Mikhail Naimy: der Magnet der Erde

Mikhail Naimy
MIRDAD: Das Gesetz der Zeit ist Wiederholung. Was einmal in der Zeit erschien, muss immer wieder erscheinen, die Abstände können beim Menschen lang oder kurz sein, je nach der Kraft, mit der der Mensch die Wiederholung begehrt und will. Wenn ihr aus dem Kreislauf, der als Leben bekannt ist, hinübergeht in den als Tod bekannten Kreislauf und mit euch ungestillten Durst nach der Erde und unbefriedigten Hunger nach ihren Leidenschaften tragt, dann wird der Magnet der Erde euch an ihren Busen ziehen. Und die Erde wird euch säugen und die Zeit entwöhnen Leben auf Leben und Tod auf Tod, bis ihr euch selbst ein für allemal aus eigenem Willen und Entschluss entwöhnt.

Micayon: Ich möchte für immer der Erde entwöhnt sein. Wie kann ich das erreichen, Meister?

MIRDAD: Dadurch, dass du die Erde und all ihre Kinder liebhast. Wenn Liebe der einzige Rückstand all eurer Abrechnungen mit der Erde ist, dann wird euch die Erde aus ihrer Schuld entlassen.

aus: Mikhail Naimy, „Das Buch Mirdad“

„Ich möchte für immer der Erde entwöhnt sein. Wie kann ich das erreichen?“ Mir fällt etwas ein, was OWK mal in seinem Buch „Erleuchtung, THE REAL IS ILLUSION – THE ILLUSION IS REAL, oder, Ausbruch aus der Matrix“ beschrieben hat. Es ging um die Frage: Wie kann eine Emotion transformiert werden? Ich möchte von der Erde entwöhnt werden, ist eine ziemlich heftige Emotion. Edgar schrieb (sinngemäß oder wörtlich – weiß ich nicht mehr): „Worum es geht, ist, sich vollständig von jeder mit der Emotion verbundenen Geschichte zu trennen. Worum es geht, ist, die reine Emotion so zu akzeptieren, wie sie erscheint. Worum es geht, ist, die Emotion einfach zu fühlen. Das ist alles.“

Es gibt bei der „Technik“, wie sie OWK (Edgar) vorschlägt, eine schwer zu überwindende Barriere. Wenn sie angewendet wird, um eine „negative Emotion“ (hier die Entwöhnung von der Erde) zu beseitigen, wird diese Emotion nicht wirklich akzeptiert. Das Motiv hinter der Technik ist dann die Ablehnung der Emotion. Akzeptieren ist aber der Schlüssel zur Transformation der Emotion. Die „negative Emotion“ kann sich erst dann auflösen, wenn es ein bedingungsloses Ja zu ihr gibt. Sie kann sich erst dann verabschieden, wenn akzeptiert wurde, dass sie für immer da bleiben wird. Wenn also ein totales Ja zu einer Emotion da ist, kann diese Emotion im Feuer der Gegenwärtigkeit verbrennen und sich so transformieren. Find ich richtig gut, was der Edgar da sagt.

Mikhail Naimy lässt seinen MIRDAD im Grunde etwas ganz Ähnliches, wenn nicht gar dasselbe, sagen: „Dadurch, dass du die Erde und all ihre Kinder lieb hast. Wenn Liebe der einzige Rückstand all eurer Abrechnungen mit der Erde ist, dann wird euch die Erde aus ihrer Schuld entlassen.“ Die Erde und all ihre Kinder lieb haben – das sind natürlich auch alle sog. negativen Emotionen, die lieb gehabt werden „wollen“. Die ganze so gepriesene Schattenarbeit ist reinweg für die Katz, schlimmer noch, ist ausgesprochen traumatisierend, wenn das Ergebnis meiner Selbsterforschung mich in die Hölle von Selbstanklagen und Verurteilungen stürzt. Ist diese moralische Abwehr stark genug, wird auch das Ergebnis meiner Selbsterforschung höchst zweifelhaft sein. Wer liefert sich schon besonders gern selbst ans Messer? Ein wirklich gutes Instrument, sich selbst auf die Schliche zu kommen, ist nach wie vor Byron Katies „Umkehrung“ in „The Work“ oder als besonderes Schmankerl Peter Orbans ! „Was ist Heilung ? oder das Ego des Therapeuten“: http://www.symbolon.de/downtxt/therapie.pdf. Eigentlich würde ja schon der Hinweis von Jesus auf den Balken im Auge seines Nächsten oder die Geschichte mit dem Zeigefinger und den drei Fingern, die immer auf einen selbst zeigen, genügen. Ich bring’s mal auf eine simple Formel: Jede Fremddiagnose ist eine Eigendiagnose. Ich könnte auch wieder mit dem Spruch „Die Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters“ kommen. Natürlich nicht nur die Schönheit. Aber ich weiß, nicht einmal das muss helfen. Manche schwadronieren munter drauf los, dass du die Welt bist, und fahren unverdrossen fort, den anderen zu offenbaren, wie blöd sie sind. Letzteres ist natürlich nie persönlich gemeint, was ein besonders schlauer Schachzug sein soll, der einen hoffentlich erfolgreich vor Gegenangriffen schützt.

