Die Karotte

 

KarotteVorgestern schrieb Giri: „Da ist der Fluss der Erscheinungen. Thats all. Woher die alle ein Absolutes, ein Subjekt etc nehmen, bleibt mir schleierhaft. Ich hoffe für Mazu, dass ihm irgendwann der Herz-Geist entglitten ist.“

Gestern schrieb Fredo: „Ich fand in der Geschichte meines Lebens nichts jemals fruchtbarer, unterstützender und nährender, wie mein immer alles dominierendes Interesse an dem, was ABSOLUT genannt wird .“

Was ist das nun, DAS ABSOLUTE – eine Halluzination, eine Karotte, hinter der mal wieder irgend so ein verblendeter Esel her trabt in der Hoffnung, sie irgendwann erreichen zu können, oder, wie Fredo sagte: Nichts war jemals fruchtbarer, unterstützender und nährender, wie sein immer alles dominierendes Interesse an dem, was DAS ABSOLUTE genannt wird .
Rabe.KarotteEine Karotte kann durchaus fruchtbar, unterstützend und nährend sein – vorausgesetzt, sie ist keine Halluzination. Es kommt also darauf an. Alle Vergleiche hinken bekanntlich und so hinkt auch der Vergleich mit der Karotte. Eine Karotte würde allgemein als Ding bezeichnet werden , das man sehen, anfassen und sogar essen kann. Wäre DAS ABSOLUTE jedoch ein Ding, dann wäre es tatsächlich im übertragenen Sinn eine Karotte und jeder wäre ein Esel, wenn er hoffte, sie jemals besitzen zu können.

Die Sache ist halt die, dass DAS ABSOLUTE kein Ding ist. Materialisten wie Giri glauben nun, sicher sein zu können, dass DAS ABSOLUTE einfach des Kaisers neue Kleider sind und sie demonstrieren für jedermann, dass sie nicht so blöd sind, auf diese Ente hereinzufallen. Das ist ihm und allen anderen Materialisten natürlich unbenommen. Was mich allerdings immer wieder wundert, ist, dass sie dann mit schöner Regelmäßigkeit in Blogs oder Foren auftauchen und ihre Wahrheit verkünden, in Blogs und Foren, in denen es, ich benütze mal die Buddha-Formel, darum geht, anzudeuten, dass Form Leere und Leere Form ist. Für die Materialisten ist das einfach Quatsch. Für sie gibt es nur Formen und Punkt.

Nun kann man darüber endlos streiten und einen hübschen Religionskrieg beginnen, was natürlich völlig hirnrissig wäre. Wer Fredos Erfahrung gemacht hat, wird wenig Neigung verspüren, sein Erleben zu begründen. Wer diese Erfahrung nicht gemacht hat, sollte es am besten einfach dabei bewenden lassen und sich Gesprächspartner suchen, die ebenfalls an das glauben, was sie sehen und anfassen können, anstatt diesen Spinnern, die glauben, des Kaisers neue Kleider sehen zu können, auf die Nerven zu gehen. So geht jeder friedlich seiner Wege und ist’s zufrieden. Hoffentlich.

Und wieder überlasse ich Shankara das Schlusswort: „Alle Worte sind dem Unbefreiten nutzlos, da sie nur Vorstellungen erzeugen; alle Worte sind dem Befreiten nutzlos, da er sie nicht benötigt.“

https://rameshwara.files.wordpress.com/2014/07/letzter-text.pdf
Karotte oder nicht? Das ist hier die Frage.

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42 Antworten zu Die Karotte

  1. fredo0 schreibt:

    Es gibt da für mich doch noch einen weiteren Aspekt … bei dieser Konfrontation mit (noch) „Materialisten“ in Foren und ähnlichem … der mich nicht immer diese „lass sie doch“ Haltung annehmen lässt …
    Ob diese Haltung nun einer gewissen kriegerischen Mentalität oder schlichter Geschwätzigkeit geschuldet ist , vermag ich nicht zu sagen ( muss ich ja auch nicht😀 ) ….

    Einmal …. erinnere ich durchaus einer eigenen sehr verborten und schwer selbstüberzeugten Haltung in meinen frühen Jahren , die das Leben und die dafür benutzten Figuren geradezu aufbohren mussten und deren implantierten Begriffs-„Bömbchen“ erst mit einer gewissen Zeitverzögerung ihr explosives Werk im Holzkopp Fredo vollbrachten …..
    Und jetzt als „Geknackter“ mich selber auch als einen Begriffs-Ninja-Subversiv-Aufbohrer zu sehen , hatt gewisse amüsante und irgendwie auch nostalgische Reize .
    Denn eines hat sich ja für mich bei mir selbst erwiesen. Diesen Bömbchen kann niemand entgehen , es ist wie eine unbemerkte Infektion mit „Wahrheits-Viren“ , wenn sich da der Materialist mit seinem Glauben erwehrt …. tatsächlich steckt auch er bereits im Rachen des Tigers ( um Ramanas wunderschönem Bild zu huldigen ) …. und gerade seine heftigste Abwehr zeigt die Intensität der „Ansteckung“ .

    Desweiteren bietet gerade die Auseinandersetzung mit ( vermeintlich ) AndersDenkenden eine Gelegenheit zum Genuss einer speziellen Süße , nämlich des (noch) intensiveren eigenen „Kontakts“ mit dem was ich mal KLARHEIT nennen mag ..
    Es ist ja nicht so , dass mein gewöhnlicher Alltag übersprudeln würde von der „Glorie des ABSOLUT“ . Mag sein dass es Einzelne gibt , die da gar nicht mehr raus kommen ( Ich weiß jedoch nicht ob ich sie da beneiden oder bedauern soll ) . Für mich ist dies einfach eine stille Gewissheit , zwar unveränderbar und auch unvergessbar , aber halt doch …. zumeist … still .
    Wenn nun so ein „Materialist“ meinen Gesprächsweg kreuzt , bemerke ich eine Art gesteigertes Pulsieren dieser „Nabelschnur zur Gewissheit“ und ich kann selber um so deutlicher „Gewissheit“ genießen und dazu noch mit einer gewissen Verblüffung registrieren, was da alles so „klugschätzig“ spricht/schreibt aus mir . Da dies ja zu meiner Verblüffung geschieht, kommt auch so etwas wie Stolz gar nicht auf , da ich simpel gesagt, bereits 1 Sekunde nach dem gesagten wieder genau so ahnungslos wie alle Anderen bin .

