Max Stirner: Wer ist der Mensch?


Stirner
Was, bin Ich dazu in der Welt, um Ideen zu realisieren? Um etwa zur Verwirklichung der Idee »Staat« durch mein Bürgertum das Meinige zu tun, oder durch die Ehe, als Ehegatte und Vater, die Idee der Familie zu einem Dasein zu bringen? Was ficht Mich ein solcher Beruf an! Ich lebe so wenig nach einem Berufe, als die Blume nach einem Berufe wächst und duftet.
Das Ideal »der Mensch« ist realisiert, wenn die christliche Anschauung umschlägt in den Satz: »Ich, dieser Einzige, bin der Mensch«. Die Begriffsfrage: »was ist der Mensch?« – hat sich dann in die persönliche umgesetzt: »wer ist der Mensch?« Bei »was« suchte man den Begriff, um ihn zu realisieren; bei »wer« ist’s überhaupt keine Frage mehr, sondern die Antwort im Fragenden gleich persönlich vorhanden: die Frage beantwortet sich von selbst.

Man sagt von Gott: »Namen nennen Dich nicht«. Das gilt von Mir: kein Begriff drückt Mich aus, nichts, was man als mein Wesen angibt, erschöpft Mich; es sind nur Namen. Gleichfalls sagt man von Gott, er sei vollkommen und habe keinen Beruf, nach Vollkommenheit zu streben. Auch das gilt allein von Mir.
Eigner bin Ich meiner Gewalt, und Ich bin es dann, wenn Ich Mich als Einzigen weiss. Im Einzigen kehrt selbst der Eigner in sein schöpferisches Nichts zurück, aus welchem er geboren wird. Jedes höhere Wesen über Mir, sei es Gott, sei es der Mensch, schwächt das Gefühl meiner Einzigkeit und erbleicht erst vor der Sonne dieses Bewusstseins. Stell‘ Ich auf Mich, den Einzigen, meine Sache, dann steht sie auf dem Vergänglichen, dem sterblichen Schöpfer seiner, der sich selbst verzehrt, und Ich darf sagen:

Ich hab‘ mein‘ Sach‘ auf Nichts gestellt.

aus: Max Stirner. „Der Einzige und sein Eigentum
MenschEine der tiefsten Kinderweisheiten ist die Antwort „Darum!“ auf die Frage „Warum?“ Max Stirner antwortet auf die Frage, wer der Mensch sei, so: „Bei »wer« ist’s überhaupt keine Frage mehr, sondern die Antwort [ist] im Fragenden gleich persönlich vorhanden: die Frage beantwortet sich von selbst.“ Das hat ungefähr dieselbe Qualtät wie die Antwort „Darum!“ Ich stell mir gerade vor, wie so ein Mensch auf eine Behörde geht und der Amtsmensch wissen will, mit wem er es da zu tun hat. „Wer sind Sie? Name, Vorname, Datum und Ort der Geburt, …“ Und unser Mensch würde sagen: „Schauen Sie mich an! Der da vor Ihnen, der bin ich.“ Ich fürchte, unser Amtsmensch wird damit nichts anfangen können. Er will Namen, Begriffe und dergleichen erfahren. Und unseren Beruf. Max Stirner verwendet hier den Begriff „Beruf“ im Sinne von „Aufgabe“, wie man heute wohl sagen würde. Und er bringt als Beispiel eine Blume: Ist es ihr Beruf, ihre Aufgabe, zu wachsen und zu duften? Natürlich nicht. Die Blume weiß nichts von einer Aufgabe. Sie weiß so wenig davon wie ein Baby davon weiß, dass es seine Aufgabe sein soll, in die Windeln zu scheißen.
babyMax Stirner beginnt sein Buch mit dem Aufstöhnen „Was soll nicht alles Meine Sache sein! Vor allem die gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sache der Menschheit, der Wahrheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit, ….“ Meine Sache, Mein Beruf, Meine Aufgabe, Meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit, Meine Verantwortung, … Wer dies anerkennt, anerkennt damit irgendeine Instanz über sich. Stirner: „Jedes höhere Wesen über Mir, sei es Gott, sei es der Mensch, schwächt das Gefühl meiner Einzigkeit und erbleicht erst vor der Sonne dieses Bewusstseins.“

