Kodo Sawaki: Was bringt uns Zazen?

 

KodoAbgesehen von Zazen gründen sich doch alle „guten Taten“ auf unser Bewusstsein von uns selbst. Nur das Zazen, bei dem dieses Bewusstsein von uns selbst verschwunden ist, ist wahres Zazen.

Was bringt uns Zazen? Diese Frage, was es uns bringt, bringt am allerwenigsten: Was hat uns schon die Erfindung des Fernsehens gebracht? Und was hat es uns erst gebracht, dass du geboren wurdest? Es „bringt“ sowieso alles nichts. Wenn man mich fragt, was Zazen bringe, sage ich, dass Zazen überhaupt nichts bringt. Und dann sagen manche, dass sie lieber mit Zazen aufhören wollen… Doch was bringt es uns eigentlich, Tag ein Tag aus herumzuhetzen auf der Suche nach Befriedigung? Was bringt uns das Glücksspiel? Und was das Tanzen? Was bringt es uns, uns über Sieg oder Niederlage beim Baseball aufzuregen? Es bringt überhaupt nichts. Deshalb ist nichts so konsequent, als sich schweigend in Zazen zu setzen.

Dass etwas nichts „bringt“, bedeutet in der Welt doch nur, dass es kein Geld einbringt. Oft fragen mich Leute, wie viele Jahre sie denn nun Zazen üben müssen, bis es Resultate zeigt. Zazen hat keine Resultate. Von Zazen hast du überhaupt nichts.

aus: Kodo Sawaki, „An dich, der du mit Zazen anfangen willst“

Als ich das las, geschah es mit einem gewissen Grummeln. Ich weiß ja, um kommunizieren zu können, brauchen wir Worte. Aber es ist halt so, dass mir die „Unterhose“ von Karl Renz näher ist als der hochheilige Begriff „Zazen“. Und dann gibt es ja auch noch so etwas wie das wahre und das falsche Zazen. Der Textausschnitt heute endet mit der Feststellung: „Zazen hat keine Resultate. Von Zazen hast du überhaupt nichts.“ Kürzlich hab ich Ronny mit den Worten zitiert: „Wenn dieses Wissen, dass du bist, wach wird, erscheint dieser Raum. Und das bist du. Und wenn dieser Raum verschwindet und du immer noch bist, dann hast du dich entkleidet, dann genießt du dich in deiner Nacktheit. Und wenn du keinerlei Form bist, aber wenn du dir erscheinst, genieß es einfach. Genieß es, lieb es, sei still.“ Na bitte, von wegen „Von Zazen hast du überhaupt nichts!“ Oder ist das, was der Ronny da treibt, gar kein „wahres Zazen“? Ich mein, wie der schon in seiner Buddha-Bar rumfletzt! Hat der nicht gedient der Kerl? Nehmen Sie mal Haltung an, Kerl! Und nehmen Sie sich ein Beispiel an dem Kodo Sawaki da oben. Das ist Haltung! Und überhaupt: Der Ronny hat ja nicht mal ne Wand vor sich, auf die er starrt. Also das scheint bei Gott kein richtiges Zazen zu sein. Der hängt halt einfach so ab, dieser Schlaffi, und lässt sich’s zu allem Überfluss auch noch einfach gut gehen! Unerhört! Und so jemand bietet Satsang an. Gibt es da niemanden, bei dem man das melden kann? Irgend’ne Satsangbehörde oder so was?

Kodo Sawaki fragt: „Doch was bringt es uns eigentlich, Tag ein Tag aus herumzuhetzen auf der Suche nach Befriedigung?“ Na, die Antwort ist doch schon Teil der Frage: Es bringt hoffentlich Befriedigung. Wenn sich eine Katze in die Sonne legt, sucht und findet sie hoffentlich auch Befriedigung. Und wenn sie eine Maus jagt und sie killt, erlebt sie vermutlich auch Befriedigung. Was hat dieser Kodo Sawaki eigentlich dagegen, dass wir auf der Suche nach etwas sind, das uns befriedigt? Nee, mir ist das alles zu preußisch, zu japanisch, zu rigide, zu lustfeindlich, zu unmenschlich. Muss ich nicht haben. Für mich ist das alles sowieso der falsche Ansatz.