    Eigentlich ist dieser kommunikative Kontakt ein energetisches Ereignis .
    Und als solches ist es ( für mich ) feine Lebendigkeit , egal ob da „verstehen“ stattfindet oder nicht . Und schon völlig egal ob da ein „verstanden werden“ stattfindet oder nicht ..
    Ich ertappe mich sogar dabei , dass ich bei meinen gelegentlichen Nachtspaziergängen den Sternen diese Wortergüsse antue , ich gewissermaßen einem fiktiven Materialisten diese Wortbömbchen „implantiere“ . Mag sein , dass ich dabei eigentlich mich selbst mit „Bömbchen“ versorge , so im Sinne eines Hausputzes der Denke …. wäre nicht das schlechteste ….

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    • Michaela schreibt:

      Auch mein „dominierendes Interesse, an dem, was ABSOLUT ist“, ist in den letzten Jahren immer stärker geworden. Auch wenn ich mich oft scheinbar in „meinen“ Problemen und Alltäglichkeiten verliere, gibt es immer wieder Momente der Rückkopplung. Die oft unerträgliche Schwere, „Michaela“ zu sein, wird immer wieder mal zu einem dezenten „Aaaaaahhhhh“. Aber immer wieder auch tritt diese „Sichtweise“ in den Hintergrund, scheint vergessen und plötzlich ist sie wieder da, auf ganz unerklärliche Weise immer wieder überraschend neu.

      Das Leben steht seither auf dem Kopf, nichts mehr ist wie „vorher“. Es scheint, als würde sich das persönliche Drama immer wieder zuspitzen, weil eine „Hilfe“ in nichts mehr gesehen werden kann, was sich von außen als Angebot deklariert. Was bleibt ist Ohnmacht, absolute Ohnmacht…und eine Ausrichtung an dem, was ABSOLUT ist, weil auch ich nichts „fruchtbarer, unterstützender und nährender“ finde und mir „nichts mehr wohl tut.“

      Da hast du mir, Fredo, sehr aus dem Herzen gesprochen. Ich glaube, dass ich mit diesen „Wortbömbchen“ oder „Wahrheits-Viren“, wie du sie nennst, schon vor vielen Jahren infiziert wurde, aber sie jemals zünden werden?

      Da steckt buchstäblich niemand drin, oder? 😉

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      • fredo0 schreibt:

        nee … keine kontrolle michaela … um so feiner ist es dann, das überraschende feuerwerk der zündung zu beobachten …

        gerade wurde hier in meinem heimatort wieder ein 5-zentner-blindgänger aus dem 2.Weltkrieg geborgen … direkt an der strasse , die mein täglicher weg ist … jedesmal wenn ich an der noch immer sichtbaren grube dieser bombe vorbeifahre, denke ich an die bomben , die noch immer ungezündet in mir ruhen mögen … und freue mich auf das feuerwerk …

        lets bomb together …🙂

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  2. Marianne schreibt:

    Na ja, buddhistisch betrachtet geht es bei den „Karotten“ ja wohl um die Wurzelverblendung der Begierde – das spirituelle Haben-Wollen oder den spirituellen Materialismus, wie Chögyam Trungpa diese Phänomen genannt hat …
    Auch den kann man natürlich als „Schatten“ bei anderen monieren …
    Ich habe mir angewöhnt, mich in solchen Fällen zunächst mal mit meiner persönlichen Verstrickung mit diesem (vermeintlichen) fremden Schatten zu beschäftigen. Meist löst sich dann das „Schatten-Boxen“ ganz von alleine auf.🙂

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  3. keryamastin schreibt:

    Ja lieber Nitya, das ist so oft die eine Frage, an der sich die wirklich klugen Geister scheiden.
    Auf Allmystery z.B. streiten wir schon seit Jahren um dieses Thema und in anderen Foren war das auch so.
    Mal abgesehen davon, dass Fredo es nicht das Absolut(e) nennt, sondern nur Absolut, ohne Artikel und ohne e am Ende, um anzudeuten, dass es sich um EIN handelt. Sprachlich wohl nur minimal und „krumm“ im Unterschied, inhaltlich aber „wichtig“. So man in diesen Bereichen von „wichtig“ oder unwichtig sprechen möchte.
    Wie es dazu kommt, dass es unter den Erwachten überhaupt Debatten darüber gibt habe ich lange nicht verstanden, denn in meinem spirituellen Erleben fanden sich bis zum letzten Jahr nur zwei wesentliche Erkenntnisse:
    Zum Einen, ich bin nicht mein Körper. Das kam durch eine Nahtoderfahrung.
    Zum Zweiten, das Wegfallen der Erscheinungen und damit das Übrigbleiben von Absolut. Die letzte Formulierung habe ich mir von Fredo angenommen. In meiner Deutung nachdem „ES“ sich zeigte war es für mich das Nichts, die Leere, die ich bin.
    Vier Jahre habe ich dann herumgesucht und mich in diesem „ich bin DAS“ verzettelt.
    Samarpan sagte mir auf meine Verzweiflung, dass ich tief in mir fühlte, das war ES noch nicht, ich solle immer weiter in die Stille gehen und einfach nur wahrnehmen. Und ich könne doch dankbar sein, dass mir offenbart wurde, wer ich bin.
    Das war dann für mich die Karotte.
    Gelandet bin ich dann bei Nisargadatta – bevor ich war bin ich – und in mir war ein leiser Jubel, weil ich fühlte, ja, das ist etwas anderes als das, was Samarpan mir sagte.
    Also habe ich einen radikalen Schritt gewagt und mich per email auf sehr intensive Weise von Samarpan verabschiedet, auch einen anderen Guru hatte ich noch am Wickel, dem ich die gleiche Email gesendet habe. Die Mails waren keine Minute abgesendet, ich setzte mich an meinen Tisch und dachte, so, es ist mir jetzt alles scheissegal, ich mache nicht mehr mit und plötzlich machte es zack und „ich“ wurde entkoppelt. ES riss mich nach hinten und trennte mich von allen Erscheinungen. Wahrzunehmen war nur noch der Fluss der Erscheinungen, wie sie kommen und gehen. Keine Identifikation, kein ich und die Wahrnehmung – mich gibt es gar nicht. Das was ist hat mit dem was erscheint überhaupt nichts zu tun.
    Seitdem ist „ich“ befreit, auch vom „ichbin“.
    Ich erzähle das so ausführlich, weil ich mir vorstellen kann, dass es eben Menschen gibt, die diesen, bei mir dritten, Schritt des Erwachens erfahren, bevor sie das „ichbin“ offenbart bekommen oder vielleicht auch nur diesen „Einblick“ des Flusses der Erscheinungen und niemals das „ichbin“ also das Absolut „treffen“.
    Ich bin sicher, dass Nisargadatta z.B. immer nur von dieser bei mir letzten Erkenntnis spricht. Und Samarpan „nur“ vom „ichbin“.
    Dann bleibt die Möhre immer die Möhre des jeweils anderen🙂

    Mit HerzLicht in die Runde

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    • Marianne schreibt:

      Gefällt mir sehr, dein Statement, keryamastin!🙂

      Dann bleibt die Möhre immer die Möhre des jeweils anderen🙂

      … bzw. der Teil des ganzen Elefanten, den jede(r) aus seine (Verblendungs-)Perspektive gerade begriffen (in der Hand) hat.
      Die allumfassende Schau ist kein „Sehen“, das durch Worte abgebildet werden kann. Danach greifen kann man auch nicht und schon gar nicht, sie besitzen …
      Mit herzlichem Gruß ♥
      Marianne

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    • Michaela schreibt:

      Danke für deine Ausführungen, liebe keryamastin, wenn ich auch nicht ganz verstehe, was du mit den unterschiedlichen Blickwinkeln des Erwachens (oder sind es Vertiefungen?) genau meinst, also „ichbin“ usw.

      Ich finde deinen Bericht interessant. In der unterschiedlichen Ausrichtung der Suche mit „mehreren Wahrheiten“, die die Karotte wunderbar abbilden, hab ich mich doch sehr wiedergefunden.🙂

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  4. keryamastin schreibt:

    sorry Fredo, ich hatte deinen Beitrag noch nicht gelesen…..mach ich jetzt mal

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  5. Eno schreibt:

    “Alle Worte sind dem Unbefreiten nutzlos, da sie nur Vorstellungen erzeugen; alle Worte sind dem Befreiten nutzlos, da er sie nicht benötigt.”

    I abide!

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    • fredo0 schreibt:

      Es „juckt“ mich da doch , als kleiner Advokatus Diabolo den klugen Worten des Shankara etwas hinzuzufügen :

      was macht wirklich Freude im Leben ?
      was ist die wahre Quelle der Kunst ?
      und was auch die der Musik ?
      ich denke es die Nutzlosigkeit !
      😀

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      • Nitya schreibt:

        was macht wirklich Freude im Leben ?
        was ist die wahre Quelle der Kunst ?
        und was auch die der Musik ?
        ich denke es die Nutzlosigkeit !

        Diese Freude überkommt mich jeden Morgen,
        wenn ich hier wieder herumsalbadere.

        L’ART POUR L’ART!

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      • keryamastin schreibt:

        „ich denke es die Nutzlosigkeit !“………darüber können wir ja auch mal philosophieren – (mit Wink an Nitya🙂 ) – ….für „mich“ ein Thema mit Bauchschmerzen, gar nicht so freudig……aber jetzt putze ich Fenster, das erfreut mich ganz ehrlich, auch wenn es im Großen betrachtet ziemlich nutzlos ist, denn morgen soll es ja schon wieder regnen….schmunzel

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      • Nitya schreibt:

        Liebe keryamastin,

        dann musste mir schon Futter fürs Philosophieren geben, z.B. warum das ….für „dich” ein Thema mit Bauchschmerzen ist und gar nicht so freudig……“

        Fensterputzen ist nun wiederum für „mich“ ein Thema mit Bauchschmerzen und gar nicht so freudig…… ich glaube, ich warte noch damit, bis es nie mehr regnen wird.

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      • Eno schreibt:

        wir können uns drehen und wenden wie wir wollen, der arsch bleibt immer hinten!
        wie immer kommt beides zusammen:
        nutzen und nutzlosigkeit
        da gibt es kein entkommen
        und freude im leben
        quelle der kunst und der musik
        schon (wieder) ein wunderbarer nutzen für die nutzlosigkeit
        ja ja
        befreit und/oder unbefreit
        kein entkommen

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  6. fredo0 schreibt:

    Ja …. diese Nutzlosigkeit … da steckt viel Tiefe drin ….
    und wenn ich Nityas Bildchen sehe , z.B. heutige dieser geniale vegetarische Rabe ,
    dann freu ich mich bereits schmunzelnd auf morgige „Nutzlosigkeit“ …

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  7. Eno schreibt:

    Ich mag ja sehr diesen Satz vom ehrwürdigen Nitya:
    “Warum sich nicht einfach berühren lassen und auf das innere Echo lauschen?”
    Dieses Lauschen ist wunderschön, beglückend!

