Erich Mühsam: Was ist der Mensch?


muehsamWas ist der Mensch? Ein Magen, zwei Arme,
ein kleines Hirn und ein großer Mund,
und eine Seele – daß Gott erbarme! –

Was muß der Mensch? Muß schlafen und denken,
muß essen und feilschen und Karren lenken,
muß wuchern mit seinem halben Pfund.
Muß beten und lieben und fluchen und hassen,
muß hoffen und muß sein Glück verpassen –
und leiden wie ein geschundner Hund.

Erich Mühsam

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17 Antworten zu Erich Mühsam: Was ist der Mensch?

  1. fredo0 schreibt:

    WAS IST EIN MENSCH ?

    Nackte (durchschnittliche) 70 Kilo … bestehend aus ca. :

    44 kg Sauerstof
    14 kg Kohlenstoff
    7 kg Wasserstof
    2,1 kg Stickstoff
    1 kg Kalzium
    0,7 kg Phospor
    170 gramm Kalium
    140 gramm Schwefel
    70 gramm Chlor
    70 gramm Natrium
    30 gramm Magnesium
    3 gramm Eisen
    300 milligramm Kupfer
    10 milligramm Mangan
    30 milligram Jod

    IST DAS ALLES ?

    tja … ehrlich gesagt … keine Ahnung … ich musste den Verlust von so vielen Annahmen und Vermutungen bemerken, dass ich Schwierigkeiten habe , überhaupt noch Antworten zu finden .

    da ist irgendwie nur noch Lebendigkeit bemerkbar, und irgendein Organismus , mit dem dies wohl verbunden ist . Ob dies „Mensch“ genannt werden muss/soll/kann ? … Ich weiß es nicht …

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  2. Elwood schreibt:

    Und er „muß“ eine Geschichte vorweisen:

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    • Michaela schreibt:

      Der unvergessene Loriot! Einfach großartig! Danke, Elwood.
      Ich mach mir in die Hose vor Lachen….

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      • Michaela schreibt:

        Aber zum Eigentlichen…wollte ich die Eingangsbemerkung Elwoods zu diesem Filmchen aufgreifen. Nach dem Filmchen hatte ich meine Gedanken schon wieder vergessen. tztztz…

        WAS der Mensch ist, dazu hätte ich viele und doch keine Beschreibungen. Aber was ist er ohne (s)eine Geschichte? Ohne irgendeine Geschichte? Diese Frage treibt mich schon lange um. Was wäre ich ohne (m)eine Geschichte? Was bleibt dann noch?

        Früher hab ich gerne und sehr ausschmückend von Begebenheiten jeder Art erzählt. Wenn ich sie heute überhaupt noch erwähne, dann eher knapp und ohne Umschweife. Die Geschichten haben sich verändert. Sie sind weniger wichtig, würde ich sagen. Und die Biografie? Sie ist heute auch weniger wichtig. Während ich sitze und versuche, einen Referenzpunkt in der Vergangenheit zu finden, kommt da erstaunlicherweise nichts. Dinge verlieren manchmal an Bedeutung, während andere hinzugewinnen. Das ist buchstäblich nicht machbar. Das passiert einfach so. Die Geschichte gehört zur Person. Keine Person, keine Geschichte, keine Fragen, was wäre wenn.

        Da heißt es so oft, wenn das ICH wählen könnte, es würde das Erwachen niemals wählen, weil es sich schlicht selbst abschafft. Und man hört auch oft, „nee, das will ich nicht, das ICH soll ja aufwachen“. hihi…warum eigentlich nicht? Dieses Ich hier scheint damit kein Problem zu haben. Vielleicht gaukelt es mir diese Sache aber auch einfach nur vor. Es soll ja sehr trickreich sein…hab ich gehört.

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      • Elwood schreibt:

        „Die Geschichte gehört zur Person.“

        „MUß“ er(der Mensch) eine Geschichte haben?
        Und welche ist die richtige?
        Für die Gegner von Erich Mühsam war es wohl nicht die richtige….

        „Wer sich auf seinen Lebenslauf beruft, ist ein Versager.“
        Kodo Sawaki

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    • Michaela schreibt:

      “MUß” er(der Mensch) eine Geschichte haben?
      Und welche ist die richtige?

      Der Mensch muss keine Geschichte haben, nein. Ehrlich gesagt, über richtig oder falsch habe ich mir nie Gedanken gemacht.

      „Für die Gegner von Erich Mühsam war es wohl nicht die richtige….“

      Ich bin sehr betroffen. Das macht mich traurig. Ich habe gerade erst nach Erich Mühsam im Internet geforscht.

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      • Nitya schreibt:

        Das freut mich, liebe Michaela, Dann hatte meine kleine Erinnerung an diesen wundervollen Menschen, den die Faschisten vor 80 Jahren gefoltert und ermordet haben, ja doch seinen Sinn erfüllt. Danke.

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  3. Elwood schreibt:

    Außerdem ist der Mensch durch seine hervorragene „Intelligenz“
    (oder Intelligenverhinderung, sowohl als auch, weder noch)
    eine äußerst anpassungsfähige
    (unpassungsfähige, sowohl als auch, weder noch)
    Erscheinungsform:

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  4. Marianne schreibt:

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