Fredo: es ist so EINfach und SIMPEL


Fredo

nee … werter AiB …

ist genau andersrum …. BEWUSSTSEIN ist völlig simpel … und keinesfalls komplex …
es ist so EINfach und SIMPEL , dass es deine Denke sich nur komplex vorzustellen vermag …
wenn sich BEWUSSTSEIN offenbart , unleugbar wird , in dem was ich den OFFENEN MOMENT nenne , ist die Reaktion “danach” fast immer schallendes Gelächter .
und über was wird da gelacht ? … über die Vorstellung von Komplexität und Abgehobenheit , die uns wohl alle “erfüllt” hat , bevor UNMITTELBARKEIT deutlich wurde.
Und da wird auch keiner “Natur der Schneid abgekauft” . Natur ist einfach nix anderes wie das was sich im >Leben … eben ! zeigt …
wer wollte diesem >Leben … eben ! den “Schneid abkaufen” ? … ein anderes “Leben” ?
Derartige Gedanken-Wix (Sorry)-Konstrukte sind typische Selbstbeschäftigungen einer Denke , die sich dem simplen Staunen nicht hinzugeben vermag …
Übrigens … ich kenn das durchaus … aus Erinnerung … da baut sich gern mal , in “talentierten” ( und damit letztlich geplagten ) Denkern , eine Art Verschachtelungsvorstellung von “Vorhandenheiten” auf , die dann gar nicht mehr aufzulösen sind , und aus simpler Unfähigkeit dazu dann für wahr gehalten werden müssen .
Aber warts ab … das was da simpel ist … lässt diesen Knoten als erstes platzen …
Und danach gibts keine ImponierLatinismen mehr sondern nur noch kindliches Staunen und … bei manchen … eine ebenso kindliche Freude an Worten … ( die dann auch mal aus der “gallia est omnis divisa” Zeit stammen können ) …

Gestriger Kommentar von Fredo auf den Kommentar von AiB

Seit Kurzem werde ich fast schon ein wenig verfolgt von einer, ich sag’s mal bayerisch, „Bissgurkn“, die mich etwa mit folgendem Text zu meinem gestrigen Beitrag beglückte: „Das erscheint doch als Falschmünzerei – da wird einer zitiert, ohne das das ein anderer prüfen könnte – wo bitte hat denn der Linchi oder Linxi – oder Linji in seinem Linchi-lu oder Linxi-lu etc. das verlauten lassen? Und in welcher Übersetzung wird das denn hier vorgebracht? Davon mal dann abgesehen, dass es sinnlos ist über diese Aussagen zu diskutieren – aber wenn du schon hier was hinstellst, dann häng’ doch bitte auch das richtige Etikett dran. Und komm’ nicht mit Dr. Zernickow, der hat nämlich auch nur aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Und warum hängst du dich überhaupt an fremder Leute Geschwätz auf? Hast du keine eigenen Worte? Bruachst du immer eine größere Autorität, an die du dich dran hängst?“

Also mal abgesehen davon, dass die „Bissgurken“, diese … diese „Zwiderwurzn“ sich gerade an mir aufzuhängen beliebt und ich mich gerade an ihr aufhänge, der gestrige Text hat nichts mit dem von der „Bissgurkn“ mit tiefster Verachtung bedachten Herrn Dr. Zernikow alias Sotesu Yuzen Roshi und seinem Sitzkissenbuch zu tun, sondern mit: „Die überlieferten Worte des Ch’an-Meisters Lin-chi Hui-chao der Chen-Präfektur, gesammelt von seinem ergebenen Nachfolger Hui-jan von San-sheng, übersetzt aus dem Buch ‚The Recorded Sayings of Ch’an Master Lin-Chi Hui Chao of Chen Prefecture‘ translated from the Chinese by Ruth Fuller Sawaki, The Institute For Zen Studies Kyoto Japan, übersetzt von Lisa Bäuml“. Jetzt muss ich erst mal nach Luft japsen, bevor ich hinzufüge, der Text hätte auch von der Klofrau Friedelinde stammen können. Das wäre mir genau so recht gewesen. Meine Fresse, mit was für einem Schafscheiß man sich als schlichter Blogbetreiber da herumschlagen soll.