Aber zur Ehrenrettung von Kodo Sawaki, in demselben Text finden sich auch diese Sätze:“Zazen bedeutet die Halluzination des Menschen aufzugeben. Zazen bedeutet das zu praktizieren, was sich nicht aussprechen lässt.“ Na bitte, da kommen wir der Sache schon näher. Ich vermute mal, das schafft der Ronny auch ganz locker beim Rumfletzen in der Buddha-Bar. Fredo hat sich gestern einen abgequält bei dem Versuch, die Sache mit dem Ich zu erhellen. Und er bot dabei den Begriff „ichBIN“ an, um darauf hinzudeuten, dass es um schlichte UNMITTELBARE ANWESENHEIT geht. Osho hat es noch unpersönlicher „Istigkeit“ genannt. Und das ist es doch, worum es bei diesem ganzen Zazen-Dingens geht. Und wenn’s dir Spaß macht, dann quäl deinen Rücken und deine Knie, indem du Kodo Sawakis Haltung imitierst. Und wenn’s dir keinen Spaß macht, lass es einfach bleiben und … „genieß es, lieb es, sei still.“

 

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20 Antworten zu Kodo Sawaki: Was bringt uns Zazen?

  1. MaulBaer schreibt:

    Oberbefehlsgeneralfeldmarschall Nitya zum heutigen Tage; “genieß es, lieb es, sei still.”
    Gefreyter MaulBaer: „!!Ja, Herr, Ja!!!“ denkt: „???Und wie macht man das???“
    😦 😦 😦

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    • Nitya schreibt:

      Mönch: Schau, Meister, ich habe alles losgelassen. Was sagst du dazu?
      Joshu: Gut. Dann schmeiß es weg!
      Mönch: Aber Meister. Ich habe dir doch eben gesagt, dass ich alles losgelassen habe. Was soll ich denn jetzt noch wegschmeißen?
      Joshu: Ach so. Wenn das so ist, dann musst du es weiter tragen.
      🙂🙂🙂

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      • MaulBaer schreibt:

        Gefreyter MaulBaer: „Och Mensch, der kann sogar Gedanken lesen und die Welt ist sooo ungerecht: ich muß mal wieder schuften und er macht nichts anderes als reden Befehle geben, die kein Mensch so richtig versteht???…“😦 ;-( 😦

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  2. Elwood schreibt:

    Disziplin ist auch nur ein Wort.
    Für mich ist die Zazen-Haltung eine Verarschung auf die übertriebene Kultur der veräußerlichten Disziplin. Dieses durch die Disziplin eingetrichterte „ich muß“, überdeckt den innern Antrieb, die innere Disziplin, das Potenzial des „ichBIN“. Mit dieser „ich muß“ – Haltung verzweifelt und versagt man an der Zazen-Imitation. Und letztlich auch in der „Befriedigung-Suche“, die ja keine Befriedigung findet. Für mich deutet Kodo Sawaki immer wieder darauf hin: – „ichBIN“- und Zazen beginnt erst wenn dies gesehen wird. Dann „Ist“ alles Zazen-Praxis, auch rumfletzen in der Buddha-Bar mit der inneren „Disziplin“ des milliardenfachen Aufwachens.

    Und dieser Lügner Kodo betonte immer wieder:
    „Satori hat kein Anfang und Praxis kein Ende“.

    Das ist mein Quark-VerStändnis dieses Kaisertreuen Japaners

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  3. MaulBaer schreibt:

    Liebe Mitgefreyte!
    Nachdem Nityas wie so oft unverständlicher Befehl mal wieder mein Gehirn zum Rauchen gebracht hat,bin ich wiederholt auf folgend höchst informative Information gestoßen, die uns helfen könnte Nityas Tagesbefehl bestmöglichst zu erfüllen:

    So, dass wars, was ich heute dazu weitergeben kann…
    Und jetzt:
    !!!Ab, Marsch!!!

