Issa: Vom Baum fällt ein Blatt


Nebel

das Schlachtross
kommt allein zurück
vom Baum fällt ein Blatt

Issa

 

 

 

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7 Antworten zu Issa: Vom Baum fällt ein Blatt

  1. Eno Silla schreibt:

    nach ermüdenden wortgefechten
    welche erleichterung
    der blick in die stille weite des raums

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  2. punitozen schreibt:

    Als meine Augen alles
    gesehen hatten, kehrten sie zurück
    zur weißen Chrysantheme.

    Bashô

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  3. Ingeborg schreibt:

    11. Oktober 20015, 9:15 Uhr
    – Am 9. Oktober habe ich unterschrieben!
    – Die Kirche ist nicht mehr mein Arbeitgeber!
    – Nach 13 Jahren Strenge, Befehlen, Herumkommandierung, Mobbing usw.
    – 11 Jahre dazu; 1990 habe ich in der Sartoriusstr. meine Arbeitbegonnen.
    1981 kam mein Sohn dort in die Krippengruppe, für 1,5 Jahre. Er war 2,5 Jahre alt, als wir eine Folgegruppe gründeten, im Heußweg – auf Tagesmutter-Basis.
    Wir, das waren 9 Eltern, 5 Jungs und 2 Mädchen und eine Erzieherin, die Tagesmutter wurde.
    – Im grunde war ich bis heute mit der Einrichtung Sartoriusstr. 33 Jahre verbandelt. Ganz schön lange!
    – Und nun?!
    – Die Kinder von damals sind längst erwachsen – sind teilweise schon selbst Eltern.
    – Und wir Eltern von einst?
    – Wo sind wir geblieben?
    – Sind wir in dieser schnelllebigen Zeit/Epoche auf der Strecke geblieben?
    – All die Anforderungen, Ansprüche, Erwartungen, Hoffnungen, das tägliche Einerlei!
    – Wo ist da das Menschliche abgeblieben?
    – Oder ist genau das daß Menschliche?
    – Das Verkopfte, Irrationale, sich mit allen Anderen, nur nicht mit sich selbst beschäftigende Wesen, welches Mensch heißt!
    – „Immer lustig und vergnügt, auch wenn der Arsch im Grabe liegt-“ (Udo Lindenberg)
    – Welches Lied war das nochmal?
    – Ich weiß es alles nicht; ich habe keine Ahnung! Ich wache auf und bin immer noch die Gleiche. Vielleicht habe ich ein paar Falten mehr, und wen kümmert es?
    – Wie geht altwerden? Ich war noch nie alt! Hatte nicht einmal eine Ahnung davon, irgendwann so alt zu sein!
    – Ich fühle mich, als wäre ich in eine Wäscheschleuder gekommen.
    – Habe Nackenschmerzen, die Knochen tun weh – eigentlich schmerzt mein ganzer Körper.
    – Will da etwas raus – ich will auch einen Kommentar schreiben – „klug und weise“ – und frage mich, wer will das schreiben?
    – Die Antwort wie immer: Ich, dieses verkopfte kleine Ding, was uns allen mal beigebracht wurde. Wenn du von dir sprichst, heißt es ICH, nicht Ingeborg oder sonst wer, sondern ICH!
    – ICH ist persönlich und für mich gleichzeitig unpersönlich; haben meine Eltern mir doch einen Namen gegeben, den Ingeborg dann,in ich umwandeln soll/mußte.
    – Wie komisch!
    – Wir kommen alle namenlos auf die Welt. Auch nur „Sprache“ – „Auf die Welt kommen“; müßte es nicht eher „In die Welt kommen“ heißen? So, wie Ich niemals eine Ahnung bzw ein Wissen haben kann, wie Sterben oder Tod geht, bzw. wie es sich anfühlt! Ich war noch nie tot bzw. bin noch nie gestorben! Wie kann ICH Angst vor dem Tod haben, wenn er mich doch sowieso eines Tages ereilt.
    – Hat Ingeborg Angst vor dem Tod?
    – Hat das ICH Angst vor dem Tod?
    – Hat das ICH Angst vor dem Namenlosen?
    – Hat das Namenlose Angst?
    – Wenne das Namenlose Leben ist, hat dann das Leben Angst vor dem Leben? „Sein Wille geschehe?! Amen?!
    – Blindes Vertrauen?!
    – Leben ist Leben ist Leben ist Leben.
    – Beichte
    – Lebensbeichte
    – Mitteilen
    – Gedanken mit anderen teilen
    – In Verbindung stehen
    – Ich habe Kopfschmerzen, Kopfzerbrechen.
    – Ich fühle euch nicht?
    – Die, die ihr Kommentare ablasst.
    – Manchmal, ganz ganz manchmal konnte ich euch fühlen. Elwood kann ich fühlen.
    – Eno, Punito, sogar Selma; Bilder entstanden und verschwammen wieder.
    – Sogar Fredo konnte ich, ein einzigesmal fühlen!
    -Und nun – manchmal kommt es mir so unglaublich verkopft vor, was hier steht. Und dann sitze ich davor: was meint Die/Der? Da ist das Fühlen abhanden gekommen! Das Lauschen. Der Duft.
    – Keine Ahnung.
    – Irgendwie ist es Zeitverschwendung mir zu überlegen, was Der/Die gemeint haben könnte; das sind doch nur meine Gedanken, die dann nachdenken über „gemeint haben könnte“. Und schon fängt es an zu fragen, könntest du das gemeint haben?
    – Wie ein Ratespiel.