Sorry, Fredo, für den Kringel, den ich da gemacht habe. Aber der Kontrast deiner Worte zu den Worten derjenigen, die ich hier hartnäckig „Bissgurkn“ nenne, war so herausfordernd, dass ich um diesen Kringel nicht herum kam. Darüber hinaus – was gibt’s zu deinem Kommentar schon zu sagen außer: Wie wunderbar! So ist es. So EINfach, so SIMPEL.

„Derartige Gedanken-Wix-Konstrukte sind typische Selbstbeschäftigungen einer Denke , die sich dem simplen Staunen nicht hinzugeben vermag …“ Wie Klasse auf den Punkt gebracht.

Bei mir fiel der Groschen vor über 50 Jahren, als dieser selbsternannte Hingucker ohne jede ordentliche Ahnenreihe Heinz Butz mit einer für ihn typischen Handbewegung vor irgendeinem völlig unbedeutenden Ding stehen blieb und mit einer seltsamen Eindringlichkeit fast verschwörerisch flüsterte: „Spüren Sie’s?“ Und dann war da immer eine ganz unfassbare Stille, Zeitlosigkeit, Gedankenlosigkeit und ein, wie Fredo es nennt, kindliches Staunen über dieses Wunder der Einfachheit. Und an alle „Gedanken-Wix-Konstrukteure“: Mehr is nich.

Heinz Butz

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11 Antworten zu Fredo: es ist so EINfach und SIMPEL

  1. Giri schreibt:

    Klar, ist da dieses Einfach so, diese Einfachheit. Aber Fredoo meint, da ist das BEWUSSTSEIN, und das ist einfach. Das sind IMHO zwei verschiedene Schuh.

    Für mich weisst das, was du letztens von U.G. gepostest hast, aber auf was anderes hin:
    „Sie haben alles in Seele, Verstand, Psyche – wie immer Sie es nennen wollen –“
    z.b. BEWUSSTSEIN
    „investiert, und plötzlich stellt es sich als falsch heraus.“

    Welch eine Schönheit. Alles ist einfach so. Das ist wahre Einfalt.😉

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  2. keryamastin schreibt:

    „Sorry, Fredo, für den Kringel, den ich da gemacht habe“…………“die “Bissgurken”, diese … diese “Zwiderwurzn”………………..

    Juuuh mäik mai Sonntach……inclusive Haupttext, Kringel und störrischem Gemüse……..

    Danke Nitya und Fredo

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  3. Elwood schreibt:

    Wer zuviel in Kategorien denkt, begrenzt sich….
    http://www.dhteumeuleu.com/unexpected-toy

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    • Nitya schreibt:

      Wenn man mit der Maus ganz schnell hin und her saust, kann man zumindest für kurze Momente die Begrenzung verlassen. Aber sie zieht einen immer sofort wieder zurück. So was.😦

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  4. Marianne schreibt:

    … und was wäre … wenn es weder bewusstsein, noch simple wahrheiten, noch bissgurken gäbe?
    Ich halte keines dieser Konzepte für wahr!😉

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    • Nitya schreibt:

      Bei euch ist doch heute gar nicht so heiß …
      bisschen schwül vielleicht …
      komisch

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      • Marianne schreibt:

        … bei uns heißt das ja auch „bissgurn“ und kommt von „gurre“, welche ein (weibliches) Pferd ist … nix Gurke und auch nix Karotte…😉
        http://de.wikipedia.org/wiki/Gurre

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      • Nitya schreibt:

        Ich bin ja in Augsburg aufgewachsen und da hieß es eben Bissgurkn und natürlich glaubte jeder, dass es hier um eine Gurke ging. Aber die Augsburger sind ja auch keine Bayern, sondern Schwaben und da verändert sich halt manchmal auch a Gurrn in a Gurkn. Also du darfst fürderhin gerne zu Bissgukn Bissgurrn sagen, ich bleib bei meiner Bissgurkn, auch wenn die Ethymologen die Nase rümpfen. Is doch eh wurscht. Hauptsache man weiß, wie’s gemeint ist.