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  8. keryamastin schreibt:

    „Dieses Lauschen ist wunderschön, beglückend!“
    Eben nicht immer, manchmal ist da wilde Rebellion gegen das Lauschen und Gedanken über Nutzlosigkeit machen sich breit, nicht zu reden von den dazugehörenden Gefühlen…….ätzend!

    „dann musste mir schon Futter fürs Philosophieren geben, z.B. warum das ….für “dich” ein Thema mit Bauchschmerzen ist und gar nicht so freudig……”

    Nutzlosigkeit – Blogfutter🙂

    Hat die Suche einen Nutzen?
    Hat das Ende der Suche einen Nutzen?
    Hat Erwachen einen Nutzen?
    Hat Erleuchtung einen Nutzen?
    Wenn ja für wen?
    Was sagen die „alten“ Meister dazu und die Neuen?
    Hier ihr Alle?

    Fredo erzählte mal, dass Ramesh Balsekar gesagt haben soll:
    „Wenn du wählen kannst zwischen Erleuchtung und einer Million Dollar, nimm um Gottes Willen die Million Dollar!“

    Wenn ich gewusst hätte, dass es diese Nutzlosigkeit auszuhalten gilt, hätte😉 ich damals, die für mich vergleichbare Million Dollar genommen. Es war ein Rechtsanwalt und Steuerberater mit Dr.Titel (!), der mich liebte, wollte mit mir eine Kanzlei gründen und sein Leben mit mir teilen.
    Er ist reich geworden, fährt tolle Autos, hat Häuser, jede Menge freie Zeit, die Angestellten machen ihren Job gut und er hat eine Andere – natürlich😦
    Aber ich dumme Kuh hab mich melodramatisch entliebt, weil ich an die Suche gebunden war und ich dachte doch, ich suchte etwas anderes als Wohlstand bzw. ein schönes Leben.
    Nun lebe ich verarmt und „verschoben“ für die meisten Menschen unverständlich.
    Du hättest was aus dir machen können, bei deinen Fähigkeiten etc. bliblablubb.

    Und manchmal denkt es in mir: Hätt ich mal………

    Nutzlosigkeit ist mir geblieben – grummel😉

    lieber Nitya, kannst du mit dem Gejaule was anfangen? Ich werde doch nicht die Einzige sein, die kapiert hat, dass das Laufen hinter der Möhre auch seinen Reiz hatte, zumindest hat es sich nicht so nutzlos angefühlt. Jammer-jaul

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    • Nitya schreibt:

      Liebe keryamastin,

      klar kann ich was mit deinem Gejaule anfangen.😉

      Der Gedanke ist mir nicht gänzlich fremd. Manchmal taucht er auf und grinst frech: Na, Alterchen, du könntest jetzt auch dick und faul wie deine früheren Kollegen deine fette Pension genießen und es dir einfach gut gehen lassen, anstatt bis zum Umfallen deine Brötchen verdienen zu müssen. Aber der olle Balsekar redet halt auch bisweilen einfach Stuss, als ob er nicht wüsste, dass es da nie eine Wahl gegeben hätte. Also Bauchschmerzen krieg ich nicht, wenn so ein Gedanke aufsteigt. Eher grinse ich und denk mir: Mein Gott, die ganzen Jahre in dieser Idiotenmühle! Gott bin ich froh, den Bettel hingeschmissen zu haben. Und warum nicht hinter einer Karotte herrennen? Ist doch spannend. Wenn man dann kapiert, dass man wieder hinter einer Karotte hergerannt ist, hat man dann wenigstens was zu lachen. Mann, wie blöd! „Sei dir selbst ein Witz, der dich erheitert.“ sagt Osho und recht hat er. Die eigene Blödheit zu erkennen, macht wirklich diebischen Spaß. Also ich liebe Karotten. Man darf sie nur nicht ernst nehmen, sonst wird man zum Drama-King oder zur Drama-Queen. Aber auch das kann schon wieder Stoff für den nächsten Lachanfall sein.

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    • Eno schreibt:

      „Eben nicht immer, manchmal ist da wilde Rebellion gegen das Lauschen und Gedanken über Nutzlosigkeit machen sich breit, nicht zu reden von den dazugehörenden Gefühlen…….ätzend!“
      Und? Ändert es irgendetwas an dem „Was (du) (b)ist?
      Liebe keryamastin, das ist doch das was das Lauschen meint – alles was sich zeigt in diesem absurdverrückten Sein – eben auch ätzend! Kein Entkommen! Ich nenne das Glück und wunderschön, aber es könnte auch als Mist und absoluter Dreck benannt werden, kein Unterschied in Sicht!

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      • keryamastin schreibt:

        „Und? Ändert es irgendetwas an dem “Was (du) (b)ist?“
        Natürlich nicht. Aus menschlicher, d.h. mit seinen Gefühlen identifizierter Sicht macht es jedoch einen großen Unterschied ob dieses Lauschen im lieblichen Fluss eines Seins voller (zugegeben vorgestellter, nutzbringender Tage) stattfindet oder eben in gefühlter Sinnlosigkeit. Ich vermute, dass das auch der Grund ist, weshalb es noch ne Menge Erwachte gibt, die nach dem Erwachen über „ES“ schreiben, oder hier lesen und sich äußern etc.
        Die vollkommene stille Übereinkunft mit dem, was offenbart wurde, scheint (!) eher selten vorzukommen. Natürlich wissen wir nicht, wieviele tatsächlich vollkommen schweigen. lächeln und Blumen hochhalten😉