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  4. punitozen schreibt:

    Liebe Ingeborg ,
    Kranke pflegen , Sterbende begleiten , Angehörige mit dem Sterbeprozess vertraut machen –
    Pflegeschüler begleiten , und doch ein jedes Gegenüber als Mitmensch erleben ;
    diese Erleben lehrte mich zum einen zwischen den Zeilen zu lesen , zuzuhören und das
    Gesagte erst einmal anzunehmen .Die Zeit brachte es mit sich , ob das Gesagte und von mir vernommene Wort des Sagenden Reife offenbarte .
    Es gab so viele Menschen , deren Reden ich für “ Bare Münze “ hielt . Ebenso Versprechungen
    und Verheissungen an der “ Arbeit für eine bessere , humanere Gesellschaft .
    Warum ich darauf angesprungen war , sehe ich heute licht und klar vor mir liegen .
    Zum einen lag es an den Umständen meiner Geburt und den gesellschaftlichen Begebenheiten
    wenige Jahre nach dem Ende der Nazidiktatur – deren Apologeten in ihren Rollenspielen
    als Lehrer , Erzieher oder Geistliche ihre Kriegstraumata an uns Kinder abarbeiteten .
    Damals war es für mich beängstigend – heute sage ich : “ Ihr armen Schweine – schmortet
    schon zu Lebzeiten in der Hölle !“ – Und deren Kinder ? Fochten gegen das Establishment ,
    verhiessen den “ langen Marsch durch die Institution “ , wählten Willy , lasen Konkret ,
    kifften , hörten Jazz und Bebop , wenig später Rolling-Stones – und dann gab es einen Bruch –
    im System . APO-Diskurse verlagerten sich in Biozirkel , Plüschsofa-Alternativen mit LSD-Experimenten nebst Reichianerallüren und/ oder
    Anarchiegebilde . Letztere , die Anarchiegebilde versprachen gelebte Freiheit –
    ohne Herrschaft ! Wie wunderbar . Leider fehlte vielen “ Anarchisten “ die nötige Reife ,
    Anarchie zu leben . Einige von ihnen nahmen Abschied aus dem politischen Tagesgeschehen ,
    jenes Anarchismus – der mit Paranoia und erneutem Blutvergiessen dahin führte das Das
    System ganz allmählich die Grundrechte im GG “ neu definierte , zu Ungunsten der Alltäglichkeit
    Ja – und dann ? Raus ging`s aus diesem Programm und hinein in die „Ärmchen spiritueller
    Meister jedlicher Coleur . Ist doch irre , was so alles erlebt wird – wenn sich getraut wird –
    Selbstreflektion zu wagen .
    Heute sage ich mir , ein ICH hat übrigens Jeder , sonst wär man ja nicht da – oder in tiefster
    Versenkung – und die taugt wirklich nichts , beim Brotchen kaufen oder auf dem Klo !🙂
    Sei getröstet liebe Ingeborg : Die sterben wohl nie aus , jene die Schriften auswendig lernen
    und in der Nachfolge Buddhas – vollkommen verkopft ihr EGO zum Maß aller Dinge erheben .
    Sind halt arme Schweine – die durften nie Kind-sein im Sein .
    Und heute üben sie Rache am Schreibtisch gegen jene die sich ihr Herz bewahrt haben .
    Liebe Grüsse

    PUNITO

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