Wei Wu Wei: Das Un(auf)findbare ist alles, was wir sind.


Leere
Da ist also kein einziges Ding – von sich aus? Nicht einmal wir?

Kein einzig’ Ding! Deshalb gibt es auch kein »uns«, denn »wir« sind lediglich »unsere« gegenseitigen Objekte.

Aber auf welche Weise existieren wir dann?
Einzig als völlige objektive Abwesenheit: die Anwesenheit von So-bin-ich-heit, Was-ich-bin-heit oder Dies-bin-ich-heit.

Wir alle sind das?
Alle von uns sind weder »das« noch »dies«, noch überhaupt irgendeine Vorstellung. Wir sind allein phänomenale Nichtheit und die Abwesenheit der Vorstellung von jener Nichtheit. Daran ist nichts Geheimnisvolles, nichts Heiliges.

Dann besitzen wir also keinerlei reale Existenz?
Realität und Irrealität sind phänomenale Begriffe. Wir sind begrifflich überhaupt nicht vorstellbar.

Wer lebt dann?
Du kannst keinen Täter irgendeiner Tat, keinen Denkenden irgendeines Gedankens, keinen Wahrnehmenden irgendeiner Wahrnehmung finden. Das Un(auf)findbare ist alles, was wir sind, und das Un(auf)findbare ist das Gefundene.

»Würdet ihr nur lernen, einen Zustand des Nicht-Denkens zu erlangen, dann würde sofort die Kette von Ursache und Wirkung abbrechen.

Gebt diese irrtümlichen Gedanken auf, die zu falschen Unterscheidungen führen. Es gibt kein »Selbst« und kein »Anderes«. Es gibt keinen »falschen Wunsch« und keinen »Ärger«, keinen »Hass«, keine »Liebe«, keinen «Sieg«, keine »Niederlage«. Verzichtet nur auf den Irrtum der gedanklichen oder begrifflichen Denkvorgänge, und eure Natur wird ihre ursprüngliche Reinheit ausstrahlen. Dies allein ist der Weg zur Erleuchtung.« (Huang-po)

aus: Terence Gray, Wei Wu Wei oder 0.0.0., wie er sich zuletzt auch nannte, „Die einfache Erkenntnis“

Da guckt so’n Typ morgens in den Spiegel und sieht – nichts. Überraschung! „Bin ich ein Vampir geworden?“ fragt er sich entsetzt. „Ich hab doch gar nicht mitgekriegt, dass mich jemand gebissen hat!“ Vielleicht hat ihn aber auch gar niemand nicht gebissen, vielleicht ist er einfach nur aufgewacht und hat das Un(auf)findbare gefunden. „Das Un(auf)findbare ist alles, was wir sind, und das Un(auf)findbare ist das Gefundene.“ sagt Terence Gray.

Also, ich stelle mich vor den Spiegel und sehe darin – na, ich hab doch keine Tomaten auf den Augen. Natürlich sehe ich – hmm, ich gerate ins Stocken. Da sehe ich etwas im Spiegel, das so aussieht wie ein Mensch – hab ich jedenfalls mal gelernt, dass so ein Mensch aussieht – und der darüber hinaus so aussieht, wie ich – hab ich jedenfalls mal gelernt, dass ich so aussehe. Ich glotze also auf dieses Bild im Spiegel und frage mich, ob der Terence Gray recht hat, wenn er sagt, dass ich das gar nicht sein kann. Was ich da sehen würde, wäre ein Objekt, und ich würde doch nicht ernsthaft glauben können, ein Objekt zu sein.