Das hätten so auch die alten Ch’an-Meister sagen können, die allesamt totale Anarchisten waren. Eine Blume weiß nichts von einer Aufgabe und ein Ch’an-Meister auch nicht. Alles, was über das reine Sein hinausgeht, ist nichts als ein ziemlich übel riechender Gehirnfurz. Also Fenster auf und tief die frische Luft einatmen: Offene Weite, nichts von heilig.

Buddha-Hand

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26 Antworten zu Max Stirner: Wer ist der Mensch?

    • Eno Silla schreibt:

      „Ich rede nicht davon, was ich bin. Ich werde mich nie definieren können. Ich werde mich nie erkennen können. Ich werde nie wissen, was ich bin. Doch ich weiss hundertprozentig, dass ich bin. Und dass alles, was kommt und geht, was als Zustand, als Erscheinung, als Information stattfindet, da ist, weil ich bin. Ich bin nicht da, weil etwas erscheint. Ich bin die Urbedingung. Der Urgrund, damit überhaupt etwas passieren kann.“
      Karl Renz (https://www.facebook.com/pages/Karl-Renz/200409483376517)

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      • inrayma schreibt:

        das habe ich ja schon lange geahnt, dass „karlchen“ im ichbin steckengeblieben ist.
        befreiung geschieht erst ab dem erkennen von – ich bin nicht😉

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      • Nitya schreibt:

        Mal ne dumme Frage: Wie kann Karlchen im „ich bin“ stecken bleiben, wenn es Karlchen gar nicht gibt, und wer könnte ein „ich bin nicht“ erkennen und wer befreit werden?

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      • Eno schreibt:

        Lustig wie Worte wirken.
        Immer für Widerspruch gut!
        Meine Meinung:
        es gibt weder Befreiung noch Nicht-Befreiung noch gibt es sie nicht.
        Beides sind vorübergehende Vorstellungen,
        die erscheinen, wenn ich bin…
        Jedenfalls willkommen zurück, liebe ehemals keryamastin!

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  1. zaungast schreibt:

    erkennen von ich-bin-nicht gibt’s nicht ohne das ichbin (dualität)…
    beides „erscheint“ in dem, was erkennt und weder ichbin noch ich-bin-nicht ist… alles klar?😉

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  2. fredo0 schreibt:

    „Nährende“ Worte können immer nur vom „nicht verstehen können“ ausgehen , und werden dahin auch wieder zurückfinden …
    Ein „Verstehen“ ist stets nur ein Vertrauensvolles Ahnen von „Wissen“ in Wortlosigkeit …

    Es ist auch nicht nur ein Schweigen … oder Verweilen in Stille …
    Es ist darüberhinaus auch ein Verzicht auf ein „können / möglich machen“
    ( ohne dies als Verlust zu empfinden … und wenn doch … dann doch nur zeitweilig )

    So geben die Worte eines Karl Renz nicht kund und zu wissen , wie es um ihn bestellt ist , und wo dieses „Karlchen“ gerade seine Kreise zieht ….
    Sie geben ganz einfach gute Gelegenheit dem Impuls zum „nichtverstehen können“ vertrauensvoll entgegenzusehen …

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  3. Prem Kasina schreibt:

    Das reine Sein…
    und wer füttert die Kinder???

    an Verantwortung wachsen Flügel…

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    • froeschin schreibt:

      … und ich dachte die kommen von Red Bull.

      Natürlich könnte man auch bemängeln, dass hier nicht erwähnt wird, dass in einen Hefeteig Mehl gehört. Aber es geht ja eigentlich auch nicht um Hefeteig – weder bei Stirner noch bei Nitya. Und auch nicht um „verantwortungsvolles Kinderfüttern mit Flügelwachsgewinn“.