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  4. fredo schreibt:

    Ich habe mich früher eher „forschend“ in die Welt der alten Taoisten begeben ( und empfinde es heute noch als vertraute Heimat ) …. Buddhas Leidens-Konzept hab ich bis heute nicht wirklich kapiert , zwar mitlerweile so halbwegs seinen denkerischen Ansatz , aber dessen Sinnhaftigkeit bleibt mir doch immer noch verborgen .. für die Meditationen und Praktiken der indischen Yogis war ( und bin ! ) ich viel zu faul … und dieses indische Bakhti und Darshangetue ist mir einfach peinlich und hat immer so eine Art Fremdschämen bei mir ausgelöst , wenn es Europäer mit Wonnen nachahmten … das schien mir eher die versteckte Lust an der Unterwerfung als echte „Suche“ … die Konzepte des Chan waren mir stets vertraut ( sie sind ohnehin stark „gefüttert“ von den ollen Taoisten ) ….. aber …. diese Praxis … dieses Zazen …. diese Kargheit …. dieses Begrenzende statt Zerfliessende …. hmmm … Nityas „preussisch“ dafür trifft es perfekt ….. und … ich war …… leidenschaftlicher Kriegsdienstverweigerer ….

    dann „erwischte“ mich Advaita , mit allen Sekundärfolgen ….

    einige Jahre nach den „Sekundärfolgen“ lud mich eine ausgesprochen attraktive Akidolehrerin zu ihren regelmässigen ZaZen -Treffen ein … und wohl , um ihr zu imponieren , hab ich zugesagt …
    hmmm ….. was soll ich sagen … da ich absolut nix erwartete und eher auf Rückenschmerzen und Breitarschgefühle eingestellt war , und mir höchstens einen Blick in das Dekoltee der Schönheit erhoffte , war ich doch sehr positiv überrascht über dieses „warme“ Gefühl , diese merkwürdige stille Geborgenheit , die dieses schlichte Sitzen vor der weißen Wand auslöste …. einfach fein …
    mitlerweile ist es ein zwar nicht regelmäßiger ( dafür bin ich nach wie vor zu faul ) aber doch ein mit Freude erwartete Teil meines Alltags geworden … und nicht nur wegen der Akido-Schönheit …
    diese feine Stille , diese unaufgeregte Schlichtheit des „Sichereignens“ , ist mir einfach Genuss geworden .

    Ich glaube auch nicht , dass es den Zen-Meistern um sehr viel mehr ging . im Warten auf das , was da kommen mag ( oder auch nicht ) wollen wir uns mal ne feine Zeit machen …

    Es ist mir ohnehin mitlerweile ein durch Beobachtung bestätigtes „Faktum“ , dass all die Lehrer und Satsänger gar nichts bewirken können , in diesem „Suche“-Prozess ihrer Besucher . Dieser ist ein autonomer und automatischer Ent-Hypnotisierungsprozess , der schon längst begonnen hat , bevor das darob heftig irritierte „Ich“ seine ( ! ) Suche beginnt …
    Der „Job“ der Gurus , Lehrer und Satsänger besteht eher darin , in der „Wartezeit“ auf das was sich ereignen mag ( oder nicht ) , das dann ja im möglichen „Ereigniss“ gründlich erschütterte „Ich“ vorzubereiten und ein paar hilfreiche Formulierungen und Konzepte für dessen „Bewahrung“ im danach anzubieten …. sich dann noch gemütlich vor ner weißen Wand zu versammeln … warum denn nicht ?… wenns dem „unruhigen Sucher“ ein Gefühl von „richtigem Tun“ vermittelt … und den Ent-Suchten einfach „wärmt“ ?