Vergesst das gefälligst nicht, falls ihr je auf den Gedanken kommen solltet, mich einen Idioten zu nennen!
du

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34 Antworten zu Mikhail Naimy: der Magnet der Erde

  1. Margitts MÜller schreibt:

    Danke! Wunderbar. Hat mich nochmals tief getroffen.

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  2. fredo0 schreibt:

    zu Nitya
    bei der Gelegenheit erwähnt ( ich brauche heute ganz besonders die dreifache RückDosis ) :

    Du bist ein Idiot .

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    • Nitya schreibt:

      Sie sei dir von Herzen gegönnt!

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    • fredo0 schreibt:

      Ich halte allein deshalb sogenannte Schattenarbeit für obsolet , weil sie vor allem den „Arbeiter“ pampert.
      Dies ist auch die Crux ( fast ) jeder Therapie , wenn sie zuvorderst den zu Therapierenden erst mal als „vorhanden“ fixiert.

      Mir erschien es immer besser , sich vor einen Fluss zu setzen ………….

      … und zu „bemerken“ wie sich da peu a peu irgendwas „anlehnt“ .

      In diesem Anlehnen / Vertrauen ohne zu wissen worauf , findet eine Gründung statt , die zwar nicht das zu „therapierende“ „Schattenzubearbeitende“ aus der Welt schafft, aber halt einfach das Urgesunde in mir selbst „auffindet“ .
      Und allein daraus findet bereits Harmonisierung statt .
      Harmonisierung ! und nicht Heilung !
      Wer Heilung erstrebt , will verschwinden lassen , nämlich das als unheil gesehene. / das „beschattende“ .
      Wer Harmonisierung als naturliche Ausrichtung eines Organismus sieht , als eine Anpassung , Ausrichtung , die völlig automatisch geschieht , wenn Widerstand erlischt , der bedarf keiner „gemachten“ Heilung oder Schattenarbeit mehr.
      Harmonisierung bedeutet ein Mitschwimmen , mit dem was „heil“ gesehen wird UND mit dem was als „unheil“ gesehen wird.
      Findet dieses Mitschwimmen statt , verliert das „Unheile“ seine „Spitzen“ , es wird zum gewöhnlichen, halt AUCH dazugehörenden .
      was aber nicht vergessen werden sollte , auch das „Heile“ verliert seine Spitzen ! Die Freuden und Extasen werden auch „gewöhnlicher“.

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      • Nitya schreibt:

        Lieber Fredo,

        sag das mal einem Ertrinkenden! Der will nur eins: Atmen können. Nicht absaufen. Gerettet werden. Genau das ist die Situation von jemandem, der Therapie machen will. Ich stimme dem, was du beschreibst, durchaus zu. Dafür musst du dich jedoch in aller Regel bereits in der komfortablen Lage befinden, deinem vermeintlichen Absaufen voll Vertrauen zuschauen zu können. Wer kann das schon?

        Außerdem, kann sich der vermeintliche Zuschauer herrlich mit seiner angeblichen Zuschauerei in die Tasche lügen. Kann, muss nicht. Die Gefahr ist jedenfalls groß. Dann wird sein vermeintliches Zuschauen und sein vermeintliches Harmonisieren einfach zu einer faulen Ausrede.