        „Ich nenne das Glück und wunderschön, aber es könnte auch als Mist und absoluter Dreck benannt werden, kein Unterschied in Sicht!“………..na da bist du ja ein echt Glücklicher, hier erzeugen Wertungen und Gedanken eine Menge Emotionen. Die Wertung Glück und wunderschön bringt mir ein Jubellieren in den Zellen des Körpers, Entspannung und Frieden. Die Wertung Mist und absoluter Dreck, da ziehen sich die Zellen meines Körpers zusammen, die Atmung wird irgendwie komisch und ich glaube, ich muss gleich mal unter die Dusche…….schmunzel

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  9. zaungast schreibt:

    die letzte, wohl hartnäckigste karotte (vor-stellung) auf dem weg zum sog. absoluten ist der glaube, dass es nicht hier ist, dass es irgend etwas sei, was nur irgendwo anders in der zukunft erreichbar wäre… während der weg bereits das ziel ist, die gesuchte brille bereits auf der eigenen nase sitzt🙂

    hier ein text, der letzte nacht spontan entstanden ist als antwort auf die frage, ob gott (als synonym für das absolute) nichts mit dieser welt zu tun hat:

    ich behaupte:
    gott IST diese welt.
    es gibt einfach nichts, was außerhalb gottes existiert,
    weil gott alles ist, was ist.
    gott an sich ist sein,
    pure anwesenheit in allem, was ist und sein kann und auch nicht ist.
    auch wenn nichts ist, ist gott.
    auch die vorstellung, gott habe nichts mit dieser welt zu tun, ist gott.
    es ist völlig unmöglich, dass etwas nicht gott ist, weil ein stück der ganzheit fehlen würde
    und gott ist vollkommene ganzheit.
    nichts steht außerhalb, getrennt von gott.
    gott ist reine selbsterfahrung
    und diese welt ist erfahrung pur.
    die ganze vielfalt der welt ist erfahrung der einen, göttlichen anwesenheit,
    die sich aus dem nichts erschafft,
    sich an dem sein erfreut
    und wieder ins nichts abtaucht.
    wenn gott nichts mit dieser welt zu tun hätte, dann gäbe es sie nicht,
    denn nur durch gottes funke kann überhaupt etwas sein.
    nur gottes sehnsucht nach erfahrung
    der vollkommenen einheit
    in unendlicher vielfalt
    kann diese welt entstehen lassen.
    diese welt IST gott.

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  10. Michaela schreibt:

    Ist Nutzlosigkeit ein Gedanke, ein Gefühl oder ein Zustand? Das ist erstaunlich. Das klingt für mich ein bisschen so, dass der Sinn im Tun oder Nicht-Tun, Sein oder Nicht-Sein nicht gesehen wird, aber sehr wohl gesehen werden sollte. Leere ohne Fülle?

    Ich seh mal wieder den Wald vor lauter Karotten nicht.

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    • Nitya schreibt:

      Liebe Michaela,

      ich würde sagen: Nutzlosigkeit ist die Abwesenheit des Gedankens an einen Nutzen für das, was ich gerade tue. Der Gedanke taucht ja eigentlich bei demjenigen auf, der meint, jegliches Tun müsse einen Nutzen haben. Kann dann dieser Nutzen nicht gefunden werden, wird der Begriff „nutzlos“ zum Vorwurf an sich oder andere.

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      • Michaela schreibt:

        Ja, so wird für mich ein Schlappen daraus.🙂 Ich wollt doch sagen..ich kenne das Gefühl von Nutzlosigkeit sehr wohl, aber ich konnte es in den hier auftauchenden Kontext nicht so ganz einordnen.

        Danke, lieber Nitya.

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  11. Ronny schreibt:

    Also verehrter Nitya sie schreiben schreiben hier:“Und wieder überlasse ich Shankara das Schlusswort“ und dann fügen sie noch einen Text von mir hinten dran*hehehehe…

    Will er mir wieder ein paar Worte rausleiern der Arsch, oder nur freundlich provozieren.
    Alles Spekulation, immer…

    Ich kann nicht sagen das ich Karotten liebe, die Zucchini aus dem Garten hier, schon was ganz anderes… Und letztlich alles nur Geschmacksache und an einem Geschmack zu kleben, nennt man das dann „Karotte“ oder „Passion'“s-Frucht. Pajitas gefallen mir

    Ich liebe es durch Raum und Zeit zu wandern, ohne irgednwo hinzugehen und an Ende, was nirgendwo zu finden ist, über den Abgrund zu fallen, darin ist die totale Un-Wirklichkeit sehr deutlich, und das es nicht gemacht werden kann, weil dieser Macher immer nur eine Idee ist. Aber die Idee darüber scheint mir irgendwie absurd

    Und offensichtlich, das für das was du bist, nie etwas passiert. Jedes Erscheinen schon Schein ist, egal ob es Ich Bin, Karotte, Absolut oder Zucchini ist. Die Erscheinug bist nicht du (maximal bist du das was die Erscheinung ist – und darin ist sie schon wieder fallengelassen)

    Und irgendwas findet halt was statt….
    Warum dann nicht, „nen Klaren trinken“ und mit „Selbsterforschung“ die Unlösbarkeit angehen jede Idee von Selbst fallen zu lassen, wo selbst kein zu finden ist und darin das zu sein was Selbst ist. Nutzen hat das keinen, ausser für den den es interessiert, da könnte es wertvoll sein

    Ich gehe jetzt in die Küche, es gibt Zuchini

    Shanti, Kranti
    Und Liebe Grüße, Ronny

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    • Nitya schreibt:

      Ha, da ist es dem Arsch doch glatt gelungen,dem Zucchinifresser ein paar Worte rauszuleiern, noch bevor er sich seine Zucchini einverleiben konnte. Wenn das kein Glanzstück erfolgreicher Manipulation ist!

      „Und irgendwas findet halt was statt….“
      Da hast du den Nagel mal wieder voll auf den Kopf gehauen. Genau so ist das.