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    • Elwood schreibt:

      Lieber Fredo,
      ik frag mal jans dumm…. was meinst Du mit Buddhas Leidens-Konzept ?
      Meinst Du die Betonung auf das Leiden im tibetischen Buddhismus oder Buddhas Aussage „Das Leben ist Leiden“?

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      • fredo schreibt:

        yep … es gibt da wohl ein konzept der „leidensüberwindung“ im buddhismus allgemein .. ( zumindest hab ich dies so verstanden ) ..
        dies konzept ( als erklärung dessen was da „leben“ ist ) erscheint mir einseitig das „leiden“ zu betonen … ich vermag leiden zu sehen , aber auch das gegenteil … mir scheint da letztlich eine art harmonie zu bestehen , die jedoch nie zur ruhe kommt , sondern stets in dynamischem ausgleich ist …
        so sehe ich halt auch die ruhe / stille der meditation nicht als „ziel“-punkt , sondern nur als temporäre „befindlichkeit“ .
        aber ich weiß sehr wohl , was jetzt ein anhänger des gautama erwidern wird … meine besten freunde gehören ja zu dieser gattung …🙂
        ich wollte ja nur meine „persönliche“ geschichte ausdrücken … und bei mir hat es halt schon sehr früh mehr mit dem sich gegenseitig beeinflussenden sowohl als auch des Dao „resoniert“ ..

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      • Elwood schreibt:

        ein konzept der “leidensüberwindung” im buddhismus allgemein
        Ich vermute, dass das „Konzept der Leidensüberwindung“ eine der vielen Kommunikations-möglichkeiten von Buddha war, die an die Übergroße „allgemeine“ Kaste der an der Welt leidenden gerichtet gewesen ist, um in eine Verständigungsbasis zu kommen. So ist auch die überaus harte Zazen-Schule vielleicht „ein“ Weg um die an drill gewöhnten Japaner an ihren eigenen Konzepten hadern zu lassen. (der Schuss kann natürlich auch leicht nach hinten losgehen, wie man an der Beteiligung der Soto-Schule am China-Japan–Krieg sehen konnte). Buddha hat von der Individualität und ihrer Möglichkeiten gewusst und zum Überprüfen seines jeden eigenen Weges aufgefordert. Aber wir Menschelein basteln gerne an Absolutheiten und machen Religionen draus.
        Ich selbst gehöre auch der Leidenskaste an und habe eine übergroße Erwartungshaltung dem Leiden zu entfliehen. Dagegen hat meine Frau schon als Kind unsere Schuld-Kultur von sich gewiesen und jegliche Autoritäts-Gefolgschaft abgelehnt. Daher war ihr Zazen auch dem Deinigem vielleicht vergleichbar – ausprobierend ohne Erwartungen mit entsprechenden Erfahrungen. Mein Zazen mit meinen Leidens-Überwindungs-Erwartungen war eine völlige Verkrampfung. Über 50Jahre habe ich gebraucht um das „muß“ in mir in einer Farbe wahrzunehmen die auch eine ausgleichende Farbe überhaupt zulässt und für mich gibt jetzt weder einen richtigen oder falschen, noch absoluten Weg(Ansatz)mehr. Schaun wir mal, wat diese ganzen Anstrengungen und nicht Anstrengungen so Veränderungen mitsichbringen…… man weiiiß das nicht….

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    • Nitya schreibt:

      Lieber Fredo, noch etwas zu Buddhas „Leidens-Kultur“. Eigentlich würde ich ja eher sagen, dass die christliche eine Leidenskultur ist. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist Gautama Siddartha, obwohl er kein Japaner war, ja auch lange Zeit mit großem Ernst einen Leidensweg gegangen, bis er schließlich seinen Irrtum erkannte und nun einen Weg der Leid-Befreiung anbot. Diesen Weg hat auch in dem Film, den Ronny hier kürzlich reingestellt hat, Dr. Ethan Powell wie ein alter Chan-Meister dem Dr. Theo Caulder eröffnet, indem er ihm seine angebliche Kontrolle und seine angebliche Freiheit „raubte“. Dr. Theo Caulder erkannte, dass das Einzige, was er verloren hatte, seine Illusionen waren. Um nichts anderes geht es eigentlich im Buddhismus. Der dritte Chan-Patriarch Seng-ts’an: „Suche nicht nach dem Wahren, hör’ nur auf, Meinungen zu hegen.“ Alle Meinungen sind nichts als Illusionen, sind nichts als ein Traum.