Jetzt fragt der Fragende, auf welche Weise wir dann überhaupt existieren. Und Terence Gray sagt: „Einzig als völlige objektive Abwesenheit: die Anwesenheit von So-bin-ich-heit, Was-ich-bin-heit oder Dies-bin-ich-heit.“ Also der drückt sich ja manchmal schon ein bisschen kompliziert aus, aber man täte gut daran, das nicht einfach zu überlesen, sondern ein bisschen darauf herum zu kauen. So bin ich, das bin ich, dies bin ich – alle diese Formulierungen deuten auf ein beschreibbares Objekt. Ich bin aber kein Objekt. Wenn jetzt jemand fragt: „Was bin ich aber dann?“, bleibt dem Antwortenden kaum etwas anderes übrig, als „kein dies, kein das“ zu antworten. Eben kein Objekt oder besser die Abwesenheit der Anwesenheit von Objekten. Terence Gray: „Wir sind allein phänomenale Nichtheit und die Abwesenheit der Vorstellung von jener Nichtheit.“

Falls der Groschen noch nicht gefallen sein sollte, zitiert Terence Gray noch seinen geliebten Huang-po: »Würdet ihr nur lernen, einen Zustand des Nicht-Denkens zu erlangen, dann würde sofort die Kette von Ursache und Wirkung abbrechen.« Einen Zustand des Nicht-Denkens? Also ich interpretiere das jetzt so: Ein Zustand des Nicht-Denkens zeichnet sich nicht dadurch aus, dass da keine Gedanken auftauchen dürfen, sondern dadurch, dass ihnen nicht geglaubt wird – ganz im Sinne von Jiddu Krishnamurtis „Das Wort ist nicht das Ding.“ oder im Sinn von „Das Wort Brot kann man nicht essen.“

Und Terence Gray zitiert Huang-po weiter: »Gebt diese irrtümlichen Gedanken auf, die zu falschen Unterscheidungen führen. Es gibt kein »Selbst« und kein »Anderes«. Es gibt keinen »falschen Wunsch« und keinen »Ärger«, keinen »Hass«, keine »Liebe«, keinen «Sieg«, keine »Niederlage«. Verzichtet nur auf den Irrtum der gedanklichen oder begrifflichen Denkvorgänge, und eure Natur wird ihre ursprüngliche Reinheit ausstrahlen. Dies allein ist der Weg zur Erleuchtung.« Und das ist jetzt wieder keine Aufforderung, sondern das, was Huang-po sieht: Der Spiegel ist leer.

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21 Antworten zu Wei Wu Wei: Das Un(auf)findbare ist alles, was wir sind.

  1. Brigitte schreibt:

    Geiles Gif, brauchts da noch Worte? Spricht es doch, ohne zu sprechen.
    Du, lieber Nitya, quatschst einen eh in Grund und Boden, ob ma will oder net.

    Schlaflos heute Nacht im Netz unterwegs gewesen. Und, das hat mich dann doch überrascht, Andreas Müller hat ein Buch „Weihnachten hat es nie gegeben! …“ herausgebracht. Schon der Titel *kicher*. Habs gleich als ebook auf den Kindle geladen. Die Einleitung angefangen zu lesen und schon fing es an zu glucksen *kicher*. Ein Heidenspaß! Ich finde, es passt wie angegossen zu wei wu wei.

    Schaut selber, ob ihr euch das zumuten wollt.
    http://www.amazon.de/gp/product/3735721826/ref=s9_simh_gw_p14_d0_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=17DCMZBHAJYJQPW8HV0W&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353807&pf_rd_i=301128

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    • Nitya schreibt:

      Brigitte

      Die liebe Brigitte, nachdem sie vom lieben Nitya in Grund und Boden gequatscht wurde.

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      • Brigitte schreibt:

        naja. fast. bin blond. merkt man doch..;-)
        bild006ylftx

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      • Nitya schreibt:

        Wenn ich das richtig seh, sind da zwei blonde Grazien zu sehen.
        Welche hab ich denn nu in Grund und Boden gequatscht?

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      • Brigitte schreibt:

        In dieser Form gibt es mich tatsächlich nicht mehr. Das Foto wurde vor 20 Jahren auf Elba geschossen. Zum Fotoshooting haben meine Schwester und ich die Reiseleiterin in die Mitte genommen. Wir sind durch die Wälder und den Strand entlang geritten. Ein wunderschöner Tag. Pure Leichtigkeit. Es war eine total abenteuerliche Reise. Nichts ist so passiert, wie es geplant war. Herrlich.