      Hört sich für mich ein wenig nach Muddi an, die verantwortungslosem Pappi vorwirft sich nicht am Aufwuchs der lieben Blagen zu beteiligen…obwohl doch am Ende der Gewinn in Form von Flügeln steht.

      Wieder so ein Kalenderspruch der DEIN DING zu MEINEM DING machen soll.

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      • Prem Kasina schreibt:

        🙂 (gilt dem Red Bull)

        um Kinder großzuziehen, brauchst du Geld (zumindest sind die Kinder dieser Meinung). Ich fand keinen Weg, anarchisch an Geld zu kommen. Das kann natürlich an meiner Dummheit liegen…

        Verantwortung trägt sich sehr schwer, solange man nicht lernt, ihr Flügel zu verleihen…

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      • Nitya schreibt:

        Jetzt würde mich ja schon interessieren, was du unter „anarchisch an Geld kommen“ verstehst. Ein Anarchist ist jemand, der sich weder gegen seinen Willen beherrschen lassen will noch jemand, der einen anderen beherrschen will. Ich sehe da eine Menge Möglichkeiten, trotzdem an Geld zu kommen. Man könnte z.B. Red Bull-Verkäufer werden oder Red Bull-Rennfahrer.

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    • zaungast schreibt:

      wer sagt denn, dass Kinder füttern nicht zum reinen Sein gehört?

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      • Prem Kasina schreibt:

        mich haben sie stets aus meiner Mitte geworfen…
        Da war keine Zeit für Sein…
        Dasein…
        Atmen…
        Stille…
        Plötzlich brauchte ich Wohnung, Arbeit, ein Mindestmaß an Komfort…
        und schon hatte die Gesellschaft mich im Griff…
        ein Rad im Getriebe der riesigen Maschine, die alles zerstört…

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      • Nitya schreibt:

        Kinder-Füttern gehört zum reinen Sein.
        Wohnung-Suchen gehört zum reinen Sein,
        Arbeit gehört zum reinen Sein.
        Ein Mindestmaß an Komfort erschaffen, gehört zum reinen Sein.
        Im Griff der Gesellschaft zu sein, gehört zum reinen Sein.
        Ein Rad im Getriebe der riesigen Maschine zu sein, die alles zerstört, gehört zum reinen Sein.
        Aus der Mitte geworfen zu werden, gehört zum reinen Sein.
        Osho in die Augen gucken, gehört zwar auch zum reinen Sein, aber nicht mehr und nicht weniger als der Rest, der hier auf der Liste steht.

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  4. Prem Kasina schreibt:

    Nitya, so weit, wie du das reine Sein fasst, findet sogar Red Bull darin einen Platz…
    Was fällt nicht unter das reine Sein? Sind nur die Gedanken Gehirnfürze? Ich zähle auch das, was sie erschaffen, dazu (z.B. Red Bull)
    zu deiner Frage: anarchisch an Geld kommen bedeutet für mich: kein Wecker reißt mich aus meinen Träumen, kein Chef schaut mir über die Schulter, keine Insolvenz bedroht mich, keine Ideen versiegen und zu ihrer Umsetzung fehlt kein Geld…
    Das alles erwarte ich nicht, um aber um zu sein, anstatt eine Aufgabe zu erfüllen, müsste es so sein…
    Wie es jedoch ist, besteht der Zweck meiner Arbeit alleinig darin, Geld zu verdienen. Dass ich meine Liebe und meine Aufmerksamkeit in diese Arbeit lege, ändert daran nichts. Das tue ich nur für mich…
    Sind das nicht auch alles Gehirnfürze, oder???