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  12. Ronny schreibt:

    …köstlich, mit mozzarela,rukola,basilikum.

    von „erschauern“ spricht man ja auch im tantra. alles geschmackssache, selbst die totale geschmacklosigkeit – die der hochgenuss ist;-)

    tschüssenjen

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  13. Ronny schreibt:

    Lieber Nitya, gerne mag ich noch was dazu sagen,mein Eindruck – so ein Abschreckender Meister wieder dieser Jakob da oben scheint mir interessant, weil er in einem kurzen Gespräch jeden Inneren und Äusseren Bezugspunkt in Frage stellt und verwirft – es an den Fragenden zurückgibt das es erlebt werden kann und nicht als Philosophie dient. Das scheint ein beklobbter Arsch zu sein – aber einer der auch nicht anders mit sich selbst umgeht – rücksichtslos.

    Letztens im Fakebook ein Zitat von Nisargadatta gelesen: „Viele sind an meinen Worten interessiert, kaum einer der das Praktisch umsetzt“ Ich würde sagen, ohne ein Programm daraus zu machen.ist ein Nisargadatta doch auch nicht anders als dieser Boehme, Aber wie heißt es schon: Alles bloss DAS nicht

    und DAS nimmt keiner freiwillig.
    Leben-so-wie-es-ist und dann still sein und ende

    Sadhana beginnt mit Worten und mündet im Wortlosen (Nisargadatta)
    Wir lieben es ja Bullshit zu quatschen – ich nehm mich da nicht raus.

    Als ich während einer Zen-Meditation das erstemal mitgekriegt hab: scheiße hier gehts keinen deut um „mich“ und das Urwerk hier vorne dreht sich, vollkommen, so wie es sich dreht. Da bin ich erstmal 10 Jahre esoterisch sprituell stiften gegangen – bis mir alles weggeflogen ist und es aus war mit den Ausreden. Und es ist doch scheißegal ob es Satsang heißt Spirizeugs oder Bullshit Quatschen – es kann interessnt sein zu sehen ob wir unserer Sehnsucht damit folgen oder die Dinge benutzen, um die Karotte die da ist nicht fressen zu müßen

    Letztens ein Video von einem SatsangArsch gesehen der sich da hinstellt und sagt das ist die Königsdisziplin du mußt nichts tun – auf seiner Webseite bekommst du Chakrenkurse und so ein Mist angeboten bekommst, wahrscheinlich wenn du dich von der Trance der Königsdisziplin wieder erholt hast (- um den Zwischenraum zu füllen um den es gehen könnte einfach leer ohne was dazustehen, fertig und weitergehts, endlos nix und wieder nix)

    Das nenn ich „Erleuchtung mit Keditkarte zahlen“ In einer Rezension bei Amazon gelesen, irgend so ein Arschloch schreibt (sinngemäß): warum solle ich ein Ich auslöschen, das es doch so garnicht gibt:“ Mein Eindruck dazu: Das ist nichts als Wissen aus Zweiter Hand mit der man sich eine oberflächliche Zufriedenheit bewahrt und einen ScheinWissend bewahrt, naja es gibt schlimmeres als sich Referenten für den die Königsdisziplin, Chakrenkurse und und ein bisschen daherzulabern. Zumal das Uhrwerk Bewusstsein aus präziser läuft wie ein Schweizer Uhrwerk – gibt es für mich nichts zu mekern und sich aufzuregen. Und das Ding hier regt sich auf, da gibt es nichts zu drehen;-)))

    In diesem Erscheinenden Bewusstsein ist alles eine Interessensfrage, und vielleicht ist genau da von interesse – sich ein bisschen entertainen zulassen und klug daherzuschwätzen, gut isses.

    In diesem Erscheinenden Bewusstsein ist alles eine Interessensfrage
    da kann dir so gar alles erscheinende Abbrennen, wenn wirklich aufrichtig nach dem WER? gefragt wird. Das habe ich hier letztes schon mal geschrieben Thema „Interesse“, als Beispiel vielleicht Nisargadatta. Der olle Inder hat von seinem ollen Guru gehört, „er ist die höchste Wirklichkeit und solle am Ich bin festhalten“ das hat er gemacht so gut er konnte. Theorie und Praxis und das vertrauen sich drauf einlassen haben jede Idee darüber zerstört.

    Das ist zwar kein PatentRezept: „du bist die höchste Wirklichkeit, halte dich am Ich bin fest“ ( es ist auch nichts was es zu tun gibt) aber das maximalste was du tun kannst – und darin alles sterben zu lassen was sterben kann — direkter, wie die Schlaftablette „Königsdisziplin“ oder auf ein Ich-konzept ein weiteres Konzept von da ist Niemand draufzusetzten – da fehlt mir jede Entspanntheit zu, gut so;-)

    Ein Nisargadatta, Ranjit, Siddharameshwar Ramana oder Meister Eckhart,… scheinen in meinen Augen nichts „Besonderes“ zu sein, nur scheint da eine Rücksichtslosigkeit zu brennen – die Ohne Kompromisslos mit allem Schluß macht, ohne lieblos oder blöd zu sein

    Karotten sind doch scheißegal, wenn sie gefressen werden Bist du das was die Karotte ist. Dieser SatsangArsch hier, is natürlich endlosen Karotten hinterhergrannt, anstatt die Karotte die da war zu fressen – und so eben das zu sein was ich bin.

    das blöde ist nur „DIES erhoffen“, wenn ich die „Karotte“ hab oder wenn die „Karotte“ doch weg wäre, …es fällt einfach nur die Idee weg und der der sie haben könnte, der nur eine weitere Idee ist, Raum und Zeit fällt weg, die nur aus bewegten Ideen aufrecht erhalten werden, und es fällt die Idee – das da überhaupt irgendwas fällen könnte- weil für dich nix fällt, nix kommt und nix geht, und weiter gehts…