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      • Nitya schreibt:

        Bist du das, auf diesem Riesenschimmel?
        Wenn ja, wie bist du da bloß raufgekommen?

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      • Brigitte schreibt:

        Ja, genau die. Wie ich auf dieses Pferd gekommen bin? Du, ich sags dir, das war vielleicht ein Akt. Alle saßen schon auf ihren Pferden, bloß ich nicht. Ich kam einfach nicht drauf, mit meinen grad mal 160 cm Größe. Man hat mir eine Kiste hingestellt, den Fuß in den Steigbügel gesetzt, und zu guter Letzt hievte mich der Pferdewirt an meinem Hinterteil in den Sattel. Ein Bild für die Götter. Boah war mir das peinlich. Wie ich wieder runtergekommen bin, entzieht sich allerdings meinem Erinnerungsvermögen. Meine ‚weiße Wolke‘ war so lieb und hat alles geduldig über sich ergehen lassen🙂

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      • Nitya schreibt:

        Also ich bin starr vor Bewunderung.

        Was das Runterkommen betrifft, warst du beim Erklimmen der „weißen Wolke“ offensichtlich ganz im Hier und Jetzt und hast noch nicht an das Ende des Abenteuers (wie komm ich da bloß wieder heil runter?) gedacht. Mit deiner linken Hand scheinst du ja schon beruhigend auf das Pferdchen einwirken zu wollen: „Bitte, wirf mich bloß nicht ab! Bei der Höhe brech ich mir glatt das Genick!“

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  2. fredo schreibt:

    ich liebe terence gray … er ist für mich wohl der „nährendste“ schreiberling …
    seine zwei deutschen bücher ( übrigens hervorragend übersetzt ) habe ich mir anfangs im wahrsten sinne des wortes satz für satz „erkämpft“ .
    ich hatte dennoch nix kapiert
    merkte jedoch sofort , dass es eine der „wahrsten“ darstellungen in worten war , die ich je entdeckte . was blieb ? satz für satz …. einzeln „verstehend“ kämpfte ich mich ganz entgegen meiner normalen verschlinglesegewohnheit ( manchmal 3 bücher parallel und über nacht durchgelesen ) durch seine texte … und blieb oft über wochen dran !
    am ende des buches tauchte sowas wie ein stolz auf … und gleichzeitig ein resignierendes „doch nix kapiert“ …
    wie ungeheuer „nährend“ genau das war , entdeckte ich als ich nach der wohl 10ten „durchkämpfaktion“ erneut vor dem „offenbaren geheimnis“ saß , mitlerweile hatte sich jedoch sowas wie ein „offener Moment“ ereignet … jetzt verstand ich alles ….
    und am ende des buches … hatte ich dennoch wieder nix kapiert … und wie geil war das denn ?… ich merkte , es geht gar nicht ums kapieren … es geht um ein geniessen des kuriosen worttanzes … es ist viel mehr „gottesdienst“ , verehrendes ritual durch worte als ein buch , das etwas „aussagen“ soll … so wie wir im sakralen ritual nur anwesend sein müssen , egal wie viel wir „bewusst“ verfolgen … oder egal ob wir zu 99% abgelenkt sind , reicht es derartige texte in ihrer „wahrheit“ nur zu arahnen … ein einziges wort , eine „treffende“ vokabel , die tiefer sinkt als das normale zuhören …. und „nahrung“ hat stattgefunden … oft gerade sogar dadurch , dass ein akzeptierenmüssen des einfach-nix-kapieren-können unvermeidbar wurde …
    ohne ein einziges „wahres“ wort , wird bei wei-wu-wei akkurat nichts falsches gesagt … und das mit einer atemberaubenden kontinuität und zähigkeit ….
    wie oft wird der eigene „verbale ausstoß“ im alltag korrumpiert durch gewohnheit oder soziale rücksichtname . es sind da immer nur kurze momente ( zumindest bei meinem „ausstoß“ ) wo so etwas wie „direkt indirekte“ rede stattfindet ( auch zum eigenen genuss ! ).
    und bei terence gray ein ganzes langes buch lang . ( nee sind ja sogar zwei …. und diverse
    englische ) ….kein wunder , dass ramesh balsekar seine texte als seine wichtigste intellektuelle inspiration bezeichnete …