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    • Nitya schreibt:

      „anarchisch an Geld kommen bedeutet für mich: kein Wecker reißt mich aus meinen Träumen, kein Chef schaut mir über die Schulter, keine Insolvenz bedroht mich, keine Ideen versiegen und zu ihrer Umsetzung fehlt kein Geld.“

      Liebe Prem Kasina,

      wer zwingt dich denn, den Wecker zu stellen, wer entschließt sich, sich einem Chef unterzuordnen, wer meint unbedingt Geld haben zu müssen und Ideen, um es zu erwerben? Vermutlich du. Aber ohne all das würdest du ziemlich sicher verhungern. Also doch nicht du, wenn du nicht verhungern willst. Bleibt nur das Leben, das man für all das verantwortlich machen kann. Du musst essen, um zu leben. Du musst arbeiten, um zu essen, oder rauben oder reich heiraten oder oder … aber das ist alles nicht unbedingt ein Zuckerschlecken. Zeig mir einen Anarchisten, der dem entfliehen könnte!

      Was ich da oben zitiert habe, hat nichts mit anarchisch zu tun. Das ist einfach eine Vorstellung vom Paradies. Aber leider soll da dieser fiese Erzengel Michael mit dem flammenden Schwert vor dem Eingang stehen und einen nicht reinlassen.

      Was das betrifft: „Wie es jedoch ist, besteht der Zweck meiner Arbeit alleinig darin, Geld zu verdienen.“ kann ich nur sagen: Wahrscheinlich warst du nie in Poona oder Oregon beim Klo-Putzen, Worshippen genannt. Jedenfalls hört sich dein Satz für mich so an. Du schriebst, Osho habe dich geheilt. Bist du dir da ganz sicher? Ich habe da so leise Zweifel.

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  5. Prem Kasina schreibt:

    ich musste lachen… Insgesamt war ich eineinhalb Jahre in Poona, aber gearbeitet habe ich dort nie… Ich arbeite nicht umsonst, wenn ich genauso gut im Nichtstun relaxen kann… Ich war in Poona, als der Umzug nach Oregon begann. Ich weiß nicht warum, aber ich wusste damals schon, dass ich nie nach Oregon gehen werde.
    Worshippen entstammt der Oregonzeit. Ich war entsetzt, als ich es auf dem Schloss in Kassel zum ersten Mal hörte. Alles war anders geworden. Alle Bärte, und Haare ab und dann auch noch Wortverdrehungen…
    Ich bin mir sicher, dass er mich heilte. Nicht er persönlich, aber das, was sein Buddhafeld mit mir machte. Der eiserne Ring um meinen Kopf ist verschwunden und ich habe keine Halluzinationen mehr. Ohne ihn wäre ich vermutlich in der Psychiatrie gelandet. So aber bin ich seit vielen, vielen Jahren jenseits von verrückt und habe in keinem meiner Lebensbereiche Probleme. Das ist einfach wunderbar…
    meine Vorstellung vom Paradies ist eine andere:
    Ich träume einen Traum:
    Ich sehe die Erde als Paradies. Alle ihre Wunden sind geschlossen. Ihre Narben bleichen, werden wieder grün und die Menschen leben in Frieden. Leise berührt mich ein Engelsflügel. Der Engel flüstert mir ins Ohr:
    Dein Traum wird Wirklichkeit, wenn jeder nur nimmt was er braucht und es mit seinem Bruder teilt. Wenn ihr Pflanzen, Tiere und Gestirne als Geschwister erkennt und Gott Mammon seine Macht verliert.
    enough for today…

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    • Nitya schreibt:

      Liebe Prem Kasina,

      „geworshippt“ wurde schon in Poona I. Vielleicht solltest du dir nicht nur Oshos Worte wie Blüten auf dich niederregnen lassen, sondern ihnen hin und wieder auch mal zuhören. Er hat seiner Zeit (Poona I) sehr viel über das Worshippen erzählt. Guck mal nach, was er z.B. im Osho Neo-Tarot erzählt (58. Work / Worship):

      Geh deiner Verantwortung nicht aus dem Weg! Sei äußerst lebendig bei deiner Arbeit und tu immer das Menschenmögliche, aber verspanne dich nicht dabei, bleib frei von Frustration. Vertraue, und lass dein Tun zur Andacht werden, ohne auf das Ergebnis zu setzen.

      Dein Paradies ist halt, wie du selbst sagst, nur ein Traum. Er wird dich weder satt machen noch dir die unegliebte physische Realtät versüßen – ganz im Gegenteil. Das hat nicht einmal in „Sommer in Orange“ funktioniert.