    Und dieser Körper-Verstand-SatsangArsch hängt, wie jeder andere da voll drin – das ist die Funktion von einem Ding, drin zu sein – denn wenn gesehen ist dass das was drin ist drin ist, nicht rauskommen kann und nie einer drin ist – bist du draussen weil du nie drin warst, …kein Entkommen und kein dich fassen können… Ranjit ist mir letztens, mit einem Satz über den Weg gelaufen, den ich nur bejaen konnte: „Wenn Sie erkannt haben das sie die „höchste Wirklichkeit“ sind, ist das einzig sinnvolle was sie noch tun können, sich DEM hinzugeben.“

    und dann ist soviel Sinn das ihn ihn keiner haben kann

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  14. Ronny schreibt:

    “Wenn Sie erkannt haben das sie die “höchste Wirklichkeit” sind, ist das einzig sinnvolle was sie noch tun können, sich DEM hinzugeben.”

    dieser Jakob Böhme hat es ein bisschen gröber ausgdrückt und hat den Fragenden, der nach „Spirtuellem Sein“ und „innerer Stimme“ fragte die absolute Karotte, diesen „Nirguna Parabrahman“ gereicht und ihn zufressen eingeladen.
    Schon derb, wenn einer nach Innerer Stimme fragt ihm Hartwurst anzubieten, aber man muß sich ja auch nicht auf Nebenbaustellen verzetteln wie der „InnereStimme-heini“ oder ein „Könisdisziplin Chakren-heiler“ – die hätten doch ganz gut zusammen gepasst;-))))

    Böhme hat dem Fragenden einfach in den Arsch getretten – mein gott, wahrscheinlich hatte der einen guten Tag – keine Akzeptanz wie schön, ein nüchterner Tag nach der versenkung *hehehe…* Nicht um sonst hat auch der besoffene Ikkyu gesungen: „Manchmal bin ich froh wenn keiner kommt“

    „Nichts war jemals fruchtbarer, unterstützender und nährender, wie sein immer alles dominierendes Interesse an dem, was DAS ABSOLUTE genannt wird.“ das ICH BIN als etwas absolutes mag nährend sein – bin ich voll dabei, mein eindruck auch das fällt – einfach die totale zerstörung und entlose demaskierung – machmal scheint es nichts schöneres zu geben, hinrichtung die keine richtung hat, manchmal wird eine person an die wand gestellt und erschossen und ich bin es, wer denn sonst – alles scheint relativ und das auch noch absolut.

    … ich kann nicht sagen „Da ist der Fluss der Erscheinungen. Thats all. Woher die alle ein Absolutes, ein Subjekt“

    wie heißt es so schön NICHTS ist beständiger als der Wandel;-)
    und ein Nichts ist da schon zu viel

    wenn mal kurz in den Wandel reingeschaut wird, wird vielleicht gesehen das darin garnichts stattfindet und wenn mer mitkrischt, weder die Dinge, noch ein Nichts woran man festhalten kann, da bleibt noch nicht mal nichts.

    und Subjekt wäre schon zuviel des guten. Hier wurde einfach immer wieder festgestellt – indem alles erscheinende und bewegte zum totalen stillstand kommt und das ICH BIN sich absolut „anfühl“

    …auch das auf einmal weg ist, letztendlich nichtmal ein sehen ( was subjekt ist) bleibt, dennoch nicht geleugnet werden kann, das ich bin was ich bin, obwohl ich in keinster weise bin…
    da sind wir uns nicht verschieden …und da komm ich mir ein bisschen beschissen vor, weil ich nicht „weiß“ wovon ich rede, denn DAS kann irgendwie in keinen wissbaren Bereich gebraucht werden. Man kann zwar sagen „Parabrahman“ oder „TurjaśTitte“
    aber die Begriffe sind nur Lückenfüller, ins totale Nichts zu sprechen, wo alle Gespräche schon Wortloses-geschehen sind

    “Wenn Sie erkannt haben das sie die “höchste Wirklichkeit” sind, ist das einzig sinnvolle was sie noch tun können, sich DEM hinzugeben.”

    In diesem Zusammenhang fällt mir zu letzt dies ein: „Finde was du liebst und lass dich davon töten“Ch.B.

    … scheiße, und das was als Zeit erscheint rennt und rennt, gude Nacht

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  15. Nitya schreibt:

    Ha, da ist es dem Arsch doch glatt gelungen,dem Zucchinifresser ein paar Worte rauszuleiern, noch bevor er sich seine Zucchini einverleiben konnte. Wenn das kein Glanzstück erfolgreicher Manipulation ist!“

    Das schrieb ich, bevor der Zucchinifresser seine Zucchini gefressen hat. An dem, was nach dem Zucchinfressen geschah, bin ich völlig unschuldig. Da müssen wohl die Zucchinis die Finger im Spiel gehabt haben.

    Ich glaub, ich werde mir heute auch ein leckeres Zucchini-Mahl bereiten.
    Wer weiß?

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  16. Ronny schreibt:

    mach nur weiter so,

    mein sohn freut sich über deinen Mist, lass es dir schmecken😉

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  17. Giri schreibt:

    „Materialisten wie Giri“ Ich sollte so langsam aufhören mich lachend am Boden zu wälzen.

    Aber freilich haben meine Vorlieben etwas stark materialistisches. U.G. und Kodo Sawakis Betonung des Körpers, Tony Parsons Vorliebe für „Da ist nur dies, Lebendigkeit“ und für Stühle, Osho’s und Toni Packers Vorliebe für Hier/Jetzt und Zhuangzi’s (und Tonis und Seung Sahns) Vorliebe für das Nichtwissen. Und Möhrensuppe mag ich auch.