        Ich hab’s da nicht so mit dem Schwarz-Weiß. Das ganze erfordert halt sehr viel Bewusstheit. Es ist ein Drahtseilakt, bei dem ich jeden Moment auf die eine oder die andere Seite abstürzen kann.

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      • Nitya schreibt:

        „Ich halte allein deshalb sogenannte Schattenarbeit für obsolet , weil sie vor allem den ‚Arbeiter‘ pampert.
        Dies ist auch die Crux ( fast ) jeder Therapie , wenn sie zuvorderst den zu Therapierenden erst mal als “vorhanden” fixiert.“

        Du kannst jemanden nur da abholen, wo er sich gerade zu befinden glaubt. Wenn jemand glaubt, eine Zahnbürste zu sein, dann kommst du nur dann mit ihm in Kontakt, wenn du: „Guten Tag, Herr oder Frau Zahnbürste!“ sagst. Therapie wäre dann der Prozess, der dieses Glaubenssystem in Frage stellt und letztendlich zerstört.

        Indiskrete Frage: Hast du schon mal Therapie gemacht?
        Wenn nicht, und jetzt darfst du mich wieder einen Idioten nennen, kannst du überhaupt nicht mitreden.

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  3. fredo0 schreibt:

    ok … nitya … ich muss mich da wohl outen ….
    ich war einige male bei hennig von der osten …
    anfangs als „kunde“ , dann eher aus neugier, da mich damals diese „arbeit“ selber fürs eventuell berufliche interessierte.
    als „kunde“, weil ich damals probleme mit dem (vertrauen auf) atmen hattte.
    Ich hatte mit 17 leichtsinnigerweise auf LSD pranayoga-übungen gemacht, und seit dem irgendwie immer den horror mit mir rumgetragen , auf den atem „aufpassen“ zu müssen.

    das merkwürdige für mich war jedoch , dass dies problem bereits dadurch verschwand, das ich es als „problem“ anerkannte , in dem ich mich zu hennig setzte .
    ich habe dann das weitere seiner „gruppenarbeit“ eher als ein bekanntschaftsbesuch erlebt, was er da mit rebirthing und anderen methoden veranstaltete, und mich einfach nur geborgen gefühlt.
    Nett war dann , dass wir uns dann später in kovalam und schermau trafen, wo er die gleiche neugier teilte, wie ich.

    ich habe da sicher im vortext zu pauschal geurteilt, bzw. nicht differenziert genug formuliert.
    Es ist sicher honorig und wohl auch bei mancheinem notwendig und sehr sinnvoll diese „arbeit“ durchzuführen.
    jedoch ist es für mich stets „arbeit“ in funktionierender „arbeiter/macher-vision“ .

    Die vermischung von „arbeit“ ( schattenarbeit / therapie ) mit „spiritueller findung“ erscheint mir genauso problematisch , wie eine „findung“ durch praxis.
    Und wenn sich da „erfolgreiche“ schattenarbeiter ( gibt es das überhaupt ? hört das je auf ? ),allein durch diese „arbeit“ bereits zum „erwachten“ deklarieren , wie eine bestimmte läster-blog-schreiberin, findet das nur mein amüsiertes grinsen.

    Das oder so ähnlich wollte mal durch fredo gesagt sein.

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    • Nitya schreibt:

      „Die vermischung von ‚arbeit‘ ( schattenarbeit / therapie ) mit ’spiritueller findung‘ erscheint mir genauso problematisch , wie eine ‚findung‘ durch praxis.
      Und wenn sich da ‚erfolgreiche‘ schattenarbeiter ( gibt es das überhaupt ? hört das je auf ? ),allein durch diese ‚arbeit‘ bereits zum “erwachten” deklarieren , wie eine bestimmte läster-blog-schreiberin, findet das nur mein amüsiertes grinsen.“

