nicht zu locker und nicht zu fest …. und da hatte der Buddha eben die Erkenntniss, das Askese nichts bringt …. genau in diesem ausgewogenen Spannungsverhältniss zwischen den Extremen lehrte er dann die nächsten 45 Jahre den Weg der Achtsamkeit und Meditation.

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      • fredo0 schreibt:

        das ist halt deine interpretation des begriffs „mitte“ , der halt auch sofort die mitte verlässtt und einen weg daraus macht !
        ich sehe „mitte“ bereits als gegeben und nichts ist da zu „machen“, schon gar nicht mit dem rechten mass von spannung und nicht-spannung … was heißt da eigentlich „rechtes mass“ ? wer oder was entscheidet das ? …
        jedoch das bild des sitzens … einfach SO … ob unterm bodhibaum oder sonstwo … und mit wem auch immer als sitzender dekoriert , trifft es für mich und erschließt sich genau SO aus dem , was einst deutlich wurde …
        ob dies oder ähnliches dem herrn shakjamuni geschah … keine ahnung … ich vermute es jedoch … und sehe in der nabe des rades eine geradezu perfektes symbol für dieses … halt SO sein … und um das herum dann alles „im rechten mass“ oder „unrechten mass“ herumkreist … die nabe … das einfach schlicht SO-sein … bleibt davon unberührt …

        und dann aus einem anderen verständnis des begriffes eine nette musikantengeschichte aufem ganges zu machen … no problem … da waren die asiaten schon immer genial …
        und schwupps ist das heißgeliebtte „richtig machen“ wieder im spiel …😉

        jedenfalls hätte der herr shakjamuni das gesegnete alter von 280 jahren erreichen müssen, wie einmal ein englischer professor errechnete, und täglich ununterbrochen 16 stunden kluge sachen sagen und beeindruckendes erleben müssen , wenn alles ihm zugeschriebene genau so gesagt worden wäre und stattgefunden hätte .

        ich empfinden den begriff „mitte“ aussagekräftig genug … und letztlich auch völlig gleichgültig von wem er ins denk-spiel gebracht wurde …

        SO halt ….😀

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      • Nitya schreibt:

        Und Jesus wurde von einer Jungfrau geboren und das ist bestimmt wahrer als die Buddha-Story. Schließlich wurde er ca. 500 Jahre nach Buddha geboren. Seine Story ist also fast noch taufrisch.

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      • Caro schreibt:

        Die Menschen haben schon öfters geglaubt, dass irgendwelche Leute von Jungfrauen geboren wurden, zum Beispiel Alexander der Große oder Romulus und Remus. Vielleicht denkt das ja auch irgendwann mal jemand über mich, wer weiß

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      • Nitya schreibt:

        Tschakka, liebe Caro, du schaffst es! Buddha soll übrigens sofort nach seiner Geburt gesprochen haben und laufen konnte er auch schon. Erinnerst du dich nicht: Du konntest sogar fliegen!

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      • Ronny schreibt:

        „Buddha soll übrigens sofort nach seiner Geburt gesprochen haben und laufen konnte er auch schon“ …und starke Rückenschmerzen hatte er später auch.

        „Ein langer, reiner, schöner Weg der Schmerzen und die Schönheit des Todes ohne Schmerzen.“ (Ikkyu)

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    • Ikkyu schreibt:

      Der Verehrte Fredo schrieb:

      das ist halt deine interpretation des begriffs “mitte” , der halt auch sofort die mitte verlässtt und einen weg daraus macht ! ich sehe “mitte” bereits als gegeben und nichts ist da zu “machen”, schon gar nicht mit dem rechten mass von spannung und nicht-spannung … was heißt da eigentlich “rechtes mass” ? wer oder was entscheidet das ? … (…..) jedoch das bild des sitzens … einfach SO … ob unterm bodhibaum oder sonstwo … und mit wem auch immer als sitzender dekoriert , trifft es für mich und erschließt sich genau SO aus dem , was einst deutlich wurde …