    Aber sicher machen wir „Materialisten“ es uns sehr einfach. Das Jetzt braucht keine Karotte. Nur das später. Das Hier braucht keine Karotte, nur das Absolut. Was ist, braucht keine Karotte. Nur was ich gern hätte. Die Wirklichkeit braucht keine Karotte, nur die höchste Wirklichkeit.

    „Das ist ihm und allen anderen Materialisten natürlich unbenommen. Was mich allerdings immer wieder wundert, ist, dass sie dann mit schöner Regelmäßigkeit in Blogs oder Foren auftauchen und ihre Wahrheit verkünden, in Blogs und Foren, in denen es, ich benütze mal die Buddha-Formel, darum geht, anzudeuten, dass Form Leere und Leere Form ist. Für die Materialisten ist das einfach Quatsch. Für sie gibt es nur Formen und Punkt.“

    So nen Quatsch. Erstens ist das Herzsutra nicht von Buddha. Und man sollte es nicht nur auf Form und Leere beziehen, sondern auf alle Skhandas (so geht es nämlich weiter – Also auch das Gefühle sind Leere, Leere sind Gefühle, Bewusstsein ist Leere, Leere ist Bewusstsein). Und bei Buddha selbst heisst leer ja immer leer von Selbst, von Atman/Brahman, leer von Absolut. Man sollte also erst mal verstehen, daß Leere eben nichts mit Absolut zu tun hat. Und auch die materialistische Wissenschaft würde ja Leere nicht bestreiten. Wie fasste es Toni Packer so schön zusammen: „Wir bestehen vorwiegend aus Wasser und leeren Raum.“ Und das leer von Ich findest du bei Metzinger ja auch.
    Es ist vielleicht eine der wenigen Stellen, wo ich Buddha recht gebe (Mit seinem ganzen rumgeflenne, „ich will die Welt des Wandels nicht haben“ und seinen ganzen moralgetue, kann ich wenig anfangen. Aber das blendet ihr ja auch oft bei euren Buddha-Idealphantasiegebilde oft aus). Buddhismus wird für mich aus meiner Sicht erst in seiner daoisierten Form des Zen (und partentiell des Shin) interessant.

    Naja,ich bleib aber lieber bei Zhuangzi: „Höre nicht mit deinen Ohren, höre mit deinem Herz-Geist. Nein, höre nicht mit deinem Herz-Geist, höre mit deinem Lebensatem (qi).'“ …  „Die Ohren hören auf mit dem Hören, der Herz-Geist hört auf mit dem Wieder-Erkennen (der Übereinstimmung?). Der Lebensatem (qi) aber wartet leer (xu) auf die Dinge. Allein der Weg (dao) sammelt Leere (xu). Leere (xu) ist das Fasten des Herz-Geistes (xin zhai)‘. “ und „Sei einfach leer, das ist alles.“ Ich seh also nicht, wo ich Leere verleugne. Aber sie ist eben nicht absolut. im Gegenteil: Sie ist leer.

    Zum absolt fällt mir freilich noch ein Zitat vom alten Materialisten Osho ein: „Ich glaube nicht, daß Gott nicht existiert. Ich weiß mit Sicherheit, daß er nicht existiert. Und danke Gott, daß er nicht existiert. Denn die Existenz Gottes würde so viele Probleme mit sich bringen.“ (Aber freilich kann man jegliche Meinung mit Osho-Zitaten belegen).

    Nunja, vielleicht sollte ich ja doch einmal Satyamnityas heftigen Winken mit dem Zaunsfeld das meine ihm widersprechende Ansätze hier nicht erwünscht sind, mehr Beachtung schenken.😉

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    • keryamastin schreibt:

      Bis zu deinem letzten Absatz, der, wenn du ehrlich bist ein Bisschen nach „rumgeflenne“ klingt, hat dein Beitrag mir sehr gefallen. Zeigt er doch, was ich meine mit: das Ringen um Konsens ist absurd. Lasst uns die Vielfalt der erfahrenden Geister genießen.

      Wo du das hier: „Nunja, vielleicht sollte ich ja doch einmal Satyamnityas heftigen Winken mit dem Zaunsfeld das meine ihm widersprechende Ansätze hier nicht erwünscht sind, mehr Beachtung schenken“ herausliest ist mir nicht verständlich.
      Es gibt im ganzen Spirinet keinen moderateren Umgang mit gegenteiligen Meinungen als bei dem hier aktiven Blogverfasser.

      „Ich sollte so langsam aufhören mich lachend am Boden zu wälzen.“ Nein, nein, lach nur weiter aber lass was von diesem Lachen aus deinen Texten leuchten, damit man nicht denkt, du bist eigentlich beleidigt und behauptest dieses Lachen nur.

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    • fredo0 schreibt:

      Also werter Giri … bis auf den klassischen Irrtum , dem Du auch frönst , „Absolut“ zu verattributieren , und nicht als (unbegreifbares) ABSOLUT stehen zu lassen , hast du interessant und lesenswert geschrieben .
      Ich mag nüchternes Denke, und empfinde es ( zumindest in diesem Text ) auch nicht materialistisch .

      Es ist ja das seltsame , das sich die Wortlosigkeit , bezüglich des EIGENTLICHEN ( mein Lieblings-Hilfs-Begriff ) sehr unterschiedlich äußert.
      Manche wie ein Ronny , formulieren eine Mischung von emotional hingerissenem Überschwang und wilder Reduktion , und manche eine bissige fast wortängstige Nüchternheit mit dem Duft des Materialismus und manche wieder ( wie ich im Nachbarthread bemerken musste , warum auch immer ) scheinen sich in einem fremden Ober-Arztkittel aus dem SecondHandLaden samt passendem Vokabular zu hüllen …
      Und dann gibt es auch den Fredo , der immer mehr selbstverblüfft ob seiner Worte , und ob der der anderen schmunzelnd uf sin soffa sinken kann.

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