Werner Ablass: um zu


PopeyeDas Ego ist nichts anderes als Gott, Quelle, Bewusstsein, identifiziert mit einem menschlichen Körper, um sich überhaupt erleben, erfahren, ausdrücken zu können. Daher ist nichts falsch mit dem Ego, mit welchem besonderen und einmaligen Charakter es auch immer zum Ausdruck kommt.

aus: Werner Ablass auf facebook, 11.5.14

„Das Ego ist nichts anderes als Gott, Quelle, Bewusstsein, identifiziert mit einem menschlichen Körper.“ So weit, so gut. Einverstanden. Dann aber kommt dieses „um zu“: „…um sich überhaupt erleben, erfahren, ausdrücken zu können.“ Da ist wohl mal wieder der Coach mit dem Werner Ablass durchgegangen. Bewusstsein identifiziert sich mit einem menschlichen Körper – ich habe keine Ahnung, warum das so ist. Das Ego ist wie die Identifikation und alles andere eine Manifestation der Quelle, ja. Warum es aber zu diesen Manifestationen kommt, kann ich nicht wissen. Jede Begründung versucht, die Quelle zu anthropomorphisieren. Schlimmer noch, objektiviert die Quelle. Natürlich objektiviert auch jeder Begriff „die Quelle“, es ist nur leider unmöglich, ohne Objektivierung zu kommunizieren.

Wenn ich mich richtig erinnere, heißt das 2. Gebot des Mose: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.“ Ich habe keine Ahnung, wie es zu diesem Gebot gekommen ist. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob es sich bei diesem „JHWH“ umKnoten den Stammesgott der Hebräer handelte oder um „den Schöpfer aller Dinge“. Wie auch immer, was könnte der Sinn dahinter sein, dass es verboten war, Gottes Namen nicht nur missbräuchlich, sondern überhaupt auszusprechen, denn jedes Aussprechen galt schon als Missbrauch. Vielleicht, vielleicht … stand dahinter ja die Erkenntnis, dass jeder Name das Göttliche anthropomorphisiert und objektiviert hätte und damit den Zugang zum göttlichen Urgrund verstellt hätte? Ich weiß es nicht.

Aber zurück zu dem Zitat von Werner Ablass: „Daher ist nichts falsch mit dem Ego, mit welchem besonderen und einmaligen Charakter es auch immer zum Ausdruck kommt.“ Hier kann ich Werner Ablass wieder voll zustimmen. Kaum etwas ist unseliger als dieser absurde Versuch, „sein“ Ego veredeln oder am Ende gar als Quelle alles Bösen gänzlich meucheln zu wollen. Bei all diesen Versuchen lacht sich nur das Ego ins Fäustchen.

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3 Antworten zu Werner Ablass: um zu

  1. Marianne schreibt:

    Ego entsteht durch Identifikation.
    Identifikation geschieht …
    Sie kommt und geht auch (manchmal) wieder.😉
    Gelegentlich ist sie da, ohne dass es bemerkt wird.
    Ist halt so – daran ist bestimmt nichts verkehrt!

    Wenn ich den Strick hier baumeln sehe, frage ich mich, WER eigentlich erhängt werden soll … da ist doch niemand!

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  2. Eno Silla schreibt:

    „Es ist die Kunst des Kriegers, den Schrecken, ein Mensch zu sein, und das Wunder, ein Mensch zu sein, im Gleichgewicht zu halten.“
    Carlos Castaneda, Das Rad der Zeit

    Manchmal überwiegt der Schrecken!
    Eine Dokumentationen über Bienen möchte ich euch heute hier präsentieren, sehr sehenswert:
    http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/more-than-honey-bitterer-honig-102.html

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