      Lieber Fredo,

      oh, Henning von der Osten, ja, eine gute Adresse. Da hast du aber Glück gehabt.😉 Ich hab mit der „Vermischerei“ nicht das leiseste Problem. Und das Wort „Arbeit“ würde ich gern ersetzen durch ein „Spiel des Bewusstseins“. Soll ich jetzt – schon wegen der „dreifachen Rückdosis“ – anfangen aufzuzählen, wo es überall Idioten gibt? Ich beschränk mich mal auf den psycho-spirituellen Bereich. Hmm, na ja, eigentlich alle – mich natürlich in besonderer Weise eingeschlossen. Peter Orban, den ich oben erwähnte, hat, wenn ich mich richtig erinnere, mal gesagt: „Es ist völlig egal, was du tust. Du kannst auch Nasenbohren. Hauptsache, du tust es bewusst.“ Gefällt mir. Ich würde allerdings sagen: Es muss nicht einmal bewusst geschehen. Du kansst auch völlig gedankenverloren in der Nase puhlen und bist doch völlig in Gottes Hand. So gesehen, würde ich da keinen Krieg anzetteln wollen zwischen den Psychos und den Spiris. Wie gesagt, Idioten sind wir alle miteinander. Manche bilden sic halt ein, keine zu sein. Wie Meister Eckhart sagte: „Man muss es auch mit dieser Art aushalten.“ Bleibt einem ja auch gar nichts anderes übrig. Also, nimm den Ernst aus der ganzen Sache raus und schau dem Treiben von uns Menschlein zu und … „Mir erschien es immer besser, sich vor einen Fluss zu setzen ………….

      … und zu ‚bemerken‘ wie sich da peu a peu irgendwas ‚anlehnt‘ .

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  4. Marianne schreibt:

    So genannte „Schattenphänomene“ erscheinen so, dass sie ein gewisses abgespaltenes Eigenleben in der Erscheinungswelt führen. Sie nehmen nicht mehr am Leben(digen) teil.
    Sie halten sich vielleicht am Grund des (Erlebens-) Flusses auf, oder schwimmen als feste Form darauf herum.
    Manchmal machen sie sich nicht mal als „negative Gefühle“ bemerkbar, sondern schlüpfen eher in ein Gewand der Indifferenz oder sogar des Nicht-Erlebens. Auf jeden Fall nehmen sie nicht am Leben teil.

    „Bearbeitet werden“ können sie sowieso nur, wenn sie irgendwie leidvoll in der eigenen Wahrnehmung auftauchen. Die, die das nicht tun, entfalten trotzdem ihre (negative) Wirkung.

    Die “negative Emotion” kann sich erst dann auflösen, wenn es ein bedingungsloses Ja zu ihr gibt. Sie kann sich erst dann verabschieden, wenn akzeptiert wurde, dass sie für immer da bleiben wird.

    Dieser Satz von Edgar gilt auch für jede andere Art von „Schattenphänomen“, sofern man es in der Wahrnehmung hat …

    Für mich ist in dem Zusammenhang das Wichtigste, nicht die Meinung zu hegen, dass der „Schatten“ ein für alle mal „ausrottbar“ wäre – der blinde Fleck ist Teil unseres Wahrnehmungssystems: Er bildet sich automatisch da, wo wir gerade nicht hingucken können, weil es der Standort des „Sehenden“ ist. Deshalb wirft uns ja jede Diagnose fremder „blinder Flecken“ immer wieder so gnadenlos auf uns selbst zurück (- wenn wir es zulassen können.)

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    • fredo0 schreibt:

      zu marianne
      als laie dieser „arbeit“ ( bin halt handwerker geblieben, wahrscheinlich zum nutzen diverser ansonsten mit geschwätzigkeiten „bearbeiteter“ kunden ) mag ich sagen,
      das mir dein text gefällt.
      wenn es mal probleme in meiner familie gab ( und die gab es des öfteren ) hab ich als papa-amateur-therapeut meinen kindern nur gesagt . „mach dir den, der dich da in der nacht erschreckt, zum kumpel, vielleicht sogar zum komplizen , der will dich gar nicht erschrecken , sondern nur einladen , mit ihm auf traum-reisen zu gehen“ .
      das hat echt funktioniert . zumindest waren die nächte dann etwas ruhiger . bis der nächste nacht-elb beim nächsten kind erschien .😀

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      • Marianne schreibt:

        “mach dir den, der dich da in der nacht erschreckt, zum kumpel, vielleicht sogar zum komplizen , der will dich gar nicht erschrecken , sondern nur einladen , mit ihm auf traum-reisen zu gehen” .