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  5. fredo0 schreibt:

    hui … das ist ja ein Schreck zum Sonntagabend … erst dachte ich ja mein Gravatarkonto würde spinnen , und dann kam es mir sogar fast wie ein Fandungsfoto vor … der olle fredo auf der Frontseite … das muss ich erst mal verdauen …

    nun ja … noch was zu dem besagten AiB … da schreibt ja gar nicht die „Bissgurke“ ( einfach klasse …😀 ) sondern ihr Kompanjero , ein Verwalter mit Amateurambitionen im Psychiaterbereich .
    Ihm , und dann auch ihr, bin ich bereits im Forum des Weltinnenraum begegnet , und es steht zu befürchten , dass ich sie hier gewissermaßen mit „eingeschleppt“ habe … in dem sie dem fredo auf den Fersen geblieben sind …. sorry Nitya …

    Ich will aber zugeben , dass ich persönlich derartige „Bissgurken“ ( zu gut😀 ) und MöchteGernPsychologisten in einem Gesprächsforum durchaus als nützlich sehe , also gewissermaßen gesprächsfördernd . Denn über ES , was lässt sich da schon sagen ?
    Leer , nichts , eigentlich , das wars …. kann schnell recht langweilig werden .

    Jedoch Vorstellungen im Sinne des wunderbare „neti-neti“ des Herrn Buddha einzeln Stück für Stück genüsslich zu sezieren und dann mit „ahnungsbereiten Wort-Schablonen“ zu „diffundieren“ , das hat was , für den geschwatzsüchtigen fredo .
    In dem Sinne hatte sich dort im WIR eine recht nette Runde ergeben , in der der Worte Wellen vielfältig wogten .
    Ob dies jedoch in einem Blog (des Nitya) angesagt ist , muss er letztlich selbst entscheiden .

    Ich sehe durchaus Sinn darin , Worte als Schablonen zu nutzen . Also so , dass deren hohlen Innenraum mit „der Farbe der Ahnung ausgestupst“ werden kann . Dass also Worte , um das EIGENTLICHE drumherum kreisen ( ähnlich wie das wunderbare Beispiel mit dem Grundton der indischen Musik ) . Und da jemanden im Kreis zu haben der halt sehr fest an seiner Vorstellung festhält , und dies vor allem in dem er die „Leere“ der Schablone , also den Grundton, leugnet , kann sogar meiner Meinung nach für diverse Mitleser ein zusätzliche Hinweis auf diese „Leere“ , diesen Grundton , sein , in dem sie dieses „Leugnen“ ganz automatisch bei sich selbst überprüfen … denn ich behaupte mal , dass Leugnen nix anderes ist , wie ein (noch) von Angst behindertes Vertrauen in die Kraft und Zuverlässigkeit eigener Ahnung ist …

    Aber , wie gesagt , dies ist wohl eher einem Forum zuträglich , als der gemütlichen Runde eines Blogs , der ja eher das „intime“ pflegt.
    ( Übrigens , ich vermute mal , dass dieser wohl als intensivst verletzend wahrgenommene Ausschluß aus dieser „Intimität“ der eigentliche Grund für die „Bissigkeit“ der „Gurke“ ist )

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    • Giri schreibt:

      Ziqi aus Nanguo saß an einem Tisch geleht, blickte zum Himmel und atmete. Sein Blick war leer, so, als habe er, was mit ihm war, verloren. Sein Schüler Yancheng ziyou stand ihm zu Diensten dabei und sagte: „Wie ist dies geschehen? Kann ein Körper tatsächlich werden wie morsches Holz, und kann ein Herz-Geist tatsächlich werden wie tote Asche? Der, der jetzt an seinen Tisch gelehnt ist, ist nicht der, der vordem an diesen Tisch lehnte.“
      Ziqi sagte. „Deine Frage ist wirklich gut gestellt. Heute habe ich das Ich verloren. Hast du das erkannt? Hast du das Flötenspiel des Menschen gehört, so hast du noch nicht das Flötenspiel der Erde gehört; und hast du das Flötenspiel der Erde gehört, so hast du noch nicht das Flötenspiel des Himmels gehört.“
      Ziyou fragte: Darf ich dann wagen, mich nach dieser Kunst zu erkundigen?“
      Ziqi sagte: „Nun, der große Erdball stößt seinen Atem aus, und dessen Name ist „Wind“. Der ist nun nicht tätig, ist er aber tätig, dann erklingt sein Blasen in allen Löchern. Hast du ihn denn nicht rauschen gehört? Die Klüfte der berge und die Hohlräume der großen Bäume, sie gleichen nasen, Mündern und Ohren, sie gleichen der Aushöhlung der Dachbalken, den Bechern, den Mörsern, den Kuhlen von Tümpeln und Pfützen. Ein Zischen und Pfeifen, ein Heulen, ein Ächzen, ein Schreien, ein Jammern, ein Brausen, ein Brummen. Die erste Brise singt „huh“, die nächste singt „oih“. Ein sanfter Wind lässt ein kleiner Konzert ertönen, und ein Wirbelsturm lässt ein lautes Konzert erklingen. Sobald der Sturm vorüber ist, sind alle Löcher wieder stumm. Hast du denn nicht gesehen, wie dann alles zittert und bebt?“
      Ziyou sagte: „Beim Flötenspiel der Erde handelt es sich um alle Höhlungen – eben diese. Beim Flötenspiel des Menschen handelt es sich um die Reihe von Löchern im Bambusrohr – eben diese. Darf ich wagen, mich nach dem Flötenspiel des Himmel zu erkundigen?“
      Ziqi antwortete: „Nun (das Flötenspiel des Himmels“ bläst in tausendfacher Verschiedenheit, aber es lässt die zehntausend Dinge eben von selbst erklingen. Dies ist das Flötenspiel des Himmels. Nun, gibt es etwa bei diesem Flötenspiel des Himmels noch ein anderes Ding (außerhalb der Flöte)? Gerade dadurch, dass derartige Dinge wie all jene Höhlungen (der Erde) und Löcher im Bambusrohr (der Flöten des Menschen) mit allem, was existiert, zusammenkommen, bilden sie Gemeinsam die Einheit des „Himmels“. Die Nichtpräsenz (wu) ist dabei nichts als nicht-präsent, und deshalb kann sie das Präsente nicht zur Existenz bringen. Wenn das Präsente noch nicht existiert, kann es ebensowenig anderes Existieren erzeugen. Wer sollte demnach das, was existiert, zur Existenz bringen? (Das, was existiert,) existiert wie aus einem Guss heraus von selbst.
      Wenn alle (ihr Tönen) aus sich selbst heraus nehmen, wer sollte es dann noch anstimmen?“

      Zhuangzi/Guo Xiang Übersetzung Möller

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  6. doro schreibt:

    Es ist wohl hart, wenn einem bewusst werden muss, dass weder über lange Zeit fleißig, unter schweren Mühen und Enthaltsamkeiten erarbeitetes Wissen, hohe finanzielle und zeitliche Belastungen, langwieriges Studium verschiedenster Quellen noch große sprachliche und intellektuelle Gewandheit einen Millimeter näher an das vermeintliche „Ziel“ führen, als wenn man faul am Pool im Liegestuhl sitzend und in den Himmel gucken würde. Bei allen Perfektionisten und „Korrekten“geht es wohl schon lange um eine Art Wettbewerb, wessen Vorgarten ist der gepflegteste und schönste. Dabei wird das verloren, was einfach da ist. Erinnert mich an den Tanz ums goldene Kalb und an die Pharisäer im Tempel… Bleibt die Hoffnung, dass der Druck im „Kessel“ der Perfektion so groß wird, dass die ganze Kiste auseinander fliegt und übrig bleibt, was ist. Und wenn man dann steht und biegt sich vor Lachen, über die eigenen Versenkungen und Verkrampfungen, die man vollführt hat, dann sind wir wieder bei der simplen Einfachheit, die Auftaucht. Und manchmal ist Klofrau Elfriede und kein Guru der Welt, der Auslöser.

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