      Osho hat zweimal täglich seine Lecture gehalten. Wenn das kein Frondienst war! Oder doch nicht? Es war reine Andacht. Hast du schon mal ausprobiert, wie meditativ Kartoffelschälen oder Abwaschen sein kann?

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      • Prem Kasina schreibt:

        Beim Beerenpflücken
        öffnete der Himmel sich
        in tonlosem Ton

        (ich pflückte alleine den ganzen Tag. Die Gedanken standen fast still. Es passierte am frühen Nachmittag und war überwältigend schön)

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  6. fredo0 schreibt:

    Paradies ist nur die Hälfte der Welt … und ne ziemlich kleine😀
    was fehlt ?

    Dazu ein Spruch der Araber : „Zuviel Sonne macht Wüste !“

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    • Nitya schreibt:

      Der Spruch ist gut.

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    • Prem Kasina schreibt:

      ich denke, du bist ein Optimist. Die Hälfte der Welt ist schon längst kein Paradies mehr, so wie ich es sehe.

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      • Nitya schreibt:

        Das Paradies ist nicht in der Welt zu finden.

        Guck dir mal hier das 10. Bild und den 10. Vers an:
        http://www.kitesh.de/Die_Zehn_Stiere_des_Zen.html
        Du bist das Paradies oder eben nicht.

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      • fredo0 schreibt:

        yep … optimismus und pessimus sind immer beide gleich wirksam … und die welt ist deshalb welt, weil sie immer beides (!) abbilden muss … zwei seiten machen erst eine münze … eine völlig glückliche welt wäre zum untergang verdammt … denn wie gesagt :“zuviel sonne macht wüste“ …

        das vermag der glückshypnotisierte oft nicht zu sehen , denn er ist , wie gesagt hypnotisiert .
        und in eklatanten fällen ermächtigt er ( man kann auch aufblasen dazu sagen ) gerade durch die unglücksbehauptungen über „die welt“ sein eigenes ego.
        denn mit dem vorwurf an die welt „so schlecht“ zu sein , behauptet er ja gleichzeitig , selber „besser“ als die welt zu sein. so was nenne ich schlicht hybris . außerdem ist es ein besonders deutliches zeichen von trennung. wird doch zwischen der „schlechten“ welt und mir „gutem“ getrennt.

        wirkliches glück ist für den menschen erst erlebbar , nach einem zuvor bereits erlebten unglück , sagte bereits der olle Gurdijeff .
        soll heißen , glück allein , ist gar nicht wahrnehmbar für den homosapiens . er bedarf rein biologisch berweits zwingend ( ! ) des unglücks um umstände überhaupt als glücklich einzuordnen. Also ist Glück zwingend an Unglück gebunden.
        Das gleiche trifft natürlich auch auf Frieden und Zwist zu . und auf Wohlbefinden und Leid.

        Ein Leben ohne Gegensätze ließe die Welt , die wir kennen , unlebbar werden.

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  7. doro schreibt:

    Nur soviel aus eigener Erfahrung: man kann auch in Krisenzeiten DAS finden und gerade, wenn der Chef einem über die Schulter blickt, dann ist es gut zu wissen, dass es eben so ist, wie es ist. Und, oh, heute bin ich der Oberlehrer und besonders altklug, auch im stinknormalen Alltag lassen sich alle Erfahrungen und Erlebnisse machen, da ist immer der begleitende Unterton im Hintergrund, das alles gehört dazu.

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    • Prem Kasina schreibt:

      ich weiß nicht, was DAS ist, aber stinknormal ist mein Alltag nie. Ich gehe davon aus, dass das, was wichtig für mich ist, zu mir kommt und wenn es dann da ist, beschäftige ich mich damit. Wenn ich jetzt aber behaupten würde, dass mir meine Steuererklärung genauso viel Spaß macht, wie hier im Block Gehirnfürze zu lassen, dann wäre das glatt gelogen…
      Liebe Grüße von Kasina

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