        Diese „Technik“ nennen die tibetanischen Buddhisten seit Jahrtausenden „Dämonen-Füttern“ – ich finde sie auch genial! 🙂

        Mit herzlichem Gruß
        Marianne

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      • Nitya schreibt:

        Ist doch eine Freude, dass du meinen Blog beehrst,
        liebe Marianne.

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      • Marianne schreibt:

        Danke sehr für den Blumenstrauß … der kommt gleich in die Vase!🙂

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      • Marianne schreibt:

        Noch ein Nachtrag:
        Ich war halt selbst lange so eine „Schatten-Bekämpferin“, bis ich auf die buddhistische Wurzelverblendung der „Aversions-Neigung“ und den Konstruktivismus gestoßen bin.
        Bis dahin dachte ich – ähnlich wie wohl „frouwe“ – dass mein Erkennen von Licht-und-Schattenphänomenen die Abbildung einer objektiven Wirklichkeit ist.
        Der Konstruktivismus hat mich gelehrt, dass alle Licht-und-Schatten-Erscheinungen einzig und allein in meinem Wahrnehmungsapparat entstehen und keinerlei Abbildung einer vorgefundenen objektiven Wirklichkeit darstellen (können).
        Die Beschäftigung mit meiner „Aversions-Neigung“ lehrte mich, dass eigene (trauma-geprägte) Angst- und Widerstandsphänomene eine wichtige Rolle in meinen Identitäts-Konstruktionen spielen. Jede Reaktivität, die aus Angst geboren ist, erzeugt Leid (in der Welt und bei anderen). An anderen herum-meckern ist immer so eine Aversions-Reaktion… sie erzeugt automatisch Gegen-Aversion.
        Auflösen lässt sich all das nur durch (bedingungsloses) Annehmen (Liebe), wie Edgar so schön sagt … ♥

        Für mich macht es schon Sinn, solche Erkenntnisse mit spirituellem Gewahr-Werden zu verbinden – es sind halt die des-illusionierenden Erfahrungen auf dem Weg …

        Und klar, dass die anderen schöner und leichter und freudiger sind – der „bliss“! Jetzt schau‘ ich mir das Video von Eno an …😉

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  5. Eno schreibt:

    Ach ja, ich fühl mich im Schatten ganz wohl, auch ohne Arbeit…
    Hier was zur Auflockerung:

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  6. Elwood schreibt:

    Wenn etwas bearbeitet werden muss, etwas heil werden soll, impliziere ich damit, dass es hier und jetzt nicht in Ordnung ist.
    Wir wollen immer irgendwo hin…..
    Wenn irgendetwas ans Licht soll findet es den Weg allein…….

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  7. Nitya schreibt:

    Als ich 17 war, schickte mich meine Mutter zum Psychanalytiker, weil ich die Schule einfach nur Scheiße fand und keine Lust hatte, in den Fußtapfen meines Vaters zu wandeln. Der Herr Analytiker war schon ca. 6o, also uralt für mich, und brabbelte irgendwelche väterlich aufmunternden Töne vor sich hin. Damit kam er ja bei mir genau an die richtige Adresse. Als er sein drohendes Scheitern registrierte, schlug er Hypnose vor. Hypnose au ja, geil. Für einen 17-Jährigen richtig aufregend. Ich musste mich also hinlegen und er murmelte diese altbekannten Beschwörungsformeln vor sich hin. Ich kam aus dem Lachen nicht mehr raus. In der zweiten Sitzung musste ich eine Luminal schlucken. Zur Entspannung. Bei seinem Beschwörungszirkus konnte ich mich aber unmöglich entspannen. Meine Heiterkeit war absolut nicht zu bremsen. In der dritten Sitzung mussteich dann Luminal forte schlucken. Irgendwie musste der Kerl doch tot zu kriegen sein, dachte der Typ wahrscheinlich. Ich lachte trotzdem. Auf dem Heimweg war ich allerdings ziemlich verkehrsgefährdet. Beim vierten Mal ging ich nicht mehr hin. Wer weiß, was ich da hätte schlucken sollen. Fortissimo? Außerdem fand ich es mittlerweile langgweilig, reine Geldverschwendung und darüber hinaus, dass mir keine Therapie beipuhlen könnte, dass Schule nicht Scheiße ist.