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    • Nitya schreibt:

      „es geht um ein geniessen des kuriosen worttanzes … es ist viel mehr “gottesdienst” , verehrendes ritual durch worte“

      Ich hab das gerade mal auf deinen Kommentar übertragen und irgendwie – passte es.🙂

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      • fredo schreibt:

        genau das denke ich auch , nur zu oft , wenn ich mir selber lausche …. was für ein tanz der worte … mal geschwalle , mal reine pittitess des formulierungswahnsinns … grins … nur nicht zu ernst nehmen … wie sagte schon papa fredo : “ nicht ärgern – nur wundern“ … irgendwie hatte der auch schon was taoistisches ….🙂

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  3. Marianne schreibt:

    Ich habe vor kurzem das Buch „Welten ohne Grund“ rezensiert. Da schildert der Autor anhand buddhistischer und konstruktivistischer Erkenntnislehren, dass man auf der Suche nach sich selbst nur in die Bodenlosigkeit fallen kann.
    http://www.carl-auer.de/programm/978-3-8497-0036-2
    Es liegt an der selbstreferenziellen Erkenntnisweise: Wer sieht?

    Daraus kann aber keine Aussage gemacht werden, ob es dieses Selbst, zumindest als Wesenheit nicht doch wirklich gibt …
    Jeder kann sich da natürlich seine eigenen Hypothesen bilden und sein eigenes Erleben dazu habe.
    Mich gibt es! 🙂

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  4. fredo schreibt:

    „“Mich gibt es! :-)““
    ist mir sehr sympatisch …
    jedoch …
    haben ( für mich ! ) gerade die texte des WeiWuWei dazu beigetragen , dass ich sagen kann : „es muss mich gar nicht geben ! “
    und trotzdem lebt sich das leben in seiner ganzen wundervollen fluß von kuriositäten … von augenblick zu augenblick … und das größte der „wunder“ … : es bedarf „meiner“ gar nicht …

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    • MaulBaer schreibt:

      …also, um Dir zu begegnen, bedarf es meines Erachtens schon Deiner, ohne Dich und Deiner Worte wäre ich Dir nie, könnte ich Dir nicht begegnet sein oder?

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      • fredo schreibt:

        begegnen ( im üblichen verständnis ) können sich nur zwei (scheinbare) etwasse …
        jedoch im „meiner bedarf es nicht“ findet einfach ent-gegnung in be-gegnung statt …

        das „gegen“ ist verschwunden und nur das „eine dynamische kuriose jetzt“ ent-blättert sich , unter zuhilfename von scheinbaren gegensätzlichen objekten , und ihren scheinbaren interaktionen , die aber nur der darstellung der dynamik dienen … und in ihrem „einzel-sein“ nur der schwächelnden wahrnehmungsfähigkeit des body-mind-organismus geschuldet sind … dieser kann nur einzel-begegnung wahrnehmen … ( soll heißen , er selektiert aus einem dynamischen alles mit allem-gewusel ein einzel-bewegungssegment heraus ( quasi künstlich ) und lässt dies dann ein weiteres ( künstliches ) segment „begegnen“ … und hält dies für wirklich ….
        es gibt … eigentlich … weder eine begegnung noch gar ein gegen …
        begegnung ist lediglich konsequenz / nebenwirkung eines wahrnehmungsmangels …..

        mal so formuliert , als weiterer ausdruck der kuriosität … nicht zu verwechseln mit richtig/falsch … oder … wenn denn , dann halt auch ….:)

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      • MaulBaer schreibt:

        ES bedürft sich Deiner und es ist ihm wurscht, ob Du es nicht bedürfst?

