Friedelinde: Es ist besser, nichts zu tun und es leicht zu nehmen.


FriedelindeTugendhafte Mönche, macht keinen Fehler. Es ist mir egal, ob ihr die Sutras und Sastras versteht. Ob ihr ein König oder ein hoher Minister seid, ob euer Redefluss wie der eines Sturzbaches ist oder ob Ihr schlau oder weise seid. Ich möchte nur, dass ihr wahre Einsicht habt.

Jünger des WEGES, selbst wenn ihr einhundert Sutras uns Sastras beherrscht, seid ihr nicht so gut wie ein Lehrer, der nichts zu tun hat. Wenn ihr sie beherrscht, werdet ihr auf andere herabsehen. Widerstreitende Asuras und der Menschen egoistisches Avidya mehren das Karma, das zur Hölle führt. Das war der Fall bei Shan-hsing bhiksu: Obwohl er die zwölf großen Bereiche der Lehren verstand, fuhr er lebendig zur Hölle. Die große Erde hatte keinen Platz für ihn.

Es ist besser, nichts zu tun und es leicht zu nehmen.

Wenn der Hunger kommt, esse ich meinen Reis;
Wenn der Schlaf kommt, schließe ich meine Augen.
Narren lachen mich aus, aber
Der weise Mann versteht.

Klofrau Friedelinde

Ich denke gerade an die Eichhörnchen und Meisen, die da schon in aller Herrgottsfrühe in den Lärchen herumturnen. Sie kümmern sich nicht die Bohne um all die Klugscheißerei, die hier verbreitet wird, sie leben das einfach. Wenn der Hunger kommt, machen sie sich auf die Suche nach was Fressbarem, wenn sie müde sind … das ist so hübsch anzusehen, so ein Eichhörnchen in ganzer Länge an einen Ast geschmiegt, wenn es ein kleines Schläfchen macht. Narren sagen: „Na und? Willst du uns mit unserem weit überlegenen Verstand etwa mit den dummen Viechern auf eine Stufe stellen?“ Und sie lachen über so viel Dummheit. Der „überlegene“ Verstand scheint vor allem die menschliche Arroganz hervorgebracht zu haben.

Da wird mal eben so ganz nebenbei das Schicksal eines Shan-hsing bhiksu erwähnt: „Das war der Fall bei Shan-hsing bhiksu: Obwohl er die zwölf großen Bereiche der Lehren verstand, fuhr er lebendig zur Hölle. Die große Erde hatte keinen Platz für ihn.“ Im Augenblick sind die Menschen mit ihrem überlegenen Verstand mal wieder dabei, sich selbst und die Grundlage für ihr Überleben zu zerstören. Später wird man dann vielleicht einmal sagen: Die große Erde hatte keinen Platz für sie. „Der Biologe Paul Ehrlich („The Population Bomb“, 1968) schrieb, dass bis zum Jahr 2000 die Hälfte aller Arten verschwinden und es ab 2025 praktisch gar keine wild lebenden Tiere mehr auf der Welt geben wird. Sein Kollege Norman Myers („The Sinking Ark“, 1979) rechnete mit einer Million ausgestorbenen Spezies bis zum Jahr 2000.“ (Quelle)  Da könnte man eigentlich nur hoffen, dass sich die klugen Menschen ein bisschen beeilen mit ihrer Selbstzerstörung.

„Es ist besser, nichts zu tun und es leicht zu nehmen.“ Osho:“Easy is right“. Von den ollen Daoisten weht dieser Duft der Leichtigkeit zu uns herüber wie ein erfrischender Windhauch an einem schwülheißen Sommertag.

HoteiCh’i-tz’u, fällt mir ein, uns als Hotei bekannt, der von den alten Ch’an-Heinis als Inkarnation des „Buddhas der Zukunft“, als Maitreya, verehrt wurde. Ich kann nur sagen, er wird sich mit seinem Auftauchen ein bisschen beeilen müssen, sonst haben die Hirnis nichts mehr übrig gelassen, was man beglücken könnte.

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3 Antworten zu Friedelinde: Es ist besser, nichts zu tun und es leicht zu nehmen.

  1. Elwood schreibt:

    Danke Friedelinde, vielen Dank – das geht mir ins Herz!

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  2. schildkroetin schreibt:

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