Wei Wu Wei: und auch das ‚Bewusstsein‘ ist mein Objekt

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ICH gehöre nicht dem Raum an, deshalb kenne ich kein „Wo“,

ICH gehöre nicht der Zeit an, deshalb kenne ich kein „Wann“,

Was Raum-Zeit ist, bin ICH, und nichts, was endlich ist, gehört zu mir.

Nirgendwo zu finden, bin ICH jeder Ort; überall gegenwärtig, bin ICH an keinem Ort,

Denn ICH bin weder irgendwo noch nirgendwo,

Weder innerhalb noch außerhalb irgendeines Objekts oder keines Objekts,

Weder über noch unter, weder vor oder nach irgendeinem Objekt oder keinem Objekt.

ICH gehöre nicht zu dem, was wahrzunehmen oder zu wissen ist,

Denn ICH bin Wahrnehmen und Wissen,

ICH bin nicht jenseits von hierhin oder dorthin, innen oder außen,

Weil auch das ist, was ICH bin.

ICH bin nicht im Raum ausgedehnt, ICH bin nicht in Dauer geworden.

All das sind meine Manifestationen, all das sind begriffliche Vorstellungen von dem, was ICH bin.

Denn es ist meine Abwesenheit, meine absolute Abwesenheit, die zu begrifflichen Vorstellungen führt.

ICH bin allgegenwärtig, sowohl als Abwesenheit als auch als Anwesenheit,

Denn als ICH,

Bin ICH weder anwesend noch abwesend.

ICH kann nicht als ein Objekt im Bewusstsein erfahren werden,

Denn ICH bin das, was erfährt, und auch das ‚Bewusstsein‘ ist mein Objekt.

Wei Wu Wei

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8 Antworten zu Wei Wu Wei: und auch das ‚Bewusstsein‘ ist mein Objekt

  1. Tom schreibt:

    Aus welchem Buch ist das, Nitya?

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  2. Marianne schreibt:

    Der Mensch, dem das innere Auge aufging, lebt wieder sein gewöhnliches Leben in Raum und Zeit,
    aber in Raum und Zeit ist das Überraumzeitliche drin.
    Als Ich gespannt zwischen Vergangenheit und Zukunft lebt der zum Sein Erwachte aus dem Wesen des ewigen Nun.
    Und weil er aus dem ewigen Nun lebt, ist Raum und Zeit verwandelt.
    Der Mensch leidet wie der gewöhnliche Mensch, aber irgendwo leidet er doch, als litte er nicht,
    und in allem Leiden der Welt verläßt ihn die strahlende Heiterkeit nicht, die aus dem Grund kommt.

    Karlfried Graf Dürckheim, Zen und wir

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  3. Michaela schreibt:

    „Denn ICH bin das, was erfährt,….“

    Jetzt staun ich aber. Was ist denn dieses „ich“, das erfährt?

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  4. Ronny schreibt:

    …ahhhh, ein der schönsten Zitate von WeiWuWei, die du hier zu Besten geboten hast🙂

    Mir taucht gerade der Gedanke auf, was „0.0.0.“ heißen soll, vielleicht: Vorne nix, Hinten nix und mittedrin is auch nix;-))))

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  5. Tula Celina Stonebridge schreibt:

    Hi, da konnt ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen…..

    Denn es ist meine Abwesenheit, meine absolute Abwesenheit, die zu begrifflichen Vorstellungen führt.

    ……Abwesenheit, sowas gibt es nicht.😉

    Namaste

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    • fredo schreibt:

      richtig … Abwesenheit gibt es nicht … denn es wäre ja „ETWAS“ (gerade mal) abwesend ….

      jedoch gibt es auch im gedanklichen „… da gibt es etwas… “ keine Anwesenheit per se.
      ( sondern nur eine „Anwesenheit von Abwesenheit von Anwesenheit“ )
      😀 ( auch ne Formulierungsidee des unvergleichlichen Tripple-Null )

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