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  5. fredo schreibt:

    zu MaulBaer …
    ES wäre nicht ES , wenn es „bedürfte“ …
    die Vorstellung des „Bedürfens“ oder gar die oft zitierte angebliche Notwendigkeit für Gott durch den Menschen zu erfahren ( beides häufige „spirituelle“ Glaubenssätze ) ist schlicht Hybris …
    der Mensch spielt als Mensch nicht die geringste Rolle oder hat irgendeine Notwendigkeit …
    das , was da IST „im /bei/mit“ dem Menschen , ist jenseits des Menschlichen und damit jenseits jedes „Bedürfens“ oder „Erfahrens“ …
    das was da IST , ist jedoch nicht >auch im/mit/bei dem Menschen ( wie es oft verstanden wird und damit … indirekt … wieder eine istigkeit im menschen an sich gesehen wird ),
    sondern …. einfach so …. weil ES halt „beliebt auch Mensch“ zu spielen …
    „Mensch“ ist nur ein skuriles Schillern auf der Oberfläche einer Seifenblase …
    diese Seifenblase ( als Bild für die Dualität ) ist auch nur eine letzliche beliebige dekorative UmfassungsForm der Leere … ohne jede Bedeutung …
    nur zu einem Zweck …. zwecklos wundervoll die Kuriosität des JETZT abzubilden ….
    für wen auch immmer ….

    so oder ähnlich werde ich es wohl mal für meine Enkelin formulieren … oder ganz anders … wer weiß … sie ist ja erst drei wochen alt …. und was ich da so formuliere ist heute blödsinn und morgen ganz sicher auch ….🙂

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    • MaulBaer schreibt:

      Hallo Fredo,
      in deiner Ausage (:der Mensch spielt als Mensch nicht die geringste Rolle oder hat irgendeine Notwendigkeit) … widerspreche ich Dir, bzw. ergänze es, mag es anders sagen: Ich meine, der Mensch spielt als Mensch jede? Rolle und es hat WillKür, MutWille, Munterkeit, Verspieltheit (mir gefällt der engl.Begriff:”playfulness”), woraus “Not-Wendig-Keit” entsteht, um das Spiel in Bewegung zu halten, was mehr oder weniger
      wohl wie unwohl auch hier im Blog geschieht, oder?

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      • fredo schreibt:

        klar … alles lässt sich anders sagen … genau dies „anders“ ist ja der einzige „grund“ für formulierungen im gesprächskontext …
        weder kann es um über-zeugen noch um recht-haben gehen …
        wenn es überhaupt um etwas ( je ) geht , dann um ein „immer wieder anders“ .

        der erste besucher bei ramesh balsekar , den er , wie nebenbei , seiner damaligen zuhörerschaft als „erwacht“ deklarierte ( ohne es je so genannt zu haben , er sagte lediglich zu seinen us-besuchern, die ihn nur zu gerne wieder ins gelobte land gelockt hätten : „fragt doch henry , er weiß alles was zu sagen ist“ )
        besagte henry ( ein extrem liebenswürdiger älterer herr ) wurde natürlich daraufhin von all den us-suchern auf das heftigste „befragt“ , und er , ganz freundlicher herr , beantwortete ihre fragen mit erklärungen und umschreibungen … und …. mit seiner speziellen „note“ … halt … immer wieder anders !
        und zwar so sehr „immer wieder anders“ dass die us-sucher ihn alsbald als „unbrauchbar“ an der theke des wahrheitskaufhauses zurückgaben …
        ich habe ihn leider nur kurz „geniessen können“ , da er überwiegend in der USA sprach und ich durch mein doch recht klägliches englisch reichlich gehandikapt war ( und bin😦 ) …
        trotzdem habe ich schon damals , während meiner „eigenen“ suche gemerkt , dass dieses „immer wieder anders“ eine art schlüssel sein kann , ein unterminierung von überzeugung , eine subversive demontage , …
        wenn die berühmte frage aufkommt “ was kann ich tun ?“ antworte ich mitlerweile , „vertrau dich dem immer wieder anders an“ ( wenn du es vermagst ) …

        ändert letztlich zwar auch nix , macht die wartezeit aber recht unterhaltsam ….🙂

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