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  5. Michaela schreibt:

    Wenn ich mich aufrege, find ich das herrlich und eine darüber hinaus gehende Bedeutung hat das sich aufregen auch nicht. Und alles, was ich sonst am Tag so mache, ist auch Meditation. Ich bin mit dem, was ich mache. Und wessen Sache es ist, sich stundenlang so hinzusetzen, bitteschön. Dafür bin ich zu faul. Yoga hat mich schon geschafft. Die Konzentration für manche Übung konnte ich schon gar nicht aufbringen. Ich habe keine Richtung, in die ich mich konsequent bewegen möchte. Täglich Zazen zu praktizieren, ist für mich unvorstellbar. Für was?

    Der ordnungsliebende und strukturierte Schlaumeier in mir fänd es gut, mal an irgendwas dran zu bleiben, weniger sprunghaft zu sein. Aber was soll man machen? So ist es vielleicht heute bügeln, morgen Unkraut schuffeln und übermorgen um den Häuserblock joggen. Was fehlt? Das ist Leben, und zwar volle Möhre. 🙂

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  6. Ronny schreibt:

    „Nur das Zazen, bei dem dieses Bewusstsein von uns selbst verschwunden ist, ist wahres Zazen.“

    Jep,… Was auch immer Zazen ist – vielleicht einfach Sitzen Schauen, atmen und Sitzen… Still sein und Leben so wie es ist

    “Was bringt uns Zazen? Diese Frage, was es uns bringt…“ bringt uns am allerweitesten davon weg, …

    “Wenn man mich fragt, was Zazen bringe, sage ich, dass Zazen überhaupt nichts bringt.“ …na den Ollen Kodo hat es ins Kloser gebracht, wo er schein freches Maul aufreisen und dazwischen Sitzen kann, ich sitze auf dem Stul oder auf der Couch in der Buddha-Bar. Und darin liegt kein Gewinn ausser ohne Bild und ohne Alternative ich selbst zu sein.

    “Es bringt überhaupt nichts. Deshalb ist nichts so konsequent, als sich schweigend in Zazen zu setzen.“ Jep, du mußt ich Zazen sitzen, ansichtlos im Unmittelbaren zu sitzen und damit keine Absichten zu verfolgen, würde es auch tun,-)

    “Oft fragen mich Leute, wie viele Jahre sie denn nun Zazen üben müssen, bis es Resultate zeigt. „ Immer wieder das selbe, letzens wurde ich gefragt: ob es auch mal eine Intensivere Phase des Verweilens im Ich Bin gab?“

    Das scheinbare ich möchte gerne mal eine intensive Phase „Meditieren“, sich abarbeiten um dann sagen zu können, jetzt ist alles GUT, es gibt mich nicht mehr, nun ist alles in Buddha.

    Aber die frage ist doch eine ganz andere, Wer bist du?

    “Von Zazen hast du überhaupt nichts.“ Wunderbar…mir fällt dazu nur der olle Nisargadatta ein: „Das Erkennen geschieht spontan, in einem Moment,die Erforschung davon ist ohne Ende“ Die lebendige Erfahrung von „ohne Ende“ ist für ein „Ich“ nicht fassbar, und das ist ohne Ende und ob du was davon hast oder nicht, du hast nix davon, das ist das Befreiende, nix was du mit dir rumschleppen mußt

    “Genieß es, lieb es, sei still.” Na bitte, von wegen “Von Zazen hast du überhaupt nichts!” …“ Zazen oder Stilles Sitzen ist eine Wertvolle Sache. Diese die Stille deiner Natur die immer vor-handen ist oder die ungebunde Liebe zu entdecken, zu schmecken und sich davon verspeisen zu lassen, dadrin bist du nicht dabei. Niemand der sich das sich das habbar machen könnte und das ist Freiheit und ein Geschenk sich dem hinzuweden und anzuvertrauen.