      Lieber Fredo …. nein, das ist nicht meine „Interpretation“, sondern so hat es es der Buddha definiert … Natürlich können wir nun darüber diskutieren, wie authentisch diese Überlieferungen nun sind, da sie erst 300 Jahre nach seinem Tode aufgeschrieben worden sind. BEVOR wir dies aber tun, solltest man zumindest verstanden haben, WAS der Buddha lehrte, bzw, was seine Sichtweise der Dinge war. Wenn man die nämlich nicht kennst, spekuliert man über etwas, das man eben nicht kennst. OB der Weg des Buddha funktioniert (genau das ist das Entscheidende für mich) …. WAS das Rechte Mass sei … verehrter Fredo, das sind ganz berechtigte Fragen …. Der Buddha hat aber auch die Kriterien geliefert, WIE seine Aussagen eben zu überprüfen sind ….
      In diesem Sinne ist sein Weg auch keine „Warhheit“ oder eine Welterklärung, sondern einfach ein Weg, sich vom Leiden zu befreien, denn etwas anderes hat er nie gelehrt. UM dies aber zu verstehen, muss man diesen Weg eben auch GEHEN, denn sonst bleibt er nur ein Gespinnst, ein theoretisches Abstraktum … Der Weg des Buddha ist daher auch kein OBJEKTIVER, sondern nur ein Subjektiver, „Selbst-Erfahrender“ Weg. Die Analyse der Menschlichen Psyche, so wie er sie vollzogen hat ist für mich die „Creme-de-la-Creme“, da gibts keinen der „Welterklärer“, der in dieser grossartigen Tiefe unser Leben , unser Anhaften, unsere Vergänglichkeit; das Dilemma unseres Mennschichen „Seins“ so gut erklärt hat ….
      Was für dich deutlich wurde verehrter Fredo … ich kann es nur (ahnend) vermuten, da ich selber mal sehr ähnliche Vorstellungen hatte über das „Es“, weil mir etwas passiert ist, bzw etwas „durchgesickert“ ist …. leider hat es mir aber keinen Frieden gegeben, und ich halte es da wie der Buddha selber, der Auszog, um „Frieden“ zu finden; Das zu verwerfen, was nicht dem Heile bzw. dem „Frieden“ nützlich oder zuträglich ist, weil es sonst nichts als ein theoretisches Konzept ist. OB du oder ich Frieden finden ….. ich glaube das werden wir in letzter Konsequenz erst kurz vor dem Tode erfahren, wenns nämlich an „Eingemachte“ geht …. und wir wissen beide, das dieserTag immer näher rückt …. meine Mutter ist vor 6 Monaten gestorben …. irgend wann werden auch wir beide an der Reihe sein. Mit welchem Angesicht begegne ich dem Tod ? Wir können darüber spekulieren …. aber wirklich erfahren kann das nur jeder selber für sich. Ich fragte dich einmal, was durch „Deine“ Sichtweise gewonnen ist … Gibt sie dir Frieden ? Kannst du deiner Vergänglichkeit nackt ins Auge sehen ? Wie erlebtest du den Tod deiner Eltern ? …. Egal welche Sichtweisen wir haben, egal welchen Glauben wir haben …. wenn sie uns in diesen Fundamentalen Fragen keine wirklichen Antworten geben, die uns in unserer tiefsten Schicht berühren (die durch Erfahrung „nachvollzogen“ werden können), dann sind sie in meinen Augen absolut nutzlos. Das mag jetzt etwas abgedroschne klingen, ganz im Sinne einer egozentrischen „Profitgier“ …. (solche Dinge sind oft eine Frage der Perspektive) …. die Frage ist da aber, auf welcher Ebene unseres Sein`s stellt sich so eine Frage ; und genau da verehrter Fredo, da können sich riesige Welten und Abgründe auftun …. Ist es ein „Wohlstandsegotripp“, geboren aus langer Weile eines langweiligen Lebens das mit sich nichts anzufangen weis, oder ist es eine fundamentale Frage, die aus unserer tiefsten Mitte (Herz) entspringt ….

      Bezüglich deiner Aussage der 280 Jahre …. ich weis nicht, was dieser englische Professor für ein „Dämlack“ ist … sorry wenn ich es jetzt etwas drastisch ausdrücke, aber das IST absoluter Bullshit.
      Weist du warum ? Die Überlieferung des Palikanon, das kann man bequem in der Breite sämtlicher Harry Potter Bücher unterbringen …. wenn der gute Professor mal etwas seriös studiert hätte, nämlich hier —> http://www.palikanon.com dann hätte er gesehen, dass man den Palikanon bequem in 3 Wochen durchlesen kann (wenn man denn den ganzen Tag liesst). Und wenn man da noch etwas grosszügig ist, und die später entstandenen Mahayana-Sutren dazurechnet und den Abidamma, dann werden aus 3 Wochen vielleicht 5 Wochen …. Wenn man bedenkt, das er Buddha nach seinem Erwachen weitere 45 Jahre gelehrt hat, dann ist da erstaunlich wenig überliefert worden. Ein „Professor“ der solchen „Nonsens“ von dich gibt, der verdient nicht den Titel „Professor“.

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  4. fredo0 schreibt:

    zu elwood …
    da ist vermutlich ( auch ! ) was dran …
    die texte „wirken“ entsprechend …. ent-sprechend ( = nicht mehr die sprache benötigend )…

    deswegen sind sie wohl vielen so wert-voll …

    und ich will zugeben, dass ich formulierungen wie „ich bin gott“ noch heute ziemlich aversiv entgegenstehe . auch wenn diese aussage stimmt …
    denn alles was da IST , ist nix anderes wie Gott , und da ich (zweifellos) bin , tja , da muss ich in resumee nix anderes wie gott sein …
    und doch vermeide ich die formulierung „ich bin gott“ , denn sie gibt ( für mich ) der vorstellung „existenz“ eine personifizierte „göttliche“ duftnote .

    da IST (etwas) und das bemerkt sich selbst … mehr ist über „mich“ nicht zu sagen.

    alles was da zusätzlich „ich“ meint, ist klitzerdeko … fein … ich mag klitzer … warum auch nicht … doch bleibt diese deko immer nur in wirkung und nicht in SEIN …
    wie bereits gesagt, da IST (etwas), dass (sich) selbst bemerkt.

    da IST bemerken .
    da IST .
    DA
    .

    und jetzt ist mein tee getrunken …
    😀

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  5. punitozen schreibt:

    Lieber Nitya ,
    …… Buddha sagt: “Es führt kein Weg zum Glück, Glücklichsein ist der Weg.” …….
    “ Heute bin ich nicht glücklich – aber happy ! “
    Was will ich mehr ?
    Tag um Tag – ein guter Tag !🙂

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  6. Elwood schreibt:

    “ich bin gott”
    „Na und? Ich auch“

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