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    • Nitya schreibt:

      Aaaber … ich denk gerade an die Jugendlichen, die unbedingt in Syrien oder weiß der Geier wo irgendwelche angeblichen Ungläubigen abmurksen müssen. In ihnen ist zum Teil so ein Hass, dass die Kriegsschauplätze dieser Welt für sie die Gelegenheit sind, endlich ihren Hass auzutoben, Endlich auch mal einem amerikanischen Journalisten mit einem Messer den Kopf absäbeln, hui, das rockt! Lieber Fredo, erzähl dem mal was davon, dass es besser sei, sich vor einen Fluss zu setzen ………….… und zu “bemerken” wie sich da peu a peu irgendwas “anlehnt”. Byron Katie sagt: „Jeder Krieg gehört auf’s Papier!“ Na krieg mal so einen mordlüsternen Typen dazu, sich ein Papier zu schnappen und die Work zu machen! Ich würde sagen: Jeder Krieg gehört in einen Therapieraum. In eine Gummizelle. Dort sollen sie sich erst mal austoben, ohne jemandem zu schaden oder sich selbst zu schädigen.

      Aber jemanden, der Schule Scheiße findet, durch einen Psychoklempner umpolen lassen zu wollen, ist dieselbe Scheiß wie die Schule. Mir hättste damals das erzählen können, dass es besser sei, sich vor einen Fluss zu setzen ………….… und zu “bemerken” wie sich da peu a peu irgendwas “anlehnt”. Hab ich dann ja schließlich auch gemacht. Man kann hier wirklich nix pauschalieren.

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      • fredo0 schreibt:

        klar … es ist halt auch ne sache der „dosis“ …
        wenn das auto stottert , oder gar ohne bremsen andere niederbrettert , ist ein monteur angebracht .
        nur wenn es halbwegs gut funktioniert, verschiebt sich das interesse dessen , der es nutzt , womöglich ohne das er das auto „würdigt“ , auch manchmal in richtung „fluss“ .

        ich weiß schon , warum ich kein therapeut wurde .
        ich sehe mitlerweile auch , dass mich mein charakter schnell mit der arroganz eines halbwegs funktionierenden autonutzers , nicht wenig betriebsblind und „unleidig“ mit denen macht, die gerade wieder mal mit zündaussetzern am wegesrand stehen.
        da lob ich mir mein silber und mein gold , denen sind die „fluss oder was auch immer“-allüren des schmiedes völlig gleichgültig …
        😀

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      • punitozen schreibt:

        Lieber Nitya ,
        Jugend hat Überzeugungen – aber aus Überzeugung
        im Namen Allah`s Köpfe abschlagen ?
        Wieviel Hirnwäsche braucht es einen Menschen zum Untier werden zu lassen ?
        Ich denke – es braucht „nicht viel an Überzeugungsarbeit “ an denen verrichtet
        wird , deren Herzen aus was weiß ich für Ursachen im Stadium frühester
        Kindheit Gewalt angetan wurde ,
        Die Folge der Gewalt hat einen Namen : “ Tiefes Mißtrauen gegenüber den Nächsten .
        Gelobt sei die Erfahrung – einen Menschen begenet zu haben , der Liebe gibt .
        Liebe wird von Außen nach innen gegeben – so meine Erfahrung .
        Wer keine Liebe empfangen vermag „Gut und Böse “ zu unterscheiden .
        Vermag jedoch nicht in seinen Taten ein Unrecht zu erkennen .
        Indiz der Kaltherzigkeit : Es geschah auf Befehl ; es wurde nur ein Dienst verrichtet .
        es wurde nur die Pflicht getan . Die Anordnung zum morden sich zu widersetzen
        hätte den eigenen Kopf gekostet .
        Dabei ist es gleichgültig in welcher Wohnstatt dieser Erde die Kaltherzigkeit eingebleut wurde .
        L.G.
        PUNITO

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      • Caro schreibt:

        Schule verblödet und macht krank und ist meiner Meinung auch ein Akt der Gewalt, wenn auch psychisch und nicht körperlich.
        Das einzige was in der Schule beigebracht wird ist das Unterordnen unter irgendwelche Obrigkeiten, Schuldgefühle für diverse Verbrechen, Unsicherheit im Vertrauen auf sich selbst und Amerikapropaganda. In Englisch muss ich mir das 3. Jahr in Folge anhören wie toll Amerika ist und es kann sehr anstrengend sein dabei nicht die Nerven zu verlieren.
        Ich fande Frankreich und Französisch mal schön, aber meine Französischlehrerin hat mir das total kaputtgemacht. Jedesmal wenn ich jetzt französich höre könnte ich kotzen und das finde ich sehr sehr schade, und das ist nur ein Beispiel von vielen.

        Bei jedem noch halbwegs klugen Menschen staut sich dort Hass an der irgendwie rausmuss. Auch wenn Mord natürlich sehr extrem ist kann ich schon verstehen wie man zum „Untier“ werden kann und das obwohl mir auch Liebe gegeben wird und wurde.

        Mal abgesehen von „Freiheit sowohl für mich als auch die anderen“, müsste sich doch auch bei jedem der sich mal das System allgemein anguckt Hass auf die Verantwortlichen (falls man sie überhaupt benennen kann) entwickeln.

        Besonders bei den Menschen, die sich nicht eingestehen das Potenzial zu Gewalt in sich zu haben, kommt sie meiner Beobachtung nach subtil doch hervor.

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      • IamAlways schreibt:

        Endlich auch mal einem amerikanischen Journalisten mit einem Messer den Kopf absäbeln, hui, das rockt! Lieber Fredo, erzähl dem mal was davon, dass es besser sei, sich vor einen Fluss zu setzen ………….… und zu “bemerken” wie sich da peu a peu irgendwas “anlehnt”. Byron Katie sagt: “Jeder Krieg gehört auf’s Papier!” Na krieg mal so einen mordlüsternen Typen dazu, sich ein Papier zu schnappen und die Work zu machen!

        Danke für den Lacher, Nitya….aber genau das ist der Punkt. Würde dieser Mordlustige seinen ganzen Hass in sich fühlen, anstatt ihn im Außen auszuagieren, bliebe ein Lachen übrig und keine Leiche!

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  8. Elwood schreibt:

    Dein Link von Peter Urban geht leider nicht, den Vortrag von ihm finde ich zu schön um es unbeachtet zu lassen – so bin ich mal so frei:
    http://www.omkara.de/das_ego_des_therapeuten.pdf

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  9. Prem Kasina schreibt:

    habe eure Diskussion verfolgt, gehe selbst das Thema aber eher pragmatisch an. Wenn ich mich in den Finger schneide, dann dient dieser Finger mir ein paar Tage später als Heilbeweis.
    Psychisch habe ich die Scala von 0 bis 100 mehrfach durch und hatte eines Tages die Nase voll davon. Mit Oshos Techniken besah ich mir meine Leiden. Ich ging so tief in mein Weinen, dass ich zum Weinen wurde und plötzlich musste ich lachen… Lachen und Weinen und Lachen, wie nur ein Irrer das kann. Anschließend saßen wir im Kreis und zogen Tarotkarten. Wie oben so unten, sagte die meine… Seit diesem Tag hat jedes Lachen für mich Tränen und Tränen lachen… Ich kann Schmerz in Freude verwandeln. Ich sitze ganz still, lasse die Gedanken los und spüre nach, wo im Körper der Schmerz sitzt. Dorthin lenke ich meinen Atem und untersuche mit meinem Atem den Schmerz. Das ist spannend. Die Wahrnehmung an der Körperstelle ändert sich zunehmend. Der Atem weitet, fühlt sich wohlig an… Da ist Freude… Körperlich genau an demselben Fleck und das selbe Gefühl. Nur Gedanken schaffen zwei Worte dafür.

    Was ich eigentlich sagen wollte:
    Ich versuchte mich zu entscheiden, ob ich mich von der Erde abnabeln will oder nicht…
    Ich gab das dann auf…
    die Frage ist zu schwierig…
    ich warte, bis die Antwort von alleine kommt…

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