    “…nehmen Sie sich ein Beispiel an dem Kodo Sawaki da oben.“ Das mache ich verehrter Feldwedel*hehehe;-) Erwachen liegt nicht im erreichen eines mysteriösen oder spirituellen Zieles, sondern in der lebendigen Praxis und dem anerkennen des LEBENs-so-wie-es-ist, das Freiheit offensichtlich hier ist- und nicht in einem stinkenden Gedankenfurz der in der Zukunft aufgehn soll.

    schöner Beitrag verehrter Nitya, eine Freude ein bisschen was dazu zu schreiben

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    • Ronny schreibt:

      Danke für das Zitat, “Satori hat kein Anfang und Praxis kein Ende”

      „Das Erkennen geschieht spontan, in einem Moment,die Erforschung davon ist ohne Ende“ Ohne weiteren Kommentar, wir sehen uns in der BuddhaBar

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  7. Eno Silla schreibt:

    „Es “bringt” sowieso alles nichts.“
    sagt uns der ehrwürdige Kodo.
    Ist das nicht schön?
    Es bringt sowieso alles nichts!
    Es bringt nichts, es ist schon.
    Was ist, ist – dies zu sehen würde ich Freiheit nennen,
    wenn es denn was bringen würde, es zu benennen,
    aber es bringt sowieso nichts,
    daher kann ich es auch benennen.
    Frieden z. B. oder Sahnehäubchen,
    ja
    was ist, ist:
    ob es was bringt oder nicht,
    zwischendurch kommts einer(m) ja so vor,
    und nichts bringen, bringt ja auch was!
    Was gebracht wurde, ist bisher immer wieder verschwunden,
    auch das es nichts bringt ist ja völlig irrelevant im Tiefschlaf z. B..
    So ist da einfach was ist! Wenn denn was ist – im so erscheinenden Kommen und Gehen,
    Auf und Ab dessen was wir Sein/Leben nennen.
    So oder so nur dies, schau ich mich um:
    eigentlich doch ein abgefahrenes Wunder…
    Sowieso!

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    • Nitya schreibt:

      „Es bringt sowieso alles nichts!
      Es bringt nichts, es ist schon.“

      Das ist schön, lieber Eno. Zweimal dasselbe Wort „bringen“. Einmal bezieht es sich auf die Zukunft und einmal ist es reine Gegenwärtigkeit. Einmal bringt es überhaupt nichts, weil es sich auf ein zukünftiges Objekt bezieht und einmal bringt es als gegenwärtiges Sein alles.

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  8. Ronny schreibt:

    Dieser Satz ist heute nochmal in in mir aufgetaucht: “ Der Ronny hat ja nicht mal ne Wand vor sich, auf die er starrt.“ Doch ich sitze auch vor einer Wand … es ist dies wortlose Empfinden von Anwesenheit und schaue einfach so dies ungebundene sein

    Shanti und gut Nächtle;-)

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  9. Giri schreibt:

    Eigentlich ist das ja ganz leicht: Nachdem man genug dem Laberflashs der Advaita-Alkis von der Buddha-Bar gelauscht hat, weiß man das „Hinsetzen, Fresse halten“ des Zen zu schätzen.

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  10. Nitya schreibt:

    Übrigens, damit da kein Missverständnis entsteht: Meine Art, jemandem meine Reverenz zu erweisen, ist, ihn in Fragezu stellen.

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  11. Pingback: Satori hat kein Anfang und Praxis kein Ende |

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